American War

von Omar El Akkad 
3,5 Sterne bei52 Bewertungen
American War
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Positiv (29):
alina_kunterbunts avatar

Ein sehr bewegendes Buch, das einen sehr zum Nachdenken anregt.. muss ich jetzt erstmal verarbeiten diese Story.. beängstigend realistisch

Kritisch (9):
K

„Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg ...“

Alle 52 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "American War"

Sarat Chestnut aus Louisiana ist erst sechs Jahre alt, als 2074 der Zweite Amerikanische Bürgerkrieg ausbricht. Aber das kleine Mädchen weiß genau, dass Teile des Landes unter Wasser stehen und Drohnen den Himmel verdunkeln. Als ihr Vater auf tragische Weise umkommt, findet die Familie Zuflucht in einem Flüchtlingslager. Dort gerät die neugierige und wissenshungrige Sarat unter den Einfluss des mysteriösen Albert Gaines. Der Heranwachsenden wird klar, dass sie ihren eigenen Weg einschlagen muss. Schließlich radikalisiert sich Sarat und setzt mit einer verheerenden Tat das Leben aller aufs Spiel.

Ein mutiges und kraftvolles Buch – eine Familie inmitten von Drohnenangriffen, Selbstmordattentaten und den Folgen von Umweltkatastrophen. Was, wenn die erschütternde Realität der Gegenwart mit aller Gewalt in die USA zurückkehrt?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596299447
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:22.08.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 27.07.2017 bei Argon erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Euridikes avatar
    Euridikevor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Schade, dass die Hauptprotagonistin so farblos bleibt.
    Wie sieht die Zukunft unserer Enkel aus?

    Einerseits ist das Buch erschreckend realistisch geschrieben. Man kann sich vorstellen, dass die Ereignisse genauso passieren könnten.
    Andererseits fehlte doch irgendwie die Spannung und das Besondere , ich musste mich zwingen bis zum Ende durchzuhalten.
    Ich konnte zur Hauptprotagonistin Sarat keine wirkliche Beziehung aufbauen, sie war mir weder besonders sympathisch noch unsympathisch.  
    Deshalb vergebe ich nur drei Sterne.

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    K
    kvelvor 14 Tagen
    Kurzmeinung: „Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg ...“
    „Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg ...“

    Inhalt, gemäß Umschlaginnenseite:

    Amerika 2075 – der Albtraum ist wahr geworden. Der Meeresspiegel steigt, Millionen von Menschen fliehen ins Landesinnere. Der zweite amerikanische Bürgerkrieg spaltet das Land, die Südstaaten sind von Flüchtlingslagern übersät. In einem der Camps hat die Familie Chestnut nach dem tragischen Tod des Vaters Zuflucht gefunden. Zu Beginn des Krieges ist Tochter Sarat noch ein Kind, sie kennt nichts anderes als Stacheldraht und Trockennahrung. Der ältere Bruder Simon hat sich schon längst einer Rebellengruppe angeschlossen. Im Laufe der Jahre wird Sarat unter dem Einfluss des mysteriösen Albert Gaines ihren eigenen Weg einschlagen. Krieg, Korruption und Folter haben sie hart gemacht, und schließlich radikalisiert sich Sarat und setzt mit einer verheerenden Tat das Leben aller aufs Spiel.


    Text von der Buchrückseite:

    “American War“ - das Buch der Stunde. Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg und das dramatische Schicksal einer Familie.

    Was wird sein, wenn die erschütternde Realität der Kriege und die Folgen von Umweltkatastrophen mit aller Gewalt in die USA zurückkehren? Vor diesem Hintergrund entfaltet Omar El Akkad mit großer erzählerischer Kraft den erbitterten Kampf der jungen Sarat Chestnut, die beschließt, mit allen Mitteln für das Überleben zu kämpfen. Spannend bis zur letzten Seite, brisant und akutell.

    „Ein großartiger Roman.“ The new York Times

    „Ein Meisterwerk – prägnant, hellsichtig, kraftvoll.“ The Globe and Mail Toronto

    „Projizieren wir die aktuelle politische Debatte der USA in die Zukunft, dann landen wir genau bei dem, was wir in Omar El Akkad's Roman 'American War' lesen.“ The Washington Post

    „Ein Roman für alle, die die Trump-Ära umtreibt.“ Washington Post


    Meine Meinung:

    Ich muss gestehen, dass ich mich beim Kauf des Buches von den Inhalts- und Klappentexten habe leiten lassen.


