Der Pflegefall: Kriminalroman

von Olivia Monti 
3,9 Sterne bei16 Bewertungen
Der Pflegefall: Kriminalroman
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S

Recht und unrecht, darf man einen bösartigen Menschen selbe zu Grunde richten und wer ist gut und wer ist böse?

Doreen_Klauss avatar

Solide Spannung

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Inhaltsangabe zu "Der Pflegefall: Kriminalroman"

Anna Zerbst tritt eine Stelle als Pflegerin an. Sie soll den alten Herrn Brunt betreuen. In der Villa Brunt herrscht von Anfang an eine beklemmende Stimmung. Herr Brunt selbst ist schwer zu ertragen. Er ist mürrisch, greift die Menschen in seiner Umgebung an, beleidigt sie. Anna findet heraus, dass ihn nicht nur Altersbeschwerden, Hilflosigkeit und das lange Warten auf den Tod erbittern, Brunt war immer schon ein problematischer Charakter und in seiner Vergangenheit liegt so einiges im Argen. Das Hausmeisterehepaar, Nella und Markus Schmitts, erzählen Anna schließlich, dass sich Brunt an ihrer behinderten minderjährigen Tochter vergangen hat und er seinen einzigen Sohn, Tobias, ständig quälte. Auch soll es beim Tod von Tobias Mutter nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Herr Brunt hingegen erzählt eine ganz andere Geschichte. Als Anna mitbekommt, dass Nella, Markus und Tobias den alten Herrn schleichend vergiften, ringt sie mit sich, ob sie zur Polizei gehen soll. Hat es ein Monstrum nicht verdient, vergiftet zu weden? Wenn nun aber Herr Brunt doch kein Monstrum ist? Wem soll sie nur glauben?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783742740786
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:202 Seiten
Verlag:neobooks
Erscheinungsdatum:24.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    foxmopvor 3 Monaten
    Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen

    Dieser Roman ist ein exzellentes Beispiel für die Aussage, dass "die Wahrheit immer dazwischen liegt". 


    Die Hauptfigur Anna Zerbst tritt eine Stelle als Pflegerin bei Herrn Brunt an. Dieser alte wohlhabende Mann lebt in einer feudalen Villa und wird neben Anna vom Hausmeisterehepaar Markus und Nella Schmitt versorgt. Herr Brunt ist kein einfacher Charakter, denn neben der anstrengenden Pflege bedingt durch sein Alter und seine körperlichen Gebrechen behandelt er seine  Angestellten beleidigend und herablassend. 
    Zuerst denkt man, dass ihn der Altersstarrsinn erfasst hat, aber es scheint mehr dahinter zu stecken. In Herrn Brunts Vergangenheit lassen sich einige Ungereimtheiten entdecken. Die Schmitts stoßen Anna direkt mit der Nase darauf, dass Herr Brunt ihre behinderte minderjährige Tochter belästigt haben soll. Ebenso ist das Verhältnis zwischen Brunt und seinem Sohn Tobias belastet, begründet durch die Todesumstände von Tobias Mutter. 
    Anna, die über einen Doktortitel in Geschichte verfügt und sehr unsicher und wenig selbstbewußt wirkt, erfährt jedoch von Herrn Brunt eine ganz andere Version seiner Geschichte. 
    Die Autorin schildert Annas Wechselbad der Gefühle auf prägnante Weise, insbesondere nachdem Anna belauscht, dass die Schmitts und Tobias den alten Herrn Brunt langsam vergiften. 
    Als Krimi im klassischen Sinn würde ich das Buch nicht bezeichnen. Es ist ein gelungene Charakterstudie in einem besondern Umfeld. 
    Ich konnte das Buch durch den kurzen und flotten Schreibstil innerhalb kürzester Zeit verschlingen und kann es bedenkenlos weiterempfehlen. 



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    Alex1309s avatar
    Alex1309vor 4 Monaten
    Gutes Buch

    Das Cover wirkt auf mich recht düster und auch geheimnisvoll. Den Klappentext des Buches fand ich interessant und war gespannt auf das Buch.

