Olivia Rosenthal Wir sind nicht da, um zu verschwinden

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Inhaltsangabe zu „Wir sind nicht da, um zu verschwinden“ von Olivia Rosenthal

Ein Mann attackiert seine Frau mit gezielten Messerstichen, flüchtet und versteckt sich. Als ihn die Polizei findet, behauptet er, sich an nichts erinnern zu können. Das erweist sich als bittere Wahrheit: Der Mörder hat einen akuten Alzheimer-Schub erlitten. Olivia Rosenthals preisgekrönter Roman geht existenziellen Fragen nach: Was bleibt von uns, wenn das Gedächtnis erlischt, wenn das Bewusstsein, die Seele, unsere Identität verloren gehen? Wie lebt es sich als eine Figur des Nichts – oder als deren Angehörige?

Kein Buch für jedermann.

— Rosa1508

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  • Sicher ein gutes Buch, aber keines für jedermann.

    Wir sind nicht da, um zu verschwinden

    Rosa1508

    25. September 2017 um 08:10

    Ich bin ehrlich: nach Seite 56 habe ich das Lesen abgebrochen.Nicht, weil ich denke, dass das Buch es nicht wert sei, gelesen zu werden. Aber ich bin einfach nicht mit ihm warm geworden.Die Ansicht auf meinem Tolino war nicht so leicht, da Absätze teilweise nicht korrekt dargestellt wurden und somit Gedankensprünge schwieriger nachzuvollziehen waren.Inhaltlich fühlte sich das Buch für mich unheimlich schwer an. Es klang depressiv, als ob die Autorin resigniert sei. Es gibt verschiedene Erzählebenen, die das Thema meiner Meinung aber eher total auseinandergerissen haben. Sobald ich mich in eine Perspektive einigermaßen reingefunden hatte, kam der Wechsel und ich musste woanders quasi wieder anfangen.Das Leben Alois Alzheimers und der Weg seiner Forschungen hat mich am meisten angesprochen. Die Geschichte um den alten Mann, seine Frau und seine Erkrankung fand ich konstruiert, verwirrend und es ging irgendwie nicht voran. Mir wurde "schwindelig", weil ich mich im Kreis drehte. Überhaupt nicht anfreunden konnte ich mich mit dem Zwiespalt der Autorin, die sich und das Schreiben dieses Buches immer wieder anzweifelt, in Frage stellt und derart hinterfragt, dass ich sie am Ende gerne selbst gefragt hätte, warum sie es nicht gelassen hat.Ich möchte nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Es ist auch nicht schlecht geschrieben, sofern man diesen Schreibstil mag. Insgesamt empfand ich es aber als belastend, es zu lesen, weshalb ich es nicht zu Ende las und ich würde es auch nicht weiterempfehlen, wenn jemand mehr über die Krankheit erfahren möchte.

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  • „Nur der Blick spricht. Doch manchmal spricht selbst der Blick nicht mehr.“

