Olivier Ndjimbi-Tshiende Und wenn Gott schwarz wäre ...

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Inhaltsangabe zu „Und wenn Gott schwarz wäre ...“ von Olivier Ndjimbi-Tshiende

»Aus ihrem Auftrag heraus ist die Kirche schon immer auch politisch tätig.« (Olivier Ndjimbi-Tshiende) Er kam nicht als Flüchtling, sondern als Priester. Er ist kein Gefährder, sondern Gemeindepfarrer und Theologie-Professor. Doch 2016 zog Olivier Ndjimbi-Tshiende den Zorn einiger Zornedinger auf sich: Nach kritischen Äußerungen zu Vorkommnissen in der Gemeinde- und Flüchtlingspolitik war er unsäglichen Angriffen bis hin zu Morddrohungen ausgesetzt. Trotz vieler Solidaritätsbekundungen gab er sein Amt auf und zog sich zurück. Nach Monaten des Schweigens spricht er jetzt. Im Geiste Martin Luther Kings formuliert er in diesem Buch seinen Traum von einer Welt ohne Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Hass, von einer kraftvollen Vision des Christentums, von einer Kirche mit Zukunft, die Liebe und Barmherzigkeit lebt.

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  • Nüchterner und gerade deswegen erschreckender Erlebnisbericht

    Und wenn Gott schwarz wäre ...

    michael_lehmann-pape

    28. September 2017 um 15:09

    Nüchterner und gerade deswegen erschreckender ErlebnisberichtZum besseren Verständnis auch des Titels kann dieser durchaus auch im übertragenen Sinne verstanden werden. Nicht von der Hautfarbe her, sondern von der inneren Haltung her verstanden. Und vielleicht nicht Gott selbst, sondern jener Gott, den die (im Buch vorrangig katholische) Kirche verkündet und praktisch „lebt“.Denn wer meinen könnte, dass „irgendwo im wilden Busch“ oder an besonders islamisch geprägten Ortschaften oder zumindest „weit weg“ ein katholischer Priester schwarzer Hautfarbe gefährlich lebt, der sollte das Buch mit besonders offenen Augen lesen.Denn nicht nur, dass Ndjimbi-Tshiende aufgrund seines „fremdartigen“ Aussehens (das spielte klar eine Rolle) und seiner klären, zugewandten, erkennbar theologisch Liberalen Haltung mitten in Bayern schwer unter Druck geriet (samt Bedrohungen seiner Unversehrtheit bis zu (Morddrohungen) und im Rahmen dieses zunehmenden Drucks seine Gemeinde verließ, auch der für ihn unbedingt zu erwartende Schutz durch seine „Institution“ und deren oberen Vertretern ließ zumindest an Vehemenz deutlich mangeln.„Denn (das Buch) legt den Finger in jene Wunden, die die Kirche sich selbst und ihren Gläubigen immer wieder geschlagen hat. Und weiter schlagen wird. Bis sie sich endlich verändert“.Sei es in ebenso aktuellen Veröffentlichungen, was das Verhältnis und die Bigotterie in Bezug auf Homosexualität offenlegen, sei es nun in Bezug auf diesen „schwarzen Priester“ in Zorneding, Bayern.Wobei schon die Rechtschreibung „Negger“ statt „Nigger“ die Richtung weist, wes Geistes Kinder diesem Pfarrer Olivier nach einer öffentlichen Parteinahme gegen Fremdenfeindlichkeit Drohungen ins Haus flattern ließen. Eine Haltung, die es just mit knapp 13 Prozent in die Volksvertretung des Landes zahlreich „geschafft“ hat.„Wir schicken Dich, Du……..nach Ausschwitz…..Hau ab!“.Ohne übrigens, als dass Pfarrer Olivier nun die Ortsgemeinde und deren Abläufe im Lauf der zurückliegenden Zeit seines Dienstes dort neu erfunden hätte. Taufen, Trauungen, Beerdigungen, Gottesdienste, eine ruhige Hand, eine Offenheit für die Anliegen der Mitarbeiter und Ehrenamtler der Gemeinde. Und doch. Das Eis ist dünn. Mit dem ersten Riss durch die Ortsvorsitzende der CSU im Ort. Zum Thema der damals in Scharen ins Land kommender Flüchtlinge.„Bayern wird in diesen Tagen überrannt“. Nein, nicht AFD Ton, konservative Kräfte machen sich eben Sorgen. Noch steht der Pfarrgemeinderat einstimmig gegen solche Äußerungen und auch Pfarrer Olivier meldet sich, durchaus maßvoll im Ton, für menschliche Werte als „Ermahnung durch Jesus“ zu Wort.„Oliveiras Stellungnahme ist höflich, aber bestimmt“.Und was genau daraus wird, Schritt für Schritt, das sollte jeder Leser selbst im Detail im Buch nachlesen. Am Ende der Lektüre verbleibt dann, dass sich führende Mitglieder der Gesellschaft, vor allem aber der Institution Kirche fast aktiv (ohne öffentliche Hetzte natürlich) am Scheitern des Pfarrers Olivier beteiligt haben. Dass „Gesetzte der Kirche“, im Buch theologisch dezidiert von „Geboten Jesu“ unterschieden, den Unterschied machen.Nicht die Botschaft des Evangeliums an sich, sondern, darin klagt das Buch an, „die katholische Kirche hat sich zu lange als Machtapparat verstanden“. Mit in Zorneding klar aus dieser Haltung heraus ableitbaren destruktiven Folgen für einen ihrer „Brüder“.Wie immer man am Ende dazu stehen mag und welche Argumente je überzeugen oder nicht, die Lektüre des Buches ist auf jeden Fall wichtig, um innerhalb der Kirche und in der Gesellschaft Strömungen deutlich zu erkennen, die sich mit der Botschaft der Bergpredigt nun wirklich nicht vereinbaren lassen.

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