Und wenn Gott schwarz wäre ...

von Olivier Ndjimbi-Tshiende 
4,2 Sterne bei13 Bewertungen
Und wenn Gott schwarz wäre ...
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Hans-Peters avatar

Ein anregendes Buch auch für Leute, die nichts mit der Kirche am Hut haben.

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Ein Pfarrer, der auch nach traurigen Erfahrungen an seinem Traum von Kirche festhält.

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Inhaltsangabe zu "Und wenn Gott schwarz wäre ..."

»Aus ihrem Auftrag heraus ist die Kirche schon immer auch politisch tätig.« (Olivier Ndjimbi-Tshiende)
Er kam nicht als Flüchtling, sondern als Priester. Er ist kein Gefährder, sondern Gemeindepfarrer und Theologie-Professor. Doch 2016 zog Olivier Ndjimbi-Tshiende den Zorn einiger Zornedinger auf sich: Nach kritischen Äußerungen zu Vorkommnissen in der Gemeinde- und Flüchtlingspolitik war er unsäglichen Angriffen bis hin zu Morddrohungen ausgesetzt. Trotz vieler Solidaritätsbekundungen gab er sein Amt auf und zog sich zurück. Nach Monaten des Schweigens spricht er jetzt. Im Geiste Martin Luther Kings formuliert er in diesem Buch seinen Traum von einer Welt ohne Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Hass, von einer kraftvollen Vision des Christentums, von einer Kirche mit Zukunft, die Liebe und Barmherzigkeit lebt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783579086842
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Gütersloher Verlagshaus
Erscheinungsdatum:25.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Hans-Peters avatar
    Hans-Petervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein anregendes Buch auch für Leute, die nichts mit der Kirche am Hut haben.
    Anregende Lektüre

    Ein angenehm zu lesendes Buch, das mit einer traurigen Episode beginnt ... die aber zum Glück nicht dramatisiert und mitleidheischend geschrieben ist, sondern recht nüchtern. Somit bietet sie einen erschreckenden Blick auf die Realität und in die (möglichen) Gedankengänge mancher Personengruppen.

    Der Hauptteil des Buches ist jedoch Pfarrer Ndjimbi-Tshiendes Erfahrungen mit der Kirche und seinen Visionen für sie gewaidmet. Dabei gefällt mir besonders gut, dass er auch kritisch ist, Tabuthemen anspricht und sinnvolle Alternativen präsentiert. Für mich, der mit der Kirche nicht nur nichts am Hut hat, sondern sie aus genau den von Pfarrer Ndjimbi-Tshiende genannten Kritikpunkten aktiv meidet, eine angenehme Vorstellung, dass es also auch Menschen innerhalb der Kirche gibt, die über den Tellerrand der indoktrinierten, offiziellen Denkmuster hinausschauen.

    Ich persönlich könnte zwar wohl auch auf die im Buch angedachte Kirche der Zukunft verzichten, sie wäre aber deutlich sympathischer und für ihre Anhänger sicher auch hilfreicher (weil lebensnäher) als die aktuelle.

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    Polarkreiss avatar
    Polarkreisvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Vision für die Kirche von morgen, die zum Nachdenken anregt.
    Regt zum Nachdenken an und macht Lust, aktiv zu werden.

    In seinem Buch „Und wenn Gott schwarz wäre“ beschreibt Prof. Dr. Olivier Ndjimbi-Tshiende, nach einer kurzen Einleitung über die Geschehnisse in Zorneding, die ihn veranlassten sein Priesteramt aufzugeben, wie er sich die „Kirche von morgen“ vorstellt, und besonders welche Veränderungen die „Kirche von heute“ dafür vornehmen muss. Den Fokus legt er dabei auf Armut, Barmherzigkeit, Gleichberechtigung, Nächsten- sowie Selbstliebe. Im Vordergrund steht dabei immer Gottes Liebe, Gnade und Barmherzigkeit. Unter diesem Blickwinkel wagt er unter anderem das Zölibat oder die weibliche Seite Gottes zu diskutieren.

    Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Mit logischen Argumenten und strukturierter Herangehensweise werden Probleme in der Institution Kirche angesprochen. Untermauert wird dies durch fundierte Kenntnis der Bibel und Kirchengeschichte. Dies geschieht jedoch nicht in einer verurteilenden Weise, sondern das Buch Mut, aktiv zu werden und wieder zu den Grundwerten Jesu und der Grundidee der Gemeinde zurückzukehren.

    Fazit: Wer die Grundwerte des Glaubens wieder im Vordergrund der Kirche sehen möchte und sich nach Veränderung sehnt, der wird durch dieses Buch ermutigt. Wir sind nicht allein mit diesem Wunsch und es liegt heute an uns, Kirche von morgen zu gestalten.

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    theophilias avatar
    theophiliavor 4 Monaten
    Kirche von morgen ist bunt

    Er kam nicht als Flüchtling, sondern als Priester. Er ist kein Gefährder, sondern Gemeindepfarrer und Theologie-Professor. Doch 2016 zog Olivier Ndjimbi-Tshiende den Zorn einiger Zornedinger auf sich: Nach kritischen Äußerungen zu Vorkommnissen in der Gemeinde- und Flüchtlingspolitik war er unsäglichen Angriffen bis hin zu Morddrohungen ausgesetzt. Trotz vieler Solidaritätsbekundungen gab er sein Amt auf und zog sich zurück. Nach Monaten des Schweigens spricht er jetzt. Im Geiste Martin Luther Kings formuliert er in diesem Buch seinen Traum von einer Welt ohne Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Hass, von einer kraftvollen Vision des Christentums, von einer Kirche mit Zukunft, die Liebe und Barmherzigkeit lebt.


    Meine Meinung:

    Wie bin ich zu dem Buch gekommen?

    Herr Oliver Ndjimi-Tshiede kann nach Ansbach am 01.03.2018 zu einer Autorenlesung. Er wurde vom Katholischen Bildungswerk Ansbach eingeladen. So wurde ich an dem Buch interessiert und konnte es dank Randomhouse zur Verfügung gestellt bekommen. Es war ein großes Erlebnis den Priester persönlich kennenzulernen. Auf diese Weise konnte ich schon einen Einblick in das Buch gewinnen und Hintergründe zur Entstehung aus erster Hand erfahren.


    Wie ist das Buch aufgeteilt?

    Nach dem Prolog ist das Buch in 8 Kapitel unterteilt. Diese führen den Leser in die Zeit, als der Priester Prof. Dr. Oliver Ndjimbi-Tshiende in Titmoning Gottesdienste hielt. Aus den dortigen Erfahrungen hat er seine eigenen Gedanken und Visionen dem Leser in den nächsten Kapiteln vorgestellt.
    Themen wie
    Was wäre, wenn Gott alle Menschen gleich erschaffen hätte?
    Wenn Priester heiraten dürften
    Wenn Gott eine Frau wäre?

    Wenn die Kirche wieder arm wäre
    Meine Vision von der Zukunft!


    Was besser sein könnte.
    Priester Oliver Ndjimibi-Tshiende hat einen Professor und Doktortitel. Er hat viel Hintergrundwissen und kann dieses den Lesern sehr gut und verständlich vermitteln. Gut, dass es solche Bücher gibt, die den Leser aufrütteln, dass die Kirche nicht alleiniges Wissen und Weltanschauung ist.

    Was ich aus diesem Buch lernen konnte:

    Vielleicht ist Gott eine Frau oder auch schwarz. Aber das ist nicht wesentlich. Der Autor stellt heraus, dass Gott alle Menschen gleich geschaffen hat und das größte Kapitel der Kirche nicht Gold und Geld, sondern Liebe und Barmherzigkeit darstellt. Die neue Vision, die in de Buch angesprochen wird, finde ich sehr spannend. Sicher wird es vielen Menschen nicht gefallen. Aber vieles was in der heutigen Kirche praktiziert ist, hat Jesus auch nicht so vorgelebt.

    Dank an Prof. Dr. Ndjimibi-Tshiende für die Mühe, damit Leser seine neue Vision vom Reich Gottes auf Erden erfahren können.
    Das Buch ist mutig und zukunftweisend. Es wird einen weiteren Baustein in der Geschichte der christlichen Kirche sein die gute Botschaft in der Welt zu verkünden.