    Klappentext:
    Anna Zerbst tritt eine Stelle als Pflegerin an. Sie soll den alten Herrn Brunt betreuen. In der Villa Brunt herrscht von Anfang an eine beklemmende Stimmung. Herr Brunt selbst ist schwer zu ertragen. Er ist mürrisch, greift die Menschen in seiner Umgebung an, beleidigt sie. Anna findet heraus, dass ihn nicht nur Altersbeschwerden, Hilflosigkeit und das lange Warten auf den Tod erbittern, Brunt war immer schon ein problematischer Charakter und in seiner Vergangenheit liegt so einiges im Argen. Das Hausmeisterehepaar, Nella und Markus Schmitts, erzählen Anna schließlich, dass sich Brunt an ihrer behinderten minderjährigen Tochter vergangen hat und er seinen einzigen Sohn, Tobias, ständig quälte. Auch soll es beim Tod von Tobias Mutter nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Herr Brunt hingegen erzählt eine ganz andere Geschichte. Als Anna mitbekommt, dass Nella, Markus und Tobias den alten Herrn schleichend vergiften, ringt sie mit sich, ob sie zur Polizei gehen soll. Hat es ein Monstrum nicht verdient, vergiftet zu weden? Wenn nun aber Herr Brunt doch kein Monstrum ist? Wem soll sie nur glauben?


    Der Schreibstil ist flüssig und auch die Spannung baut sich nach und nach auf, wie es bei einem guten Krimi sein soll. Das Buch wird aus der „Ich-Perspektive“ von Anna erzählt, aber dennoch konnte ich mir die handelnden Personen gut vorstellen und auch von den Handlungsorten hatte ich beim Lesen, dank der detaillierten Beschreibungen, ein klares Bild vor Augen, alles natürlich aus der Sicht von Anna. Die Charaktere des Buches sind sehr unterschiedlich und auch die Handlung ist nicht das, was man von einem „typischen“ Krimi erwartet. Aber genau das ist es, was das Buch lesenswert macht.

    Mich hat das Buch gut unterhalten und ich vergebe 4 Sterne dafür.

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    Satansbratenvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Recht und unrecht, darf man einen bösartigen Menschen selbe zu Grunde richten und wer ist gut und wer ist böse?
    Opfer oder Täter

    Anna nimmt eine Stelle als Pflegerin an bei einem alten Mann. Auf dem Anwesen leben außerdem das Hausmeisterehepaar. Her Brunt ist launisch und mürrisch, aber ist er wirklich der rücksichtslose Mann, der alle und jeden nur zu seinem Vorteil benutzt, wie das Hausmeisterehepaar ihn darstellt. Und selbst wenn, dürfen sie ihn deshalb vergiften? Was ist Wahrheit, was ist Interpretation, wessen Erinnerungen kann man trauen? Anna bewegt sich zwischen den beiden Fronten, Herr Brunt als alter hilfloser Mann, teilweise charmant und interessant, oder als grausamer Mensch, der viel Unglück in seinem Leben zu verantworten hat? Das Thema ist spannend, wem kann man glauben, wer verfolgt welche Ziele und wieso? Und was sind die Konsequenzen des eigenen Handelns? Wofür ist man verantwortlich, womit kann das eigene Gewissen leben?

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    Doreen_Klauss avatar
    Doreen_Klausvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Solide Spannung
    Auge um Auge

    Als Anna Zerbst das Angebot bekommt, den alten Herrn Brunt in seiner Villa zu pflegen, sagt sie nicht nein, schließlich war ihre berufliche Laufbahn bisher nicht besonders rosig. Schon nach kürzester Zeit wird allerdings ihr und dem Leser klar, dass dies kein Traumjob werden würde. Im Haus herrscht eine merkwürdige Stimmung, der Patient wird vom Hausmeisterehepaar als sehr speziell und schwierig beschrieben, man warnt Anna sogar vor seinem cholerischen Wesen und der Angewohnheit seine Pflegerinnen zu begrabschen. 

