Shadows

von Olivia Mae 
4,1 Sterne bei35 Bewertungen
Shadows
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Positiv (27):
Schnapsis avatar

Ein unglaublich echtes Buch. In diesem Buch benötigt man keine große Fantasie, den es ist der Realität manchmal beängstigend nahe.

Kritisch (4):
Bücherwurms avatar

Ein psychologischer Roman, der interessant beginnt, aber mehr und mehr unrealistisch und unglaubwürdig wird. Schade

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Inhaltsangabe zu "Shadows"

"Was wir ihm angetan haben?" Sich vor Natasha aufbauend, starrte Janina sie nieder. "WIR! WIR haben gar nichts getan!" Die hübsche Blondine konnte es nicht glauben. Da beging so ein Spinner Selbstmord und dann sollte die Klassengemeinschaft daran schuld sein? Außerdem geschah das Jakob ganz recht! "Also, Beißerchen, rede mal deutlich mit uns. Was hat dich mit Jakob verbunden? Habt ihr beide miteinander gevögelt oder warum hat er dir seine Texte hinterlassen?" "Bitte, Walther!" Das Gesicht verziehend, sah Janina zu dem Schüler. "Die Vorstellung ist eklig. Wer will denn so etwas im Bett haben?" Es war unklar, ob sie damit Jakob oder Natasha meinte. Shadows ist ein sozialkritischer Jugendroman. Er zeigt das Leben aus der Sicht von vier Jugendlichen, deren beginnende Überschneidung das Klassenzimmer und der scheinbare Selbstmord eines Schülers ist. Nichts ist, wie es scheint und nichts wird am Ende so sein, wie es zu Beginn noch war. Durch die unterschiedlichen Charaktere kann sich jeder Leser in einer der Hauptpersonen wiederfinden. Ob nun in der schüchternen und mit einer schweren Vergangenheit belasteten Natasha, in der scheinbaren Klassendiva Janina oder dem Starduo Tobias und Walther. Sie alle tragen Masken um die wahren Gesichter, ihre echten Charaktere zu verbergen. Denn in ihrer Schule gilt die Devise: Nur die Coolen gehören dazu!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B01B7AKSZI
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:286 Seiten
Verlag:
Erscheinungsdatum:28.01.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    aussie-bountys avatar
    aussie-bountyvor einem Jahr
    Eins meiner Jahreshilights!

    Zum Buch:

    Titel: Shadows
    Autor: Olivia Mae
    Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
    Erscheinungsdatum: Februar 2016
    Seitenanzahl: 312
    ISBN: 978-1523881581
    Format: Taschenuch / Ebook
    Preis: 9,99€ / 4,99€


    Klappentext lt. Amazon:
    << Wir saßen in der ersten Reihe. Immer. Direkt vor dem Lehrer. Es redete niemand mit uns, wir wurden zu keiner Party eingeladen, aber das war nicht weiter schlimm. Dazu zu gehören hatte genau so starke Schattenseiten wie... eben nicht dazu zu gehören. Nun sitze ich hier, alleine, und frage mich: Was soll ich tun? Jakob, du hast mir dein Tagebuch geschenkt, ich habe von deinem letzten Willen erfahren aber… Wie kannst du so etwas von mir verlangen? Wie, wo du weißt, ich könnte es nicht abschlagen? „Frau Ruen, können Sie mir bitte die Antwort auf meine Frage geben?“ Erschrocken sah Natasha hoch. Sie war so vertieft in ihr eigenes Tagebuch gewesen, zu vertieft, wie ihr nun klar wurde. „Frau Ruen. Der Verlust von Jakob ist tragisch, aber ich bitte sie inständig: Konzentrieren Sie sich auf den Unterricht. Sie sind im Abschlussjahr, er würde wohl kaum wollen, dass sie dieses Jahr nicht positiv bestehen.“ Würde er das? Sie nickte, weil sie wusste, dass diese Kopfbewegung erwartet wurde, aber im Inneren war sie sich nicht so sicher. Jakob hatte sich vor seinem Tod verändert. Massiv verändert. Sie war nicht mehr zu ihm durchgedrungen, seine Welt war ihr fremd geworden. „Es tut mir leid.“ Der Lehrer nahm die Entschuldigung kommentarlos an und wandte sich an die Klasse. Er begriff nicht, dass sie damit nicht ihn ansprechen wollte. Ich werde es tun, Jakob. Ich werde dein Tagebuch vorlesen, koste es, was es wolle. Für dich. >>
    Shadows ist ein sozialkritischer Jugendroman. Er zeigt das Leben aus der Sicht von vier Jugendlichen, welche bereits Jahre miteinander in die selbe Klasse gehen und dennoch in den klassischen Rollenbildern (vom Klassenschwarm zum Außenseiter) denken und agieren. Erst der scheinbare Selbstmord des Mitschülers und Sitznachbarn von Natasha, Jakob, ändert diese Ignoranz. Sein Tagebuch bricht Welten auf und offenbart, wie ähnlich sich die Mitglieder der Klasse in Wirklichkeit sind. Mehr noch: Mit dem Umsetzen seiner Bitte reißt er sogar vom Grab heraus die Masken der Schülerinnen und Schüler ab. Demaskiert müssen sie sich unangenehmen Wahrheiten stellen und Verantwortung für längst vergangene Taten übernehmen. Was niemand ahnen kann ist die Tatsache, dass selbst Jakob in seinem Ende nur ein weiteres Opfer war.