    Das Buch ist meiner Meinung nach vom Marketing hochstilisiert, aber eigentlich nur ein mittelprächtiger Zukunftsroman – weder politisch ambitioniert noch sprach- oder erzähltechnisch eine Glanzleistung.


    Ich war zwar beim Lesen neugierig worauf die Story am Ende hinauslaufen würde, aber ehrlich gesagt, wurde mir beim Lesen zunehmend langweilig.
    Ein Grund war, dass ich die Zuordnung von Personengruppen und Ländern bzw. Regionen, nicht immer nachvollziehen konnte, obwohl auf den ersten Seiten Karten der Vereinigten Staaten und der Freien Südstaaten um 2075 dargestellt ist.


    Es war nicht so, dass es an Details gemangelt hätte; nein, der Autor hat vieles sehr detailliert – und gelungen - beschrieben:
    „In manchen Winterstürmen suchte die ganze Familie Zuflucht auf der Verandea; das Vordach hing durch, es tropfte, aber es ersparte ihnen den unerträglichen Lärm, der bei schwerem Regen im Inneren des Containers dröhnte, wie die Steeldrums bei einem Calypso.“ (S. 19)


    Aber die wichtigen logischen Zusammenhänge haben mir oftmals gefehlt.


    Mein größter Kritikpunkt ist, dass viele Handlungen der Figuren auf der Gefühlsebene dem Leser nicht erläutert wurden, so dass vieles für mich als Leser oftmals nicht nachvollziehbar blieb:
    Warum schloss sich der Bruder Simon den Rebellen an? Hatte er Langeweile? Hatte er einen neuen Freund oder eine besondere Bezugsperson bei den Rebellen gefunden? Oder war er von dessen Zielen überzeugt?

    Ähnliche Fragen stellten sich mir bei der Sinneswandlung von Sarat.


    Dazu möchte ich anmerken, dass die Story eigentlich aus der Sicht des Neffen nach dem Durchforsten von Sarats Nachlässen und anderen historischen Quellen viele Jahre nach den eigentlichen Ereignissen geschrieben wurde.
    Aber stilistisch wurde dies, meiner Meinung nach, nicht konsequent durchgehalten, so dass sich bei mir so einige Male Verwunderung einstellte.


    An einigen - wenigen - Stellen konnte der Autor mich mit seinem reflektierten Text positiv überraschen:

    „'Der Mann, der dieses Buch geschrieben hat, … Er ist der Sohn des ranghöchsten Generals der Blauen.' 'Wieso soll ich ein Buch von einem Nordstaatler lesen?', fragte Sarat. 'Ist doch sowieso alles nur gelogen.' … 'Dieser Mann hat sich vor kurzem entschlossen, in die Politik zu gehen, und wenn jemand wie er für ein höheres Amt kandidiert, ist es üblich, dass er eine große Zahl von Worten auf eine große Zahl von Seiten schreibt und dass er sein Bild auf den Umschlag setzt und das Ganze groß herausbringt. Wenn dann der Wahltag kommt, haben die, die ihre Stimme abgeben sollen, längst eine sorgsam frisierte Version seiner selbst vor Augen. Aber nicht deswegen lesen wir es. Wir lesen es, weil er unser Feind ist. Und die Hälfte dieses Buches, das angeblich von ihm handelt, handelt in Wirklichkeit von uns, weil wir seine Feinde sind. Wir lesen es, um zwischen den Zeilen zu lesen, und daraus erfahren wir, was er an uns fürchtet.'“ (S. 212)


    „Da Fremdenfeinlichkeit nach dem Schneeballprinzip funktioniert, empfand ich auch nichts außer Verachtung für die Flüchtlinge, die einer ohnehin überforderten Stadt zur Last fielen. Wir standen am Hafen und brüllten, sie sollten nach Hause gehen, obwohl wir genau wussten, dass ihr Zuhause in einem Seuchengebiet lag. Wir trugen Plakate, auf denen wir sie Terroristen und Verbrecher nannten, und wir verwüsteten die Heime, die sie aufnehmen sollten. Ich fühlte mich gut dabei, fühlte mich als Einheimischer; die Tatsache, dass sie nicht dazugehörten, gab mir selbst ein Gefühl der Zugehörigkeit.“ (S. 434).


