fischer baumler

Omar El Akkad American War

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Inhaltsangabe zu „American War“ von Omar El Akkad

Sarat Chestnut aus Louisiana ist erst sechs Jahre alt, als 2074 der Zweite Amerikanische Bürgerkrieg ausbricht. Aber das kleine Mädchen weiß genau, dass Teile des Landes unter Wasser stehen und Drohnen den Himmel verdunkeln. Als ihr Vater auf tragische Weise umkommt, findet die Familie Zuflucht in einem Flüchtlingslager. Dort gerät die neugierige und wissenshungrige Sarat unter den Einfluss des mysteriösen Albert Gaines. Der Heranwachsenden wird klar, dass sie ihren eigenen Weg einschlagen muss. Schließlich radikalisiert sich Sarat und setzt mit einer verheerenden Tat das Leben aller aufs Spiel.

Ein mutiges und kraftvolles Buch – eine Familie inmitten von Drohnenangriffen, Selbstmordattentaten und den Folgen von Umweltkatastrophen. Was, wenn die erschütternde Realität der Gegenwart mit aller Gewalt in die USA zurückkehrt?

Leider abgebrochen, da die Geschichte vor sich hin dümpelt.

— Alison_Fraser

Ein sehr bewegendes Buch, das einen sehr zum Nachdenken anregt.. muss ich jetzt erstmal verarbeiten diese Story.. beängstigend realistisch

— alina_kunterbunt

Erschreckend nah an unserer Realität

— FrauSchafski

Erst auf den letzten 40 Seiten hat mich die Geschichte plötzlich interessiert. Das ist irgendwie sehr traurig.

— Marina_Nordbreze

Das Buch ist über große Längen extrem spannend, verliert sich aber immer wieder in Nebensächlichkeiten!

— nblogt

Nicht einfach zu lesen: dystopische Zukunftsversion Amerikas und eine manipulierte Jugendliche die zur Killerin mutiert. Sollte jeder lesen

— Bücherfüllhorn-Blog

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  • Viel verschenktes Potenzial.

    American War

    Alison_Fraser

    14. March 2018 um 17:07

    Ich hatte das Buch schon auf dem Schirm, als es letzten Sommer erschienen ist, nur hatte es sich bis jetzt nicht ergeben, es zu lesen. Letzte Woche habe ich endlich zugegriffen.Ich bin da absolut dem Hype aufgesessen, den die Literaturwelt veranstaltet hat.Ich wurde so neugierig, weil die Kritiker in dem Roman eine große Parallele der gesellschaftsspaltenden Trump-Ära sehen. Ich habe mir eine spannende Geschichte erhofft, leider wurde ich enttäuscht.Der Roman geht darum, dass die USA durch einen Bürgerkrieg zerfallen ist. Der Norden und der Süden sind bittere Rivalen, eine gesellschaftliche Ordnung existiert nicht mehr. Außerdem herrschen hohe Temparaturen und das Meer schlucht die Landschaften nach und nach. Europa ist unwichtig, China stachelt den amerikanischen Konflikt durch ihre Vormachtsstellung immer weiter an.Der Vater der Familie Chestnut kommt bei einem Bombenangriff ums Leben, die Familie flüchtet in ein Lager, damit die Kinder in Sicherheit sind. Sie erreichen das Lager bei ungefähr Seite 100, und von da an wird die Geschichte nur noch schleppend erzählt, von Spannung keine Spur mehr. Die Geschichte wird durch die Zeitsprünge und die daraus resultierenden Lücken nicht besser, sondern noch schlechter.Ich habe auch nicht verstanden, wieso nur die involvierten Staaten eine Rolle in der Dystopie spielen und die anderen Staaten wenn überhaupt nur am Rande erwähnt werden.Es passieren zuviele alltägliche Dinge, die nichts zum Fortschritt der Geschichte beitragen, die Umweld wird beschrieben, die Sonnenkollektoren auf dem Dach, die schottreifen Autos, an denen mensche Menschen festhalten. Stattdessen hätte ich mir einen Blick auf die Gesellschaft im Lager gewünscht, ich hätte gerne gewusst, wie die Menschen dort mit der Enge, den wenigen Ressourcen und der Entmenschlichung umgehen.Hier wurde so unglaublich viel Potenzial verschenkt, dass es fast eine Schande ist. Am liebsten würde ich das Buch uzmschreiben, auch wenn das anmaßend ist. Aber die Idee zur Geschichte ist klasse, nur wurde sie nicht gut umgesetzt.

