fischer baumler

Omar El Akkad American War

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Lovelybooks Bewertung

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Inhaltsangabe zu „American War“ von Omar El Akkad

'American War' - das Buch der Stunde. 'Ein gewaltiger Roman', schreibt die renommierteste Literaturkritikerin der USA, Michiko Kakutani. Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg und das dramatische Schicksal einer Familie. Was wird sein, wenn die erschütternde Realität der Gegenwart - Drohnenangriffe, Folter, Selbstmordattentate und die Folgen von Umweltkatastrophen - mit aller Gewalt in die USA zurückkehrt? Vor diesem Hintergrund entfaltet Omar El Akkad mit großer erzählerischer Kraft den dramatischen Kampf der jungen Sarat Chestnut, die beschließt, mit allen Mitteln für das Überleben zu kämpfen. 'American War' ist in den USA ein literarisches Ereignis, das schon jetzt mit Cormac McCarthy 'Die Straße' und Philip Roth 'Verschwörung gegen Amerika' verglichen wird.

Wirkt erschreckend real

— raven1711

Eine spannende Geschichte, eine ungemütliche Dystopie. Diese düstere Zukunftsvision braucht einige Zeit, aber dann hat sie mich gefesselt.

— -Leselust-

"Dies ist keine Geschichte über den Krieg. Es ist eine Geschichte über Zertörung." - Sehr gut umgesetzt!

— steffischultzzz

Erwartungen leider nicht erfüllt...

— schanja88

Ein spannendes, erschreckendes Buch, das durch seine Protagonisten Potenzial verschenkt.

— TamiraS

Eine düstere Zukunft, gerade für Amerika. Ein Buch das bewegt, schockiert und mich fesseln konnte. Lesen!

— Buecherseele79

Zu viele erzählerische Lücken für meinen Geschmack... - 2 Sterne

— AmiLee

Ein gutes Buch, aber nicht so ganz meins

— PagesofPaddy

Sehr interessantes Setting: Amerika im zweiten Bürgerkrieg, die Weltmacht liegt nun bei den arabischen Staaten und China. Düster und gut!

— TanyBee

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  • Rezensionen
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  • American War

    American War

    Kleine8310

    29. November 2017 um 23:29

    Lesegrund:  Die Thematik des Buches klang, für mich, richtig interessant und auch sehr aktuell. Aus diesem Grund war ich sehr gespannt, wie der Inhalt aussehen würde.    Handlung:  In diesem Buch geht es um die Protagonistin Sarat Chestnut. Sarat lebt in den USA. Die Geschichte beginnt im Jahr 2074 und spielt unter anderem während der Zeit des zweiten amerikanischen Bürgerkriegs. Ab dem Jahr 2050 wandte sich die Natur nicht nur einmal gegen Amerika und als Leser/Leserin erfährt man einige der schrecklichen Geschehnisse aus der Sicht von Sarat. Durch ihre Augen erlebt man eine schlimme Seuche und erschreckende Kriegsszenarien, aber Sarat ist entschlossen zu überleben ...    Schreibstil:  Der Schreibstil von Omar El Akkad ist eher einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen. Die Beschreibungen, auch grausamer Szenarien, sind detailliert und beschönigen nichts. Charaktere:  Die Ausarbeitung der Charaktere hat mich leider nicht komplett überzeugen können. Ich hätte mir bei manchen von ihnen mehr Tiefgang gewünscht, zum Beispiel bei der Protagonistin. Sarat wirkt auf den ersten Blick stark, aber im Verlauf kam mir nicht jede ihrer Reaktionen glaubwürdig vor. Das fand ich etwas schade.    Spannung:  Den Spannungsbogen hat Omar El Akkad gut gehalten. Allerdings überwiegen in der Geschichte die actionreichen und gewaltgefüllten Momente, deutlich über den reinen Spannungsmomenten. Dennoch war die Handlung schockierend, aber auch interessant gestaltet, sodass ich mit Eifer weitergelesen habe.   Emotionen:    Allein schon die Buchidee und das Setting in einem Amerika der Zukunft fand ich grandios und sie vermittelten mir ein Dystopie - Gefühl. Die Emotionen in der Geschichte sind vielfältig und oftmals wirkten sie auch authentisch auf mich. Aber auch das Lesen des Buches brachte eine bunte Mischung an Gefühlen hervor. Der Autor arbeitet viel mit harten und gewaltbeladenen Szenarien, aber mit dem Wissen, dass es sowas durchaus auf der Welt gibt, hat es mir mehr als einmal eine Gänsehaut beschert.    "American War" hat mich durch die tolle Idee neugierig gemacht und mit dem Setting gut unterhalten. Leider waren mir manche Charaktere etwas zu blass, was auch die interessante und teilweise realitätsnahe Handlung nicht ganz aufwiegen konnte.

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  • eBook Kommentar zu American War von Omar El Akkad

    American War

    Christoph Brod

    via eBook 'American War'

    dieses Buch hat mich tief beeindruckt . Es regt zum Nachdenken an und es zeigt beängstigtend klar wohin unsere Welt treibt, wenn wir uns alle nicht dramatisch in unserem Verhalten ändern .

