Olivier Adam Keine Sorge, mir geht's gut

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Inhaltsangabe zu „Keine Sorge, mir geht's gut“ von Olivier Adam

Lilis geliebter Zwillingsbruder Loïc ist weg. Nach einem Streit hat er die Familie verlassen. Alles, was Lili bleibt, ist hin und wieder eine Postkarte. Eines Tages macht sie sich von Paris Richtung Meer auf, um Loïc zu suchen – und entdeckt dabei ein schönes, trauriges Familiengeheimnis … Olivier Adams feinsinniger Debütroman erreichte in Frankreich Kultstatus.

Ein kurzes, aber keinesfalls kurzweiliges Buch. Es ist sehr besonders und bleibt einem noch lange im Kopf.

— hannipalanni
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  • Keine Sorge, mit geht's gut ...

    Keine Sorge, mir geht's gut
    divergent

    divergent

    21. December 2014 um 14:52

    Die junge Lili kehrt aus einem Sprachurlaub in Barcelona nach Paris ins Elternhaus zurück, wo sie erfahren muss, dass ihr Bruder Loïc nach einem Streit mit dem Vater spurlos verschwunden ist. Lili kann nicht fassen, dass ihre Eltern scheinbar kaum leiden und sich nicht bemühen, den Jungen zurück nach Hause zu bringen. Sie trifft sich mit einem befreundeten Pärchen, Léa und Thomas, die beide aber nicht verstehen, wie sensibel Lili auf das Verschwinden ihres Bruders reagiert. Als Loïc schon einige Zeit nichts mehr von sich hören lässt, gerät seine Schwester in eine tiefe Depression, infolgedessen sie die Nahrung verweigert. In der Schule bricht sie zusammen, sodass der Arzt ihr Bettruhe verordnet. Doch da Lili weiterhin nichts isst, wird sie in die Psychiatrie zu den Anorexikern eingeliefert und unter Isolation gestellt. Dort nimmt sie dennoch weiterhin keine Nahrung auf. Die Eltern, aber auch Léa und Thomas machen sich daher grosse Sorgen um das Mädchen. Doch der Psychiater bringt kein Verständnis für die Angehörigen auf und lässt sie nicht zu Lili. Léa und Thomas dringen deshalb heimlich in Lilis Zimmer ein und versuchen, sie aus dem Krankenhaus zu entführen, was allerdings scheitert. Erst als ein Brief von Loïc eintrifft, gelangen die Eltern zu ihrer Tochter..  Ich hab den Film vor einiger Zeit gesehen und war richtig begeistert von der Geschichte, auch wenn diese sehr vorhersebar ist. Das Buch fand ich leider nicht so gut wie den Film. Den Schreibstil konnte ich nicht so gut leiden und teilweise schleppt sich die Geschichte auch sehr.

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  • Interessanter Schreibstil

    Keine Sorge, mir geht's gut
    INA80

    INA80

    Sehr interessanter Schreibstil, musste mich auf den ersten paar Seiten erst einmal daran gewöhnen. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass es vom Französischem ins Deutsche übersetzt ist.

    • 2
    Floh

    Floh

    25. July 2014 um 09:19
  • Rezension zu "Keine Sorge, mir geht 's gut" von Olivier Adam

    Keine Sorge, mir geht's gut
    -sabine-

    -sabine-

    21. October 2012 um 20:38

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Wie schon bei „Klippen“ zieht mich Olivier Adam total in seinen Bann. Der sehr prägnante Schreibstil mit den knappen Sätzen, den zum Teil skurrilen Aufzählungen und den kurzen Kapiteln löst bei mir eine melancholische und traurige Stimmung hervor, die zum Inhalt des Buches sehr gut passt. Ein kleines, aber sehr berührendes Buch mit tiefen Gefühlen und viel Emotion.

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  • Rezension zu "Keine Sorge, mir geht's gut" von Olivier Adam

    Keine Sorge, mir geht's gut
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. February 2012 um 23:11

    Ende war doch sehr vorhersehbar. Hätte mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Mir gelang es nicht, eine wirkliche "Bindung" zu den einzelnen Charakteren aufbauen zu können. Kein Muss, aber ok.