    Der alte Herr ist tatsächlich nicht einfach und fordert Anna körperlich wie mental, nicht zuletzt mit der Aussage, sein Sohn und das Hausmeisterehepaar wolle ihn vergiften.
    Verständlicherweise ist die Hauptfigur nun genauso verunsichert wie der Leser. Wem soll man glauben? Welche Geschichte entspricht der Wahrheit? Wie bösartig ist Herr Brunt wirklich? Könnte das nette Paar den alten Herren tatsächlich ermorden? Und natürlich - wie soll Anna sich verhalten?

    Die Geschichte bietet eine gute Grundlage für einen spannenden Krimi. Erzählt wird von Anna, so kennt der Leser nur ihre Sicht der Dinge und muss genau wie sie mit den widersprüchlichen Informationen zurechtkommen. 
    Die Autorin stürzt ihre Hauptfigur sofort mitten ins Geschehen, gleich am ersten Tag wird sie in die Abgründe des Hausherrn eingeweiht, und belauscht das Mordkomplott. Mir geht das fast zu schnell und ich empfinde es ein wenig unglaubwürdig. Keine der Figuren macht sich wirklich Mühe irgendetwas zu verheimlichen.

    Der Schreibstil kam mir anfangs etwas zackig vor, wie eine Aufzählung folgt ein kurzer Satz dem Nächsten. Das Buch liest sich recht einfach und schnell. 
    Der Charakter der Hauptfigur Anna hat mich nicht wirklich erreichen können, ihr ganzes Wesen wird als sehr unsicher beschrieben, ängstlich, leicht zu verunsichern, ohne Selbstbewusstsein, naiv, ich hatte den Eindruck es mit einem jungen Mädchen zu tun zu haben und nicht mit einer gestandenen Frau. Ich empfinde ihre Figur unpassend für den Beruf der Pflegekraft. Ihre Reaktionen auf Herrn Brunt's Anfeindungen sind unangebracht für jemanden, der schon seit Jahren in diesem Beruf tätig ist.
    Die Beschreibung von Herrn Brunt als bösartiger Alter, ist dagegen besser gelungen. Der Sohn, als Beteiligter am Mordkomplott, wird nur am Rande erwähnt, das Hausmeisterpaar bleibt seltsam blass.

    Die ganze Geschichte wirkt auf mich leider etwas unrund, die Beziehung der Personen untereinander und die Gründe für den geplanten Mord. Ich persönlich hätte etwas mehr Heimlichkeit besser gefunden, als direkt auf die Schandtaten gestoßen zu werden. Es ist für mich nicht ganz plausibel, dass die Beteiligten jemand Fremden gegenüber sofort bereitwillig Details preisgeben, die sie später in einem schlechten Licht erscheinen lassen könnten.

    Das Buch enthält einige heftigere Stellen wenn bestimmte körperliche Zustände beschrieben werden, oder das Gebaren von Herrn Brunt, entsprechend seiner Erkrankung. Dies passt wiederum gut zum Kontext des Buches und in die jeweilige Szene. 
    Am Ende hat die Autorin mich überrascht. Mit einem Finale in dieser Form hätte ich nicht gerechnet. 

    Letztlich konnte mich die Geschichte nur zum Teil mitnehmen, ich bin mit der Hauptfigur und der Erzählweise nicht ganz warm geworden. Trotzdem ein solider Krimi für zwischendurch.

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    CorinaPfs avatar
    CorinaPfvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein guter Ansatz und trotzdem ein wenig langweilig umgesetzt
    Etwas zu langweilig

    Inhalt:


    Wir begleiten Anna in diesem Buch. Sie ist 50 Jahre alt und arbeitet seit kurzen als private Pflegekraft. Anna bekommt einen neuen Klienten und zieht zu ihm. Sie kommt in eine große Villa, der Eigentürmer Herr Brunt hat ein Hausmeisterehepaar und alle in diesem Haus benehmen sich merkwürdig. Immer wieder bekommt Anna Geschichten mit, die sie nicht hören sollte, so z.B. dass Herr Brunt sich an der gehbehinderten Tochter von den Schmitts dem Hausmeisterehepaar vergriffen hat. 
    Aber auch dass die Familie Schmitts Herrn Brunt vergiften. 
    Was soll Anna tun? Sie weiß es nicht.

