Olivia Rosenthal

 3.3 Sterne bei 4 Bewertungen

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Wir sind nicht da, um zu verschwinden

Wir sind nicht da, um zu verschwinden

 (4)
Erschienen am 01.08.2017

Neue Rezensionen zu Olivia Rosenthal

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Rezension zu "Wir sind nicht da, um zu verschwinden" von Olivia Rosenthal

Thema Alzheimer verwirrend veranschaulicht
kabigvor 9 Monaten

Eigentlich hasse ich es Bücher nicht zu Ende zu lesen, denn wenn ich eine Geschichte beginne, will ich sie auch beenden. Im Fall dieses Buches war mir das aber nicht möglich. Drei Mal habe ich begonnen und obwohl ich jedes Mal ein wenig weiter gekommen bin, musste ich mich beim letzten Versuch nach etwa zwei Dritteln erneut geschlagen geben.

Das Thema, das Olivia Rosenthal hier gewählt hat, hat mich sehr interessiert, da ich auch schon in meinem Umfeld mit dieser Krankheit zu tun hatte. Nach dem Klappentext war ich auch wirklich gespannt auf das Buch, aber leider musste ich nach den ersten Seiten schon feststellen, das es schwieriger sein würde der Autorin in ihren Gedankengängen zu folgen, als ich gedacht hatte. Immer wieder Gedankensprünge, unvermittelter Wechsel zwischen verschiedenen Handlungssträngen und zusätzlich eine schlechte Darstellung auf meinem eReader haben mich immer mehr verzweifeln lassen.

Das einzig positive, das ich für mich aus dem, was ich gelesen habe, ziehen kann ist, dass ich jetzt vielleicht in Ansätzen nachvollziehen kann, wie verwirrend es für einen an Alzheimer erkrankten Menschen sein muss, wenn die Gedanken und Erinnerungen einfach völlig durcheinander geraten und man sich nicht mehr zurechtfinden kann. Empfehlen kann ich dieses Buch aber leider nicht!

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Rezension zu "Wir sind nicht da, um zu verschwinden" von Olivia Rosenthal

Schwarzes Loch
AngiFvor 10 Monaten

Olivia Rosenthal berührt mich zutiefst mit ihrem einzigartigen Schreibstil und ihrer feinen Sprache. Das Thema ihres Buches wühlt mich auf. Erschreckend ist die Erkenntnis, dass die Erkrankung Alzheimer jeden von uns oder unsere Lieben treffen kann und das jederzeit. Die Anzeichen treten schleichend auf und sind nicht leicht zu deuten. Sicher hat heutzutage jeder einmal etwas über die Krankheit gehört, sei es durch prominente Erkrankte oder aus dem eigenen Familien- und/oder Freundeskreis. Die Autorin setzt in ihrem Buch das Verschwinden in den Vordergrund und genau so ist es, der Patient verschwindet langsam, nicht nur seine Erinnerung. Ein Buch voller Emotionen, das eindringlich schildert, in welcher Verzweiflung die Beteiligten (die Erkrankten und deren Angehörige) tief fest sitzen. Was bleibt, wenn ein geliebter Mensch sich nicht mehr an uns erinnert und an gemeinsam Erlebtes? Olivia Rosenthal stellt solche Fragen und sucht Antworten. Meine Schwiegermutter Solveig, die ich leider nicht mehr kennen lernen durfte, gehörte zu den Erkrankten und mein Ehemann schildert Begegnungen mit ihr, als sei da ein Vorhang vor ihren Augen gewesen, der sich langsam schloss und nur manchmal noch ganz kurz öffnete. Ich vermag nicht zu sagen, für wen die Demenz schlimmer ist, für den Patienten oder für seine Angehörigen.

https://angisbuecherkiste.blogspot.se/2018/02/wir-sind-nicht-da-um-zu-verschwinden.html

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Rezension zu "Wir sind nicht da, um zu verschwinden" von Olivia Rosenthal

Sicher ein gutes Buch, aber keines für jedermann.
Rosa1508vor einem Jahr


Ich bin ehrlich: nach Seite 56 habe ich das Lesen abgebrochen.
Nicht, weil ich denke, dass das Buch es nicht wert sei, gelesen zu werden. Aber ich bin einfach nicht mit ihm warm geworden.


Die Ansicht auf meinem Tolino war nicht so leicht, da Absätze teilweise nicht korrekt dargestellt wurden und somit Gedankensprünge schwieriger nachzuvollziehen waren.


Inhaltlich fühlte sich das Buch für mich unheimlich schwer an. Es klang depressiv, als ob die Autorin resigniert sei. Es gibt verschiedene Erzählebenen, die das Thema meiner Meinung aber eher total auseinandergerissen haben. Sobald ich mich in eine Perspektive einigermaßen reingefunden hatte, kam der Wechsel und ich musste woanders quasi wieder anfangen.


Das Leben Alois Alzheimers und der Weg seiner Forschungen hat mich am meisten angesprochen. Die Geschichte um den alten Mann, seine Frau und seine Erkrankung fand ich konstruiert, verwirrend und es ging irgendwie nicht voran. Mir wurde "schwindelig", weil ich mich im Kreis drehte. Überhaupt nicht anfreunden konnte ich mich mit dem Zwiespalt der Autorin, die sich und das Schreiben dieses Buches immer wieder anzweifelt, in Frage stellt und derart hinterfragt, dass ich sie am Ende gerne selbst gefragt hätte, warum sie es nicht gelassen hat.


Ich möchte nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Es ist auch nicht schlecht geschrieben, sofern man diesen Schreibstil mag. Insgesamt empfand ich es aber als belastend, es zu lesen, weshalb ich es nicht zu Ende las und ich würde es auch nicht weiterempfehlen, wenn jemand mehr über die Krankheit erfahren möchte.

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Gespräche aus der Community

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UlrikeHelmerVerlags avatar

Wir verlosen 5 Bücher von »Wir sind nicht da, um zu verschwinden« von Olivia Rosenthal.

Inhalt

Ein Mann attackiert seine Frau mit gezielten Messerstichen, flüchtet aus dem Haus und versteckt sich im Nachbargarten. Als ihn die Polizei dort stellt, will er sich angeblich nicht an die Tat erinnern können. Was wie eine Anekdote klingt, erweist sich als bittere Wahrheit: Er hat einen akuten Alzheimer-Schub erlitten.
Was verbindet uns mit anderen und mit der Welt? Was bleibt, wenn das Gedächtnis erlischt, das Bewusstsein, die Seele, unsere Identität? Wie lebt es sich als eine Figur des Nichts – oder als deren Angehörige? Diesen zentralen Fragen geht Olivia Rosenthal in ihrem preisgekrönten Roman eindringlich nach. Sie vermischt dabei viele Stimmen – reale, historische, die von Toten: Da gibt es den kranken Täter, aber auch die Forscher Alois Alzheimer und Emil Kraepelin, da sind die Gattin und die Kinder des Kranken, die verletzten oder verletzenden Besucher in der Psychiatrie, von deren Alltag wir erfahren; dazwischen meldet sich die Erzählerin zu Wort, die mit dem Tod ihrer Schwester konfrontiert wird ...

Infos und Leseprobe

Über Olivia Rosenthal

1965 in Paris geboren, lehrt moderne Literatur an der Universität Paris Vincennes und promovierte über Liebeslyrik des 16. Jahrhunderts. Sie ist Romanautorin, Dramaturgin und Performerin und befasst sich intensiv mit Film und Kino.

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