Olivier Adam

 3.9 Sterne bei 155 Bewertungen

Lebenslauf von Olivier Adam

Olivier Adam wurde im Juli 1974 in der Nähe von Paris geboren. Sein Debütroman wurde im Jahr 1999 unter dem Titel "Keine Sorge, mir geht es gut" veröffentlicht und nur wenige Jahre später verfilmt. Neben Romanen und Drehbüchern hat Adam auch einige Jugendbücher veröffentlicht. Für sein literarisches Schaffen erhielt Olivier Adam bereits mehrere Auszeichnungen; zudem zählt er heute zu den bedeutendsten Autoren der französischen Gegenwartsliteratur. Der Schriftsteller lebt heute mit seiner Familie in Kioto (Japan).

Alle Bücher von Olivier Adam

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Keine Sorge, mir geht's gut

Keine Sorge, mir geht's gut

 (50)
Erschienen am 01.09.2010
Klippen

Klippen

 (15)
Erschienen am 15.05.2009
Nichts was uns schützt

Nichts was uns schützt

 (10)
Erschienen am 01.03.2009
Die Summe aller Möglichkeiten

Die Summe aller Möglichkeiten

 (11)
Erschienen am 09.08.2017
Gegenwinde

Gegenwinde

 (10)
Erschienen am 21.02.2011
Mein Herz und deine Seele

Mein Herz und deine Seele

 (9)
Erschienen am 01.03.2007
An den Rändern der Welt

An den Rändern der Welt

 (7)
Erschienen am 21.03.2015
Am Ende des Winters

Am Ende des Winters

 (7)
Erschienen am 11.01.2010

Neue Rezensionen zu Olivier Adam

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GabiRs avatar

Rezension zu "Die Summe aller Möglichkeiten" von Olivier Adam

Nicht uninteressant, keineswegs
GabiRvor 10 Monaten

Von der Côte d’Azur für Einheimische schreibt Olivier, von einem Amateurfußballer ohne Perspektiven, einem vom Sturm zerstörten Badeort, vielen Fragen, wenigen Antworten und noch mehr Träumen, Plänen, Wünschen ….

Wer meine Lesegewohnheiten verfolgt, wird sich wundern, dass ich zu diesem Buch gegriffen habe, wo ich doch für gewöhnlich andere Cover bevorzuge. Doch gerade die Schlichtheit diesen Einbandes hat mich eine Anfrage bei #netgalley stellen lassen, ebenso der Klappentext,  bzw. folgendes Zitat:

>>»Das ist das Problem mit dem Leben, dachte Antoine. Dasjenige, das man hat, ist immer zu eng, und das, das man gern hätte, ist zu groß, um es sich auch nur vorstellen zu können. Die Summe aller Möglichkeiten ist das Unendliche, das gegen Null tendiert.«<<

 
Vorweg, die Geschichte ist gut, lässt den Leser viel nachdenken, stellt etliche Charaktere ausführlich mit allem Drum und Dran vor, nacheinander, kapitelweise, sie von Kapitel zu Kapitel miteinander verbindend, Zusammenhänge aufdeckend und einmal in einem Abschnitt gefangen, fiel es mir schwer, den Reader wegzulegen.

Dann begann allerdings das Problem mit dem Lesefluss. Ich kann, und mache es auch durchaus, stundenlang am Stück lesen, aber nicht in diesem Buch. Für mich war es ohne Punkt und Komma, gefühlt, denn natürlich waren die vorhanden, aber eine Etappe, bzw. in diesem Fall eine Person ist eben eine Person und der Autor hat “runtergeschrieben“, bis er fertig war mit dem, was er zu betroffener Person zu sagen hatte.  Keine Unterbrechung, kein Absatz, kein Nix …. Gefühlt unendlich.

Nicht uninteressant, keineswegs, aber …. *hmmm anstrengend.

Ich habe mich hin- und hergerissen gefühlt (Fertiglesen? Weglegen? Weiterlesen) Zuklappen?) und schwanke auch während des Schreibens diesen Textes wegen der Punkte …

.... und beschließe spontan, es irgendwann erneut zu lesen, denn es geht mir nicht aus dem Kopf. Und „Die Summe aller Möglichkeiten“ kann tatsächlich das Unendliche sein ….