    Fazit:
    Dieses Buch gibt Einbick in eine Denkeweise, wie sie sich sicher Jesus im Ursprung vorgestellt hat. Es ist spannend dies kennenzulernen. 

    Autor: Olivier Ndjimbi-Tshiende, geboren 1949 in Sintu in der Demokratischen Republik Kongo. Studium der Philosophie und Theologie in der Demokratischen Republik Kongo. 1979 Priesterweihe. Seit 2005 in Deutschland. Mehrere Pfarrleitungen, zuletzt bis Frühjahr 2016 in St. Martin Zorneding bei München. Zurzeit tätig in einem Forschungsprojekt der Universität Eichstätt.


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    theophilias avatar
    theophiliavor 4 Monaten
    Kirche von morgen - Kirche aller Farben

    Klappentext vom Verlag:
    Er kam nicht als Flüchtling, sondern als Priester. Er ist kein Gefährder, sondern Gemeindepfarrer und Theologie-Professor. Doch 2016 zog Olivier Ndjimbi-Tshiende den Zorn einiger Zornedinger auf sich: Nach kritischen Äußerungen zu Vorkommnissen in der Gemeinde- und Flüchtlingspolitik war er unsäglichen Angriffen bis hin zu Morddrohungen ausgesetzt. Trotz vieler Solidaritätsbekundungen gab er sein Amt auf und zog sich zurück. Nach Monaten des Schweigens spricht er jetzt. Im Geiste Martin Luther Kings formuliert er in diesem Buch seinen Traum von einer Welt ohne Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Hass, von einer kraftvollen Vision des Christentums, von einer Kirche mit Zukunft, die Liebe und Barmherzigkeit lebt.


    Meine Meinung:

    Wie bin ich zu dem Buch gekommen?
    Herr Oliver Ndjimi-Tschiede kann nach Ansbach am 01.03.2018 zu einer Autorenlesung. Er wurde vom Katholischen Bildungswerk Ansbach eingeladen. So wurde ich an dem Buch interessiert und konnte es dank Randomhouse zur Verfügung gestellt bekommen. Es war ein großes Erlebnis den Priester persönlich kennenzulernen. Auf diese Weise konnte ich schon einen Einblick in das Buch gewinnen und Hintergründe zur Entstehung aus erster Hand erfahren.


    Wie ist das Buch aufgeteilt?
    Nach dem Prolog ist das Buch in 8 Kapitel unterteilt. Diese führen den Leser in die Zeit, als der Priester Prof. Dr. Oliver Ndjimbi-Tschiende in Titmoning Gottesdienste hielt. Aus den dortigen Erfahrungen hat er seine eigenen Gedanken und Visionen dem Leser in den nächsten Kapiteln vorgestellt.
    Themen wie
    Was wäre, wenn Gott alle Menschen gleich erschaffen hätte?
    Wenn Priester heiraten dürften
    Wenn Gott eine Frau wäre?

    Wenn die Kirche wieder arm wäre
    Meine Vision von der Zukunft!

    Was besser sein könnte.
    Priester Oliver Ndjimibi-Tschiende hat einen Professor und Doktortitel. Er hat viel Hintergrundwissen und kann dieses den Lesern sehr gut und verständlich vermitteln. Gut, dass es solche Bücher gibt, die den Leser aufrütteln, dass die Kirche nicht alleiniges Wissen und Weltanschauung ist.

    Was ich aus diesem Buch lernen konnte:
    Vielleicht ist Gott eine Frau oder auch schwarz. Aber das ist nicht wesentlich. Der Autor stellt heraus, dass Gott alle Menschen gleich geschaffen hat und das größte Kapitel der Kirche nicht Gold und Geld, sondern Liebe und Barmherzigkeit darstellt. Die neue Vision, die in de Buch angesprochen wird, finde ich sehr spannend. Sicher wird es vielen Menschen nicht gefallen. Aber vieles was in der heutigen Kirche praktiziert ist, hat Jesus auch nicht so vorgelebt.

    Dank an Prof. Dr. Ndjimibi-Tschiende für die Mühe, damit Leser seine neue Vision vom Reich Gottes auf Erden erfahren können.
    Das Buch ist mutig und zukunftweisend. Es wird einen weiteren Baustein in der Geschichte der christlichen Kirche sein die gute Botschaft in der Welt zu verkünden.