  • Rezension zu "Keine Sorge, mir geht's gut" von Olivier Adam

    Keine Sorge, mir geht's gut
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. February 2012 um 12:23

    Von Beginn an war mir klar, wie das Buch enden würde, Handlung war somit durchweg langweilig. Beim Lesen habe ich mich außerdem unangenehm "gehetzt" gefühlt. Es hat mir nicht sonderlich Freude bereitet, dieses Buch zu lesen.

  • Rezension zu "Keine Sorge, mir geht's gut" von Olivier Adam

    Keine Sorge, mir geht's gut
    Aniday

    Aniday

    17. June 2011 um 12:39

    Eines meiner Lieblingsbücher! Lili kommt nach den Ferien bei ihrer Oma wieder nachhause und muss erfahren, dass ihr geliebter Bruder Loic verschwunden ist. Die Eltern wollen nicht recht raus mit der Sprache, Loic ist nach einem heftigen Streit mit dem Vater verschwunden und hat den Kontakt abgebrochen. Lili kann dies nicht verarbeiten und scheint immer mehr zu "verschwinden". Erst als Karten von Loic sie erreichen, aus immer wechselnden Ortschaften und stets mit der Versicherung "Keine Sorge, mir geht's gut" kommt sie langsam ins Leben zurück - bis sie schließlich beschließt, ihn zu suchen. Wunderschön zart geschrieben, leise und traurig-schön ohne überflüssige Worte oder Verurteilungen. Deshalb lasse auch ich jetzt weitere Beschreibungen, denn ich weiß einfach nicht wirklich, wie ich es besser machen kann ohne das meine Worte ihren Sinn verlieren.

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  • Rezension zu "Keine Sorge, mir geht's gut" von Olivier Adam