    • 3
  • Ein Blick in die Zukunft ...Gegenwart und Vergangenheit

    American War

    miau0815

    19. November 2017 um 20:16

    Dieses Buch wirkt auf den ersten Blick so weit weg und unmöglich und auf den zweiten erschreckend möglich.Es ist ein bisschen verkehrte Welt...das heute arme zerüttete Afrika ist jetzt ein reicher vereinter Staat, einer der führenden der Welt. Das heute so starke vereinte Amerika (USA), ist gespalten und vom Bürgerkrieg gezeichnet.Und warum? Wegen des Klimawandels! Der Klimawandel führt zum Krieg und spaltet die stolze Nation. Zunächst klingt das absurd nicht wahr? Aber in dieser Geschichte ist es sehr real verpackt und erscheint nach kurzer Lesedauer mehr als möglich.Diese futuristische Welt und ihr futuristischer Krieg sind aber nicht der Kern der Geschichte. Eigentlich geht es um Sarat, ein vom Krieg gezeichnetes Kind, Mädchen , Frau.Ihr Schicksal ließe sich mühelos in jedes Land, jeden Krieg, jedes Jahrzehnt verpflanzen. Es geht darum wie jede Chance und jeder Neuanfang vom krieg eingeholt wird und was er aus diesem kleinen neugierigen Mädchen macht.Ich habe das Buch gerne gelesen. Wie bereits gesagt, ist der Schauplatz und die Zeit weniger wichtig, jedoch sehr interessant. Was mich beim Lesen gestört hat war, dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass der Autor keine Lust mehr hat auf einen Geschichtenstrang. Sie werden lange aufgebaut und enden dann abrupt in ein paar Sätzen.Langweilig ist das Buch sicher nicht!

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  • Wirkt erschreckend real

    American War

    raven1711

    10. November 2017 um 14:22

    Rezension Omar El Akkad - American War Klappentext:»American War« - das Buch der Stunde. »Ein gewaltiger Roman«, schreibt die renommierteste Literaturkritikerin der USA, Michiko Kakutani. Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg und das dramatische Schicksal einer Familie. Was wird sein, wenn die erschütternde Realität der Gegenwart - Drohnenangriffe, Folter, Selbstmordattentate und die Folgen von Umweltkatastrophen - mit aller Gewalt in die USA zurückkehrt? Vor diesem Hintergrund entfaltet Omar El Akkad mit großer erzählerischer Kraft den dramatischen Kampf der jungen Sarat Chestnut, die beschließt, mit allen Mitteln für das Überleben zu kämpfen. »American War« ist in den USA ein literarisches Ereignis, das schon jetzt mit Cormac McCarthy »Die Straße« und Philip Roth »Verschwörung gegen Amerika« verglichen wird.Meinung:Die USA in einer nicht allzu fernen Zukunft: Der Meeresspiegel ist um einiges gestiegen, die Küstenlinien haben sich verändert. Ebenso die Aufteilung der Staaten in den USA. Teile des Südens und der Westküste gehören zum mexikanischen Protektorat und die Südstaaten wollen sich von den Nordstaaten abspalten. Ein Bürgerkrieg spaltet die Nation und mittendrin betrifft es eine kleine Familie besonders hart, als der Familienvater einem Attentat zum Opfer fällt. Die Familie Chestnut flieht in die Südstaaten und kommt in einem Flüchtlingslager unter. Doch das Leben dort ist nicht einfach. Nahrungsmittel sind rationiert, die Bildung für die Kinder nur mangelhaft. Und so wundert es kaum, dass der Sohn Simon sich den Rebellen anschließt, während seine jüngere Schwester Sarat sich radikalisieren lässt. Als die Kämpfe die Familie einholen, zeigt der Krieg sich von seiner schlimmsten Seite.In American War entwirft der Autor Omar El Akkad ein sehr erschreckendes Szenario, dass leider nur zu realistisch anmutet, sieht man sich das aktuelle Weltgeschehen an. Sei es ökologische Katastrophen, Regierungen, Auflagen und die Einstellungen in den Köpfen der Menschen, die Hintergründe zu American War findet man auch heute schon überall auf der Welt.Mit einer klaren Bildsprache und sehr fesselnd erzählt, schildert der Autor das Überleben und die Kämpfe seiner Figuren. Dabei ist er schonungslos in der Darstellung seiner Szenen, weiß aber auch Spannung aufzubauen und den Leser mit dem Schicksal seiner Protagonisten zu berühren.Als Leser erfährt man direkt zu Anfang, wie der Krieg ausgehen wird, umso schmerzlicher wirkt da all das Leid, dass die Familie Chestnut erdulden muss. Dabei sind die Familienmitglieder nicht immer sympathisch, aber sie sind authentisch und man kann sich als Leser nur zu gut in die Figuren hineinversetzen. Fazit:American War ist fesselnd und erschütternd. Die Geschichte bewegt und wirkt erschreckend real in dem Szenario, dass Omar El Akkad hier entworfen hat. Ein Roman, der deutlich zum Nachdenken anregt.Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 20.10.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   259 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  691 Punkte Beust                                          ---   352 Punkte Bibliomania                               ---   233 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  444,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 285 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   154,5 Punkte Code-between-lines                ---  154 Punkte DieBerta                                    ---   ?  Punkteeilatan123                                 ---   80 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   216 Punkte Frenx51                                     ---  103 Punkte glanzente                                  ---   94 Punkte GrOtEsQuE                               ---   84 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   181 Punkte Hortensia13                             ---   148 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  191 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   135 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   88 Punkte Katykate                                  ---   121 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   145 Punkte Kuhni77                                   ---   129 Punkte KymLuca                                  ---   110 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   285 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   257 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  148 Punkte Nelebooks                               ---  245 Punkte niknak                                       ----  313 Punkte nordfrau                                   ---   143 Punkte PMelittaM                                 ---   242 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   132 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 76 PunkteSandkuchen                              ---   241 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   195 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   315 Punkte SomeBody                                ---   189,5 Punkte Sommerleser                           ---   215 Punkte StefanieFreigericht                  ---   236,5 Punkte tlow                                            ---   165 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   97 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   184 Punkte Yolande                                       --   189 Punkte