    Fazit:
    Dieses Buch weckt Interesse an gesunder und frischer Ernährung. Sie ruft traditionelles Wintergemüse in Erinnerung und bietet gut schmeckende Rezepte dem Leser dar.

    Autor: Olivier Ndjimbi-Tshiende, geboren 1949 in Sintu in der Demokratischen Republik Kongo. Studium der Philosophie und Theologie in der Demokratischen Republik Kongo. 1979 Priesterweihe. Seit 2005 in Deutschland. Mehrere Pfarrleitungen, zuletzt bis Frühjahr 2016 in St. Martin Zorneding bei München. Zurzeit tätig in einem Forschungsprojekt der Universität Eichstätt.


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    theophiliavor 4 Monaten
    Kirche von morgen - Kirche mit Zukunft

    Liebe Leser, heute möchte ich Euch das Buch „und wenn Gott schwarz wäre“ von Oliver Ndjimbi-Tschiende vorstellen.

    Klappentext vom Verlag:
    Er kam nicht als Flüchtling, sondern als Priester. Er ist kein Gefährder, sondern Gemeindepfarrer und Theologie-Professor. Doch 2016 zog Olivier Ndjimbi-Tshiende den Zorn einiger Zornedinger auf sich: Nach kritischen Äußerungen zu Vorkommnissen in der Gemeinde- und Flüchtlingspolitik war er unsäglichen Angriffen bis hin zu Morddrohungen ausgesetzt. Trotz vieler Solidaritätsbekundungen gab er sein Amt auf und zog sich zurück. Nach Monaten des Schweigens spricht er jetzt. Im Geiste Martin Luther Kings formuliert er in diesem Buch seinen Traum von einer Welt ohne Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Hass, von einer kraftvollen Vision des Christentums, von einer Kirche mit Zukunft, die Liebe und Barmherzigkeit lebt.


    Meine Meinung:

    Wie bin ich zu dem Buch gekommen?

    Herr Oliver Ndjimi-Tschiede kann nach Ansbach am 01.03.2018 zu einer Autorenlesung. Er wurde vom Katholischen Bildungswerk Ansbach eingeladen. So wurde ich an dem Buch interessiert und konnte es dank Randomhouse zur Verfügung gestellt bekommen. Es war ein großes Erlebnis den Priester persönlich kennenzulernen. Auf diese Weise konnte ich schon einen Einblick in das Buch gewinnen und Hintergründe zur Entstehung aus erster Hand erfahren.


    Wie ist das Buch aufgeteilt?

    Nach dem Prolog ist das Buch in 8 Kapitel unterteilt. Diese führen den Leser in die Zeit, als der Priester Prof. Dr. Oliver Ndjimbi-Tschiende in Titmoning Gottesdienste hielt. Aus den dortigen Erfahrungen hat er seine eigenen Gedanken und Visionen dem Leser in den nächsten Kapiteln vorgestellt.
    Themen wie
    Was wäre, wenn Gott alle Menschen gleich erschaffen hätte?
    Wenn Priester heiraten dürften
    Wenn Gott eine Frau wäre?

    Wenn die Kirche wieder arm wäre
    Meine Vision von der Zukunft!


    Was besser sein könnte.
    Priester Oliver Ndjimibi-Tschiende hat einen Professor und Doktortitel. Er hat viel Hintergrundwissen und kann dieses den Lesern sehr gut und verständlich vermitteln. Gut, dass es solche Bücher gibt, die den Leser aufrütteln, dass die Kirche nicht alleiniges Wissen und Weltanschauung ist.

    Was ich aus diesem Buch lernen konnte:

    Vielleicht ist Gott eine Frau oder auch schwarz. Aber das ist nicht wesentlich. Der Autor stellt heraus, dass Gott alle Menschen gleich geschaffen hat und das größte Kapitel der Kirche nicht Gold und Geld, sondern Liebe und Barmherzigkeit darstellt. Die neue Vision, die in de Buch angesprochen wird, finde ich sehr spannend. Sicher wird es vielen Menschen nicht gefallen. Aber vieles was in der heutigen Kirche praktiziert ist, hat Jesus auch nicht so vorgelebt.