    Zum Buch:
    Das Buch erinnert mich an eine Geschichte die ich schon vor einigen Jahren gelesen habe, allerdings wird in dieser Geschichte hier nichts schön geredet!
    Anfangs war es für mich schwer mich in der Geschichte zurecht zu finden, dies war aber nur im ersten Kapitel so.
    Die Thematik des Buches finde ich sehr gut gewählt und Olivia Mae schafft es auch dieses "heiße" Thema vollkommen ehrlich und direkt auf den Punkt zu bringen.
    Ihr Schreibstil ist einfach nur Fabelhaft und man will am liebsten das buch in einem Rutsch durchlesen und nicht wieder aus den Händen legen!
    Ich finde es spiegelt genau das wieder, wie es in vielen Schulen und Klassen ist.
    Es gibt in jeder Klasse die "mächtigen" und die Außenseiter.
    Jakob gehörte zu den Außenseitern und begann Selbstmord. Er hinterließ seiner einzigen verbündeten Natascha sein Tagebuch. Sein letzter Wunsch war es, dass Natascha dieses Tagebuch vor der Gesamten Klasse vorliest.
    Schnell merkt man das es einigen Mitschülern nicht recht ist was dort steht, denn es kommen einige tiefe Geheimnisse ans Licht, diese Geheimnisse werfen weite Schatten auf gute Freundschaften...
    Das Tagebuch von Jacob schafft es das 2 Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, Freunde werden und die Sache gemeinsam durchstehen.
    Tobias versucht Natascha bei der schweren Aufgabe das Tagebuch vorzulesen zu unterstützen. Ihre Mitschüler werfen Ihr vor das Sie sich alles nur ausgedacht hat um so im Mittelpunkt zu stehen.
    Woher wusste Jacob nur all die dunklen Geheimnisse seiner Mitschüler?
    Wie würdest du reagieren wenn ein Junge aus deiner Klasse Selbstmord gemacht hat?
    Wie würdest du es finden wenn jemand "fremdes" dein dunkelstes Geheimnis kenn?
    Doch als eines Tages auch ein Kapitel über Natascha dabei war konnte Sie selbst nicht glauben das Jakob Ihr das antut und alle Mitschüler von Ihrer Vergangenheit erfahren.
    Es gab in dem Buch viele Momente wo ich Gänsehaut hatte oder sogar eine Träne verdrückt habe.
    Ich glaube die Thematik in der es in diesem Buch geht, sollte in jeder Schule behandelt werden.
    Ich kann dieses Buch nur jedem von euch ans Herz legen und es war mein Highlight im Januar 2017♥
    Olivia hat nirgendwo ein Blatt vor den Mund genommen und irgendetwas schön geredet, Sie hat geradeheraus genau so geschrieben wie es im wahren Leben ist.
    ein ganz großes Dankeschön für diese wunderbare Geschichte!

    Von mir gibt es 5 Sterne!

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    Vibies avatar
    Vibievor 2 Jahren
    Ein mega Auftakt einer Jugendbuchreihe jedoch nichts für schwache Gemüter- mit ein ernstes Thema....


    Meine Wiedergabe der Geschichte:


    Die Story beginnt mit dem Selbstmord des Schuljungen Jakob, der s(e)in Tagebuch hinterlassen hat, in dem  er sein Leben in der Schulgemeinschaft(Klasse) niedergeschrieben hat.Sein letzter Wunsch war es, das gerade die Schülerin es als Willen aufgezwungen werden soll es der ganzen Klasse vor zu lesen die selbst zurückhaltend und Suizid gefährdet ist, liemlich Natasha.
    Was daraus entsteht ist eine Kettenreaktion von Gefühlen,Ereignissen und verdrängten Handlungen.
    Denn jeder lernt die Wahrheit kennen und fürchten der jeweils anderen Schulkameraden denn keiner ist wirklich so wie er sich gibt oder dargestellt hat!
    Jeder führt ein leben mit Geheimnissen die nicht verschwiegen werden können und so durchs Tagebuch ans Licht gebracht werden- aber nicht zum Guten.
    Kann sich die Klasse noch gegenseitig vertrauen und sich untereinander noch Freunde nennen??


    Während Natasha jeden tag in der Schule ein kapitel aus Jakobs Tagebuch liest, findet der Schüler Tobias sie immer interessanter und möchte immer mehr über sie und ihr Leben erfahren und sie weiter begleiten, dies entsteht jedoch erst nach dem soviel negative Erlebnisse passieren und sie Versucht altes zu vergessen.Somit bekommt sie von Tobias die volle Beachtung  und er entwickelt sich immer mehr zur helfenden,positiven rechten Hand.
    Immer mehr wird das Tagebuch zum Wagnis und Natasha bekommt zunehmends körperliche und psychische Probleme, und so wird sie zum Teil der Familie von Jakob,denn dieser möchte sie nicht mehr alleine und aus den Augen lassen!


    Immer mehr rückt das Tagebuch in den Hintergrund und eine weitere neue Phase beginnt, denn alle Personen sind nur Spielfiguren und jemand anderes spannt die Fäden und kontrolliert sie und ein neues Kapitel beginnt......






    Zu Natasha:
    Sie verlor bei einem tragischen Autounglück wo sie dabei war  und 2 weitere Fahrzeuge, ihren Zwillingsbruder Matheo und ihre beiden Eltern.
    Seid dem lebt sie auch weil sie noch nicht volljährig ist im Waisenhaus.
    Seelisch und Körperlich Missbraucht  versucht sie sich ab zu schotten und mit niemanden zu reden, schon gar nicht über das was ihr alles widerfuhr und sie zu der Person machte welche sie heute ist.
    Nur Tobias einer der starken, coolen und lässigen gut betuchten Schüler, ist grade der einzige der sich immer mehr versucht mit ihr anzufreunden und sich auch dauerhaft mit ihrer Persönlichkeit beschäftigt und auf sie aufpassen möchte! 
    Die Gefühle entwickeln sich der beiden immer weiter doch keiner möchte sich des jeweils anderen eingestehen.
    Eine lange Emotionale,Körperliche wie auch Psychische Reise beginnt für beide doch keiner Ahnt wie es endet........