    Keine Sorge, mir geht's gut
    Gilfaen

    Gilfaen

    21. February 2011 um 13:56

    „Wenn das Herz weint, sieht keiner seine Tränen…“ „Trauer ist eine Entwicklung. Man muß sie gewähren lassen.“ (Esther Klepgen) Verena Kast gliedert den Trauerprozess in vier Phasen. Die erste Phase ist das „Nicht-wahr-haben-wollen“, in der der Betroffene den Verlust verleugnet; die meisten fühlen sich starr vor Entsetzen, zu sehr in der Schocksituation um Empfindungen an die Oberfläche zu lassen. Diese Phase dauert meist mehrere Tage bzw. einige Wochen. Die zweite Phase ist die der „aufbrechenden Emotionen“, in der mehrere Emotionen in nicht systematischer Reihenfolge ablaufen – Wut, Angst, Traurigkeit, Melancholie, Freude, Ruhelosigkeit. Der Verlauf dieser Phase ist abhängig von der Intensität der Beziehung zwischen dem oder der Verstorbenen. Sind alle Streitfragen innerhalb dieser Beziehung vor dem Ableben beseitigt worden? Gibt es offene Fragen, offene Konflikte, die nicht beigelegt werden konnten? Viele Trauernde bleiben in dieser Phase stecken – eine offene Auseinandersetzung mit diesen (aggressiven) Gefühlen, vor allem mit der Wut und dem Zorn, findet kaum statt; zum einen ist in der westlichen Gesellschaft Selbstbeherrschung ein hohes Gut und zum anderen ist das offene Ausleben von Gefühlen abhängig von der eigenen familiären Prägung. Oftmals wird die Trauer verdrängt, auch mischen sich Schuldgefühle in den gedanklichen Prozess. Erst, so Verena Kast, wenn man sich offensiv mit seinen Emotionen, seinen Ängsten und Gedanken auseinandersetzt, auch Gefühle wie Wut und Hilflosigkeit zugelassen werden, kann die dritte Trauerphase erreicht werden. In der dritten Phase wird der Verstorbene bewusst oder unbewusst „gesucht“. Die Konfrontationen mit Fotos, mit Bildern, mit Erinnerungen an diese Person, mit kreativen Arbeiten dieser Person (usw.) bewirken, dass der Trauernde sich der Veränderung dieser Beziehung bewusst wird. Der Verstorbene wird zum „inneren Begleiter“, mit dem in den Dialog tritt, um eine neue Beziehung aufzubauen. Im schlimmsten Fall entwickelt der Trauernde ein „Pseudoleben“ mit den Verstorbenen, in dem sich nichts verändern darf und eine Isolation von Lebenden, vor allem von der Familie und von Freunden, auftritt. Die Trauerarbeit wird konstruktiv fortgesetzt, wenn der „innere Begleiter“ zu einer Person wird, die sich verändern oder weiterentwickeln kann. Vom Vorteil wäre es, wenn offene Konflikte und Probleme mit dem Verstorbenen aufgearbeitet werden können. In der vierten Phase sucht der Trauernde einen „neuen Selbst- und Weltbezug“. Der Verlust ist in soweit akzeptiert, dass der Verstorbene nun mehr ein „innerer Begleiter“ geworden ist. Neue Rollen, neue Lebensziele, neue Lebensmöglichkeiten, neue Lebensziele können mögliche Gedanken sein. Die Vergänglichkeit einer jeden Beziehung, der Tod also als ein fester Bestandteil auch der eigenen Existenz wird als Erfahrung integrierbar in die eigene Gedanken- und Erlebniswelt. Ideal wäre es, wenn man sich trotz der negativen Erfahrung auf neue Bindungen einlassen und die Endlichkeit dieser akzeptieren kann. „Lili hat das starke Gefühl, dass sie sich hier, an ihrem äußersten Rand, an ihrem nahen Ende, ja, in ihrer Zurückgezogenheit genau wie Loїc – weil sie ja gleich sind, identisch – als Teil der Welt fühlen könnte.