    Dank an Prof. Dr. Ndjimibi-Tschiende für die Mühe, damit Leser seine neue Vision vom Reich Gottes auf Erden erfahren können.
    Das Buch ist mutig und zukunftweisend. Es wird einen weiteren Baustein in der Geschichte der christlichen Kirche sein die gute Botschaft in der Welt zu verkünden.

    Fazit:
    Dieses Buch weckt Interesse an gesunder und frischer Ernährung. Sie ruft traditionelles Wintergemüse in Erinnerung und bietet gut schmeckende Rezepte dem Leser dar.

    Autor: Olivier Ndjimbi-Tshiende, geboren 1949 in Sintu in der Demokratischen Republik Kongo. Studium der Philosophie und Theologie in der Demokratischen Republik Kongo. 1979 Priesterweihe. Seit 2005 in Deutschland. Mehrere Pfarrleitungen, zuletzt bis Frühjahr 2016 in St. Martin Zorneding bei München. Zurzeit tätig in einem Forschungsprojekt der Universität Eichstätt.


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    theophilias avatar
    theophiliavor 4 Monaten
    nachdenklich - was könnte die Kirche von morgen sein?


    Klappentext vom Verlag:
    Er kam nicht als Flüchtling, sondern als Priester. Er ist kein Gefährder, sondern Gemeindepfarrer und Theologie-Professor. Doch 2016 zog Olivier Ndjimbi-Tshiende den Zorn einiger Zornedinger auf sich: Nach kritischen Äußerungen zu Vorkommnissen in der Gemeinde- und Flüchtlingspolitik war er unsäglichen Angriffen bis hin zu Morddrohungen ausgesetzt. Trotz vieler Solidaritätsbekundungen gab er sein Amt auf und zog sich zurück. Nach Monaten des Schweigens spricht er jetzt. Im Geiste Martin Luther Kings formuliert er in diesem Buch seinen Traum von einer Welt ohne Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Hass, von einer kraftvollen Vision des Christentums, von einer Kirche mit Zukunft, die Liebe und Barmherzigkeit lebt.

    Meine Meinung:
    Wie bin ich zu dem Buch gekommen?
    Herr Oliver Ndjimi-Tschiede kann nach Ansbach am 01.03.2018 zu einer Autorenlesung. Er wurde vom Katholischen Bildungswerk Ansbach eingeladen. So wurde ich an dem Buch interessiert und konnte es dank Randomhouse zur Verfügung gestellt bekommen. Es war ein großes Erlebnis den Priester persönlich kennenzulernen. Auf diese Weise konnte ich schon einen Einblick in das Buch gewinnen und Hintergründe zur Entstehung aus erster Hand erfahren.


    Wie ist das Buch aufgeteilt?
    Nach dem Prolog ist das Buch in 8 Kapitel unterteilt. Diese führen den Leser in die Zeit, als der Priester Prof. Dr. Oliver Ndjimbi-Tschiende in Titmoning Gottesdienste hielt. Aus den dortigen Erfahrungen hat er seine eigenen Gedanken und Visionen dem Leser in den nächsten Kapiteln vorgestellt.
    Themen wie
    Was wäre, wenn Gott alle Menschen gleich erschaffen hätte?
    Wenn Priester heiraten dürften
    Wenn Gott eine Frau wäre?

    Wenn die Kirche wieder arm wäre
    Meine Vision von der Zukunft!


    Was besser sein könnte.
    Priester Oliver Ndjimibi-Tschiende hat einen Professor und Doktortitel. Er hat viel Hintergrundwissen und kann dieses den Lesern sehr gut und verständlich vermitteln. Gut, dass es solche Bücher gibt, die den Leser aufrütteln, dass die Kirche nicht alleiniges Wissen und Weltanschauung ist.

    Was ich aus diesem Buch lernen konnte:
    Vielleicht ist Gott eine Frau oder auch schwarz. Aber das ist nicht wesentlich. Der Autor stellt heraus, dass Gott alle Menschen gleich geschaffen hat und das größte Kapitel der Kirche nicht Gold und Geld, sondern Liebe und Barmherzigkeit darstellt. Die neue Vision, die in de Buch angesprochen wird, finde ich sehr spannend. Sicher wird es vielen Menschen nicht gefallen. Aber vieles was in der heutigen Kirche praktiziert ist, hat Jesus auch nicht so vorgelebt.

