Olivier Ka Warum ich Pater Pierre getötet habe

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Inhaltsangabe zu „Warum ich Pater Pierre getötet habe“ von Olivier Ka

In seiner autobiographischen Erzählung setzt sich Olivier Ka mit einer Missbrauchserfahrung seiner frühen Kindheit auseinander. Ausgerechnet der joviale und kumpelhafte Pater Pierre, der so gar nicht in das traditionelle Bild eines Priesters passen will, versucht die Verführung des jungen Olivier. Der Zeichner Alfred hat die Geschichte Oliviers in wunderbare Zeichnungen übersetzt, sein emotionaler Strich passt hervorragend zu den Erlebnissen des Autors, die die Aufmerksamkeit auf ein immer noch mit Tabus und Scham umgebenes Verbrechen lenken. Der Tod des Pater Pierre ist in dieser Geschichte ein symbolischer. Durch das Schreiben des Erlebten kann Olivier Ka endlich Abstand gewinnen und mit seiner Vergangenheit Frieden schließen. Denn am Ende ist der Pater nur ein alter, gebrochener Mann.

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  • Rezension zu "Warum ich Pater Pierre getötet habe" von Olivier Ka

    Warum ich Pater Pierre getötet habe

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. March 2010 um 01:08

    Vor ein paar Wochen habe ich im Fernsehen einen Bericht über Oliver Ka und seinen Comic gesehen, der mich nicht wieder loslies. Ich empfinde es als sehr mutig, dass Ka seine Erlebnisse auf diese Weise verarbeitet hat und auch noch der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Olivier Ka war zwölf Jahre alt als er von Pater Pierre, seinem Freund und Vertrauten der ganzen Familie, missbraucht wurde. Sich des Schweigens des Jungen versichert, erwähnte Pater Pierre diesen Vorfall nie wieder und rührte seinen Schützling auch nie wieder an. Und Olivier schwieg, vergaß die Geschehnisse dieser Nacht zeitweise sogar. Als er sich mit 16 Jahren wieder daran erinnerte und seiner Mutter anvertraute, tat diese es als kleine Anekdote ab, der er mit Reife begegnet sei. Olivier tat das Selbe. Fast fünfundzwanzig Jahre vergingen... Olivier Ka führte ein mehr oder weniger normales Leben, hatte scheinbar seinen Platz im Leben gefunden. Erst mit vierunddreißig Jahren wurde er wieder von seinen Erinnerungen überrollt, erkannte, was Pater Pierre ihm angetan hatte. Nach Wochen voller Verwirrung und Fragen entschloss er sich, seine Geschichte aufzuschreiben, um sie irgendwie zu verarbeiten. Als er mit seinem Freund Alfred darüber sprach, wurde den beiden schnell klar, dass die Geschichte kein Roman sondern ein Comic werden musste. Kas Erinnerungen gebannt in Alfreds Zeichnungen erzählen die Geschichte dieses Kindesmissbrauchs so intensiv, wie es kein Roman könnte. Man hat die Erinnerungen des Jungen klar vor Augen, kann sich ihnen nicht entziehen, weil es dem Zeichner mit nur wenigen Strichen gelingt, starke Emotionen auszudrücken und auf den Leser zu übertragen. Fast schon zärtlich nahm er sich der Geschichte seines Freundes an, was in jedem der kleinen Bilder zu sehen ist. Mal blickt man auch nur auf schemenhafte Skizzen, mal auf buntes, aber düsteres Strichchaos, auch Fotos von der gemeinsamen Recherche-Fahrt Alfreds und Oliviers wurden verwandt, allesamt auf ihre Art sehr ausdrucksstark. Man merkt, wie intensiv Alfred sich mit den Erzählungen seines Freundes Olivier auseinander gesetzt hat und kann beide nur dafür bewundern. Großartig gezeichnet, mutig erzählt.

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