“ Lili ist gefangen in ihrer eigenen Welt. Sie um die zwanzig, arbeitet als Kassiererin; ihre Beziehung zu Männern ist wechselhaft und ohne viel Zärtlichkeit, Liebesbeziehungen führt sie nur selten. Kurze sexuelle Erlebnisse, kleine Abenteuer nach denen sie sich benutzt, ungeliebt, ja, beinahe vergewaltigt fühlt, beherrschen ihren trostlosen Alltag. Bekanntschaften zu anderen Menschen sind selten und wenn, betrachtet man sie nicht als vollwertigen Gesprächspartner. Sie gehört nicht zur „neoliberalen und scheinintellektuellen“ Gesellschaft auf den Parties im Quartier Latin, die sie nur widerwillig besucht. Sie lässt sich mitreißen, wirkt eher passiv, eher zurückhaltend. Im Gegensatz zu ihren Bekannten studiert sie nicht, hat sie kein Interesse an feinen Parties, an französischen Philosophen oder dem Film Noir. Ihr einziges Interesse, ihre ganzen Gedanken drehen sich nur um eine Person: Loїc. Er war der jüngere Bruder und doch für sie die Leitfigur in ihrem jungen Leben. Ihre gesamte Gedankenwelt dreht sich, auch Jahre nach seinem Verschwinden, nur ihm. Sie sucht ihn, fährt zu den Orten, von denen er ihr Postkarten schickt mit kurzen Texten, ein paar eilig formulierten Sätzen: „Ich denke an dich. Ich umarme dich. Keine Sorge, mir geht’s gut.“ Wie eine Matrjoschka – ineinander verschachtelt, immer kleiner werdend – baut sich die Handlung auf und entwickelt eine Form von Krimi-Charakter. Der Leser ist mit der Melancholie, der Traurigkeit, der Hilflosigkeit, mit der Lili ihren Bruder sucht, konfrontiert. Ist er nur verschwunden? Wohin ist er gegangen? Kommt er wieder? Und vor allem: Warum ist er gegangen? Diese Fragen werden indirekt gestellt und nur sehr vage beantwortet. Ein Faktum ist: Er ist verschwunden, auf die eine oder andere Art. Lili kann nicht weiterleben; immer wieder beschäftigt sie ihr verstorbener Bruder, sie tritt in den Dialog mit ihm, bezieht ihn in ihre Entscheidungen mit, reagiert sogar emotional – wütend nämlich – als er sie nicht vor einer schlechten Erfahrung bewahren kann. Sie kann keinen Abstand nehmen von dieser Figur, er bleibt ein „innerer Begleiter“. Oliver Adam hat sich als eine Art Cameo an der Seite von Lili gezeigt, als Julien, der einen Text namens „Die Kassiererin bei Shopi“ schreiben möchte. Mehrperspektivisch, wobei der Wechsel innerhalb von Sätzen oder Absätzen erfolgt, und auf mehreren Ebenen (Aus der Sicht der Eltern, aus der Sicht von Lili, aus der Sicht von Julien, der Olivier Adam selbst sein könnte, der über Lili schreiben möchte, wird die Geschichte erzählt) wirkt die Sprache sparsam. Julien, der Journalist und Schriftsteller, der seit Ewigkeiten an ein- und demselben Manuskript arbeitet, beschreibt seinen Stil als voll mit „… abstrakten Sätze(n), [den] unterkühlte[n]m Stil mit den seltsamen metallischen Worten“ - eine Bewertung, die auch auf den Roman selbst sehr zutreffend ist. Lili selbst beschreibt unemotional, in Satzfetzen, die sich aneinanderreihen; sie beschreibt Handlungen, Taten, keine Emotionen. Sie ist ein nicht-fühlendes Individuum, sucht aber Gefühle in anderen Menschen, auch in Julien, der am Ende die Wahrheit über Loїc offenbart. Fazit: Ein melancholischer Roman mit einem abstrakten, sparsamen, emotionalen Sprachstil. Die Perspektive wechselt innerhalb von Sätzen, innerhalb von Absätzen, was zu Verwirrung führen kann und auch dazu, dass man keine richtige Innensicht von der jeweiligen Person, außer von Lili bekommt. Sie wirken dann wie Schablonen, wie Anhängsel, die gebraucht werden um ihre Figur zu beleuchten, führen aber kaum ein eigenständiges Dasein in diesem Roman. Die Geschichte selbst baut sich langsam, aber sehr logisch auf und findet ein trauriges Ende. Eine schöne Lektüre, wenn auch der Stil mit Anakoluthen und Akkumulationen eine Geschmacksfrage ist.