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  • Für mich durchaus eine Art anspruchsvolles Endzeitbuch- wirkt sehr realistisch

    American War

    Buchraettin

    06. March 2018 um 09:10

    Das Buch spielt in der Zukunft der Erde. Amerika, die USA, befinden sich im Bürgerkrieg. Im Mittelpunkt steht für mich eine Familie aus dem Süden, die der Leser auf der Flucht und dann im Flüchtlingscamp und ihrem Leben dort begleitet. Wie geht es weiter für die Familie und die Welt?Für mich war das Lesen des Buches sehr intensiv. Ich finde, es ist dem Autor gelungen, die Beschreibungen der Geschichte so zu gestalten, dass ich als Leser das Gefühl hatte, es könnte wirklich so ablaufen oder passieren, diese Geschichte- das hatte Gänsehautfeeling.Sehr gelungen finde ich zu Beginn des Buches die Übersichtskarten aus Nordamerika. Aber auch die immer wieder im Buch auftauchenden, wie eine Art Dokumente wirkenden Texte, die die Entwicklung erzählen, das ist sehr intensiv und informiert den Leser über die Randbedingungen der Geschichte und des Verlauf des Krieges.Ich habe mich zu Beginn des Buches im Prolog gefragt, wer wohl „Sarat“ sein würde, da hier rückblickend die Figur erwähnt wird. Aber im Laufe des Buches erfährt der Leser Sarats Geschichte. Erschreckend zu lesen waren Dinge, die in diesem Bürgerkrieg der Bevölkerung angetan wurde. Die Entwicklung in Europa und dem nahem Osten, die Ideen, wie die Gesellschaft sich hier entwickelt, fand ich interessant und auch spannend zu lesen. Themen sind auch Umweltverschmutzung, Änderung des Klimas und die Auswirkungen auf die Menschen.Es ist ein Buch über einen Krieg in der Zukunft der USA, es ist auch immer wieder Gewalt ein Thema. Ich fand es war schon ein Buch, das auch die Aufmerksamkeit des Leser möchte, das liest nicht so locker leicht wie eine Art Thriller. Es ist schon erschreckend, weil es kommt auch so realistisch rüber beim Lesen. Die Beschreibungen der Flüchtlinge, die Rebellen, die Zustände in den Flüchtlingscamps. Das regt den Leser auf jeden Fall zum Nachdenken an. Ich brauchte zwischendurch immer mal ein wenig Lesepause und konnte dann gut weiterlesen. Für mich durchaus eine Art anspruchsvolles Endzeitbuch, eine Art sehr realistischer Thriller durchaus anspruchsvoll zu lesen, voller Details und sehr realistisch. Regt zum Nachdenken an.

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    • 3
  • Ein Roman, der zum Nachdenken über "was könnte sein" anregt

    American War

    nblogt

    15. January 2018 um 21:04

    Ich bin auf "American War" in der Bücherei aufgrund des eindringlichen Covers und anschließend aufrund des Interesse weckenden Klappentexts aufmerksam geworden. Es wirkt auf den ersten Blick erschreckend lebensnah, so dass man sich die Gegebenheiten in einer nicht allzu fernen Zukunft durchaus vorstellen kann.Das Buch fängt direkt überaus dramatisch und spannend an, indem man direkt einen Eindruck über die herrschenden Zustände gibt und das ganze in eine turbulente Handlung einbettet. Man lernt die Charaktere und ihre Wesenszüge sehr schnell kennen, was es einem leicht macht ihre späteren Handlungen besser nachvollziehen zu können.Der Roman folgt der anfangs noch jungen Sarat Chesnut, die sich in den Wirren eines zukünftigen amerikanischen Bürgerkriegs plötzlich in einem Flüchtlingslager wiederfindet, dort aufwächst und durch die gegebenen Umstände und ihrer Art zu einer Überlebenskämpferin wird.Teils erschreckend lebensnah beschreibt Omar El Akkad die Geschehnisse, so dass man beim Lesen immer wieder ein bedrückendes Gefühl bekommt. Man kann sich alles bildlich vorstellen und wird so mitgerissen. Mit einem sehr mitreißenden Schreibstil erzeugt der Autor eine fast durchgehende Spannung, die er durch teils erschütternde Ereignisse immer wieder in die Höhe treibt.Sarat ist als Hauptfigur von Beginn an eine sehr willenstarke und eigensinnige Figur, der man ihre Handlungen abnimmt, auch wenn man sich mit denen nicht einverstanden erklären kann. Gerade dadurch, dass sie nicht stereotyp agiert, sondern sich von der Masse abhebt, wirkt sie glaubhaft und lebensnah.So gelungen ich auch die Schreibweise des Autors und die Wahl der Hauptfigur finde, so sehr muss ich leider auch inhaltliche Mängel und eine zwischenzeitlich zu sehr in die Länge gezogene Handlung kritisieren. Der Autor macht immer wieder große Zeitsprünge, ohne jedoch immer Bezug auf die Zwischenzeit zu nehmen. Dadurch musste ich mich an einigen Stellen erst wieder neu in die Handlung einlesen. Gleichzeitig widmet der Autor auch einzelnen Passagen meiner Ansicht nach zu viel Aufmerksamkeit, ohne dass die Handlung zum Gesamtgelingen des Romans viel beiträgt.Hier hätte ich mir mehr Fokus auf das Wesentliche gewünscht und gleichzeitig bei Zeitsprüngen, die durchaus notwendig für die Dauer der Ereignisse sind, auch das Einfließen der Ereignisse während der Zwischenzeit gewünscht.Des Weiteren hatte die Handlung, die gut 60-90 Jahre in der Zukunft spielt, auch inhaltliche Ungereimtheiten. Nicht alles machte wirklich einen Sinn. So wird oftmals nur beschrieben, dass der Süden aufgrund von Umweltkatastrophen quasi zum Dritteweltland mutiert ist. Oftmals werden die Südstaaten so beschrieben, dass sie ohne humanitäre Hilfe nicht überleben können. Das wirkte auf mich ein wenig zu übertrieben. So sehr ich die Gründe, die zur Entstehung des Konflikts geführt haben, nachvollziehen kann, so sehr werfen diese im Laufe des Geschehens aber auch durchaus Fragen auf. Die gesamte Handlung bezieht sich nur auf einzelne Bundesstaaten. Zwar wird am Rande auch erwähnt, was mit den anderen Staaten passiert. Jedoch wirkt es auf mich nicht besonders wahrscheinlich, dass diese im Laufe des Geschehens nicht auch zumindest teilweise involviert werden.Fazit:"American War" ist meiner Ansicht nach alles in Allem ein durchaus solider Roman, der bei mir allerdings er als guter Durchschnitt ankam. Er überzeugt mit einer überaus bildhaften Sprache und lebensnahen Figuren, schwächelt dann jedoch ein wenig bei der inhaltlichen Umsetzung der Handlung,Meiner Meinung nach sollte sich jeder seine eigene Meinung über diesen Roman machen, da er einen durchaus zum Nachdenken über ein "was könnte sein" anregt.Note: 3+