    Aber dies reichte leider nicht, um mein Gesamturteil zu retten.

    Denn ich muss leider sagen, dass das Beste an dem Buch die Marketingtexte sind.


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    Alison_Frasers avatar
    Alison_Fraservor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Leider abgebrochen, da die Geschichte vor sich hin dümpelt.
    Viel verschenktes Potenzial.

    Ich hatte das Buch schon auf dem Schirm, als es letzten Sommer erschienen ist, nur hatte es sich bis jetzt nicht ergeben, es zu lesen. Letzte Woche habe ich endlich zugegriffen.

    Ich bin da absolut dem Hype aufgesessen, den die Literaturwelt veranstaltet hat.Ich wurde so neugierig, weil die Kritiker in dem Roman eine große Parallele der gesellschaftsspaltenden Trump-Ära sehen. Ich habe mir eine spannende Geschichte erhofft, leider wurde ich enttäuscht.

    Der Roman geht darum, dass die USA durch einen Bürgerkrieg zerfallen ist. Der Norden und der Süden sind bittere Rivalen, eine gesellschaftliche Ordnung existiert nicht mehr. Außerdem herrschen hohe Temparaturen und das Meer schlucht die Landschaften nach und nach. Europa ist unwichtig, China stachelt den amerikanischen Konflikt durch ihre Vormachtsstellung immer weiter an.

    Der Vater der Familie Chestnut kommt bei einem Bombenangriff ums Leben, die Familie flüchtet in ein Lager, damit die Kinder in Sicherheit sind. Sie erreichen das Lager bei ungefähr Seite 100, und von da an wird die Geschichte nur noch schleppend erzählt, von Spannung keine Spur mehr. Die Geschichte wird durch die Zeitsprünge und die daraus resultierenden Lücken nicht besser, sondern noch schlechter.

    Ich habe auch nicht verstanden, wieso nur die involvierten Staaten eine Rolle in der Dystopie spielen und die anderen Staaten wenn überhaupt nur am Rande erwähnt werden.

    Es passieren zuviele alltägliche Dinge, die nichts zum Fortschritt der Geschichte beitragen, die Umweld wird beschrieben, die Sonnenkollektoren auf dem Dach, die schottreifen Autos, an denen mensche Menschen festhalten. Stattdessen hätte ich mir einen Blick auf die Gesellschaft im Lager gewünscht, ich hätte gerne gewusst, wie die Menschen dort mit der Enge, den wenigen Ressourcen und der Entmenschlichung umgehen.

    Hier wurde so unglaublich viel Potenzial verschenkt, dass es fast eine Schande ist. Am liebsten würde ich das Buch uzmschreiben, auch wenn das anmaßend ist. Aber die Idee zur Geschichte ist klasse, nur wurde sie nicht gut umgesetzt.

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    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor 7 Monaten
    Für mich durchaus eine Art anspruchsvolles Endzeitbuch- wirkt sehr realistisch

    Das Buch spielt in der Zukunft der Erde. Amerika, die USA, befinden sich im Bürgerkrieg. Im Mittelpunkt steht für mich eine Familie aus dem Süden, die der Leser auf der Flucht und dann im Flüchtlingscamp und ihrem Leben dort begleitet. Wie geht es weiter für die Familie und die Welt?
    Für mich war das Lesen des Buches sehr intensiv. Ich finde, es ist dem Autor gelungen, die Beschreibungen der Geschichte so zu gestalten, dass ich als Leser das Gefühl hatte, es könnte wirklich so ablaufen oder passieren, diese Geschichte- das hatte Gänsehautfeeling.
    Sehr gelungen finde ich zu Beginn des Buches die Übersichtskarten aus Nordamerika. Aber auch die immer wieder im Buch auftauchenden, wie eine Art Dokumente wirkenden Texte, die die Entwicklung erzählen, das ist sehr intensiv und informiert den Leser über die Randbedingungen der Geschichte und des Verlauf des Krieges.
    Ich habe mich zu Beginn des Buches im Prolog gefragt, wer wohl „Sarat“ sein würde, da hier rückblickend die Figur erwähnt wird. Aber im Laufe des Buches erfährt der Leser Sarats Geschichte.
    Erschreckend zu lesen waren Dinge, die in diesem Bürgerkrieg der Bevölkerung angetan wurde. Die Entwicklung in Europa und dem nahem Osten, die Ideen, wie die Gesellschaft sich hier entwickelt, fand ich interessant und auch spannend zu lesen. Themen sind auch Umweltverschmutzung, Änderung des Klimas und die Auswirkungen auf die Menschen.
    Es ist ein Buch über einen Krieg in der Zukunft der USA, es ist auch immer wieder Gewalt ein Thema. Ich fand es war schon ein Buch, das auch die Aufmerksamkeit des Leser möchte, das liest nicht so locker leicht wie eine Art Thriller.
    Es ist schon erschreckend, weil es kommt auch so realistisch rüber beim Lesen. Die Beschreibungen der Flüchtlinge, die Rebellen, die Zustände in den Flüchtlingscamps. Das regt den Leser auf jeden Fall zum Nachdenken an.
    Ich brauchte zwischendurch immer mal ein wenig Lesepause und konnte dann gut weiterlesen.
    Für mich durchaus eine Art anspruchsvolles Endzeitbuch, eine Art sehr realistischer Thriller durchaus anspruchsvoll zu lesen, voller Details und sehr realistisch. Regt zum Nachdenken an.