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  • Rezension zu "Keine Sorge, mir geht's gut" von Olivier Adam

    Keine Sorge, mir geht's gut
    Falballa

    Falballa

    19. October 2010 um 21:29

    Inhalt: Nach einem Urlaub bei ihrer Oma kommt Lilli wieder nach Hause und ihre Eltern eröffnen ihr unter Tränen, dass ihr Bruder Loic verschwunden ist. EInfach abgehauen. Für Lilli bricht eine Welt zusammen, denn ihr einziger Vertrauter und ihr Halt im Leben ist einfach gegangen. Auslöser soll ein Streit mit dem Vater gewesen sein. Lilli findet nur schwer zurück ins Leben. Irgendwann erhält sie erst eine Postkarte und dann immer wieder eine, von Loic, der durch die Gegend reist und dem es anscheinend gut geht. Eines Tages entschließt sie sich, dorthin zu reisen, wo die letzte Postkarte herkam und lüftet zufällig ein Familiengeheimnis. Doch trotzdem, von der Wahrheit ahnt sie nichts. Meine Meinung: Zu allererst muss ich sagen, dass mich der Klappentext echt gereizt hat und ich dieses große Familiengeheimnis auch wissen wollte. Das Buch ist im Internet gut beschrieben und in Frankreich hat es sogar Kultstatus erreicht. So ein Buch muss doch gut sein oder? Aber, und jetzt kommt (leider) ein großes Aber, denn mir hat das Buch absolut nicht zugesagt. Bereits nach den ersten fünf Seiten wollet ich nicht mehr weiterlesen. Woran das lag? An dem Schreibstil. An der Art, wie Seiten gestaltet sind. So sehen viele Seiten aus: Viele Seiten sind nur halb beschrieben, viele Absätze, kleine Einschübe. Ich kam einfach nicht in meinen heiß geliebten Lesefluss. Außerdem hat mir nicht gefallen, dass es (vor allem am Anfang) unendlich viele Aufzählungen gab. Lilli arbeitet an der Kasse bei "Shopi" und einige Seite sind voll mit den Dingen die über ihre Kasse gehen. Schlichtweg Aufzählungen von EInkäufen... (what the fuck?)... mich hat es tierisch genervt. Viele kurze Sätze. Nichts für mich, leider. Aber auch die Geschichte konnte mich bei diesem Buch leider nicht umhauen. Ich hab sehnsüchtig darauf gewartet, dass das Geheimnis gelüftet wird. Was ist aus ihrem Bruder geworden. Dann lüftet sie das Geheimnis, und das Buch ist noch nicht zu Ende, und der Bruder immer noch nicht da. Aber neben dem Geheimnis gibt es noch eine Wahrheit, die sie (wahrscheinlich) nie erfahren wird, obwohl sie der viel näher ist als sie glaubt. Ich werde euch dieses Geheimnis und die Wahrheit nicht verraten, denn sonst lohnt es nicht mehr zu lesen. Bei den Charakteren allerdings muss ich sagen, hat sich Olivier Adam große Mühe gegeben, zumindest wenn es um Details geht. Die Protagonistin Lilli wird detailiert und liebevoll beschrieben. Man bekommt ihre Verzweiflung und Traurigkeit vermittelt. Man spührt, wie sie sich mit kleinen Romanzen und One-Night-Stands ein bisschen Zärtlichkeit sucht, und doch am Ende immer wieder alleine dasteht. Mehr Nähe bekommt sie nicht, ist sie womöglich aber auch nicht in der Lage zuzulassen. Wirkliche Freunde hat sie nicht mehr, denn mit dem Verschwinden ihres Bruders, brach auch der Kontakt zu den gemeinsamen, bzw. vorwiegend seinen Freunden ab. Den einzigen Halt bieten ihr in dieser schweren Zeit vor allem ihre Eltern. Die allerdings sind von der Abwesendheit des Sohnes auch schwer getroffen und kämpfen um Fassung, kämpfen um ihre Tochter... und um einen Weg ins normale Leben. Mit einem Unterschied: Sie kennen die Wahrheit und halten diese vor ihrer Tochter geheim, denn sie haben Angst, dass ihre Tochter den Bezug zum Leben und vielleicht auch vollkommen die Lust am Leben verliert. Besonders mit Eltern hat Adam viel Gefühl beschrieben. Der Vater wirkt zu Beginn etwas unterkühlt und distanziert. Doch im Laufe des Buches bekommt man einen völlig anderen Vater zu sehen. Gefühlvoll, liebevoll, fürsorglich, mit einer endlosen Liebe für seine Frau und vor allem seine Tochter. Er würde alles tun, damit es den beiden gut geht. Doch auch er muss den Verlust des Sohnes überwinden, und gibt es sich die Schuld daran. Die Mutter ist eine schüchterne und eigenbrödlerische Frau. Sehr nah am Wasser gebaut und hin und her gerissen. Mit viel Mühe versucht sie den Schein aufrecht zu erhalten und wenigstens ihre Tochter zu behalten. Betrachtet man aber die Gesellschaft, die Olivier Adam (selber Franzose) beschreibt, so kann man ein falsches Bild von den Franzosen, odern spezuiell den Parisern und Umgebung bekommen - vielleicht hatte auch einfach nur ich das Gefühl. Es wird eine Welt beschrieben, die zwar viele kleine schöne Orte hat, die absolut liebenswert sind, aber die Menschen dort sind sehr unterkühlt. Es geht um Spaß, Sex und Geld. Ein Quickie hier, ein Blowjob dort, und manchmal nimmt man sie einfach von hinten. Szenen die für mich, dass Bild komplett gestört haben. - Auch wenn sie Charakterzüge von Lilli wiedergespiegelt haben, fand ich sie doof. Hmm... vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, denn ich habe eine spannende und fesselende Geschichte erwartet, und bin leider nicht befriedigt worden.