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  • Wofür kämpfst Du?

    American War

    FrauSchafski

    14. January 2018 um 10:30

    Wir schreiben das Jahr 2075. In Amerika herrscht Bürgerkrieg zwischen den „Freien Südstaaten“ und dem Norden. Städte wie New Orleans sind durch die Klimaerwärmung längst in den steigenden Meeresfluten verschwunden. South Carolina ist hermetisch abgeriegelt, nachdem eine von Menschen entwickelte Seuche die Bewohner befallen hat. Außer Kontrolle geratene Kampfdrohnen können jederzeit und überall Bomben abwerfen, Selbstmordanschläge sind an der Tagesordnung. Das ist der Rahmen, vor dem sich die Geschichte um das Schicksal der - zu diesem Zeitpunkt gerade einmal sechsjährigen - Sarat und ihrer Familie entwickelt.   Nur sechs Jahre später wird sie mit ihrer Familie in einem Flüchtlingslager leben, nachdem ihr Vater dem Krieg zum Opfer gefallen ist. Armut, Entbehrung und Gewalt sind an der Tagesordnung und die ständige Angst, dass „die Blauen“ irgendwann in das Lager einfallen und alle töten könnten. All dieses Elend haben Sarat hart und gleichzeitig furchtlos gemacht. Der perfekte Nährboden für Albert Gaines, der Rebellen für die Sache des Südens rekrutiert. Sarat wird sich radikalisieren, wird selbst zur Rebellin werden und einen hohen Preis dafür zahlen.   Dieser Roman ist beeindrucken und schockierend, scheint er doch nur einen Steinwurf von der Realität entfernt zu sein. Die Beschreibungen des Krieges und der Lebensumstände sind drastisch, schonungslos und brennen sich dem Leser tief ins Gedächtnis ein. Und am Ende bleibt vor allem eine große Frage übrig: Wofür das Ganze? Was für einen Sinn hat Krieg, außer der völligen Zerstörung von Systemen, Menschenleben, Natur und Hoffnung?   Fazit: Absolut lesenswert und aktuell. Ich hatte etwas Probleme, die Zusammenhänge herzustellen, da ich nur bedingt in amerikanischer Geschichte bewandert bin. Auch Sarat bleibt dem Leser merkwürdig fremd, es ist kein echtes Einfühlen in sie möglich. Das ist so gewollt, da bin ich mir ganz sicher, jedoch blieben für mich ihre Entscheidungen nicht nachvollziehbar und letztlich hatte ich das Gefühl, dass sie für Nichts gekämpft hat. Vielleicht soll das auch so sein? Vier Sterne von mir, die aber sehr subjektiv vergeben wurden.  

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  • Dystopische Zukunftsversion Amerikas und Radikalisierung von Kindern. Alarmstimmung.