    Zu Tobias:
    Er ist der Sohn einer Ärzte Familie und hat keine Geschwister.
    Er gibt sich cool und sagt was er denkt, er macht gerne riesen Partys im Haus seiner Eltern wo er wohnt wenn diese wieder auf Reisen sind.
    Bei den Partys ist er ständig betrunken und schleppt meistens auch ein anderes Mädchen nach der anderen ab denn so ziemlich jede himmelt ihn auch an.
    Auch wenn seine Eltern nicht oft daheim sind,und ein Hausmädchen die Zeit über sich um das Haus und den Jungen kümmert,führen alle ein harmonisches,liebevolles miteinander und die Eltern bestehen auch immer darauf wenn sie daheim sind das gemeinsam gegessen wird und man sich über seinen Tag austauscht.




    Mein Fazit:
    Ein fesselndes Jugend Buch welches auf Psychischer Ebene ganz oben spielt und ich mich wirklich freue auch wenn es hier um ein ernstes Thema geht, wenn ich hier weitere Geschichten von lesen kann.


    Die Geschichte ist nicht nur ein Roman, nein ich glaube, es soll uns immer wieder vor Augen halten, wie wichtig es ist unsere Kinder und andere in unserer Umgebung ernst zu nehmen und zu versuchen immer wieder auf sie zu zugehen und zu zuhören, einfach ein Teil dessen sein!
    Mobbing,nicht Beachtung,Diskriminierung oder auch Suizid sind Themen die heute schon zum Alltag der Jugendlichen dazu gehören, leider muss man hier sagen......und doch gibt es dadurch heute immer mehr Jugendliche die an Selbstmord als letzten Ausweg denken, weil sie keine Hilfe bekommen haben und niemand für sie da war und oder sie ernst genommen hat!




    Die Autorin Olivia schafft es hier die Protagonisten und deren Persönlichkeit ernst, sensibel, liebevoll aber auch wütend und verzweifelt dazu stellen und zu beschreiben- wodurch die Geschichte eben ihren ganz eigenen Stil hat!


    Ein charismatischer Auftakt einer 4-teiligen Jugendbuch Reihe  die in der heutigen Welt passt und auf jeden Fall gelesen werden muss.

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    k_saras avatar
    k_saravor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine spannendes Buch voller Sozialkritik, das tief berührt und man nicht so schnell vergisst!
    Vielschichtiges Erstlingswerk!

    Worum geht es?
     Der Außenseiter Jakob stirbt. Der Polizei ist klar: es ist Suizid. Hinterlassen hat er neben einer labilen Mutter jede Menge Fragen und ein Tagebuch. Aufgezeichnet wurde dort vieles. Im Mittelpunkt steht da weniger er selbst, sondern eher seine verhassten Mitschüler. Er nimmt ihnen nicht nur die Scheuklappen von den Augen, sondern bringt einiges zum Rollen, was man nicht erwartet hätte.
    Es ist eine Geschichte über Schein und Wirklichkeit, Freundschaft, Ausgrenzung, Schicksalsschläge und vor allem eines: Rache.

    Wie fand ich es?

    „Die Geschichte hat mich zerstört“. Wie oft habe ich diesen Satz gehört. Normalerweise habe ich dann versucht, nicht die Augen zu verdrehen. Denn eigentlich war ich ja nur neidisch. Ich wollte das auch. Rotz und Wasser heulen, am Boden zerstört sein, mich tierisch aufregen, seufzen… einfach dabei sein.
    Dieses Buch gab mir das. Und noch viel mehr. An vielen Stellen dachte ich mir: „Hey, dieses Buch müsste man unbedingt in der Schule lesen.“ Mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, was ich in dem Bezug denke. Nur eines: dieses Buch hat es in sich!!
     Wortwörtlich.

     Protagonisten

    „Die 8b war keine einfache Klasse. Sie hatten keinen Zusammenhalt und bestanden zur Hälfte aus Söhnen und Töchtern reicher Familien.“ (S.17)

    Die beliebte Janina und ihre beste Freundin Tamara, der sportliche Tobias und sein bester Freund Walther. Und dann gibt es auch noch Natasha. Tash. Beißerchen. Blaß, dunkel angezogen, unscheinbar und Außenseiter. So wie auch Jakob einer war. Oder? Schließlich hat er doch ihr das Tagebuch anvertraut. Sie war diejenige, die es vor der ganzen Klasse vorlesen sollte. Diese Offenbarung.

    Normalerweise würde ich hier die Figuren darstellen. Wie ich sie fand, was für eine Verbindung sie zueinander haben und welche Rolle sie spielen.
    Aber genau diese Aspekte jetzt zu nennen, wäre ein derartiger Spoiler…tz.
    Sagen wir es mal so: in diesem Buch ist keiner so, wie man anfangs denkt. Und keiner wusste, was sich hinter dem anderen verbirgt.



    Jakobs Tagebuch hat da ganz schön Licht in die Sache gebracht. Doch was hat es mit diesem Vermächtnis auf sich?