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  • Rezension zu "Keine Sorge, mir geht's gut" von Olivier Adam

    Keine Sorge, mir geht's gut
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. March 2010 um 12:54

    Lili und Loic sind Geschwister. Ein unsichtbares Band verbindet beide. Nach einem Streit in der Familie ist Loic verschwunden. Lilis Leben ist vollkommen aus den Fugen. Sie beginnt ein Leben in Paris und arbeitet in einem Supermarkt. Vollkommen perspektivlos lebt sie von Tag zu Tag. Lediglich Postkarten von Loic halten sie am Leben. Denn Lili war eigentlich der Magersucht sehr nahe und schon längst, wegen ihren Depressionen in stationärer Behandlung. Wäre da nicht plötzlich die Karte von Loic aufgetaucht, hätten die Eltern schon fast nicht zu hoffen gewagt, dass Lili am Leben bleiben möchte. Als Lili dann endlich ihren Urlaub bekommt, nimmt sie sich einen Mietwagen und machst sich auf die Suche nach Loic. Was sie aber entdecken wird , ist ein Geheimnis. Ein Geheimnis, dass nur mit der Liebe zu erklären ist. Dieses Buch ist in mehrere Teile aufgeteilt. Zuerst ist man im Jetzt, bei Lili, die auf eine Anzeichen von Loic wartet. Auf Postkarten und aus ihrem Leben berichtet. Manche Passagen, enthalten einfach nur die Liste der Dinge, die Menschen bei ihr an der Kasse kaufen. Ein unglaublich toller Einfall von Oliver Adam, unterstreicht es nicht viel mehr die Leere in Lili. Dann reist sie los und der Leser zuerst in die Vergangenheit, bishin zu den ersten Karten. Enden tut alles mit dem jetzt. Nach der Reise, mit der Liebe in der Familie und der viel größeren Liebe, die Lili auch nach ihrer Entdeckung zeigt. Es ist ein Werk, dass einfach berührt. Wird der Vater am Anfang recht kalt gezeigt, entdeckt man ihn später mit völlig anderen Augen. Wie mag er sich gefühlt haben? Wie sehr muss er Lili lieben. Die Wirkliche Ursache von Loics endgültigem "verschwinden", wird leider nie erklärt. Aber dass ist auch nicht nötig. Es ist kein Roman, über Zwillinge, sondern ein Roman, über die Liebe die in einer Familie herrschen kann und alles überwindet. Dazu ist die Art, in der Adam schreibt, schon fast poetisch. Wer dem französischen mächtig ist, sollte dieses Buch sogar einmal im Original lesen.

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  • Rezension zu "Keine Sorge, mir geht's gut" von Olivier Adam

    Keine Sorge, mir geht's gut
    Beagle

    Beagle

    10. November 2009 um 07:35

    Dieses Buch beginnt schon mit einer Täuschung – Der Klappentext will uns weismachen, dass Lilis Zwillingsbruder Loic verschwunden ist, dabei erfahren wir im Text, dass die beiden Geschwister 2 Jahre trennen. Die nächste Täuschung ist, dass es heißt, Lili würde nur hin und wieder eine Postkarte von ihm erhalten und sich daher aufmacht, ihren Bruder zu suchen. Ich erwartete an dieser Stelle eine ausschweifende Suche, eine Odyssee durch ihre gemeinsame Geschichte, aber nichts dergleichen passiert. Viel zu schnell wird das beschriebene „Familiengeheimnis“ aufgedeckt, danach fast gänzlich abgetan, nicht mehr darüber gesprochen, fast so, als wäre damit alles wieder in Ordnung. Aber waren nicht Lili und Loic unzertrennlich? Wurde sie nicht wegen ihm lustlos und magersüchtig? Ich konnte es an dieser Stelle der Protagonistin nicht abnehmen, sich derart selbstverständlich mit der Situation abzufinden. Statt dessen wird – in einer grauenhaft einfachen Sprache – Lilis Leben im Supermarkt (diesen Punkt fand ich noch sehr gut beschrieben, da er sich authentisch und mit viel Gefühl darlegte) und ihr Problem mit den Männern beschrieben, was dem Roman einen allzu einfachen und primitiven Stellenwert verleiht. Es geht nicht – oder nur am Rande – um Liebe, sondern um Sex, wie Männer versuchen, die „kleine, schüchterne“ Lili zu erobern und ins Bett zu zerren, was ihnen meist auch gelingt. Ein Text, der sich mit Sicherheit zu einem spannenden und feinsinnigen Roman ausbauen hätte lassen, aber leider zu wenig preisgibt, was der Klappentext verspricht. Ein Buch, das schnell und leicht zu lesen, aber nur bedingt zu empfehlen ist.