    American War

    Bücherfüllhorn-Blog

    29. December 2017 um 17:27

    Kein „leichtes „ Buch, weder vom Inhalt noch vom Lesefluss. Gleich am Anfang hatte ich den Überblick über die Geografie, Grenzen und die Städte verloren: Welche ehemaligen US-Staaten gehörten zu den „Freien Südstaaten“, wer waren die Roten und die Blauen? Irgendwann habe ich es aufgegeben und einfach weiter „drüber hinweg“ gelesen. Das ging erstaunlich gut, weil diese Orte im Prinzip austauschbar sind, und genauso gut Namen aus unserer heutigen Zeit tragen könnten. Ebenfalls verwirrten mich die verschiedenen Einblicke durch Augenzeugenberichte, Protokolle, Nachrichten und Interviews zwischen den Kapiteln. Ich musste diese konzentriert lesen, um einen Bezug zur Geschichte herstellen zu können, aber die Gesamtheit und das Verständnis für diese Einfügungen kamen erst am Schluss vollständig zum Tragen. Der Inhalt machte mich nachdenklich und besorgt. Ich als Leser konnte anhand der ausführlichen Beschreibungen von Sarats Kindheit, den Erfahrungen im Flüchtlingslager, der Rekrutierung, dem Massaker, dem Widerstand, der Zeit in einem Gefangenen-Lager nachvollziehen, wie es zu ihrer „Radikalisierung“ kam. Die volle Wucht entfaltet sich im letzten Drittel. Dennoch bleibt ihr Charakter auch immer „eigen“, so einen kompletten Zugang zu ihr fand ich nicht. Dennoch konnte ich als Leser Sarats Entwicklung verstehen, ihren Weg, der eigentlich unausweichlich ist. Wie aus einem fast glücklichen Mädchen eine Killerin wurde. Die Frage ist, ob man als Leser den Weg bis zum Schluss „mit ihr geht“. Es wird hart werden, und eigentlich würde man ihr am liebsten zurufen „Lass es sein“. So bleibt nur Entsetzen übrig, aber keine langfristige Lösung. Die Geschichte enthält viele Bezüge zur heutigen Gegenwart. Es kommt einem bekannt vor, der Kampf und Krieg ums Öl, diverse Einreisebestimmungen gerade in Amerika unter Donald Trump, die Flüchtlingsströme, Flüchtlinge in Zeltstädten, Umweltkatastrophen und globale Erwärmung.   Alles in allem: Die Geschichte entfaltet sich erst nach und nach und ist nicht einfach zu lesen. Die erzählerische Distanz zwischen dem Leser und der Hauptprotagonistin macht es einem schwer, sie zu mögen. Aber wie eine dystopische Zukunftsversion Amerikas aussieht und wie eine manipulierte Jugendliche zur Killerin mutiert, sollte jeden in Alarmstimmung versetzen.     Sterne: Ich habe zwischen vier und fünf Sternen geschwankt, weil ich den Erzählstil nicht so ganz packend und auch nur langsam einen Zugang zur Geschichte fand. Aber ich gebe nun fünf Sterne, da dieses Thema einfach zu wichtig ist. Ich hoffe das Buch findet viele Leser und regt zum nachdenken, diskutieren und erkennen an.   Das Buch erschien am 27. Juli 2017

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  • American War

    American War

    Kleine8310

    29. November 2017 um 23:29

    Lesegrund:  Die Thematik des Buches klang, für mich, richtig interessant und auch sehr aktuell. Aus diesem Grund war ich sehr gespannt, wie der Inhalt aussehen würde.    Handlung:  In diesem Buch geht es um die Protagonistin Sarat Chestnut. Sarat lebt in den USA. Die Geschichte beginnt im Jahr 2074 und spielt unter anderem während der Zeit des zweiten amerikanischen Bürgerkriegs. Ab dem Jahr 2050 wandte sich die Natur nicht nur einmal gegen Amerika und als Leser/Leserin erfährt man einige der schrecklichen Geschehnisse aus der Sicht von Sarat. Durch ihre Augen erlebt man eine schlimme Seuche und erschreckende Kriegsszenarien, aber Sarat ist entschlossen zu überleben ...    Schreibstil:  Der Schreibstil von Omar El Akkad ist eher einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen. Die Beschreibungen, auch grausamer Szenarien, sind detailliert und beschönigen nichts. Charaktere:  Die Ausarbeitung der Charaktere hat mich leider nicht komplett überzeugen können. Ich hätte mir bei manchen von ihnen mehr Tiefgang gewünscht, zum Beispiel bei der Protagonistin. Sarat wirkt auf den ersten Blick stark, aber im Verlauf kam mir nicht jede ihrer Reaktionen glaubwürdig vor. Das fand ich etwas schade.    Spannung:  Den Spannungsbogen hat Omar El Akkad gut gehalten. Allerdings überwiegen in der Geschichte die actionreichen und gewaltgefüllten Momente, deutlich über den reinen Spannungsmomenten. Dennoch war die Handlung schockierend, aber auch interessant gestaltet, sodass ich mit Eifer weitergelesen habe.   Emotionen:    Allein schon die Buchidee und das Setting in einem Amerika der Zukunft fand ich grandios und sie vermittelten mir ein Dystopie - Gefühl. Die Emotionen in der Geschichte sind vielfältig und oftmals wirkten sie auch authentisch auf mich. Aber auch das Lesen des Buches brachte eine bunte Mischung an Gefühlen hervor. Der Autor arbeitet viel mit harten und gewaltbeladenen Szenarien, aber mit dem Wissen, dass es sowas durchaus auf der Welt gibt, hat es mir mehr als einmal eine Gänsehaut beschert.    "American War" hat mich durch die tolle Idee neugierig gemacht und mit dem Setting gut unterhalten. Leider waren mir manche Charaktere etwas zu blass, was auch die interessante und teilweise realitätsnahe Handlung nicht ganz aufwiegen konnte.