    Schreibstil:

     Am Anfang fand ich das Buch sehr verwirrend ich kam einfach nicht in das Buch hinein. ES gab in diesem Buch keine Kapiteln sondern nur Absätze. 
    Der Spannungsfaktor war für mich sehr niedrig und das Ende fand ich nicht zufrieden stellend. 
    Was mir auch aufgefallen ist dass, manchmal eine schlechte Wortwahl getroffen worden war. z.B. Windel sagt man als Alten- Krankenpflege nicht 

    Protagonistin:

    Anna war mir am Anfang sehr unsympatisch. Ich weiß dass sie im Zwiespalt war, aber trotzdem sie hätte gleich zu Polizei gehen sollen. Ich arbeite selber in diesem Beruf, ich arbeite auch mit schwierigen Leute, die auch viele solche Taten getan haben. Doch nach und nach wurde Anna mir sympatischer.

    Das Cover:

    Ich finde das Cover ist sehr düster. Mit dem Titel und dem Bild hätte ich mir eine komplett andere Geschichte vorgestellt. Wenn ich nur das Cover gesehen hätte, hätte ich gedacht es würde in einer Anstalt spielen. 

    Fazit:

    Es war ein gutes Buch für zwischendurch , doch da es keinen Spannungsbogen gab und ich am Anfang nicht wirklich rein gekommen bin gebe ich dem Buch 3 Sterne  

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    Streiflichtvor 4 Monaten
    Spannend, aber der Clou fehlt

    Dieses Buch klangt der Kurzbeschreibung nach sehr spannend und das war es auch, aber leider fehlte mir auch der Clou. Es ist gut geschrieben und beschrieben, wie Anna sich fühlt, ihr Verhalten konnte ich allerdings nicht immer ganz nachvollziehen. Ich hätte sie aufgrund ihres Benehmens als viel jünger eingeschätzt. Sie wirkt in meinen Augen oft unselbstständig und unsicher.

    Das Buch selbst ist spannend und auch die Frage, ob Selbstjustiz gerechtfertig ist oder nicht, fand ich wirklich interessant. Man spürt, wie schwierig es für Anna ist und dass sie Probleme hat. Sie wird in diese Problematik vor Ort hineingezogen und kann sich kaum dagegen wehren. Sie hängt zwischen den parteien und weiß nicht mehr, was sie glauben soll, da jeder was anderes sagt. Sie kann sich so recht keine eigenen Meinung bilden, da einerseits Brunt, dann das Ehepaar Schmitts, Brunts Exfrau und später auch noch ihre Freunde und die Polizei auf sie einreden....
    Ich war gespannt, was es mit dem Brand auf sich hat und was wirklich hinter allem steckt. ob Brunt ein genialer schauspieler und Verrückter ist oder sind die anderen irre sind. Leider hat mir die Auflösung dann nicht so gut gefallen.
    Insgesamt hat mich das Buch aber gut unterhalten und die Frage nach Gerechtigkeit ist immer wieder interessant.

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    Lesewunders avatar
    Lesewundervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: interessante Geschichte mit eigenwilligem Erzählstil
    Wer ist Opfer, wer ist Täter ?