    „Sie hatte von Anfang an gewusst, dass dieses Heftchen zum Skandal werden würde. Und nun war es sogar besser als ein einfacher Skandal. Es wurde zu einem grandiosen Rundumschlag.“ (S.57)
    „…ihm war aufgefallen, dass die Verantwortung, die Natasha mit dem Buch übernommen hatte, keine ungefährliche war.“ (S.59)
    „Ich glaube, er schrieb das Tagebuch am Ende nicht mehr für sich, sondern aus Rache.“ (S.60)
    „Woher weiß er das alles?“ (S.61)
     Olivia Mae hat es auch ein bisschen geschafft, dass der Leser nach diesem Buch mit Vorurteilen etwas vorsichtiger umgeht. Ist ein Schläger gleich ein Schläger? Der Partyboy unbekümmert? Die Außenseiter… was in diesem Buch hinter diesen Rollen steckt, werdet ihr früher oder später erfahren…

    „Wir springen über alle Vorurteile und geben einander die Möglichkeit, gewisse Meinungen auszuräumen.“ (S. 87)

    Und das fand ich wirklich spannend. Die Aufdeckung und Entwicklung der Personen. Was sie wirklich miteinander zu tun haben. Ich darf hier gar nicht mehr schreiben. Das ist mir ein zu dünnes Eis.
     Idee

    Ja, wie kommt man nur auf diese Idee? Wenn ich aus dem Buch hochgeschaut habe, sind Wörter vor meinem Geiste verschwommen. Ich habe an meine eigene Schulzeit gedacht. Viele Dinge habe ich auch so erlebt. Diese Grundcharaktere gibt es überall. Als Leser fühlt man sich einfach total in die eigene Schulzeit zurück versetzt. Automatisch überlegt man auch, wie es hätte sein können. Wie man sich damals verhalten hat. So ist das Geschehen viel näher. Realistisch. Greifbar. Und ergriffen hat es mich definitiv.




    Schreibstil

    Olivia? Wahnsinn! Ich hätte nie gedacht, dass das Buch so gut ist.
    Okay, der Philipp hat es ja schon erwähnt. Mehrmals. Aber davor…es hätte wohl noch eine ganze Weile gebraucht, bis ich diesen Schatz in die Hand genommen hätte. Dein Buch plättet mich.
    Da habe ich schon mal gefühlt zigtausende bunte Blättchen in „Shadows“ reingestopft und mir fehlen trotzdem immer wieder die Worte!

    Für alle anderen: der Philipp ist mein langjähriger Büchereikollege und in manchen Dingen fast so verrückt wie ich. Nicht schlagen. Fast, sagte ich. Mein Level wirst du nicht erreichen. Ha! Er hat mich jedenfalls darin bestärkt, diese Geschichte zu lesen. Weil sie so gut geschrieben wäre. Total klasse und so weiter. Entschuldige, ich weiß nicht mehr, was du wirklich gesagt hast. Nur, dass es gut sein soll. Und so ist es auch. Die Autorin dieses Buches ist mehr als nur eine Künstlerin.
    Stück für Stück setzt sie den anfänglichen Flickenteppich gekonnt nach und nach wie ein Puzzle zusammen. Und mit jedem Teil wird man mehr und mehr reingezogen. Und was am Ende herauskommt, naht einem Einsturz.




    Gefühl

    Also wer bei diesem Buch keine Emotionen gespürt hat, der… - ach, ich weiß auch nicht. Von Gänsehaut bis hin zu leichter Übelkeit..! Genau. Mir wurde irgendwie auch übel bei manchen Szenen. Erschüttert war ich ebenso wie gerührt und natürlich auch gespannt. Das war ich die ganze Zeit über. Ich habe mich so geärgert, dass ich nicht schneller gelesen habe. Aber abends war ich meistens so müde, auf der Arbeit sehen es die Kunden bestimmt nicht gerne und unter der Woche gibt es keinen Morgen. Nicht all zu einfach. Doch bei dem Buch habe und musste ich Möglichkeiten finden. Es ist aber doch nicht all zu praktisch, im Bus entsetzt die Hand vor den Mund zu schlagen, im Supermarkt kurz vorm Tränenausbruch zu sein oder während der normalen Büchereiöffnungszeit kichernd in der Ecke zu sitzen. Aber dafür gerne.

    „Du zerstörst dich, aber ich kann dir nicht helfen. Ich kenne dich nicht.“ (S.42)

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    Fuexchens avatar
    Fuexchenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: gesellschaftskritischer Roman, der zum Nachdenken anregt
    mitreißende Geschichte

    Das Buch fängt mit dem Selbstmord von Jakob an. Hinterlassen hat er ein Tagebuch, welches in seiner Klasse zum Thema wird. Hierbei kommen die typischen Rollenbildern vom Klassen- und Mädchenschwarm zum Außenseiter nicht zu kurz. Das Tagebuch offenbart Geheimnisse der Mitschüler und bringt dadurch die bisherige Struktur zum Bröckeln.


    Der Schreibstil ist zwar gut zu lesen, für meinen Geschmack weist er jedoch ein paar sprachliche Schwächen auf. Dadurch ist der Lesefluss nicht ganz so flüssig und wirkt auf mich teilweise etwas holprig. Zugegeben, anfangs war ich verwirrt, dass die 8-Klässler von ihren Lehrern gesiezt werden, habe dann aber festgestellt, dass das Schulsystem in Österreich anders gezählt wird und die Schüler bereits 17-18 Jahre alt sind. Dies wird im Laufe der Geschichte aber auch erwähnt. Hierbei ist mir aufgefallen, dass Tobias an einer Stelle über 18 Jahre alt ist, an einer anderen jedoch 18. Da es ein paar solcher Ungereimtheiten bzw. Widersprüche gibt, muss ich dies leider in meiner Bewertung berücksichtigen.


    Die Darstellung der Charaktere ist mir für meinen Geschmack etwas zu überspitzt dargestellt. Sicherlich soll man beim Lesen dafür sensibilisiert werden, dass es solche Fälle gibt, mir war es teilweise zu unrealistisch. Da die Altersempfehlung jedoch ab 16 Jahren ist, bin ich mir jedoch sicher, dass gerade jüngere Leser sich eher damit identifizieren können als ich.
    Das Cover gefällt mir gut. Es ist eher düster und passt dadurch gut zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung macht neugierig.
    Auch wenn ich nicht hundertprozentig von dem Buch überzeugt bin, habe ich mich gut unterhalten gefühlt.