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  • eBook Kommentar zu American War von Omar El Akkad

    American War

    Christoph Brod

    via eBook 'American War'

    dieses Buch hat mich tief beeindruckt . Es regt zum Nachdenken an und es zeigt beängstigtend klar wohin unsere Welt treibt, wenn wir uns alle nicht dramatisch in unserem Verhalten ändern .

    • 3
  • Ein Blick in die Zukunft ...Gegenwart und Vergangenheit

    American War

    miau0815

    19. November 2017 um 20:16

    Dieses Buch wirkt auf den ersten Blick so weit weg und unmöglich und auf den zweiten erschreckend möglich.Es ist ein bisschen verkehrte Welt...das heute arme zerüttete Afrika ist jetzt ein reicher vereinter Staat, einer der führenden der Welt. Das heute so starke vereinte Amerika (USA), ist gespalten und vom Bürgerkrieg gezeichnet.Und warum? Wegen des Klimawandels! Der Klimawandel führt zum Krieg und spaltet die stolze Nation. Zunächst klingt das absurd nicht wahr? Aber in dieser Geschichte ist es sehr real verpackt und erscheint nach kurzer Lesedauer mehr als möglich.Diese futuristische Welt und ihr futuristischer Krieg sind aber nicht der Kern der Geschichte. Eigentlich geht es um Sarat, ein vom Krieg gezeichnetes Kind, Mädchen , Frau.Ihr Schicksal ließe sich mühelos in jedes Land, jeden Krieg, jedes Jahrzehnt verpflanzen. Es geht darum wie jede Chance und jeder Neuanfang vom krieg eingeholt wird und was er aus diesem kleinen neugierigen Mädchen macht.Ich habe das Buch gerne gelesen. Wie bereits gesagt, ist der Schauplatz und die Zeit weniger wichtig, jedoch sehr interessant. Was mich beim Lesen gestört hat war, dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass der Autor keine Lust mehr hat auf einen Geschichtenstrang. Sie werden lange aufgebaut und enden dann abrupt in ein paar Sätzen.Langweilig ist das Buch sicher nicht!

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  • Wirkt erschreckend real

    American War

    raven1711

    10. November 2017 um 14:22

    Rezension Omar El Akkad - American War Klappentext:»American War« - das Buch der Stunde. »Ein gewaltiger Roman«, schreibt die renommierteste Literaturkritikerin der USA, Michiko Kakutani. Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg und das dramatische Schicksal einer Familie. Was wird sein, wenn die erschütternde Realität der Gegenwart - Drohnenangriffe, Folter, Selbstmordattentate und die Folgen von Umweltkatastrophen - mit aller Gewalt in die USA zurückkehrt? Vor diesem Hintergrund entfaltet Omar El Akkad mit großer erzählerischer Kraft den dramatischen Kampf der jungen Sarat Chestnut, die beschließt, mit allen Mitteln für das Überleben zu kämpfen. »American War« ist in den USA ein literarisches Ereignis, das schon jetzt mit Cormac McCarthy »Die Straße« und Philip Roth »Verschwörung gegen Amerika« verglichen wird.Meinung:Die USA in einer nicht allzu fernen Zukunft: Der Meeresspiegel ist um einiges gestiegen, die Küstenlinien haben sich verändert. Ebenso die Aufteilung der Staaten in den USA. Teile des Südens und der Westküste gehören zum mexikanischen Protektorat und die Südstaaten wollen sich von den Nordstaaten abspalten. Ein Bürgerkrieg spaltet die Nation und mittendrin betrifft es eine kleine Familie besonders hart, als der Familienvater einem Attentat zum Opfer fällt. Die Familie Chestnut flieht in die Südstaaten und kommt in einem Flüchtlingslager unter. Doch das Leben dort ist nicht einfach. Nahrungsmittel sind rationiert, die Bildung für die Kinder nur mangelhaft. Und so wundert es kaum, dass der Sohn Simon sich den Rebellen anschließt, während seine jüngere Schwester Sarat sich radikalisieren lässt. Als die Kämpfe die Familie einholen, zeigt der Krieg sich von seiner schlimmsten Seite.In American War entwirft der Autor Omar El Akkad ein sehr erschreckendes Szenario, dass leider nur zu realistisch anmutet, sieht man sich das aktuelle Weltgeschehen an. Sei es ökologische Katastrophen, Regierungen, Auflagen und die Einstellungen in den Köpfen der Menschen, die Hintergründe zu American War findet man auch heute schon überall auf der Welt.Mit einer klaren Bildsprache und sehr fesselnd erzählt, schildert der Autor das Überleben und die Kämpfe seiner Figuren. Dabei ist er schonungslos in der Darstellung seiner Szenen, weiß aber auch Spannung aufzubauen und den Leser mit dem Schicksal seiner Protagonisten zu berühren.Als Leser erfährt man direkt zu Anfang, wie der Krieg ausgehen wird, umso schmerzlicher wirkt da all das Leid, dass die Familie Chestnut erdulden muss. Dabei sind die Familienmitglieder nicht immer sympathisch, aber sie sind authentisch und man kann sich als Leser nur zu gut in die Figuren hineinversetzen. Fazit:American War ist fesselnd und erschütternd. Die Geschichte bewegt und wirkt erschreckend real in dem Szenario, dass Omar El Akkad hier entworfen hat. Ein Roman, der deutlich zum Nachdenken anregt.Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 06.01.2018: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   294 Punkte Astell                                           ---    20 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  893 Punkte Beust                                          ---   424 Punkte Bibliomania                               ---   285 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  515 Punkte ChattysBuecherblog                --- 316 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   192 Punkte Code-between-lines                ---  199 Punkte DieBerta                                    ---   88  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Yolande                                       --   233 Punkte