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    • 2581
  • Ein Blick in die Zukunft ...Gegenwart und Vergangenheit

    American War

    miau0815

    23. September 2017 um 08:02

    Dieses Buch wirkt auf den ersten Blick so weit weg und unmöglich und auf den zweiten erschreckend möglich.Es ist ein bisschen verkehrte Welt...das heute arme zerüttete Afrika ist jetzt ein reicher vereinter Staat, einer der führenden der Welt. Das heute so starke vereinte Amerika (USA), ist gespalten und vom Bürgerkrieg gezeichnet.Und warum? Wegen des Klimawandels! Der Klimawandel führt zum Krieg und spaltet die stolze Nation. Zunächst klingt das absurd nicht wahr? Aber in dieser Geschichte ist es sehr real verpackt und erscheint nach kurzer Lesedauer mehr als möglich.Diese futuristische Welt und ihr futuristischer Krieg sind aber nicht der Kern der Geschichte. Eigentlich geht es um Sarat, ein vom Krieg gezeichnetes Kind, Mädchen , Frau.Ihr Schicksal ließe sich mühelos in jedes Land, jeden Krieg, jedes Jahrzehnt verpflanzen. Es geht darum wie jede Chance und jeder Neuanfang vom krieg eingeholt wird und was er aus diesem kleinen neugierigen Mädchen macht.Ich habe das Buch gerne gelesen. Wie bereits gesagt, ist der Schauplatz und die Zeit weniger wichtig, jedoch sehr interessant. Was mich beim Lesen gestört hat war, dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass der Autor keine Lust mehr hat auf einen Geschichtenstrang. Sie werden lange aufgebaut und enden dann abrupt in ein paar Sätzen.Langweilig ist das Buch sicher nicht!

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  • Eine erschreckende Zukunftsvision oder: Wenn Autoren uns den Spiegel vorhalten

    American War

    TamiraS

    17. September 2017 um 21:19

    Wir befinden uns in der Geschichte im Süden der ehemaligen USA gegen Endes der zweiten Hälfte des 21. Jh.Norden und Süden sind in Blaue und Rote aufgeteilt und befinden sich seit Jahren im Bürgerkrieg. Die USA verbot aufgrund einer zurückliegenden Naturkatastrophe, die große Teile der südlichen USA dauerhaft unter Wasser gesetzt hat, sowie des stetig steigenden Meeresspiegels, die Verwendung umweltschädigender Treib- und Brennstoffe. Doch der Süden sah sich dadurch in seiner Freiheit stark eingeschränkt und spaltete sich ab, was zu einem noch immer währenden Bürgerkrieg führte.Soweit das Setting.Wir begleiten unsere Protagonistin Sarat ab ihrem sechsten Lebensjahr, die in einem Teil von Louisiana aufgewachsen ist, der sich auf keine Seite des Bürgerkriegs stellt - zumindest nicht eindeutig, obwohl ihre Sympathie eindeutig dem Süden gilt - für viele Jahre. Ihre Kindheit, obwohl die Familie sehr arm ist, läuft mehr oder weniger friedlich ab - bis ihr Vater während einer Reise durch ein Attentat der eigenen Leute, den Südstaatlern, ermordet wird. Die restliche Familie - Sarat's Zwillingsschwester, ihr älterer Bruder und ihre Mutter - flieht in ein Flüchtlingslager. Doch das Land befindet sich im offenen Krieg und wie wir leider alles wissen, bleibt der Krieg niemals nur auf dem Schlachtfeld.Die Geschichte punktet eindeutig mit einem spannenden und sehr erschreckenden Setting, denn sie spielt gerade weit genug in der Zukunft, dass es vorstellbar wäre, dass das Öl, der Treibhauseffekt und die allgemeine Umweltverschmutzung einen grausamen Tribut fordern - jedoch nicht weit genug, um einen davon zu überzeugen, dass es einen selbst auf jeden Fall nicht mehr betreffen wird. Die Story ist somit sehr glaubhaft und der Autor schaffte es während der kompletten Geschichte, dass ich mich sehr unwohl fühlte und, wenn auch nicht Angst, so doch gelegentliches Schauern verspürte.Leider, leider jedoch, schaffte es El Akkad nicht, dass American War zu einem Higlight für mich wurde. Und das liegt ganz eindeutig an zwei Dingen.1) Die PersonenSarat wirkt bereits als kleines Kind extrem gefühlskalt. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt Sympathie für sie übrig, teilweise war mir ihr Leben sogar regelrecht egal, obwohl sie wirklich furchtbare Dinge durchleiden musste. Da die komplette Geschichte jedoch - vom Ende und dem letzten Perspektivwechsel einmal abgesehen - aus ihrer Sicht erzählt wird, blieb ich die ganze Zeit über nur ein Beobachter. Ich verspürte, obwohl mich das Setting teilweise wirklich erschreckte, keinerlei Angst um Ihr Leben. Später fing ich sogar an, sie regelrecht zu hassen. (Alle, die die Geschichte gelesen haben, wissen sicher, weshalb)Dass es El Akkad besser kann zeigt sich, als sich die Perspektive wechselt und aus der Sicht des Icherzählers weiter erzählt wird. Hier liegen mir plötzlich die Protagonisten, wenn auch nicht sehr, zumindest ein wenig am Herzen.2) Das VerweilenIch habe das Gefühl, der Autor hielt sich bei seiner Geschichte ein wenig zu sehr an die Regel Nummer 1: Alles, wie nur irgend möglich, kürzen.Dadurch wirken viele Situationen äußerst kühl und verlieren trotz eindeutigen Schreckens an Kraft.Ein Beispiel:In der Mitte des Buchs befinden wir uns im Publikum einer Arena. Gladiatoren kämpfen, wenn auch nicht unbedingt um Leben und Tod, so doch um Ruhm und körperliche Unversehrtheit gegeneinander. Man lernt kurz den Underdog und den Titelverteidiger kennen, sogar namentlich, verlässt jedoch nach Ende des Kampfes sofort die Arena und kehrt weder zu ihr, noch zu Siegern und Verlierern zurück. Da fragt man sich als Leser: Was wollte mir der Autor den hiermit sagen, was er nicht auch mit einem Satz hätte tun können?Das ist sehr schade, denn ich denke, dass die Geschichte das Potential zu einem Highlight gehabt hätte, hätte der Autor nicht so viel Angst davor gehabt, zu schwafeln und mehr auf seine Protagonisten eingegangen wäre. So bleibt eine Geschichte, die zwar aus dem Einheitsbrei eindeutig heraussticht und es sich traut, sich nicht "in einer unbekannten Zeit in einem unbekannten Land" anzusiedeln, sondern Nägeln mit Köpfen macht, weshalb und wie es zur Katastrophe gekommen ist, leider jedoch nicht weit genug geht, um ein All-Time-Favorit zu werden.