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    Books-have-a-souls avatar
    Books-have-a-soulvor 2 Jahren
    Shadows

    Ehrlich gesagt bin ich nur durch Zufall über die Autorin auf dieses Buch aufmerksam geworden. Das Cover allein hätte mich im ersten Moment nicht angesprochen, obwohl die düstere Atmosphäre perfekt zum Inhalt passt.
    Der Klappentext allerdings hat mich sofort neugierig gemacht und ich bin wirklich froh, dass ich diese Geschichte lesen durfte, denn es war noch besser als erwartet.

    Natascha ist eine Außenseiterin in ihrer Klasse, genauso wie ihr einziger Vertrauter Jakob es war, bevor er Selbstmord beging. Dieser hat ein Tagebuch hinterlassen, welches Natascha in der Schule vorlesen soll. Damit beginnt eine unglaubliche Geschichte und man merkt schnell, dass hier nicht jeder das ist oder war, was er zu sein scheint.

    Nataschas Lebensgeschichte hat mich tief berührt und ihre Entwicklung im Laufe des Buches ist glaubhaft dargestellt. Man fühlt mit ihr und oft war ich sprachlos, über die Dinge, die sie schon erlebt habt. Tobias konnte ich am Anfang gar nicht leiden. Er wirkte arrogant, gleichgültig und absolut unfreundlich. Aber auch seine Entwicklung war sehr schön zu verfolgen und am Ende haben beide einen Platz in meinem Herzen gewonnen.
    Auch die anderen Charaktere sind toll herausgearbeitet und die Verknüpfungen sind super durchdacht.

    Ich konnte mir alles gut vorstellen und die Zeit ist beim Lesen nur so verflogen. Einziger winziger Kritikpunkt für mich waren die vielen Partizipialsätze, die manchmal etwas nervig wurden. Ansonsten war der Schreibstil jedoch flüssig und leicht verständlich, also auf jeden Fall auch gerade für Jugendliche einfach zu lesen.

    Die Grundidee ist ein Thema, das oftmals unter den Tisch gekehrt wird und es steckt so viel Wahrheit in diesem Buch. Man hat bei vielen Szenen sich selbst und auch die eigene Schulzeit vor Augen und entdeckt die einen oder anderen Parallelen. Für mich sollte diese Geschichte als Pflichtlektüre in der Schule eingeführt werden, denn es werden auf erschreckende Weise Konflikte und Verhaltensweisen von Schülern dargestellt, wie sie auch im Alltag häufig zu finden sind. Oft werden diese Anzeichen ignoriert oder schlicht nicht erkannt und der Jugendliche selbst, denkt nicht einmal über sein eigenes Handeln nach!
    Vielleicht könnte dieses Werk sogar dazu beitragen, dass der ein oder andere sich selbst darin erkennt und daraus lernt.

    Was mir sehr gut gefallen hat, waren die kleinen Verse als Einleitung, die meist einem Song entstammen (welcher auch genannt wurde). Die Musik hat gut zum Inhalt gepasst und es hat für mich einfach mein Leseerlebnis positiv beeinflusst.

    Neben dem ernsten Hauptthema waren aber auch viele Momente dabei, in denen ich schmunzeln musste, ich habe geweint, war oft geschockt und am Ende innerlich zerrissen. Es gibt viel zum Grübeln in diesem Buch und auch zum Miträtseln, wie das ganze enden wird. Ich kann euch sagen Überraschungen sind vorprogrammiert!

    Fazit: Trotz meiner winzigen Kritik hat die Geschichte mein Herz im Sturm erobert, denn sie ist toll umgesetzt und ich kann sie auf jeden Fall weiterempfehlen!

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    Athene100776s avatar
    Athene100776vor 2 Jahren
    Der Unbekannte neben mir

    Jakob ist in seiner Klasse der Aussenseiter. Er hat nur eine Freundin, die zu ihm steht - Natasha. Jeder Tag in der Schule ist für Jakob ein Kampf, er wird ignoriert, beleidigt, viele aus seiner Klasse kennen noch nicht mal seinen Namen.
    Um vor den Trümmern seines Lebens zu fliehen, wählt Jakob den Freitod und lässt Natasha mit einer Aufgabe zurück, die nicht einfach ist. Natasha soll aus Jakobs Tagebuch vor der Klasse vorlesen, damit die Mitschüler ihn vielleicht nach seinem Tod endlich kennen lernen.

    Die Geschichte startet sehr spannend und zieht die Spannung auch im weiteren Verlauf des Buches mit sich. Sicherlich gibt es auch Kapitel die eher Hintergrundwissen oder Reaktionen aufzeigen , ebenso wie den Alltag.

    Die Personen wurden  lebensecht dargestellt. Mir selber erging es so, dass ich für einige Mitschüler aus Jakobs Klasse Mitschüler aus meiner Klasse hatte, die ich den den Beschreibungen wieder erkannte.

    Der Schreibstil fiel mir zu Beginn des Buches etwas schwer, wurde bei weiterem Lesen jedoch immer flüssiger.

    Die Thematik des Romans ist eine sehr ungewöhnlicher, obwohl jeder einzelne es schon einmal in irgendeiner Form am eigenen Leib erfahren hat, die Ausgrenzung von Gruppen, Mitschüler, Arbeitskollegen,.... Es wird darüber nur zu wenig gesprochen , deswegen finde ich dieses Buch auch gut, das sich damit auseinander setzt.
    Die Beschreibungen sind sehr realitätsnah und man könnte meinen, es sei wirklich eine geschehene Geschichte von Jakob.