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    • 2656
  • Ein Blick in die Zukunft ...Gegenwart und Vergangenheit

    American War

    miau0815

    23. September 2017 um 08:02

    Dieses Buch wirkt auf den ersten Blick so weit weg und unmöglich und auf den zweiten erschreckend möglich.Es ist ein bisschen verkehrte Welt...das heute arme zerüttete Afrika ist jetzt ein reicher vereinter Staat, einer der führenden der Welt. Das heute so starke vereinte Amerika (USA), ist gespalten und vom Bürgerkrieg gezeichnet.Und warum? Wegen des Klimawandels! Der Klimawandel führt zum Krieg und spaltet die stolze Nation. Zunächst klingt das absurd nicht wahr? Aber in dieser Geschichte ist es sehr real verpackt und erscheint nach kurzer Lesedauer mehr als möglich.Diese futuristische Welt und ihr futuristischer Krieg sind aber nicht der Kern der Geschichte. Eigentlich geht es um Sarat, ein vom Krieg gezeichnetes Kind, Mädchen , Frau.Ihr Schicksal ließe sich mühelos in jedes Land, jeden Krieg, jedes Jahrzehnt verpflanzen. Es geht darum wie jede Chance und jeder Neuanfang vom krieg eingeholt wird und was er aus diesem kleinen neugierigen Mädchen macht.Ich habe das Buch gerne gelesen. Wie bereits gesagt, ist der Schauplatz und die Zeit weniger wichtig, jedoch sehr interessant. Was mich beim Lesen gestört hat war, dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass der Autor keine Lust mehr hat auf einen Geschichtenstrang. Sie werden lange aufgebaut und enden dann abrupt in ein paar Sätzen.Langweilig ist das Buch sicher nicht!

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  • Eine erschreckende Zukunftsvision oder: Wenn Autoren uns den Spiegel vorhalten