    Dank an Prof. Dr. Ndjimibi-Tschiende für die Mühe, damit Leser seine neue Vision vom Reich Gottes auf Erden erfahren können.
    Das Buch ist mutig und zukunftweisend. Es wird einen weiteren Baustein in der Geschichte der christlichen Kirche sein die gute Botschaft in der Welt zu verkünden.

    Fazit:
    Dieses Buch weckt Interesse an gesunder und frischer Ernährung. Sie ruft traditionelles Wintergemüse in Erinnerung und bietet gut schmeckende Rezepte dem Leser dar.

    Autorin: Olivier Ndjimbi-Tshiende, geboren 1949 in Sintu in der Demokratischen Republik Kongo. Studium der Philosophie und Theologie in der Demokratischen Republik Kongo. 1979 Priesterweihe. Seit 2005 in Deutschland. Mehrere Pfarrleitungen, zuletzt bis Frühjahr 2016 in St. Martin Zorneding bei München. Zurzeit tätig in einem Forschungsprojekt der Universität Eichstätt.

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    strickleserlvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Pfarrer, der auch nach traurigen Erfahrungen an seinem Traum von Kirche festhält.
    Ich habe einen Traum…

    März 2016 verlässt Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende seine katholische Gemeinde im bayrischen Zorneding. Als schwarzer Pfarrer, der sich zudem nicht scheut seine Meinung zu sagen wenn es um Ungerechtigkeit und Fremdenhass geht, hat er sich Feinde gemacht. Obwohl der Großteil seiner Gemeinde hinter ihm steht, führen hasserfüllte Briefe und Morddrohungen dazu, dass er zurücktritt.

    Enttäuscht fragt er sich inwieweit die Institution Kirche einer solchen Unbarmherzigkeit Raum gibt. In diesem Buch setzt er sich mit der Frage auseinander, wie Kirche heute aussehen sollte.

    Was genau in Zorneding vorgefallen ist, wird im ersten Kapitel des Buchs ausführlich berichtet. Danach ergreift Pfarrer Olivier das Wort. „Was wäre wenn…“, so beginnen die nächsten sechs Kapitel, die seinen Traum von einer demütigen, barmherzigen und offenen Kirche beschreiben. Pfarrer Olivier erzählt jeweils am Anfang eines Kapitels, passend zum Thema, Erlebnisse aus seiner Kindheit in Kongo. Dann beschreibt er die Kirche seiner Träume, und begründet diesen Traum mit dem Vorbild Jesu. Er schreibt von einer Kirche, in der alle Menschen gleich sind, die arm ist, liebevoll und barmherzig; eine Kirche, in der Priester heiraten dürfen und auch Frauen als Priester ordiniert werden. Im letzten Kapitel fasst er seinen Traum zusammen. Es entsteht das Bild einer fröhlichen, liebevollen und warmherzigen Kirche.

    Pfarrer Olivier greift wichtige Themen auf, und in vielen Bereichen wäre eine Veränderung, wie er sie beschreibt, sicher dringend notwendig. Manchmal schießt er jedoch vielleicht über das Ziel hinaus. Er überlegt, dass Gott mehr weibliche Eigenschaften hat und fragt daher, „Was wäre wenn Gott eine Frau wäre?“ Und da der Mensch zum Bilde Gottes geschaffen wurde, und Evolutionisten sagen die Menschen waren am Anfang alle schwarz, kommt er zu dem Schluss, „Gott ist eine Frau, Gott ist schwarz.“ (Seite 166) Danach schreibt er jedoch, dass Gott bunt ist, wie ein Chamäleon, und unvorstellbar. Gerade, weil Gott unvorstellbar ist, ist wohl jeder Versuch ihn nach unseren menschlichen Kategorien zu definieren zum Scheitern verurteilt.

    Ein Pfarrer, der auch nach traurigen Erfahrungen an seinem Traum von Kirche festhält.

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    Mauelas avatar
    Mauelavor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Das Buch fordert auf sich einmal ehrlich mit der Bibel, den christlichen Werten und auch der eigenen Verhaltensweise auseinander zu setzen.
    Und wenn Gott schwarz wäre....

    Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit unabhängig davon welcher Religion man angehört, welche Hautfarbe oder auch welches Geschlecht man hat. Das sind Werte die im Grundgesetzt verankert sind. Soweit zur Theorie. In der Praxis sieht das leider oft nicht so aus. 

     
    Oliver Ndjimbi-Tshinende, der aus dem Kongo kam, um als Priester in einer katholischen Gemeinde in Bayern seinen Dienst anzutreten, hat erlebt, daß es mit der Gleichheit der Menschen manchmal auch im zivilisierten Abendland so seine Probleme gibt. Er ist kein Flüchtling, lebt nicht auf Staatskosten, spricht Deutsch und ist gebildet. Aber, und das ist wohl das Problem, er ist schwarz.
    Oliver stellt die provokante Frage, die sogleich auch Titel seines Buches ist, „Und wenn Gott schwarz wäre…“ und geht der Frage nach warum Menschen auf Grund ihrer Hautfarbe oder ihres Geschlechtes angegriffen und gepeinigt werden. Er selber, hat es am eigenen Leib erlebt. Er wurde bedroht, kritisiert und schließlich wurde im nach dem Leben getrachtet. Obwohl er lange durchhielt, hat er schlussendlich aufgegeben und seine Amt niedergelegt.

    In seinem Buch stellt er die Katholische Kirche und die Gläubigen auf den Prüfstand. Er setzt sich kritisch mit der Kirchengeschichte auseinander, zeigt mit dem Finger direkt auf die „morschen“ Stellen und geht hart mit der Kirche ins Gericht. So führt er zum Beispiel an, dass das Zölibat an keiner Stelle der Bibel erwähnt wird und dass das Armutgebot (Jesu und er reiche Jüngling) nicht nur falsch interpretiert wird, sondern auch noch von der Kirche umgangen wird, indem Reichtümer angehäuft werden, die ja aber nicht dem Einzelnen, sondern der Kirche gehören und damit keinen Reichtum für z.B. den einzelnen Priester darstellen. Aber er kritisiert nicht nur, er zeigt Lösungswege auf und fordert mit Gedankenanstößen den Leser auf, selber die Kirche, ihre Gläubigen und ihr Verhalten zu hinterfragen und mit den tatsächlichen Worten der Bibel zu vergleichen. 

    Er geht den Problemen auf den Grund und kommt zu der Auffassung, daß das Problem hauptsächlich daran liegt, dass das Wort Gottes in der Gesellschaft nicht mehr zählt, wir unsere geistigen und ethischen Wurzeln verloren haben und uns selbst nicht mehr achten. So wird es uns unmöglich unser Gegenüber zu achten und zu lieben und der Hass gewinnt Raum. 

    Schade ist jedoch, daß er sehr einseitig „katholisch“ argumentiert. Ich hätte mir gewünscht, daß am Anfang des Buches dieser Aspekt deutlicher hervorgehoben wird. Der Autor spricht von der Amtskirche, bezieht sich aber ausschließlich auf Praktiken der Katholischen Kirche. So wünscht er sich zum Beispiel in der Zukunft, dass Priester auch heiraten dürfen, erwähnt aber nicht, daß es das Zölibat nur in der Katholischen, nicht aber der Evangelischen Kirche gibt. Traurig finde ich auch, daß ein so leidenschaftlicher Verfechter von Gerechtigkeit und Glauben selber anscheinend bei einigen Dingen die Bibel nicht ganz so genau studiert hat, denn in der Bibel wird zum Beispiel nirgendwo gesagt, daß Kelch, Monstranz und Altar mit Heiligkeit verbunden seien (Seite 66). 

    Das Buch ist traurig, ehrlich und provokant und wird vielen in der Amtskirche nicht gefallen (Seite 7) und fordert doch auf sich einmal ehrlich und ganz intensiv mit der Bibel, den christlichen Werten und auch der eigenen Verhaltensweise auseinander zu setzten.