    Kommentare: 2
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    nblogts avatar
    nblogtvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Das Buch ist über große Längen extrem spannend, verliert sich aber immer wieder in Nebensächlichkeiten!
    Ein Roman, der zum Nachdenken über "was könnte sein" anregt

    Ich bin auf "American War" in der Bücherei aufgrund des eindringlichen Covers und anschließend aufrund des Interesse weckenden Klappentexts aufmerksam geworden. Es wirkt auf den ersten Blick erschreckend lebensnah, so dass man sich die Gegebenheiten in einer nicht allzu fernen Zukunft durchaus vorstellen kann.Das Buch fängt direkt überaus dramatisch und spannend an, indem man direkt einen Eindruck über die herrschenden Zustände gibt und das ganze in eine turbulente Handlung einbettet. Man lernt die Charaktere und ihre Wesenszüge sehr schnell kennen, was es einem leicht macht ihre späteren Handlungen besser nachvollziehen zu können.Der Roman folgt der anfangs noch jungen Sarat Chesnut, die sich in den Wirren eines zukünftigen amerikanischen Bürgerkriegs plötzlich in einem Flüchtlingslager wiederfindet, dort aufwächst und durch die gegebenen Umstände und ihrer Art zu einer Überlebenskämpferin wird.
    Teils erschreckend lebensnah beschreibt Omar El Akkad die Geschehnisse, so dass man beim Lesen immer wieder ein bedrückendes Gefühl bekommt. Man kann sich alles bildlich vorstellen und wird so mitgerissen. Mit einem sehr mitreißenden Schreibstil erzeugt der Autor eine fast durchgehende Spannung, die er durch teils erschütternde Ereignisse immer wieder in die Höhe treibt.
    Sarat ist als Hauptfigur von Beginn an eine sehr willenstarke und eigensinnige Figur, der man ihre Handlungen abnimmt, auch wenn man sich mit denen nicht einverstanden erklären kann. Gerade dadurch, dass sie nicht stereotyp agiert, sondern sich von der Masse abhebt, wirkt sie glaubhaft und lebensnah.
    So gelungen ich auch die Schreibweise des Autors und die Wahl der Hauptfigur finde, so sehr muss ich leider auch inhaltliche Mängel und eine zwischenzeitlich zu sehr in die Länge gezogene Handlung kritisieren. Der Autor macht immer wieder große Zeitsprünge, ohne jedoch immer Bezug auf die Zwischenzeit zu nehmen. Dadurch musste ich mich an einigen Stellen erst wieder neu in die Handlung einlesen. Gleichzeitig widmet der Autor auch einzelnen Passagen meiner Ansicht nach zu viel Aufmerksamkeit, ohne dass die Handlung zum Gesamtgelingen des Romans viel beiträgt.Hier hätte ich mir mehr Fokus auf das Wesentliche gewünscht und gleichzeitig bei Zeitsprüngen, die durchaus notwendig für die Dauer der Ereignisse sind, auch das Einfließen der Ereignisse während der Zwischenzeit gewünscht.Des Weiteren hatte die Handlung, die gut 60-90 Jahre in der Zukunft spielt, auch inhaltliche Ungereimtheiten. Nicht alles machte wirklich einen Sinn. So wird oftmals nur beschrieben, dass der Süden aufgrund von Umweltkatastrophen quasi zum Dritteweltland mutiert ist. Oftmals werden die Südstaaten so beschrieben, dass sie ohne humanitäre Hilfe nicht überleben können. Das wirkte auf mich ein wenig zu übertrieben. So sehr ich die Gründe, die zur Entstehung des Konflikts geführt haben, nachvollziehen kann, so sehr werfen diese im Laufe des Geschehens aber auch durchaus Fragen auf. Die gesamte Handlung bezieht sich nur auf einzelne Bundesstaaten. Zwar wird am Rande auch erwähnt, was mit den anderen Staaten passiert. Jedoch wirkt es auf mich nicht besonders wahrscheinlich, dass diese im Laufe des Geschehens nicht auch zumindest teilweise involviert werden.
    Fazit:"American War" ist meiner Ansicht nach alles in Allem ein durchaus solider Roman, der bei mir allerdings er als guter Durchschnitt ankam. Er überzeugt mit einer überaus bildhaften Sprache und lebensnahen Figuren, schwächelt dann jedoch ein wenig bei der inhaltlichen Umsetzung der Handlung,Meiner Meinung nach sollte sich jeder seine eigene Meinung über diesen Roman machen, da er einen durchaus zum Nachdenken über ein "was könnte sein" anregt.
    Note: 3+