    American War

    TamiraS

    17. September 2017 um 21:19

    Wir befinden uns in der Geschichte im Süden der ehemaligen USA gegen Endes der zweiten Hälfte des 21. Jh.Norden und Süden sind in Blaue und Rote aufgeteilt und befinden sich seit Jahren im Bürgerkrieg. Die USA verbot aufgrund einer zurückliegenden Naturkatastrophe, die große Teile der südlichen USA dauerhaft unter Wasser gesetzt hat, sowie des stetig steigenden Meeresspiegels, die Verwendung umweltschädigender Treib- und Brennstoffe. Doch der Süden sah sich dadurch in seiner Freiheit stark eingeschränkt und spaltete sich ab, was zu einem noch immer währenden Bürgerkrieg führte.Soweit das Setting.Wir begleiten unsere Protagonistin Sarat ab ihrem sechsten Lebensjahr, die in einem Teil von Louisiana aufgewachsen ist, der sich auf keine Seite des Bürgerkriegs stellt - zumindest nicht eindeutig, obwohl ihre Sympathie eindeutig dem Süden gilt - für viele Jahre. Ihre Kindheit, obwohl die Familie sehr arm ist, läuft mehr oder weniger friedlich ab - bis ihr Vater während einer Reise durch ein Attentat der eigenen Leute, den Südstaatlern, ermordet wird. Die restliche Familie - Sarat's Zwillingsschwester, ihr älterer Bruder und ihre Mutter - flieht in ein Flüchtlingslager. Doch das Land befindet sich im offenen Krieg und wie wir leider alles wissen, bleibt der Krieg niemals nur auf dem Schlachtfeld.Die Geschichte punktet eindeutig mit einem spannenden und sehr erschreckenden Setting, denn sie spielt gerade weit genug in der Zukunft, dass es vorstellbar wäre, dass das Öl, der Treibhauseffekt und die allgemeine Umweltverschmutzung einen grausamen Tribut fordern - jedoch nicht weit genug, um einen davon zu überzeugen, dass es einen selbst auf jeden Fall nicht mehr betreffen wird. Die Story ist somit sehr glaubhaft und der Autor schaffte es während der kompletten Geschichte, dass ich mich sehr unwohl fühlte und, wenn auch nicht Angst, so doch gelegentliches Schauern verspürte.Leider, leider jedoch, schaffte es El Akkad nicht, dass American War zu einem Higlight für mich wurde. Und das liegt ganz eindeutig an zwei Dingen.1) Die PersonenSarat wirkt bereits als kleines Kind extrem gefühlskalt. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt Sympathie für sie übrig, teilweise war mir ihr Leben sogar regelrecht egal, obwohl sie wirklich furchtbare Dinge durchleiden musste. Da die komplette Geschichte jedoch - vom Ende und dem letzten Perspektivwechsel einmal abgesehen - aus ihrer Sicht erzählt wird, blieb ich die ganze Zeit über nur ein Beobachter. Ich verspürte, obwohl mich das Setting teilweise wirklich erschreckte, keinerlei Angst um Ihr Leben. Später fing ich sogar an, sie regelrecht zu hassen. (Alle, die die Geschichte gelesen haben, wissen sicher, weshalb)Dass es El Akkad besser kann zeigt sich, als sich die Perspektive wechselt und aus der Sicht des Icherzählers weiter erzählt wird. Hier liegen mir plötzlich die Protagonisten, wenn auch nicht sehr, zumindest ein wenig am Herzen.2) Das VerweilenIch habe das Gefühl, der Autor hielt sich bei seiner Geschichte ein wenig zu sehr an die Regel Nummer 1: Alles, wie nur irgend möglich, kürzen.Dadurch wirken viele Situationen äußerst kühl und verlieren trotz eindeutigen Schreckens an Kraft.Ein Beispiel:In der Mitte des Buchs befinden wir uns im Publikum einer Arena. Gladiatoren kämpfen, wenn auch nicht unbedingt um Leben und Tod, so doch um Ruhm und körperliche Unversehrtheit gegeneinander. Man lernt kurz den Underdog und den Titelverteidiger kennen, sogar namentlich, verlässt jedoch nach Ende des Kampfes sofort die Arena und kehrt weder zu ihr, noch zu Siegern und Verlierern zurück. Da fragt man sich als Leser: Was wollte mir der Autor den hiermit sagen, was er nicht auch mit einem Satz hätte tun können?Das ist sehr schade, denn ich denke, dass die Geschichte das Potential zu einem Highlight gehabt hätte, hätte der Autor nicht so viel Angst davor gehabt, zu schwafeln und mehr auf seine Protagonisten eingegangen wäre. So bleibt eine Geschichte, die zwar aus dem Einheitsbrei eindeutig heraussticht und es sich traut, sich nicht "in einer unbekannten Zeit in einem unbekannten Land" anzusiedeln, sondern Nägeln mit Köpfen macht, weshalb und wie es zur Katastrophe gekommen ist, leider jedoch nicht weit genug geht, um ein All-Time-Favorit zu werden.

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    • 2
  • Drei bis dreieinhalb Sterne für Omar El Akkads düstere Zukunftsvision

    American War

    sapperlot

    16. September 2017 um 10:35

    An diesem Buch kam ich in den letzten paar Monaten nicht vorbei. Egal ob in der Buchhandlung oder im Internet, das Buch war omnipräsent und wurde mir laufend zum Kauf vorgeschlagen. Die guten Bewertungen haben mich dann schussendlich zum Erwerb bewogen. Jetzt nach der Lektüre bin ich in meiner Meinung etwas unschlüssig und alles andere als sicher wie ich es bewerten soll. Ich habe ein paar wirklich gute und fundierte Rezensionen anderer Leser gelesen. Nun frage ich mich, warum die Geschichte mich nicht restlos überzeugen konnte. Es ist zweifellos ein gutes Buch aber zu einem hymnischen Meinungsäusserung lasse ich mich nicht verleiten.Die Idee einen Endzeit Roman zu schreiben, der fünfzig Jahre in der Zukunft angesiedelt ist, der während und nach dem zweiten amerikanischen Bürgerkrieg spielt finde ich interessant. Wieder sind es ein paar Staaten im Süden die mit dem Norden im Krieg stehen. Die Klimaveränderungen haben das ihre zu dieser misslichen Lage beigetragen. Die Geschichte baut sich rund um Sarat Chestnut auf, die als kleines Mädchen mit ihrer Familie in ein Flüchtlingslager ziehen muss. Dort trifft sie auf mehrere Personen die mal nur eine kleine Episode in ihrem Leben spielen und mal auf Figuren die sie in ihrer Entwicklung und Gesinnung nachhaltig beeinflussen. Und das nicht unbedingt zu ihrem Guten, denn sie radikalisiert sich zusehends und als Leser spürt man, dass dieser Roman auf einen dramatischen Schluss zusteuert.Der Roman beginnt für mich erst ab Seite 99 richtig interessant zu werden. Die vorherigen Seiten benötigt der Autor um sein Schreckensszenario den Lesern begreiflich zu machen. Für mich zieht sich dieser Teil etwas langsam dahin und meine Vorfreude wurde da etwas gedämpft. Die Zeit mit Sarat im Flüchtlingscamp ist dann spannend und man merkt wie sie sich Leitpersonen sucht und an ihnen orientiert. Sie ganz Kind in einer desaströsen Lage, gefangen in der Eintönigkeit des Alltags. Soweit alles in Ordnung. Die grossen Zeitsprünge innerhalb der Geschichte verhindern, dass es ein Entwicklungsroman wird. Mit zunehmender Lesedauer erscheinen mir die Figuren mehr und mehr nur als Mittel zum Zweck vom Omar El Akkads düsterer Zukunftsvision. Und das ist mein zweiter Dämpfer. Die Bindung zu den Protagonisten bleibt irgendwie auf der Strecke. Mein Drang in diesem Buch zu lesen köchelt zusehends auf kleiner Flamme dahin. Ich habe mehr als 10 Tage gebraucht um diesen Roman zu lesen und das ist für mich als Vielleser eine verdammt lange Zeitspanne.Fazit: Eine Geschichte mit interessanter Thematik die aber stellenweise etwas unausgegoren wirkt. Schade das primär nur mein Kopf und Verstand angesprochen wird aber mein Bauchgefühl aussen vor bleiben muss. Die, zugegebenermassen sehr hohe, Erwartungshaltung konnte die Geschichte nicht erfüllen. Deshalb die ehrliche drei bis dreieinhalb Sterne-Wertung.