Ich bleibe - nochmal spontan und aus dem Bauch - bei neutral und vergebe drei Chaospunkte, mit der Möglichkeit nach nochmaligem Lesen zu revidieren
#DieSummeAllerMöglichkeiten #NetGalleyDE

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frenx1s avatar

Rezension zu "Die Summe aller Möglichkeiten" von Olivier Adam

Hoffnungslosigkeit, Resignation - und Trotz!
frenx1vor einem Jahr

In seinem neuen Roman „Die Summe aller Möglichkeiten“ lässt Olivier Adam zweiundzwanzig ganz verschiedene Personen zu Wort kommen. Was sie gemeinsam haben? Sie kommen alle aus dem französischen Hinterland der Côte d’Azur. Und ihre Geschichten sind allesamt miteinander verwoben.

Da gibt es Antoine, der dem Verteidiger, der ihn gefoult hat, „seine Faust in die Fresse geknallt“ hat. Ist er deshalb krankenhausreif zusammengeschlagen worden? Dann gibt es da Jeff, seinen Chef, der sein Restaurant und den Campingplatz mehr schlecht als recht gemanagt bekommt. Hinzu kommt ein Polizist, der weiß, wen er in Ruhe lassen muss, um ein geruhsames Leben zu führen, ebenso ein Mädchen, das ausgerissen ist und in der Provinz ihre Ruhe findet. Bis ein Sturm nicht nur das Meer aufpeitscht, sondern den kleinen, verschlafenen Ort in Unruhe versetzt.

Olivier Adam, Jahrgang 1974, gelingt es, die Atmosphäre dieses Ortes einzufangen – eine Atmosphäre, die geprägt ist von Hoffnungslosigkeit, Resignation und dem Trotz, hier an einem schönen Flecken Erde zu leben. Dabei verwendet Adam eher die schlichte Sprache der Hauptsätze, um Stimmungen einzufangen. Doch dabei sitzt jedes Wort. Überflüssige direkte Rede ist vermieden, jedoch mischt sich der Erzähler immer mal wieder ein, indem er seine Figuren über das Leben und die Welt urteilen lässt. Und gerade das lässt die Figuren einem sehr plastisch vor das Auge des Lesers treten.

So wie Wellen an die Küste heranspülen, wechselt Adam immer wieder seinen Erzählfaden. Mal nimmt er die Spur der einen Figur auf auf, dann lässt er eine ganz andere wieder zu Wort kommen. Irgendwann gelingt es dem Leser, das Dickicht der Personen zu durchbrechen, wenn sich immer mehr herausstellt, wer womit verwoben ist und welche Handlungen solitär stehen. Und immer wieder landet er bei der Frage, weshalb Antoine ins Koma geprügelt wurde.

Doch auch von dem, was mehr oder weniger zeitgleich geschieht, ist ausführlich die Rede. Hin und wieder habe ich mich beim Lesen nach einem Personenverzeichnis gesehnt, um nachzuschlagen, wer wer war. Nichtsdestotrotz entsteht im Laufe des Lesens ein stimmiges Bild von den Menschen und ihrer Landschaft.

Etwas schade ist, dass gerade am Anfang des Buches sich sehr viele Rechtschreibfehler eingeschlichen haben, die lassen aber zum Glück bereits ab dem zweiten Kapitel wieder deutlich nach, sodass sie nicht wirklich störend sind. Auch hat der Verlag Klett-Cotta versprochen, die Fehler in den folgenden Auflagen zu korrigieren.

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Kaffeetasses avatar

Rezension zu "Die Summe aller Möglichkeiten" von Olivier Adam

interessante Herangehensweise, aber stellenweise etwas langatmig
Kaffeetassevor einem Jahr

Diesen Roman wollte ich mal eben nebenbei lesen, doch nichts da. Es brauchte schon ein bisschen Konzentration, denn jeder Abschnitt handelt von einer anderen Person. Auf geniale Weise gelingt es dem Autor aber alle Fäden zusammenzuführen und so eine runde Geschichte zu erzeugen. Durch die unterschiedlichen Sichtweisen taucht der Leser ein in das Geschehen des Ortes und lernt viele Menschen kennen. Hier muss ich leider bemängeln, dass es mir manchmal an Tiefe fehlte. Die eine oder andere Station hätte man sicher noch ausbauen können. Dennoch war für mich das Buch etwas Neues, da ich noch keine Geschichte in dieser Art bisher gelesen habe.  Was an manchen Stellen die fehlende Tiefe war, das war an anderen Stellen die Langatmigkeit. Weniger spannende Episoden, wenngleich wichtig für das große Ganze, kamen vor und wurden unterstützt durch lange Sätze. Das muss man mögen, mein Fall war es leider nicht.

Dennoch vergebe ich vier Sterne, weil das Buch als ganzes betrachtet doch recht spannend war und ich es sehr gut fand, wie sich eine runde Geschichte ergab.

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Zusätzliche Informationen

Olivier Adam wurde am 12. Juli 1974 in Draveil (Frankreich) geboren.

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