    Der Klappentext zum Buch ist eine exzellente Inhaltsangabe und gibt die Geschichte sehr gut wieder. Aus diesem Grunde ist eine erneute Schilderung der Geschehnisse meinerseits nicht erforderlich.
    Die Ereignisse werden in der Ich-Form aus der Sicht der Pflegerin Anna erzählt. Dadurch erhält man Kenntnis über ihre Ängste, Erwartungen und Gefühle. Über die anderen Personen erfährt man nur, was Anna wahr nimmt, so dass deren Persönlichkeit und Beweggründe bruchstückhaft und durch Annas Empfinden gefärbt sind. Ann a war mir nicht völlig sympathisch. Ihre Entscheidungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar. Zum Beispiel wird sie durch Brunt gedemütigt und fürchtet um ihr Leben und bleibt dennoch im Haus.
    Der Autor ist es gut gelungen, die Personen nicht schwarz-weiß zu zeichnen. Meine Sympathie war schwankend, je nachdem, ob ich die Person für ein Opfer oder Täter hielt. Die Zuordnung wechselte im Verlauf der Geschichte. Für mich liegt in diesem Wechselbad der Gefühle die Stärke des Romans. Ich würde ihn auch nicht unbedingt als Krimi bezeichnen. Wer einen klassischen Kriminalroman erwartet, wird deshalb sehr enttäuscht sein.

    Kommentare: 1
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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: sehr lesenswerter Krimi
    sehr lesenswerter Krimi

    Klapptext:


    Anna Zerbst tritt eine Stelle als Pflegerin an. Sie soll den alten Herrn Brunt betreuen. In der Villa Brunt herrscht von Anfang an eine beklemmende Stimmung. Herr Brunt selbst ist schwer zu ertragen. Er ist mürrisch, greift die Menschen in seiner Umgebung an, beleidigt sie. Anna findet heraus, dass ihn nicht nur Altersbeschwerden, Hilflosigkeit und das lange Warten auf den Tod erbittern, Brunt war immer schon ein problematischer Charakter und in seiner Vergangenheit liegt so einiges im Argen. Das Hausmeisterehepaar, Nella und Markus Schmitts, erzählen Anna schließlich, dass sich Brunt an ihrer behinderten minderjährigen Tochter vergangen hat und er seinen einzigen Sohn, Tobias, ständig quälte. Auch soll es beim Tod von Tobias Mutter nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Herr Brunt hingegen erzählt eine ganz andere Geschichte. Als Anna mitbekommt, dass Nella, Markus und Tobias den alten Herrn schleichend vergiften, ringt sie mit sich, ob sie zur Polizei gehen soll. Hat es ein Monstrum nicht verdient, vergiftet zu weden? Wenn nun aber Herr Brunt doch kein Monstrum ist? Wem soll sie nur glauben?

    Ich hatte große Erwartungen an dieses Buch und ich wurde nicht enttäuscht.
    Dies ist kein gewöhnlicher Krimi denn er beginnt nicht mit einem Mordfall.Trotzdem hat er mich gleich in den Bann gezogen.
    Ich habe Anna und Herrn Brunt kennen gelernt.Einige Zeit habe ich mit ihnen verbracht und dabei interessante und spannende Momente erlebt.
    Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Die Gedanken und Gefühle der einzelnen Personen hat die Autorin sehr gekonnt zum Ausdruck gebracht.Ich konnte mich richtig in ihre Lage hinein versetzen.Viele Situationen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Ich habe mitgefühlt und mitgebangt.Es gab immer wieder unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse.Dadurch blieb es immer sehr interessant und wurde nie langweilig.Die Autorin befasst sich in diesen Krimi mit den Themen"Häusliche Pflege,Umgang mit alten Menschen und Selbstjustitz".Dies in dieser Geschichte zu verarbeiten ist ihr hervorragend gelungen.Auch hat sie es verstanden eine düstere und fast unheimliche Atmosphäre zu erzeugen.Das hat für mich diese Lektüre auch so lesenswert gemacht.Die Handlung blieb immer wahnsinnig spannend und atemberaubend.
    Das Ende fand ich auch einfach sehr gelungen und faszinierend.
    Ich hatte viele tolle Lesemomente mit diesem Buch.Es hat mich mitgerissen und zum Nachdenken angeregt.Ich vergebe glatte 5 Sterne.

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    Suszis avatar
    Suszivor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Stimmiges Buch – mit einem überraschenden, aber sehr gelungenen Ende. Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung!
    Spannendes Buch mit trauriger Alltagsrealität

    Jetzt bin ich mit dem Buch durch – was sich super gelesen hat - und bin doch etwas „geplättet“. Mit diesem Ende hatte ich nicht gerechnet, war es doch ständig ein „Hin und Her“ – wer von beiden Parteien die Wahrheit sagt. Aber gerade durch dieses Ende ist es sehr gelungen – ein krönender Abschluß!