    Wir sind nicht da, um zu verschwinden

    Naja89

    11. September 2017 um 23:53

    Zum Inhalt Olivia Rosenthal nimmt die im Klappentext beschriebene Szenerie rund um Monsieur T. und seine Frau zum Anlass, um sich in ihrem Buch „Wir sind nicht da, um zu verschwinden“ mit der Krankheit Alzheimer auseinander zu setzen. Hierbei nähert sich die Autorin dem Thema aus verschiedenen Perspektiven. Das Buch gibt einen Einblick in das Leben sowie die Arbeit von Dr. Alois Alzheimer und schildert die Beweggründe des konkurrierenden Kollegen Dr. Emil Kraepelin für die Namensgebung. Darüber hinaus werden auch die medizinischen Fakten und Theorien rund um die Krankheit dargelegt. Die Autorin selbst lässt ebenfalls ihre Gedanken und Ängste einfließen. Darüber hinaus appellieren eingeschobene kleine Experimente an den Leser, sich in die Situation eines Alzheimerpatienten hinein zu versetzen. Doch der Großteil des Romans dreht sich um den Lebensweg und den Krankheitsverlauf von Monsieur T. Dabei werden einerseits die Gedanken von Monsieur T., seiner Frau und seiner Tochter sowie andererseits die Sichtweise des behandelnden Arztes beschrieben. Meine Meinung Mir viel der Einstieg in den Roman etwas schwer. Da die verschiedenen Sichtweisen und Perspektiven nahtlos ineinander übergehen und nicht immer gleich klar ist, welche Charaktere gerade behandelt werden.  Eventuell liegt es an meinem Programm, mit dem ich die Epub-Datei gelesen habe. Bei mir ist das eBook leider nicht so gut gegliedert, wie das bei der gedruckten Version mit den Absätzen und Einrückungen der Fall ist. Hier besteht beim eBook noch Verbesserungspotenzial. Ich habe mich jedoch recht schnell an die eigenwillige Weise gewöhnt, wie die Autorin die Geschichte erzählt und aufbaut. Der schnelle Wechsel zwischen den Perspektiven birgt Vor- und Nachteile. Er ist teilweise etwas störend, wenn z. B. der Lebenslauf von Dr. Alzheimer mit der Geschichte von Monsieur T. vermischt wird. Er bringt aber auch einen großen Mehrwert, wenn sich beispielsweise Madame und Monsieur Ts. Gedankengänge abwechseln und man so direkt die Sichtweisen des Erkrankten und der Angehörigen vergleichen kann. Der Roman schafft es auf alle Aspekte rund um die Krankheit Alzheimer einzugehen. Die dargelegten Informationen rund um die Erforschung durch Dr. Alzheimer und seinen Kollegen sowie die körperlichen Symptome sind sehr interessant und nehmen genau den richtigen Anteil am Gesamtwerk ein. Es werden alle wichtigen historischen und medizinischen Fakten zusammengetragen und durch das bruchstückhafte Einfließenlassen in die eigentliche Geschichte wirkt es nie als ob man reine Fachliteratur lesen würde. Die Passagen, in denen die Autorin ihre Angst schildert, selbst Alzheimer zu bekommen, weil sie darüber schreibt, hätten meiner Meinung nach weggelassen werden können. Sie sind jedoch nur von geringem Umfang. Die eingeschobenen kurzen Experimente am Ende der Kapitel richten sich direkt an den Leser und bringen ihn dazu sich in die Lage eines Alzheimerpatienten hineinzuversetzen. Allerdings habe ich mir nur selten die Zeit genommen, um für mich selbst Antworten auf die gestellten Fragen zu finden und bin lieber gleich weiter der Handlung gefolgt. Die Förderung von Selbstreflexion und Empathie sind bei diesem sensiblen Thema aber wohl kaum ein Nachteil. Der eigentliche Aufhänger für den Roman ist die Messerattacke von dem an Alzheimer erkrankten Monsieur T. auf seine Frau. In kleinen Schritten wird enthüllt, was für ein Leben Monsieur T. vor der Erkrankung geführt hat sowie vor und nach dem Tötungsversuch führt. Die niedergeschriebenen Gedanken von ihm und seiner Frau machen diesen Roman so unglaublich lesenswert. Olivia Rosenthal lässt den Leser in die Psyche eines Alzheimerkranken eintauchen. Monsieur Ts. Gedankengänge sind verworren, ungefiltert und herzzerreißend direkt. Sie haben mir mehrmals eine Gänsehaut beschert und bieten die Erklärung für die Messerattacke. Ich finde es mehr als bewundernswert, wie die Autorin es geschafft hat, die Ausmaße dieser Erkrankung und die damit verbundenen Gefühle aller Beteiligten in Worte zu fassen. Es gelingt ihr genauso schonungslos die Sichtweise von Madame T. darzulegen. „Er hindert dich daran, so zu leben, wie du es dir vorstellst, es ist ungerecht, was für eine Macht er über dich hat, du hasst ihr für das, was er dir abverlangt.“ Mein Fazit Der Roman betrachtet die Krankheit Alzheimer auf allen Ebenen, zeigt auf, welche Anzeichen es für die Erkrankung gibt und wie es sowohl dem Patienten als auch den Angehörigen mit dieser Diagnose geht. 1,2 Millionen Deutsche leiden an Alzheimer. „Wir sind nicht da, um zu verschwinden“ haucht dieser Zahl Emotionen ein, die mich noch sehr lange beschäftigen und begleiten werden.

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  • Buchverlosung zu "Wir sind nicht da, um zu verschwinden" von Olivia Rosenthal

    Wir sind nicht da, um zu verschwinden

    UlrikeHelmerVerlag

    Wir verlosen 5 Bücher von »Wir sind nicht da, um zu verschwinden« von Olivia Rosenthal. Inhalt Ein Mann attackiert seine Frau mit gezielten Messerstichen, flüchtet aus dem Haus und versteckt sich im Nachbargarten. Als ihn die Polizei dort stellt, will er sich angeblich nicht an die Tat erinnern können. Was wie eine Anekdote klingt, erweist sich als bittere Wahrheit: Er hat einen akuten Alzheimer-Schub erlitten. Was verbindet uns mit anderen und mit der Welt? Was bleibt, wenn das Gedächtnis erlischt, das Bewusstsein, die Seele, unsere Identität? Wie lebt es sich als eine Figur des Nichts – oder als deren Angehörige? Diesen zentralen Fragen geht Olivia Rosenthal in ihrem preisgekrönten Roman eindringlich nach. Sie vermischt dabei viele Stimmen – reale, historische, die von Toten: Da gibt es den kranken Täter, aber auch die Forscher Alois Alzheimer und Emil Kraepelin, da sind die Gattin und die Kinder des Kranken, die verletzten oder verletzenden Besucher in der Psychiatrie, von deren Alltag wir erfahren; dazwischen meldet sich die Erzählerin zu Wort, die mit dem Tod ihrer Schwester konfrontiert wird ... Infos und Leseprobe Über Olivia Rosenthal 1965 in Paris geboren, lehrt moderne Literatur an der Universität Paris Vincennes und promovierte über Liebeslyrik des 16. Jahrhunderts. Sie ist Romanautorin, Dramaturgin und Performerin und befasst sich intensiv mit Film und Kino. So wanderst du in den Lostopf Bewirb dich einfach indem du auf den blauen »Jetzt bewerben«-Button drückst und uns verrätst, warum du das Buch gerne lesen möchtest.Wir bitten alle Gewinnerinnen und Gewinner um eine anschließende Rezension. Es wäre schön, wenn du bereits mindestens eine Rezension auf Lovelybooks verfasst hast.WICHTIG: Du erhältst das Buch als eBook (ePub). Bitte nimm also nur an der Verlosung teil, wenn du über einen Reader verfügst (die Konvertierung ins mobi-Format (Kindle) geht ganz einfach).Wir wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Glück!Euer Ulrike Helmer Verlagsteam

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