    In manchen Abschnitten ist es schon sehr heftig beschrieben und der ein oder andere Tagebucheintrag hat mir Tränen in die Augen getrieben. Durch die Emotionen, die in dem Buch sehr stark vertreten sind, erscheint das Buch sehr persönlich.

    Als Leser empfand ich es als angenehm, dass die Geschichte zum Nachdenken und Überdenken anregt, selbst, wenn man das Buch beendet hat, so bleibt ein Hauch der Geschichte haften.

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    bibliophilehermines avatar
    bibliophileherminevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein packender, ehrlicher , spannender , nachdenklich machender Jugendthriller, in dem die Charaktere erst nach und nach offenbart werden.
    Absolut packend und erschreckend Realitätsnah

    Worum geht es?
    Eine Klasse, verschiedene Schüler, verschiedene Gruppen. Ein Schüler der Selbstmord begeht. Der Streber, der Unsichtbare. Erst scheint es kaum einen wirklich zu kratzen, bis Jacob plötzlich sichtbar wird. In Form eines Tagebuches, das er seiner einzigen Freundin vermacht hat, mit seinem letzem Willen. Sie soll das Tagebuch vorlesen, vor der Klasse. Was das ganze für Folgen hat, das ahnt am Anfang niemand. Denn in diesem Tagebuch, rechnet er gnadenlos mit seinen Mitschülern ab und deckt Geheimnisse auf, die mehr als pikant sind und sie plötzlich zu Taten stehen müssen, die Sie lieber weiter verdrängen würden.


    Meine Meinung:
    Ich wusste vom Klappentext, dass Shadows ein Buch ist, das mich aufwühlend wird. Aber damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, denn es hat mich nicht nur durchgewirbelt sondern auch nachdenklich gemacht. Wen stellen wir in unserem Umfeld da? Uns selbst oder die Person die andere in uns sehen wollen? Und vor allem wie gut kennen wir unser Umfeld, erschreckender noch, was weiß unser Umfeld wirklich über uns? Shadows ist brutal ehrlich und im Hintergrund auch Kritisch mit dem Bildungssystem. Meines Erachtens sollte dieses Buch im Unterricht gelesen werden. Denn es befasst sich mit mehreren Schülern und einem immer wieder aktuellem Thema, sogar mehreren auf die ich aber nicht näher eingehen werde, da ich niemanden Spoilern möchte.
    Das Buch baut nicht langsam an Spannung auf, sondern man wird direkt in die Story gesogen. Es beginnt spektakulär und genau so endet es auch.
    Es gibt keinen Spannungsabbruch oder eine zwischenzeitliche Langatmigkeit. Natürlich gibt es entspannte Szenen, alltägliche, aber das Leben ist ja auch nicht immer nur hart sondern hat immer wieder positive Seiten. Und genau das zeigt die Geschichte und besonders eine der Protagonistininen , Stay Strong . Don’t Worry be Happy . Es geht immer weiter irgendwie und alles ist zu schaffen. Es werden Tagebucheinträge von Jacob vorgelesen und dabei hatte ich mehr als einmal Gänsehaut, denn die Folgen für alle werden erst nach uns nach bewusst.
    Leider gibt es auch ein kleines Manko, eigentlich sind es sogar zwei. Am Anfang kam ich mit Olivia Maes Schreibstil nicht besonders gut klar, ab und an musste ich Stellen zweimal lesen, da es Sprünge zwischen den Charakteren gab, die schlecht gekennzeichnet waren . Und es ist in der Präsensform geschrieben und das ist immer etwas heikel, allerdings legt sich das beim lesen.
    Ein packender, ehrlicher , spannender , nachdenklich machender Jugendthriller, in dem die Charaktere erst nach und nach offenbart werden, Handlungsstränge ineinander greifen ohne das man es am Anfang bemerkt und der einen mehr als einmal überrascht und dessen Wendung bombastisch ist.

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    sagenesss avatar
    sagenessvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr gut gelungenes Buch. Super spannend geschrieben. Hat sich in einem Rutsch lesen lassen und man wollte gar nichtmehr aufhören!
    Wahre Liebe gefunden!

    Ich habe das Buch angefangen zu lesen und innerhalb von einem Tag beendet. Ich LIEBE dieses Buch! Es ist total spannend geschrieben und jedes Mal, wenn man denkt man weiß was jetzt kommt, dann kommt es doch ganz anders! Es liest sich total flüssig, man denkt viel mit und auch der Wechsel mitten im Satz ist super! Dieses Buch wird einfach nie langweilig. 5 sehr verdiente Sterne!!

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    Bücherwurms avatar
    Bücherwurmvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein psychologischer Roman, der interessant beginnt, aber mehr und mehr unrealistisch und unglaubwürdig wird. Schade
    nicht zu empfehlen

    Die Autorin Olivia Mae hat es mir mit ihrem Debüt "Shadows" nicht leicht gemacht.
    Ein tolles Cover, ein interessanter Plot, ein psychologisches Thema, das durchaus spannend und wichtig ist. 
    Es handelt von einer Schulklasse in Österreich, die kurz vor dem Abschluss, der Matura, steht. Ein Schüler begeht Suizid, hinterlässt eine Art Tagebuch, das er einer Aussenseiterin hinterlässt, die den Text in der Schulklasse vorlesen soll.
    Eine Abrechnung, eine Anschuldigung, eine Offenbarung von vielen Geheimnissen rund um die Mitschüler, die diese hinter erwachsenen Masken verbergen.