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  • Rezension zu "Keine Sorge, mir geht 's gut" von Olivier Adam

    Keine Sorge, mir geht's gut
    einhornlachen

    einhornlachen

    18. February 2009 um 16:28

    Ein melancholischer Roman mit einem abstrakten, sparsamen, emotionalen Sprachstil. Die Perspektive wechselt innerhalb von Sätzen, innerhalb von Absätzen, was zu Verwirrung führen kann und auch dazu, dass man keine richtige Innensicht von der jeweiligen Person, außer von Lili bekommt. Sie wirken dann wie Schablonen, wie Anhängsel, die gebraucht werden um ihre Figur zu beleuchten, führen aber kaum ein eigenständiges Dasein in diesem Roman. Die Geschichte selbst baut sich langsam, aber sehr logisch auf und findet ein trauriges Ende. Eine schöne Lektüre, wenn auch der Stil mit Anakoluthen und Akkumulationen eine Geschmacksfrage ist.

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  • Rezension zu "Keine Sorge, mir geht's gut" von Olivier Adam

    Keine Sorge, mir geht's gut
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. August 2008 um 22:10

    Dieses Buch widmet sich einem jungen Mädchen, das noch lange nicht zu sich selbst gefunden hat, ein Mädchen, durch das Verschwinden ihres Bruders völlig aus dem Leben geworfen wird. Die einzigen Lebenszeichen von Loic, ihrem geliebten Bruder, sind die Postkarten, die er noch schreibt. Doch ihr Leben und ihr bevorstehender Urlaub werden so einiges verändern... Diesen Buch spielt die leisen Töne.. und lohnt sich!

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  • Rezension zu "Keine Sorge, mir geht's gut" von Olivier Adam

    Keine Sorge, mir geht's gut
    Jaja

    Jaja

    28. January 2008 um 23:09

    Ein sehr emotionales Buch - wunderbares Ende, dass mir persönlich einen Kloß im Hals beschert hat.
    Die kurzen Sätze unterstreichen passend die Situation bzw. das Gefühlsleben der Protagonistin.

  • Rezension zu "Keine Sorge, mir geht's gut" von Olivier Adam

    Keine Sorge, mir geht's gut
    philine

    philine

    01. September 2007 um 14:27

    "Keine Sorge, mir geht's gut" ist ein wunderschönes Buch! Der Stil ist wohl typisch franzöisch und war für mich ungewohnt.
    Die Geschichte ist wirklich, erschreckend, schön und gab mir einen Einblick in ein Leben, das ich mir zuvor noch nicht vorstellen konnte.

  • Rezension zu "Keine Sorge, mir geht's gut" von Olivier Adam

    Keine Sorge, mir geht's gut
    Hasenherz

    Hasenherz

    07. June 2007 um 21:03

    Lili, eine 22-jährige Supermarktkassiererin lebt in Paris. Ihr Alltag wird beherrscht von losen Bekanntschaften, Barcodes und wehmütigen Erinnerungen an ihren über alles geliebten Bruder Loic. Seit dieser vor zwei Jahren spurlos und ohne jede Erklärung verschwand, hat Lili allen Mut und Halt verloren. Nur die vereinzelten Postkarten ("Keine Sorge mir gehts gut"), die ihr Loic aus dem ganzen Land schickt, nehmen ihr ein wenig die Angst. Eines Tages beschließt Lili ihn zu suchen, setzt sich ins Auto und fährt ihm nach. Doch damit lüftet sie ein Familiengeheimnis, das schön und traurig zugleich ist. Ein wundervoller Roman, der mit knappen Worten und schlichten Sätzen eine ganze zerbrechlich Welt erschafft, geht vom ersten Satz an unter die Haut.

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