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  • Leben zerstören

    American War

    dominona

    13. September 2017 um 11:40

    Wir bekommen es hier mit einer Dystopie zu tun.Es tobt ein zweiter Bürgerkrieg, weil sich die freien Südstaaten im Jahr 2057 weigern, fossile Brennstoffe nicht länger zu benutzen und wir sehen ein Land zerbrechen, alles anhand einer Familie, die unfreiwillig wichtig für den Krieg wird.Mich hat das Buch berührt und ich habe mir viele Zitate notiert. Der Hunger nach Rache und die Bereitschaft so viele unschuldige Leben auszulöschen hat mich immer wieder erschreckt, genauso wie das, was man einem Menschen antun kann. Auch der Klimawandel wird hier behandelt und dementsprechend die Idee, wie es in der Zeit zwischen 2057 und 2095 in Amerika aussehen könnte, was ich recht interessant fand, wobei ich nicht beurteilen kann, wie plausibel das Geschilderte ist.Wer Familiengeschichten mag, der sollte zugreifen.

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  • Bürgerkrieg 2.0

    American War

    Buecherseele79

    11. September 2017 um 14:40

    Amerika 2075- der Klimawandel hat sich bewahrheitet und Menschen an Küsten und Flüssen flüchten ins Landesinnere.Gleichzeitig führen die Süd- und Nordstaaten einen erbitterten Bürgerkrieg der vielen Menschen das Leben kostet, die Rebellengruppen auf beiden Seiten sind für zahllose, grausame Anschläge verantwortlich.In dieser Welt lebt das Mädchen Sarat mit ihrer Schwester Diana und ihrem Bruder Simon sowie den Eltern.Nach dem Tod des Vaters beschliesst die Mutter zu handeln und nimmt den weiten Weg auf sich- zusammen mit den Kindern flüchtet sie in eines der Flüchtlingslager die heillos überfordert und überfüllt sind...Im Alltagstrott des Lagers versucht Sarat sich zu beschäftigen während ihr Bruder sich einer Rebellengruppe anschliesst...und Sarat selbst lernt Albert Gaines kennen...einen älteren Herren aus der "alten" Zeit als die Welt noch in Ordnung war... der sie mit Informationen und Büchern über die alte und neue Weltordnung versorgt und damit auf fruchtbaren Boden fällt....Ein Buch was mir von einem Autor empfohlen wurde, der Titel und alleine das Cover haben ihr übriges getan!Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich, zu Beginn war es etwas schwierig zu verstehen wer jetzt gegen wen und warum Krieg führt, mit der Zeit verschwinden diese Linien aber und der Autor zeichnet ein klares und erschreckendes Bild über ein Amerika im Jahre 2075.Die Protagonisten sind in ihrer Entwicklung sehr unterschiedlich und werden durch ihre Erfahrungen stark geprägt was dieses Buch zu einem sehr besonderen Leseerlebnis werden lässt.Der Augenmerk liegt auf Sarat die von einem unschuldigen Kind den Krieg im Lager kennenlernt und durch ihren Mentor dann einen eigenen Blickwinkel entwickelt der ihr aber doch vorgeben wird, die Entwicklung ab diesem Zeitpunkt bleibt bis zum Ende des Buches spannend, erschreckend, mitfühlend, sprachlos.Wie sehr die Menschen auf eigene Vorteile bedacht sind, wie gewissenlos Krieg geführt wird, vorallem mit welchen Mitteln die jedem Recht erscheinen machen diesen dystopischer Roman zu einem Must-Read 2017.Wenn man die Entwicklungen derzeit in Amerika verfolgt ist es oft so dass man beim Lesen denkt- das wird so eintreffen, für dies und jenes sind die Wege ja schon fast gelegt worden.Ein Amerika welches vielleicht gar nicht mehr soweit entfernt liegt von diesem Roman und man möchte fast beten dass dies nicht so eintreffen wird.Ein Roman der mich sehr bewegt und nachdenklich zurückgelassen hat, von daher kann ich eine ganze klare Leseempfehlung aussprechen.

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