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    FrauSchafskis avatar
    FrauSchafskivor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Erschreckend nah an unserer Realität
    Wofür kämpfst Du?

    Wir schreiben das Jahr 2075. In Amerika herrscht Bürgerkrieg zwischen den „Freien Südstaaten“ und dem Norden. Städte wie New Orleans sind durch die Klimaerwärmung längst in den steigenden Meeresfluten verschwunden. South Carolina ist hermetisch abgeriegelt, nachdem eine von Menschen entwickelte Seuche die Bewohner befallen hat. Außer Kontrolle geratene Kampfdrohnen können jederzeit und überall Bomben abwerfen, Selbstmordanschläge sind an der Tagesordnung. Das ist der Rahmen, vor dem sich die Geschichte um das Schicksal der - zu diesem Zeitpunkt gerade einmal sechsjährigen - Sarat und ihrer Familie entwickelt.

     

    Nur sechs Jahre später wird sie mit ihrer Familie in einem Flüchtlingslager leben, nachdem ihr Vater dem Krieg zum Opfer gefallen ist. Armut, Entbehrung und Gewalt sind an der Tagesordnung und die ständige Angst, dass „die Blauen“ irgendwann in das Lager einfallen und alle töten könnten. All dieses Elend haben Sarat hart und gleichzeitig furchtlos gemacht. Der perfekte Nährboden für Albert Gaines, der Rebellen für die Sache des Südens rekrutiert. Sarat wird sich radikalisieren, wird selbst zur Rebellin werden und einen hohen Preis dafür zahlen.

     

    Dieser Roman ist beeindrucken und schockierend, scheint er doch nur einen Steinwurf von der Realität entfernt zu sein. Die Beschreibungen des Krieges und der Lebensumstände sind drastisch, schonungslos und brennen sich dem Leser tief ins Gedächtnis ein. Und am Ende bleibt vor allem eine große Frage übrig: Wofür das Ganze? Was für einen Sinn hat Krieg, außer der völligen Zerstörung von Systemen, Menschenleben, Natur und Hoffnung?

     

    Fazit: Absolut lesenswert und aktuell. Ich hatte etwas Probleme, die Zusammenhänge herzustellen, da ich nur bedingt in amerikanischer Geschichte bewandert bin. Auch Sarat bleibt dem Leser merkwürdig fremd, es ist kein echtes Einfühlen in sie möglich. Das ist so gewollt, da bin ich mir ganz sicher, jedoch blieben für mich ihre Entscheidungen nicht nachvollziehbar und letztlich hatte ich das Gefühl, dass sie für Nichts gekämpft hat. Vielleicht soll das auch so sein? Vier Sterne von mir, die aber sehr subjektiv vergeben wurden.