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  • Drei bis dreieinhalb Sterne für Omar El Akkads düstere Zukunftsvision

    American War

    sapperlot

    16. September 2017 um 10:35

    An diesem Buch kam ich in den letzten paar Monaten nicht vorbei. Egal ob in der Buchhandlung oder im Internet, das Buch war omnipräsent und wurde mir laufend zum Kauf vorgeschlagen. Die guten Bewertungen haben mich dann schussendlich zum Erwerb bewogen. Jetzt nach der Lektüre bin ich in meiner Meinung etwas unschlüssig und alles andere als sicher wie ich es bewerten soll. Ich habe ein paar wirklich gute und fundierte Rezensionen anderer Leser gelesen. Nun frage ich mich, warum die Geschichte mich nicht restlos überzeugen konnte. Es ist zweifellos ein gutes Buch aber zu einem hymnischen Meinungsäusserung lasse ich mich nicht verleiten.Die Idee einen Endzeit Roman zu schreiben, der fünfzig Jahre in der Zukunft angesiedelt ist, der während und nach dem zweiten amerikanischen Bürgerkrieg spielt finde ich interessant. Wieder sind es ein paar Staaten im Süden die mit dem Norden im Krieg stehen. Die Klimaveränderungen haben das ihre zu dieser misslichen Lage beigetragen. Die Geschichte baut sich rund um Sarat Chestnut auf, die als kleines Mädchen mit ihrer Familie in ein Flüchtlingslager ziehen muss. Dort trifft sie auf mehrere Personen die mal nur eine kleine Episode in ihrem Leben spielen und mal auf Figuren die sie in ihrer Entwicklung und Gesinnung nachhaltig beeinflussen. Und das nicht unbedingt zu ihrem Guten, denn sie radikalisiert sich zusehends und als Leser spürt man, dass dieser Roman auf einen dramatischen Schluss zusteuert.Der Roman beginnt für mich erst ab Seite 99 richtig interessant zu werden. Die vorherigen Seiten benötigt der Autor um sein Schreckensszenario den Lesern begreiflich zu machen. Für mich zieht sich dieser Teil etwas langsam dahin und meine Vorfreude wurde da etwas gedämpft. Die Zeit mit Sarat im Flüchtlingscamp ist dann spannend und man merkt wie sie sich Leitpersonen sucht und an ihnen orientiert. Sie ganz Kind in einer desaströsen Lage, gefangen in der Eintönigkeit des Alltags. Soweit alles in Ordnung. Die grossen Zeitsprünge innerhalb der Geschichte verhindern, dass es ein Entwicklungsroman wird. Mit zunehmender Lesedauer erscheinen mir die Figuren mehr und mehr nur als Mittel zum Zweck vom Omar El Akkads düsterer Zukunftsvision. Und das ist mein zweiter Dämpfer. Die Bindung zu den Protagonisten bleibt irgendwie auf der Strecke. Mein Drang in diesem Buch zu lesen köchelt zusehends auf kleiner Flamme dahin. Ich habe mehr als 10 Tage gebraucht um diesen Roman zu lesen und das ist für mich als Vielleser eine verdammt lange Zeitspanne.Fazit: Eine Geschichte mit interessanter Thematik die aber stellenweise etwas unausgegoren wirkt. Schade das primär nur mein Kopf und Verstand angesprochen wird aber mein Bauchgefühl aussen vor bleiben muss. Die, zugegebenermassen sehr hohe, Erwartungshaltung konnte die Geschichte nicht erfüllen. Deshalb die ehrliche drei bis dreieinhalb Sterne-Wertung.

