Ich muss gestehen, dass ich mich riesig auf dieses Buch gefreut habe und froh bin, dass ich es kostenlos bekommen hatte. Die Grundidee ist nämlich absolut charmant und genial: Frau Löffler merkt nach einem Unfall erst nach und nach, dass sie tot ist und die Verstorbenen unsichtbar in ihren alten Häusern neben den Lebenden weiterexistieren. Dieser Ansatz hätte so viel Potenzial für eine richtig tiefgründige, makabre und witzige Geschichte gehabt. Leider hat mich die Umsetzung ziemlich enttäuscht. Der Schreibstil ist bestenfalls so lala. Das Buch versucht an vielen Stellen krampfhaft, besonders gebildet, philosophisch oder tiefgründig zu wirken, verfehlt dieses Ziel aber leider völlig. Stattdessen dreht sich die Handlung im Kreis und die Gedanken der Figuren wiederholen sich ständig. Man weiß gefühlt schon nach der Hälfte, wie die Dinge laufen, und trotzdem wird alles noch dreimal aufgewärmt. Das nimmt der Story extrem das Tempo und macht das Lesen streckenweise echt zäh.
Was mich aber richtig geärgert hat, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Jetzt habe ich es gratis bekommen über eine Verlosung, habe mich aber dennoch informiert, weil mich das immer interessiert, was Autoren und Verlage für ein Buch so verlangen. Über 27 Euro für nicht einmal 300 Seiten, mittlerweile 23,99 (immer noch viel zu teuer) im gebundenen Buch ist für das gebotene Material einfach unverschämt teuer.
Am Ende bleibt eine wirklich tolle Idee, die durch den zähen Schreibstil und die vielen Wiederholungen leider viel von ihrem Charme verliert. Wegen des originellen Ansatzes gebe ich noch gut gemeinte 3 Sterne, aber eine richtige Empfehlung ist es für mich nicht.