     

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    Bücherfüllhorn-Blogs avatar
    Bücherfüllhorn-Blogvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht einfach zu lesen: dystopische Zukunftsversion Amerikas und eine manipulierte Jugendliche die zur Killerin mutiert. Sollte jeder lesen
    Dystopische Zukunftsversion Amerikas und Radikalisierung von Kindern. Alarmstimmung.

    Kein „leichtes „ Buch, weder vom Inhalt noch vom Lesefluss. Gleich am Anfang hatte ich den Überblick über die Geografie, Grenzen und die Städte verloren: Welche ehemaligen US-Staaten gehörten zu den „Freien Südstaaten“, wer waren die Roten und die Blauen? Irgendwann habe ich es aufgegeben und einfach weiter „drüber hinweg“ gelesen. Das ging erstaunlich gut, weil diese Orte im Prinzip austauschbar sind, und genauso gut Namen aus unserer heutigen Zeit tragen könnten.

    Ebenfalls verwirrten mich die verschiedenen Einblicke durch Augenzeugenberichte, Protokolle, Nachrichten und Interviews zwischen den Kapiteln. Ich musste diese konzentriert lesen, um einen Bezug zur Geschichte herstellen zu können, aber die Gesamtheit und das Verständnis für diese Einfügungen kamen erst am Schluss vollständig zum Tragen.

    Der Inhalt machte mich nachdenklich und besorgt. Ich als Leser konnte anhand der ausführlichen Beschreibungen von Sarats Kindheit, den Erfahrungen im Flüchtlingslager, der Rekrutierung, dem Massaker, dem Widerstand, der Zeit in einem Gefangenen-Lager nachvollziehen, wie es zu ihrer „Radikalisierung“ kam. Die volle Wucht entfaltet sich im letzten Drittel. Dennoch bleibt ihr Charakter auch immer „eigen“, so einen kompletten Zugang zu ihr fand ich nicht.

    Dennoch konnte ich als Leser Sarats Entwicklung verstehen, ihren Weg, der eigentlich unausweichlich ist. Wie aus einem fast glücklichen Mädchen eine Killerin wurde. Die Frage ist, ob man als Leser den Weg bis zum Schluss „mit ihr geht“. Es wird hart werden, und eigentlich würde man ihr am liebsten zurufen „Lass es sein“. So bleibt nur Entsetzen übrig, aber keine langfristige Lösung.

    Die Geschichte enthält viele Bezüge zur heutigen Gegenwart. Es kommt einem bekannt vor, der Kampf und Krieg ums Öl, diverse Einreisebestimmungen gerade in Amerika unter Donald Trump, die Flüchtlingsströme, Flüchtlinge in Zeltstädten, Umweltkatastrophen und globale Erwärmung.

     

    Alles in allem: Die Geschichte entfaltet sich erst nach und nach und ist nicht einfach zu lesen. Die erzählerische Distanz zwischen dem Leser und der Hauptprotagonistin macht es einem schwer, sie zu mögen. Aber wie eine dystopische Zukunftsversion Amerikas aussieht und wie eine manipulierte Jugendliche zur Killerin mutiert, sollte jeden in Alarmstimmung versetzen.  

     

    Sterne: Ich habe zwischen vier und fünf Sternen geschwankt, weil ich den Erzählstil nicht so ganz packend und auch nur langsam einen Zugang zur Geschichte fand. Aber ich gebe nun fünf Sterne, da dieses Thema einfach zu wichtig ist. Ich hoffe das Buch findet viele Leser und regt zum nachdenken, diskutieren und erkennen an.

     

    Das Buch erschien am 27. Juli 2017

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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor 10 Monaten
    American War

    Lesegrund: 

    Die Thematik des Buches klang, für mich, richtig interessant und auch sehr aktuell. Aus diesem Grund war ich sehr gespannt, wie der Inhalt aussehen würde. 

     

    Handlung: 

    In diesem Buch geht es um die Protagonistin Sarat Chestnut. Sarat lebt in den USA. Die Geschichte beginnt im Jahr 2074 und spielt unter anderem während der Zeit des zweiten amerikanischen Bürgerkriegs. Ab dem Jahr 2050 wandte sich die Natur nicht nur einmal gegen Amerika und als Leser/Leserin erfährt man einige der schrecklichen Geschehnisse aus der Sicht von Sarat. Durch ihre Augen erlebt man eine schlimme Seuche und erschreckende Kriegsszenarien, aber Sarat ist entschlossen zu überleben ... 