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  • Leben zerstören

    American War

    dominona

    13. September 2017 um 11:40

    Wir bekommen es hier mit einer Dystopie zu tun.Es tobt ein zweiter Bürgerkrieg, weil sich die freien Südstaaten im Jahr 2057 weigern, fossile Brennstoffe nicht länger zu benutzen und wir sehen ein Land zerbrechen, alles anhand einer Familie, die unfreiwillig wichtig für den Krieg wird.Mich hat das Buch berührt und ich habe mir viele Zitate notiert. Der Hunger nach Rache und die Bereitschaft so viele unschuldige Leben auszulöschen hat mich immer wieder erschreckt, genauso wie das, was man einem Menschen antun kann. Auch der Klimawandel wird hier behandelt und dementsprechend die Idee, wie es in der Zeit zwischen 2057 und 2095 in Amerika aussehen könnte, was ich recht interessant fand, wobei ich nicht beurteilen kann, wie plausibel das Geschilderte ist.Wer Familiengeschichten mag, der sollte zugreifen.

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  • Bürgerkrieg 2.0

    American War

    Buecherseele79

    11. September 2017 um 14:40

    Amerika 2075- der Klimawandel hat sich bewahrheitet und Menschen an Küsten und Flüssen flüchten ins Landesinnere.Gleichzeitig führen die Süd- und Nordstaaten einen erbitterten Bürgerkrieg der vielen Menschen das Leben kostet, die Rebellengruppen auf beiden Seiten sind für zahllose, grausame Anschläge verantwortlich.In dieser Welt lebt das Mädchen Sarat mit ihrer Schwester Diana und ihrem Bruder Simon sowie den Eltern.Nach dem Tod des Vaters beschliesst die Mutter zu handeln und nimmt den weiten Weg auf sich- zusammen mit den Kindern flüchtet sie in eines der Flüchtlingslager die heillos überfordert und überfüllt sind...Im Alltagstrott des Lagers versucht Sarat sich zu beschäftigen während ihr Bruder sich einer Rebellengruppe anschliesst...und Sarat selbst lernt Albert Gaines kennen...einen älteren Herren aus der "alten" Zeit als die Welt noch in Ordnung war... der sie mit Informationen und Büchern über die alte und neue Weltordnung versorgt und damit auf fruchtbaren Boden fällt....Ein Buch was mir von einem Autor empfohlen wurde, der Titel und alleine das Cover haben ihr übriges getan!Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich, zu Beginn war es etwas schwierig zu verstehen wer jetzt gegen wen und warum Krieg führt, mit der Zeit verschwinden diese Linien aber und der Autor zeichnet ein klares und erschreckendes Bild über ein Amerika im Jahre 2075.Die Protagonisten sind in ihrer Entwicklung sehr unterschiedlich und werden durch ihre Erfahrungen stark geprägt was dieses Buch zu einem sehr besonderen Leseerlebnis werden lässt.Der Augenmerk liegt auf Sarat die von einem unschuldigen Kind den Krieg im Lager kennenlernt und durch ihren Mentor dann einen eigenen Blickwinkel entwickelt der ihr aber doch vorgeben wird, die Entwicklung ab diesem Zeitpunkt bleibt bis zum Ende des Buches spannend, erschreckend, mitfühlend, sprachlos.Wie sehr die Menschen auf eigene Vorteile bedacht sind, wie gewissenlos Krieg geführt wird, vorallem mit welchen Mitteln die jedem Recht erscheinen machen diesen dystopischer Roman zu einem Must-Read 2017.Wenn man die Entwicklungen derzeit in Amerika verfolgt ist es oft so dass man beim Lesen denkt- das wird so eintreffen, für dies und jenes sind die Wege ja schon fast gelegt worden.Ein Amerika welches vielleicht gar nicht mehr soweit entfernt liegt von diesem Roman und man möchte fast beten dass dies nicht so eintreffen wird.Ein Roman der mich sehr bewegt und nachdenklich zurückgelassen hat, von daher kann ich eine ganze klare Leseempfehlung aussprechen.

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    • 3
  • Rüttelt auf und regt zum Nachdenken an

    American War

    Ani

    10. September 2017 um 18:17

    Sara T Chestnut, genannt Sarat, wächst während des zweiten amerikanischen Bürgerkriegs auf. Die Auswirkungen des Klimawandels sind deutlich spürbar und die Gefahr durch den Krieg ist allgegenwärtig. Dennoch führt Sarat gemeinsam mit ihren Eltern, ihrem Bruder und ihrer Zwillingsschwester ein relativ glückliches Leben. Das ändert sich allerdings schlagartig, als ihr Vater Opfer eines Selbstmordanschlags wird und die Mutter mit ihnen die Heimat verlässt, um im Flüchtlingslager Camp Patience unterzukommen. Die riesige Zeltstadt vermittelt der Familie ein wenig Sicherheit, auch wenn das Leben dort eintönig ist. Sarats Familie verbringt einige Jahre in dem Camp, bevor sich die vermeintliche Sicherheit als trügerisch erweist... "American War" ist ein dystopischer Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg. Die Gegner bekämpfen sich mit allen Mitteln. Krieg, Terrorismus, Selbstmordattentate, Folter, Drohnenangriffe, Hass, Rache und die Auswirkungen des Klimawandels sind nur einige Beispiele für den Hintergrund dieser Geschichte. Im Mittelpunkt steht die Hauptprotagonistin Sarat. Man beobachtet, wie sie in dieser Welt lebt, mit welchen Schicksalsschlägen sie konfrontiert wird und welche Auswirkungen diese Erlebnisse auf ihr Leben und den Krieg haben. Sarat ist eine Protagonistin, die zunächst sehr kindlich und naiv scheint, doch im Lauf der Zeit macht sie eine glaubhafte Wandlung durch, der man gebannt folgt.  Dem Autor gelingt es hervorragend, das düstere Zukunftsbild zu beschreiben. Man kann sich das zerrüttete Amerika, die damit verbundene Gefahren und die Auswirkungen auf das Klima genau vorstellen und verfolgt deshalb fasziniert den Verlauf der Handlung. Das, was der Autor dort beschreibt, scheint gar nicht so abwegig zu sein und deshalb hat man beim Lesen das ungute Gefühl, dass es tatsächlich dazu kommen könnte.  "American War" rüttelt auf und regt zum Nachdenken an.  Obwohl die Thematik dieses Buchs nicht unbedingt leicht zu lesen ist, konnte ich mich nach einer kurzen Eingewöhnungszeit kaum noch davon lösen. Ich habe fasziniert Sarats Geschichte verfolgt und mochte manchmal kaum glauben, was ich dort las. "American War" hat mich berührt um zum Nachdenken angeregt. Deshalb wird mir dieser Roman noch lange in Erinnerung bleiben.  