    Sehr interessant fand ich den Einblick in die heutige Schulsituation. Schüler, die ihre Mitschüler nicht mal vom Namen her kennen, eine nicht vorhandene Bindung zu den Lehrern, fehlende Eltern, die ihren Kindern zu viel zumuten, für kein Gespräch Zeit haben.
    Das hätte ein sehr sensibler, psychologisch tiefgründiger Roman sein können, aber leider ist er das eben nicht.
    Angefangen von der Thematik "Suizid in der Schule", das ja nicht neu ist, ist es für mich immer schwer nachvollziehbar, wie man "hinterher" mit Schuldzuweisungen um sich wirft, statt die Situation für sich selbst zu ändern.
    Ich verstehe auch nicht, wie man als Abiturient die Mitschüler für so unfassbar wichtig erachtet. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich meinen Blick fest in die Zukunft gerichtet, mir absolut klar, dass die Schulzeit ein nötiges Vorkommnis, aber eben nur ein Bruchteil meines Lebens ist.
    Dazu kommt, dass jeder Mensch, wirklich JEDER Schwachpunkte hat. Dinge vertuscht, sich mal falsch verhalten hat, verletzt wurde oder einfach mal auch Schwein war. Dieses "Abrechnen"  ist in meinen Augen einfach ein Zeichen von Unreife, von Unfähigkeit für das eigene Leben selbst die Verantwortung zu tragen. Und ja, das ist genau das, was man in der Schule nicht lernt, daher hätte ich mir gewünscht, dass der Roman sich in diese Richtung entwickelt.

    Aber gut, die Autorin hat sich für eine andere  Variante entschieden. 

    Wenn man dann aber von Psychologie wenig Ahnung hat, Situationen entwickelt, die nur noch unrealistisch und unmöglich sind (ein Beispiel? Ärzte haben eine Verpflichtung zu helfen. Sie tragen eine Verantwortung, die bei Nicht-Beachtung- sehr schnell zum Entzug der Approbation führen kann, also zum Verlust jeglicher Zulassung. KEIN Arzt würde sich so verhalten, wie in diesem Roman), dann kippt irgendwann die Lust des Lesers weiterzulesen oder sich gar mit diesen Problemen zu beschäftigen.
    Im letzten Drittel des Buches hätte ich mich nicht gewundert, wenn plötzlich Zombies durch die Seiten gelaufen wären, so an den Haaren herbei gezogen fand ich den Plot. So dass ich jetzt nicht mal schreiben kann "schlechte Recherche", es ist an sich einfach überladen mit unrealistischen Personen, Verhalten, Entwicklungen, um nicht gar zu sagen, es ist Quatsch, verbummelte Lesezeit.

    Und um das Ganze jetzt komplett zu machen: Eine Korrekturlesung sollte VOR dem Druck stattfinden. 
    Wirklich schade, auch weil es die Vorurteile der Selbstverleger wieder bestätigt: Ohne Lektorat, ohne Korrekturleser, ohne Probeleser verliert man sich.
    Keine Leseempfehlung!

    Kommentare: 1
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    Claddys avatar
    Claddyvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Die Geschichte an sich birgt Potenzial, die Ausführung indes lässt noch sehr, sehr viele Leserwünsche offen.
    leider noch sehr unausgereift


    Der Außenseiter Jakob hat ein Tagebuch geschrieben, das so etliche Geheimnisse seiner Mitschüler enthält. Er verfügt, dass es nach seinem Tod dem einzigen Mädchen, das sich nie mit den anderen gegen ihn verbündet hat, übergeben wird mit dem Aufltrag, es in der Klasse vorzulesen. Als er tatsächlich stirbt, sorgen die Enthüllungen für Betroffenheit. 

    Auf den ersten Blick geht es in diesem Buch um die Sozialstrukturen innerhalb einer Gruppe von Jugendlichen. Jeder von ihnen hat seine Position, versucht, sie zu behaupten, wird von den anderen anerkannt, sogar unterstützt. Jakob jedoch wird gemobbt, lediglich Natasha behandelt ihn freundschaftlich. Bald jedoch wird klar, dass hinter allem etwas Böses lauert, dass jemand die Fäden in der Hand hat und einen Plan verfolgt. 
    Auch für romantische Gefühle findet sich ein Platz. Die bilden einen wohltuenden Gegensatz zu den düsteren, belastenden und schockierenden Seiten der Geschichte.
    An der Substanz der Idee liegt es nicht, wenn der Roman die Geduld seiner Leser strapaziert. 
    Vielmehr wirkt er in der Summe noch sehr unausgereift, Charaktere und Handlungsorte bleiben verschwommen. 
    Ebenfalls problematisch sind die Unmengen an Fehlern aller Art. Interpunktions-, Rechtschreib-, Logik,- Semantik- und Ausdrucksfehler wollen ignoriert sein, um den Lesefluss nicht komplett zum Erliegen zu bringen.
    Eine sprachliche Besonderheit quält in ihrer Häufigkeit: die Verwendung von Partizipialsätzen. Insbesondere, wenn sich auch hier der Fehlerteufel einschleicht und den grammatikalisch erforderlichen Bezug auf das Subjekt außer Acht lässt. (S. 4: Die Spritze, bereits mit Heroin gefüllt, ansetzend, jagte eine Sekunde später ein tödliche Überdosis durch die Venen des Bewusstlosen.)
    Das Buch befindet sich zur Zeit in Überarbeitung. Es bleibt zu hoffen, dass die zweite Auflage weniger Grund zur Beanstandung gibt, zumal bei der Lektüre deutlich wird, dass hier mit Engagement und Herzblut geschrieben wurde. 
    Es richtet sich an junge Leser ab etwa sechzehn Jahren.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Olivia_Maes avatar

    Hallo ihr Lieben,

    ich gestehe, ich bin eine ziemliche Skeptikerin, was den "Erfolg" von Leserunden betrifft. Ich weiß, das ist vielleicht nicht der richtige Einstieg für dieses Thema, aber ich bin ein Mensch der sehr gerne die Wahrheit sagt. Ich weiß, manchmal ist die Wahrheit nicht das, was Menschen gerne hören oder lesen wollen (betrifft auch mich), aber ich bin der festen Überzeugung, dass nur ein ehrliches Wort auch berühren kann.