    Besonders wir als Christen müssen die Nähe der Verschiedenheit ertragen lernen und uns auf unsere Gemeinsamkeiten konzentrieren (Seite 45), nämlich unseren Glauben an den einen Gott. Und spätestens wenn wir den Glauben begriffen haben, dann können wir auch akzeptieren, daß alle Menschen Gott ähnlich sind, egal welche Hautfarbe der Einzelne hat und uns an dieser Verschiedenartigkeit freuen. 

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    Aischas avatar
    Aischavor 5 Monaten
    Kurzmeinung: fundiert begründetes Plädoyer für eine moderne, tolerante, nach vorne gewandte Kirche!
    Flammender Appell für eine moderne, barmherzige Kirche

    In Bayern dürfte Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende den meisten bekannt sein - nicht unbedingt namentlich, aber als der Zornedinger Geistliche, der in seinem Amt unmenschlichen, rassistischen Anfeindungen ausgesetzt war. Er hatte sich für eine menschlichere Flüchtlingspolitik eingesetzt und löste dadurch eine beispiellose Hetze auf ihn aus, auf deren Höhepunkt er letztlich sein Amt aufgab.

    Was mir nicht ganz klar war: Ndjimbi-Tshiende hatte für dieses Buch einen Co-Autor, Christoph Fasel. Dieser hat wohl auch den ersten Teil verfasst, denn dort wird über den afrikanisch-stämmigen Pfarrer in der dritten Person erzählt. Das hat mich anfangs sehr irritiert, da auf dem Cover ja nur er selbst als Autor genannt ist.
    Ndjimbi-Tshiende geht nicht direkt auf den Konflikt rund um seine Person ein, das hatte ich so nicht erwartet.
    Vielmehr schildert er seine Vision einer zeitgemäßen und dennoch ganz auf dem Evangelium basierenden christlichen Kirche. Einer Kirche, die mit ihrem Reichtum die Armut auf der Erde bekämpft, einer Kirche ohne den Zwang des Zölibats, einer Kirche, die auch weibliche Priester zulässt und natürlich auch: einer Kirche, sie sich aktiv gegen Rassismus einsetzt.
    Ich habe diese Forderungen nicht nur gerne gelesen (es ist alles auch für Laien sehr verständlich formuliert), sondern kann auch als Muslima nahezu alle Wünsche aus ganzem Herzen unterstützen.
    Möge das Buch viele Leser finden und die darin enthaltenen Vorschläge auch in der Amtskirche auf offene Ohren und Herzen stoßen!

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    Lealein1906vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Mutige Gedanken von einem schwarzen Pfarrer in Deutschland, der schon einiges erlebt hat.
    Was wäre wenn...

    Dieses Buch hat gleich zwei wichtige Funktionen. Zum einen erzählt es die interessante Geschichte von Olivier Ndjimbi-Tshiende, der als schwarzer Pfarrer in Zorneding tätig war. Doch dort wird er aus rasssistischen Motiven aus seinem Amt gedrängt (zum Glück gab es noch viele Gegenstimmen, aber leider waren diese machtlos. Das so etwas im 21. Jahrhundert in Deutschland passiert ist wirklich traurig!). Zum anderen schreibt Ndjimbi seine persönliche Gedanken zu verschiedenen Breichen auf, alle unter dem Motto: "Was wäre wenn..." Dabei plädiert er in acht Kapiteln für eine offenere und buntere Gesellschaft, die die christlichen Werte lebt und so zu sich selbstfindet. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück die Kirche zu kritisieren, die allzusehr an starren Gegebenheiten festhält.
    Dieses Buch ist einfach erfrischend, weil es so sehr die Probleme der Kirche und unsere Zeit auf den Punkt bringt und zeigt, wo wir ansetzen müssen.
    Der Schreibstil ist dem ganzen sehr angepasst, eher nüchtern, aber für ein Sachbuch genau richtig. Ich habe es wirklich genossen Ndjimbis Gedanken zu folgen und habe auch noch länger darüber nachgedacht. Das sind wirklich Punkte, die sich festsetzen.
    Ich hoffe, dass dieses Buch viel gelesen und dann auch gelebt wird und nicht einfach nur in irgendwelchen Archiven verstaubt. Was wir brauchen sind handlungsfähige Menschen, die etwas zum Guten verändern wollen.
    Danke Olivier, dass du diese Statements gesetzt hast!

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    Literaturtests avatar
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