     

    Schreibstil: 

    Der Schreibstil von Omar El Akkad ist eher einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen. Die Beschreibungen, auch grausamer Szenarien, sind detailliert und beschönigen nichts.

    Charaktere: 

    Die Ausarbeitung der Charaktere hat mich leider nicht komplett überzeugen können. Ich hätte mir bei manchen von ihnen mehr Tiefgang gewünscht, zum Beispiel bei der Protagonistin. Sarat wirkt auf den ersten Blick stark, aber im Verlauf kam mir nicht jede ihrer Reaktionen glaubwürdig vor. Das fand ich etwas schade. 

     

    Spannung: 

    Den Spannungsbogen hat Omar El Akkad gut gehalten. Allerdings überwiegen in der Geschichte die actionreichen und gewaltgefüllten Momente, deutlich über den reinen Spannungsmomenten. Dennoch war die Handlung schockierend, aber auch interessant gestaltet, sodass ich mit Eifer weitergelesen habe.

     

    Emotionen:   

    Allein schon die Buchidee und das Setting in einem Amerika der Zukunft fand ich grandios und sie vermittelten mir ein Dystopie - Gefühl. Die Emotionen in der Geschichte sind vielfältig und oftmals wirkten sie auch authentisch auf mich. Aber auch das Lesen des Buches brachte eine bunte Mischung an Gefühlen hervor. Der Autor arbeitet viel mit harten und gewaltbeladenen Szenarien, aber mit dem Wissen, dass es sowas durchaus auf der Welt gibt, hat es mir mehr als einmal eine Gänsehaut beschert. 

     

    "American War" hat mich durch die tolle Idee neugierig gemacht und mit dem Setting gut unterhalten. Leider waren mir manche Charaktere etwas zu blass, was auch die interessante und teilweise realitätsnahe Handlung nicht ganz aufwiegen konnte.

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    miau0815s avatar
    miau0815vor 10 Monaten
    Ein Blick in die Zukunft ...Gegenwart und Vergangenheit

    Dieses Buch wirkt auf den ersten Blick so weit weg und unmöglich und auf den zweiten erschreckend möglich.

    Es ist ein bisschen verkehrte Welt...das heute arme zerüttete Afrika ist jetzt ein reicher vereinter Staat, einer der führenden der Welt. Das heute so starke vereinte Amerika (USA), ist gespalten und vom Bürgerkrieg gezeichnet.
    Und warum? Wegen des Klimawandels! Der Klimawandel führt zum Krieg und spaltet die stolze Nation.

    Zunächst klingt das absurd nicht wahr? Aber in dieser Geschichte ist es sehr real verpackt und erscheint nach kurzer Lesedauer mehr als möglich.

    Diese futuristische Welt und ihr futuristischer Krieg sind aber nicht der Kern der Geschichte.
    Eigentlich geht es um Sarat, ein vom Krieg gezeichnetes Kind, Mädchen , Frau.
    Ihr Schicksal ließe sich mühelos in jedes Land, jeden Krieg, jedes Jahrzehnt verpflanzen.
    Es geht darum wie jede Chance und jeder Neuanfang vom krieg eingeholt wird und was er aus diesem kleinen neugierigen Mädchen macht.

    Ich habe das Buch gerne gelesen. Wie bereits gesagt, ist der Schauplatz und die Zeit weniger wichtig, jedoch sehr interessant. Was mich beim Lesen gestört hat war, dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass der Autor keine Lust mehr hat auf einen Geschichtenstrang. Sie werden lange aufgebaut und enden dann abrupt in ein paar Sätzen.

    Langweilig ist das Buch sicher nicht!

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    raven1711s avatar
    raven1711vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Wirkt erschreckend real
    Wirkt erschreckend real

    Rezension Omar El Akkad - American War

    Klappentext:
    »American War« - das Buch der Stunde. »Ein gewaltiger Roman«, schreibt die renommierteste Literaturkritikerin der USA, Michiko Kakutani. Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg und das dramatische Schicksal einer Familie. Was wird sein, wenn die erschütternde Realität der Gegenwart - Drohnenangriffe, Folter, Selbstmordattentate und die Folgen von Umweltkatastrophen - mit aller Gewalt in die USA zurückkehrt? Vor diesem Hintergrund entfaltet Omar El Akkad mit großer erzählerischer Kraft den dramatischen Kampf der jungen Sarat Chestnut, die beschließt, mit allen Mitteln für das Überleben zu kämpfen. »American War« ist in den USA ein literarisches Ereignis, das schon jetzt mit Cormac McCarthy »Die Straße« und Philip Roth »Verschwörung gegen Amerika« verglichen wird.