    Dieser Überzeugung war auch Jakob zu Beginn seiner Reise. Allerdings schaffte er es nur, diese Wahrheit in seinem Tagebuch festzuhalten, denn als Außenseiter beachtete ihn niemand.
    Also... im Grunde genommen... könnte man sagen: Bei Shadows geht es in erster Linie nur um eines: Die Wahrheit.

    Buchbeschreibung

    << Wir saßen in der ersten Reihe. Immer. Direkt vor dem Lehrer. Es redete niemand mit uns, wir wurden zu keiner Party eingeladen, aber das war nicht weiter schlimm. Dazu zu gehören hatte genau so starke Schattenseiten wie... eben nicht dazu zu gehören. Nun sitze ich hier, alleine, und frage mich: Was soll ich tun? Jakob, du hast mir dein Tagebuch geschenkt, ich habe von deinem letzten Willen erfahren aber… Wie kannst du so etwas von mir verlangen? Wie, wo du weißt, ich könnte es nicht abschlagen?
    „Frau Ruen, können Sie mir bitte die Antwort auf meine Frage geben?“ Erschrocken sah Natasha hoch. Sie war so vertieft in ihr eigenes Tagebuch gewesen, zu vertieft, wie ihr nun klar wurde. „Frau Ruen. Der Verlust von Jakob ist tragisch, aber ich bitte sie inständig: Konzentrieren Sie sich auf den Unterricht. Sie sind im Abschlussjahr, er würde wohl kaum wollen, dass sie dieses Jahr nicht positiv bestehen.“ Würde er das? Sie nickte, weil sie wusste, dass diese Kopfbewegung erwartet wurde, aber im Inneren war sie sich nicht so sicher. Jakob hatte sich vor seinem Tod verändert. Massiv verändert. Sie war nicht mehr zu ihm durchgedrungen, seine Welt war ihr fremd geworden. „Es tut mir leid.“ Der Lehrer nahm die Entschuldigung kommentarlos an und wandte sich an die Klasse. Er begriff nicht, dass sie damit nicht ihn ansprechen wollte.
    Ich werde es tun, Jakob. Ich werde dein Tagebuch vorlesen, koste es, was es wolle.
    Für dich. >>

    Shadows ist ein sozialkritischer Jugendroman. Er zeigt das Leben aus der Sicht von vier Jugendlichen, welche bereits Jahre miteinander in die selbe Klasse gehen und dennoch in den klassischen Rollenbildern (vom Klassenschwarm zum Außenseiter) denken und agieren. Erst der scheinbare Selbstmord des Mitschülers und Sitznachbarn von Natasha, Jakob, ändert diese Ignoranz. Sein Tagebuch bricht Welten auf und offenbart, wie ähnlich sich die Mitglieder der Klasse in Wirklichkeit sind. Mehr noch: Mit dem Umsetzen seiner Bitte reißt er sogar vom Grab heraus die Masken der Schülerinnen und Schüler ab. Demaskiert müssen sie sich unangenehmen Wahrheiten stellen und Verantwortung für längst vergangene Taten übernehmen. Was niemand ahnen kann ist die Tatsache, dass selbst Jakob in seinem Ende nur ein weiteres Opfer war.


    Wer bin ich?

    Geboren im wunderschönen Süden von Österreich wuchs ich umringt von Büchern und Geschichtenerzählern auf. Mein Großvater liebte Münchhausen, meine Mama die Geschichten von Tausend und einer Nacht und mein Bruder die Knickerbockerbande... Wohin ich auch sah, geschriebene Worte begleiteten mich somit von der Kinderstube an. Meine Oma hatte selbst eine lyrische Ader und dank den Investitionen meiner Eltern kam ich bald in den Genuss einer stetig wachsenden Bibliothek, die ich mein Eigen nennen durfte.
    Meine erste Geschichte vollendete ich auf der Schreibmaschine von meinem Opa in unserer "Burg" an der Donau. Es war eine Ehre, dass er mich darauf tippen ließ. Mehr noch jedoch die Tatsache, dass er die Geschichten auch las. Er hat den Acheron längst überschritten, aber sein Erbe bleibt bestehen.

    Inzwischen bin ich Mutter einer bezaubernden Tochter, Ehefrau und hauptberuflich Lehrerin. Ich lebe nicht mehr im Süden des Landes, sondern im Westen und bin umringt von den Grenzen der Natur. Umso wichtiger ist mir das Schreiben und die Fantasie, denn sie verschafft mir Flügel, und mit jenen kann ich an Orte reisen, die meine Leser irgendwann vielleicht entdecken werden....


    Regeln bei der Teilnahme

    Jeder/jede Leser/in verpflichtet sich dazu, das erhaltene Buch innerhalb eines Kalendermonats zu lesen und die Rezension auf LB und Amazon zu veröffentlichen.
    Des weiteren wäre es lieb, wenn ihr mir Zwischenberichte gebt. Dann weiß ich, was eure "Hochs" und "Tiefs" bei Shadows waren und kann eventuelle "Fehlerchen" noch ausmerzen (auch wenn nach einem Lektorat hoffentlich keine mehr zu finden sind!)..

    Die Bücher werden innerhalb von 2 Werktagen Europaweit versendet und sollten somit eure Haushalte innerhalb einer Woche erreichen.

    Ich erwarte nicht, das bereits "Rezensionen" vorhanden sind, einzig das Genre "Jugendbuch" und Krimi- bzw. Thriller sollte euch wirklich interessieren :)

    Alles Liebe, und ihr könnt mir glauben, nun bin ich wirklich nervös! :D

    Olivia
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