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  • American War

    American War

    Shadow2709

    05. September 2017 um 13:20

    Das Drama einer Familiengeschichte im zweiten Bürgerkrieg der USA. Ich muss ehrlich sagen ich war irgendwie enttäuscht, was wohl daran liegt das die Geschichte die durchaus gut ist einfach ihre für mich Logiklücken hat. Die Geschichte der Sarat Chestnut spiet in einem fernen Amerika ende dieses Jahrunderts und doch, der Klimawandel hat die Welt verändert, alle anderen Länder sind irgendwie voran gekommen nur die USA ist hängengeblieben. Das kann ich dann doch nicht so wirklich glauben. Meiner Meinung nach hätte der Autor es nicht so weit in der Zukunft spielen lassen sollen sondern eher im hier und jetzt, dann wäre es zumindest in meinen Augen glaubwürdiger. Was er allerdings wirklich gut gemacht hat, war die Entwicklung und der Ausbau der Charaktere und für mich haben eben diese das Buch dann noch gerettet. Für ein Erstlings  Werk ok.

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  • Ein dystopischer Roman, bei dem die Gegenwart die Grundlage bildet

    American War

    HibiscusFlower

    01. September 2017 um 14:31

    Klappentext des Verlages:Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg und das dramatische Schicksal einer Familie. Was wird sein, wenn die erschütternde Realität der Gegenwart - Drohnenangriffe, Folter, Selbstmordattentate und die Folgen von Umweltkatastrophen - mit aller Gewalt in die USA zurückkehrt? Vor diesem Hintergrund entfaltet Omar El Akkad mit großer erzählerischer Kraft den dramatischen Kampf der jungen Sarat Chestnut, die beschließt, mit allen Mitteln für das Überleben zu kämpfen."Dies ist keine Geschichte über den Krieg. Dies ist eine Geschichte über Zerstörung." (S. 13)Aufgeweckt, neugierig, stets auf Abenteuer aus - im Jahr 2075, eingehüllt in die Geborgenheit ihrer Familie, begegnen die LeserInnen einem sechsjährigen Mädchen, das noch von sich behaupten kann, glücklich zu sein. Obwohl Amerika durch den zweiten Bürgerkrieg auseinandergerissen wird, wächst Sara T. Chestnut, genannt Sarat, mit ihren Geschwistern Dana und Simon zunächst unbeschwert heran, bis ihr Vater Benjamin bei einem Selbstmordattentat um´s Leben kommt. Ab diesem Zeitpunkt ist es an ihrer Mutter Martina für die Sicherheit der Kinder zu sorgen, die sie im Flüchtlingslager Camp Patience zu finden hofft. Die riesige Zeltstadt wird zu einem Ort, der neben den Chestnuts sehr vielen Menschen Ruhe, Schutz und Nahrung bietet. Doch letztendlich sitzen sie alle fest."Dass Einzige, was wir gemeinsam haben, ist, dass wir Verlierer im selben Krieg sind." (S. 199)Das Gefühl der Sicherheit erweist sich mit dem Verlauf als trügerisch und findet ein abruptes, ja abscheuliches Ende, das erschüttert. Doch selbst danach geht das Leben weiter. Gleiches trifft auf den Krieg zu, in dem Menschen angeworben werden oder sich freiwillig melden, um für etwas zu kämpfen, was schon lang nicht mehr in ihrer Hand liegt. Während China Hilfsgüter nach Amerika sendet, hat eine Vereinigung aus mehreren Staaten - das Bouazizi-Reich - eine Macht erlangt, die das Weltgeschehen beeinflussen kann und diese auch nutzt, wenn auch geschickt verdeckt.Der Klimawandel samt Naturkatastrophen und der Flucht davor - ein Krieg mit Gewalt, Folter, Drohnenangriffen, Selbstmordattentaten, Lügen, Terrorismus, Arroganz und den Menschen, die dem zu entfliehen versuchen - all dies hat Omar El Akkad in sein Debüt - ein dystopischer Roman, der die Gegenwart, wenn auch in vertauschten Rollen, lautstark zur Sprache bringt - gepackt. Es ist nicht der Krieg - entfacht durch die stark unterschiedlichen Meinungung von Norden und Süden Amerikas über den Verzicht fossiler Brennstoffe - der hier im Vordergrund steht. Hier kämpfen nicht einfach nur die Blauen (Norden) gegen die Roten (Süden) oder die Roten gegen die Blauen. Hier geht es um eine Zerstörung, die vor nichts halt macht, die kein Gewissen hat, die von Hass erfüllt und auf Rache aus ist."Für Sarat Chestnut war die Rechnung ganz einfach: der Feind hatte ihren Leuten etwas angetan, und dafür würde sie nun dem Feind etwas antun." (S. 199)Kann man als LeserIn Sympathie für eine Protagonistin empfinden, bei der man verfolgen muss, wie aus einem unbeschwerten, glücklichen Mädchen ein Monster wird? Oder liegt dem Autor diese fern und ist viel eher darauf aus, dass man am Schein vorbeischaut und sich fragt, was diese erschütternden Ereignisse, diese Zerstörung bei einem selbst angerichtet hätten?Für mich jedenfalls stellt die Geschichte der Sara T. Chestnut einen schonungslosen Blick auf die Menschheit dar, der von Manipulation, stetiger Rache und der Unfähigkeit auf Zusammenarbeit geprägt ist; der Angst einzuflößen vermag; der den LeserInnen - obwohl in der Zukunft angesiedelt und mit anderen Koordinaten versehen - die Gegenwart präsentiert und beunruhigend aber durchaus gelungen daherkommt.