    Ich gestehe, beide Positionen sind sehr glaubhaft dargestellt. Wenn ich überzeugt davon war, richtig zu liegen, wurde mir mit dem nächsten Kapitel quasi das Gegenteil bewiesen. Sehr deutlich ist dargestellt, wie schwierig es für Außenstehende ist, die Aussagen Einzelner richtig einzuordnen und sich nicht beeinflussen zu lassen. Zu rasch ergreift man aufgrund geschilderter (!) Tatsachen (die nicht richtig sein müssen) Partei. Die Objektivität geht rasch verloren, wenn man in das Geschehen involviert – und wie die Ich-Erzählerin – auch abhängig ist. Diese war mir sofort sympathisch – ein typischer Fall von „durchs soziale Netz gefallen“ – und trotzdem lässt sie sich nicht unterkriegen – ergreift in ihrem Alter (was mich dann doch erstaunt hat, bin ich doch davon ausgegangen, dass sie viel jünger ist) noch die kleine Chance die sich ihr bietet. Und das dieser Job kein Zuckerschlecken ist, dürfte jeden, der schon mal in den Alltag von Pflegenden Einblick nehmen durfte oder gar selbst aktiv werden musste, klar sein. Zu der schweren Tätigkeit kommt die seelische Belastung der zu pflegenden Person, die selten einfach zu Händeln ist. Zuviel Frust über die eigene Unzulänglichkeit, Hilflosigkeit und gerade auch Störung der Intimsphäre dürfte es keinem leicht machen, seinen eigenen Verfall bzw. die Notwendigkeit der Hilfe zu akzeptieren. Nüchtern und sachlich beschreibt die Autorin die Realität, den traurigen Alltag, ohne zu beschönigen. Auch dies macht das ganze Buch sehr stimmig!

    Der alte Herr Brunt – möchte man mit ihm ob der geschilderten Situation doch Mitleid haben  – ist und bleibt ein egoistischer und damit auch grausamer Mensch. Ohne Rücksicht auf andere, hat er stets das getan, was ihm den Vorteil verschaffte. Und auch im Alter – man möchte es kaum glauben - bleibt er dieser Verhaltensweise treu. Keinerlei Einsicht im Angesicht des Todes, mit sich und anderen Frieden zu schließen, setzt er quasi noch eins drauf. Das seine „Opfer“ nach dieser Manipulation Rache nehmen wollen, ist fast verständlich – jedoch gleichfalls nicht legal.

    FAZIT:

    Dieses Buch – in einem eher untypischen Thema angesiedelt – ist sehr gut durchdacht und es machte mir großen Spaß es zu lesen. Dementsprechend hatte ich es auch in 2 Tagen geschafft – was für sich sprechen dürfte. Wer sich durch die (er)nüchternde Realität des Alterns und Pflegens nicht abschrecken lässt, findet ein in sich sehr stimmiges Buch – mit einem überraschenden, aber sehr gelungenen Ende. Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung!

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    sabineps avatar
    sabinepvor 4 Monaten
    liest sich schnell

    als krimi würde ich das buch jetzt nicht unbedingt bezeichnen. es ist leichte kost , welche sich schnell liest.
    ich hätte mir aber noch ein happy end für anna gewünscht.aber wer weiss, vielleicht geht es ja mit anna weiter. immerhin hat sie ja nun einen neuen job und dort gute aussichten "ari" dort auch zu treffen :)
    rezi erscheint auch bei amazon.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    OliviaMontis avatar
    Liebe Krimi-Leserinnen und -Leser,

    Eben erscheint mein Kriminalroman: "Der Pflegefall" unter Olivia Monti. 

    Ich habe schon bei der Frankfurter Verlagsanstalt veröffentlicht und bei S. Fischer.