    Meinung:
    Die USA in einer nicht allzu fernen Zukunft: Der Meeresspiegel ist um einiges gestiegen, die Küstenlinien haben sich verändert. Ebenso die Aufteilung der Staaten in den USA. Teile des Südens und der Westküste gehören zum mexikanischen Protektorat und die Südstaaten wollen sich von den Nordstaaten abspalten. Ein Bürgerkrieg spaltet die Nation und mittendrin betrifft es eine kleine Familie besonders hart, als der Familienvater einem Attentat zum Opfer fällt. Die Familie Chestnut flieht in die Südstaaten und kommt in einem Flüchtlingslager unter. Doch das Leben dort ist nicht einfach. Nahrungsmittel sind rationiert, die Bildung für die Kinder nur mangelhaft. Und so wundert es kaum, dass der Sohn Simon sich den Rebellen anschließt, während seine jüngere Schwester Sarat sich radikalisieren lässt. Als die Kämpfe die Familie einholen, zeigt der Krieg sich von seiner schlimmsten Seite.
    In American War entwirft der Autor Omar El Akkad ein sehr erschreckendes Szenario, dass leider nur zu realistisch anmutet, sieht man sich das aktuelle Weltgeschehen an. Sei es ökologische Katastrophen, Regierungen, Auflagen und die Einstellungen in den Köpfen der Menschen, die Hintergründe zu American War findet man auch heute schon überall auf der Welt.
    Mit einer klaren Bildsprache und sehr fesselnd erzählt, schildert der Autor das Überleben und die Kämpfe seiner Figuren. Dabei ist er schonungslos in der Darstellung seiner Szenen, weiß aber auch Spannung aufzubauen und den Leser mit dem Schicksal seiner Protagonisten zu berühren.
    Als Leser erfährt man direkt zu Anfang, wie der Krieg ausgehen wird, umso schmerzlicher wirkt da all das Leid, dass die Familie Chestnut erdulden muss. Dabei sind die Familienmitglieder nicht immer sympathisch, aber sie sind authentisch und man kann sich als Leser nur zu gut in die Figuren hineinversetzen.

    Fazit:
    American War ist fesselnd und erschütternd. Die Geschichte bewegt und wirkt erschreckend real in dem Szenario, dass Omar El Akkad hier entworfen hat. Ein Roman, der deutlich zum Nachdenken anregt.
    Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

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    Pressestimmen

    […] ein Schocker […] samt einer Hauptfigur, der jungen Sarat Chestnut aus Lousiana, deren Schicksal der Menschheit schon jetzt eine Lehre sein sollte.

    Akkad verwandelt […] eine mögliche Zukunft in ein zwingendes Jetzt, Ferne in Nähe, fremdes Leid in unser Leid. Um mit literarischen Mitteln scheinbar Unaufhaltsames noch aufzuhalten.

    […] ein Roman […], der, obwohl er in der Zukunft spielt, direkt aus der politischen und kulturellen Gegenwart zu kommen scheint.

    Science Fiction? Es scheint als habe El Akkad die Gegenwart lediglich radikal und logisch weitergedacht.

    Akkad […] hat ein ausgeprägtes Gespür für Stimmungsumschwünge und Brüche in den Seelen seiner Figuren.

    weniger eine Science-Fiction-Story voller Anspielungen auf die Gegenwart als eine Art negativer Bildungsroman, eine Coming-of-Age-Geschichte mit umgekehrten Vorzeichen […] lustvoll dreht er den weltpolitischen Spieß um.

    El Akkads dystopische Umkehrung der weltpolitischen Verhältnisse, seine Erzählung vom Abstieg der USA hat eine Logik, der man sich in diesen Tagen nicht entziehen kann.

    Akkad entwirft ein albtraumhaftes Erzählbild mit äußerst kraftvollen Strichen - vielleicht ist es gerade dafür nun an der Zeit.

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