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  • Beängstigend, hoffnungslos, mitreißend

    American War

    michael_lehmann-pape

    26. August 2017 um 12:44

    Beängstigend, hoffnungslos, mitreißendSara Chestnut, Rufname Sarat, stammt aus dem „blau-roten“ Gebiet. Am Mississippi, Louisiana, kurz vor der Grenze im Staat, die den Beginn des autonomen Südens kennzeichnet.Eine Menge Verkehr ist in der Gegend. Schmuggler, Rebellen, die Waffen verstecken, Regierungsangestellte, die Patrouillen fahren. Und ein Vater, der von den führerlos agierenden, auf Dauer von Solarenergie betriebenen (und bewaffneten) Drohnen am Himmel die Nase voll hat, der die kriegerischen Streitigkeiten um Texas misstrauisch beäugt, der ahnt, dass der Norden Kräfte sammelt, um den Süden endgültig in die Knie zu zwingen.Drohen übrigens, die ihr unkontrolliertes Vernichtungswerk nur deswegen unkontrolliert verrichten, weil der „Süden“ die zentrale Steueranlage der Geräte zerstört hat. Einfach schwarz oder weiß sind Schuld und Wahrheit in diesem Buch nicht zu bekommen, das wird von Beginn an klar.Ein Süden, der, analog zum ersten Bürgerkrieg in Amerika, schon technisch nicht mithalten kann mit den eher einfachen Gewehren aus chinesischer Produktion gegen den hochgerüsteten Norden mit seinen Drohnen und Hubschraubern.Und das aufgrund, damals zumindest, „nur“ harter Auseinandersetzungen um fossile Energien. Der Süden bestand auf Benzin, der Norden schuf weitreichende Gesetze gegen solche Brennstoffe, eine Selbstmordattentäterin sprengte sich und den damaligen Präsidenten samt Gefolge in die Luft. Die als „Nationalheilige“ im Süden inzwischen verehrt wird.Und nun, 2075, ist die Lage völlig verfahren. Krieg, Elend, Rebellengruppen, ein ganzer Staat in Quarantäne seit Jahren, weil dort ein Virus erprobt wurde, dass „zahm“ macht. Ein Vater, der aufbricht, um sich eine Arbeitserlaubnis für den Norden zu holen und nicht wiederkehrt. Eine Mutter, die Stärke zeigt und sich und ihre Kinder in einem Flüchtlingslager in vermeintliche Sicherheit bringt.In einer Welt, in der negative Prognosen der Gegenwart sich längst erfüllt haben. Meere angestiegen, Landschaften überflutet, die Weltkarte sieht allein schon geographisch nicht mehr so aus, wie man sie als Leser kennt. Was eben nicht zur umfassenden Vereinigung „der Welt“ gegen die Katastrophen führt, sondern nur zu einer Veränderung der Machtlagen.In Folge dessen der „fünfte Arabische Frühling“ ein islamisches Riesenreich hat erstehen lassen, dass, eine kleine Anekdote am Rande durch El Akkad, vom alten Europa aus Flüchtlingsboote zum neuen Großreich auf dem afrikanischen Kontinent und weit darüber hinaus auch mit hervorgebracht hat. Jenes Großreich, dass unter dem Zeichen des roten Halbmondes seit Jahren bereits Flüchtlingslager versorgt und einrichtet, Material, Nahrung, Kleidung mit Containerschiffen nach Camp Patience nahe der Grenze zu Tennessee schickt.Und sich, auch dies eine Umkehrung der Verhältnisse, mit ebensolchem Unverständnis den „Selbstmordattentätern“ des Südens nähert, wie es in der Gegenwart der „Westen“ den islamischen Attentätern gegenüber vollzieht.Klimatische Veränderungen, steigende Meeresspiegel, Elend und Not in den paar Südstaaten, moderne Slums, hoffnungslose Gesichter.„Wir sind nur hier, um zu sterben“, so die fast einhellige Meinung im Camp, in dem Sarat aufwächst. Kompakt, groß, kräftig und, vor allem, fast ignorant mutig wird (was sich schon an einer Mutprobe zeigt, die mit dem Abflusskanal des Lagers zu tun hat).Sarat, die einen Gönner findet. Einen undurchschaubaren Mann, der zwischen Nord und Süd sich frei zu bewegen können schönt. Der mit den islamischen Helfern und deren Lagerleitung beste Beziehungen unterhält. Und der Sarat beginnt, über Jahre hinweg, hintergründig und langsam, zu formen.Was nun nicht nur an ihm alleine liegt, sondern an der Vielzahl der demoralisierenden Erlebnisse der jungen Sarat in diesen apokalyptischen, wirren Zeiten.Zeiten, die El Akkad hervorragend vor Augen führt. Und deren eigentliches Drama er, ohne moralisierenden Zeigefinger, ruhig erzählend dem Leser nahebringt. Denn trotzt alles Unglücks, trotzt vielfacher Katastrophen, des Untergangs der „alten Welt“, der Entstehung neuer Reiche, eines scheint sich einfach nicht zu ändern. Die Gier des Menschen nach Gewinn. Die Sturheit der Überzeugung des eigenen Denkens. Die mangelnde Bereitschaft, diese billige Form von vermeintlichem „Nationalstolz“ (im Buch der drei zerfledderten Staaten des Südens), sich auf keinen Fall etwas sagen lassen zu wollen. Und sei es auch noch so offenkundig auf Fakten basierend.Und, ganz zum Schluß, der dramatische Höhepunkt, auf den der gesamte Roman hinarbeitet, dieses unsägliche (auch wenn das menschlich, was Sarat angeht, bestens zu verstehen ist) Denken, dass, wenn man schon selber nicht gewinnen kann, dann „die andere Seite“ eben auch nichts davon haben soll.So kann der Leser mehr und mehr nur fassungslos dem Sog des Romans folgen, der in einer menschengemachten Katastrophe enden wird, die alles vorher Geschehene an Grauen übertrifft.Auch wenn die ein oder andere „Verkehrung der Umstände“ zu offensichtlich und ein wenig platt geraten ist, was das reinweg insuläre Denken des Menschen, das „sich Hochschaukeln“ und die grundlegend fehlende Fähigkeit zur übergreifenden Kooperation angeht, verarbeitet El Akked in bester Weise zeitlose Geschichte, die wenig Licht am Horizont übriglässt. Was letztlich der bis dato offensichtlichen Natur des Menschen bedauerlicher eng entspricht.