    Inhalt:

    Anna Zerbst tritt eine Stelle als Pflegerin an. Sie soll den alten Herrn Brunt betreuen. In der Villa Brunt herrscht von Anfang an eine beklemmende Stimmung. Herr Brunt selbst ist schwer zu ertragen. Er ist mürrisch, greift die Menschen in seiner Umgebung an, beleidigt sie. Anna findet heraus, dass ihn nicht nur Altersbeschwerden, Hilflosigkeit und das lange Warten auf den Tod erbittern, Brunt war immer schon ein problematischer Charakter und in seiner Vergangenheit liegt so einiges im Argen. Das Hausmeisterehepaar, Nella und Markus Schmitts, erzählen Anna schließlich, dass sich Brunt an ihrer behinderten minderjährigen Tochter vergangen hat und er seinen einzigen Sohn, Tobias, ständig quälte. Auch soll es beim Tod von Tobias Mutter nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Herr Brunt hingegen erzählt eine ganz andere Geschichte.  Als Anna mitbekommt, dass Nella, Markus und Tobias den alten Herrn schleichend vergiften, ringt sie mit sich, ob sie zur Polizei gehen soll. Hat es ein Monstrum nicht verdient, vergiftet zu werden? Wenn nun aber Herr Brunt doch kein Monstrum ist? Wem soll sie nur glauben?


    Die Motivation hinter dem Text:

    Da ist der Konflikt zwischen Gesetz und Gerechtigkeitsempfinden. Die Schmitts, die Anna ans Herz wachsen, planen ein Verbrechen. Soll sie die Schmitts anzeigen oder nicht, weil Herr Brunt es „eigentlich verdient hat“, vergiftet zu werden? Dann ist da die Figur Anna, die sich nichts zutraut, nur noch unauffällig über die Runden zu kommen versucht und sich dann doch mühsam dazu aufschwingt, Werte zu vertreten und für andere einzustehen. In dem Moment verändert sich ihr Leben.


    Es würde mich riesig freuen, wenn ihr diesen Krimi lesen und besprechen wollt. 

     Liebe Grüße, Olivia 

     

    Lesepröbchen

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    Booktuber zu meinem Roman "Luna Park 2 :


     

    OliviaMontis avatar
    Letzter Beitrag von  OliviaMontivor 3 Monaten
    Hallo ihr Lieben, bedanke mich jetzt schon ganz herzlich für eure Teilnahme an der Leserunde. Ich habe mich über jeden Beitrag gefreut. Und wünsche euch einen schönen Sommer. Olivia P.S. Arbeite noch ein Weilchen an meinem Krimithriller "Das Haus". Das Haus ist ein Gebäude voller viel zu kleiner Mietwohnungen. Mit dem Mord am syrischen Medizinstudenten Enis nimmt das Unheil seinen Lauf. Eine um die andere Person im Haus wird tot aufgefunden oder verschwindet spurlos. Die Parapsychologie-Forscherin Nadja Knoll befürchtet, das Haus sei ein Unglückshaus, es brüte Unfrieden und tödliche Aggressionen aus, bringe die Einwohner gegeneinander auf bis zum tödlichen Kampf, das Haus selbst sei sozusagen schuld an den grausigen Geschehnissen. Die pensionierte Schneiderin, Frau Rauhaar, glaubt hingegen, es gäbe einen Mörder, und der wohne im Haus. Als auch die brasilianische Prostituierte Ramona mit Pralinen vergiftet in ihrer Wohnung aufgefunden wird, nachdem tierische Schreie aus ihrer Wohnung drangen, glauben viele an einen ausländerfeindlichen Täter. Das Profil dafür hätte etwa der von seinem Vermögen lebende Dandy Jean Colomb, der von vielen im Haus „Muttersöhnchen“ geschimpft wird oder die Journalistin Marina Dunst, die sich voller Hass über ihre Mitbewohner mit Migrationshintergrund äußert und besonders gerne Schwächere plagt. Als auch Jean spurlos verschwindet, zudem die Polizei im Dunkeln tappt, bangen die restlichen Bewohner nur noch um ihr Leben. ...
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