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  • American War

    American War

    Claudias-Buecherregal

    21. August 2017 um 16:18

    Ab dem Jahre 2050 wandte sich der Planet gegen das Land und seine Bevölkerung. Durch den steigenden Meeresspiegel waren Teile der USA einfach untergegangen. Umweltkatastrophen waren keine Seltenheit und im Jahre 2074 brach der zweite amerikanische Bürgerkrieg aus, der 20 Jahre andauern sollte, und anschließend rafft eine Seuche Millionen von Menschen dahin. Über diese Zeit berichtet der Erzähler, der sein Berufsleben dem Studium dieser Ära gewidmet hat. Er erzählt die Geschichte einer Zerstörung, die in St. James, Louisiana begann.Omar El Akkad hat einen dystopischen Roman geschrieben, der von seiner Handlung her nicht besonders abwegig erscheint: Eine Weltmacht, die sich erneut entzweit und bis zum äußersten bekriegt. Das hat es alles schon gegeben und wenn wir nicht aufpassen, kann sich dieses leider auch wiederholen.Die Geschehnisse werden fast alle aus Sarat Chestnuts Perspektive geschildert. Diese Figur begleitet man in 5-6 Jahresschritten vom Kind bis zur erwachsenen Frau. So erfährt man, wie die verschiedenen Phasen des Krieges, der Zerstörung und der Seuche abliefen und wie diese die Menschen beeinflusst und deren Leben verändert haben. Sarat ist keine Sympathieträgerin per se. Viel mehr verdeutlicht sie die Auswirkungen des Krieges auf den Menschen und das auf eine knallharte Art und Weise.Der Roman ist ungeschönt und manches Mal ganz schon brutal. Es gibt Hunger, Flüchtlingslager, bombenwerfende Drohnen, Folter, Selbstmordattentäter - das ganze Spektrum an Grausamkeiten. Trotzdem wirkt nichts künstlich aufgebauscht. Ich hatte das Gefühl, das ich ein Individuum während dieser Zeit begleite und dessen Realität erlebe. In diesem Roman ist es Fiktion, da der Autor sich einen zweiten Bürgerkrieg erdacht hat, aber vieles aus diesem Buch gibt es genauso, an einem anderen Ort und vielleicht in einem anderen Kontext, aber es ist keine Fantasiehandlung, sondern erschreckend real."American War" ist kein Roman, den man schnell nebenbei liest. Dafür ist die Thematik zu heftig. Ich bin beim Lesen des Öftern ins Stocken geraten. Ob das nun am Schreibstil des Autors oder an der Übersetzung lag, kann ich nicht beurteilen. Trotzdem ist es ein Buch über eine wichtige Thematik, die als Roman eher Zugang zu einer breiteren Masse von Lesern finden wird, als dieses als Sachbuch der Fall wäre.Fazit: Ein aufrüttelnder, brutaler Roman über den Zerfall einer einstigen Weltmacht, die Zerstörung der Bevölkerung und vielen grausamen Ereignissen, die bereits jetzt an anderen Orten der Welt stattfinden. Es ist eine Mahnung an uns Menschen, dass unsere Handlungen die Zukunft entscheidend prägen werden und wir daher sorgfältig damit umgehen müssen. Gebundene Ausgabe: 448 Seiten Verlag: S. FISCHER; Auflage: 1 (27. Juli 2017) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3103973195 ISBN-13: 978-3103973198 Übersetzer: Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié

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