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OndrejCikan

vor 7 Monaten

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Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte!

Der Sommer ist in vollem Gange und lässt so manche an das sonnige Griechenland und das rastlos wogende Meer denken. Ich nehme das als Gelegenheit, um Sie und Euch mit einer Buchverlosung meines surreal-antiken Liebesromans Menandros und Thaïs auf abenteuerliche Reisen durch die antike Welt zu entführen. Die Bücher kommen signiert an.

Da das Ding auf den Abenteuerromanen der Spätantike beruht (nicht auf der Mythologie!), geht es surreal und blutig zu.

Während der Leserunde beantworte ich gern alle möglichen Fragen über antike Literatur, vermischte Realitäten, Mutationen der Vergangenheit, Halluzinationen der Zukunft.

Zu meiner Person: Ich mache poetische Abenteuerliteratur und abenteuerliche Poesie, spiele mit Genres, aber nehme sie ernst. Ich lass mich gern von der Antike inspirieren, habe Altgriechisch studiert. Wenn ich etwas schreibe, denke ich darüber nach, ob es den Musen gefallen würde. Ich glaube an sie – wirklich.

Hier eine Zusammenfassung:
Liebe, Piraten, blutige Schlachten. Die schöne Athenerin Thaïs wird bei ihrer Hochzeit mit Menandros von Piraten geraubt. Der Bräutigam bricht auf, um sie zu befreien. Auf der Suche nacheinander irren Menandros und Thaïs durch eine surreale Welt mit Figuren wie drogensüchtigen Zwergen oder nymphomanischen Zauberinnen, eine Hexe offenbart das Schicksal, König Xerxes lässt Menandros entmannen, aber am Ende geht doch alles gut aus. Wirklich gut?

Hier eine Leseprobe:
Ich habe ganze Landschaften versumpft mit dem Blut fremder Völker, die mir nie etwas getan haben. Thaïs … Weil ich dich nicht finden kann. Ich habe griechische Kolonisten in Ketten gelegt und sie vor den schrecklichen Kriegsgott geführt wie blökende Schafe. Weil ich nicht weiß, wo du bist, meine liebe Thaïs.
Nur ganz selten sehe ich dich noch klar in meinen Erinnerungen, langsam löst du dich mir auf und verschwimmst. Ich weiß nicht mehr, was ich von dir träumen will, weiß nicht, was ich träumen könnte. Ich ahne nur noch, dass dein Duft ganz anders ist als der langweilige Geruch des endenden Frühlings, und ich ahne, dass deine weichen Hände jeden Tag nach vielen Dingen greifen, nach mir aber greifen sie nicht.

Das Buch ist schon 2011 erschienen (Labor-Verlag, Wien). 2016 feierte der gleichnamige Langspielfilm Menandros & Thaïs (www.menandros.cz) Premiere. Im Kino wird er zwar nur noch ganz selten zu sehen sein (z.B. im November in Bremen), aber schon ab Herbst gibt es ihn im Internet. Ich werde im Lauf der Leserunde den Link teilen.

Hier als Kostprobe eine Rezension des Films von Pia Reiser. 
Und hier der Trailer:

Autor: Ondřej Cikán
Buch: Menandros und Thaïs

moni_loves

vor 7 Monaten

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Deine Beschreibungen haben mich richtig neugierig gemacht! Daher hüpfe ich in den Lostopf und hibbel jetzt schon der Auslosung entgegen!

OndrejCikan

vor 7 Monaten

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@moni_loves

Super, liebe Moni, dann bis später! Liebe Grüße, Ondřej.

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OndrejCikan

vor 4 Monaten

Buch 4–6

biancaneve66 schreibt:
Da geht´s mir genauso! ich habe wirklich noch nie sowas gelesen! Echt beeindruckend! Die Zuckerbäckerlehre und Punschkrapfen mit Trüffelobers sind mir sofort ins Auge gesprungen, herrlich! Und der praktische Kristallluster erst! Nicht zu vergessen Banana Joe und Buffalo Bill. Eine Allgemeinbildung wird da vom Leser verlangt ;) Den Messerstecher Michl kannt ich gar nicht

Haha, so eine geheime autobiographische Notiz: Ich habe in Wien drei Jahre lang als Fiaker gearbeitet, war ziemlich bärtig und hatte lange Haare. So habe ich den Spitznamen Buffalo Bill bekommen. Banana Joe war ein Kollege. Und Messerstecher Michl auch, allerdings war das eher so ein legendärer Kutscher, und ich hatte zum Glück nicht die Freude, mit seinem Messer Bekanntschaft zu schließen. Die Skythen sind also gewissermaßen Wiener Fiaker ... Oder kleine Ganoven.

OndrejCikan

vor 4 Monaten

Buch 7–9

biancaneve66 schreibt:
Die Ausflüge des Erzählers ins Tierreich sind auch recht interessant - obwohl ich auf die Schlangen verzichten hätte können ;) Stichwort Titelbild: Warum gerade das? Und noch was fällt mir ein: was hat es eigentlich mit dem Pfirsich auf sich? Der kommt ja immer wieder vor, oder?

Schlangen: Ich habe mich nicht nur von den antiken Romanen inspirieren lassen, sondern auch vom lateinischen Epos "Der Bürgerkrieg" (Alternativtitel "Pharsalia") von Lucan. Das ist ein ziemlich wildes, extrem brutales Ding über den Bürgerkrieg zwischen Caesar und Pompeius, und es zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass keine Götter in die Handlung eingreifen. So. Cato zieht im neunten Buch durch die Libysche Wüste, und neben dem Durst stellen auch die Schlangen eine große Gefahr für seine Armee dar. Kataloge sind ein wichtiger Bestandteil des Epos (vgl. Schiffskatalog in der Ilias), und so führt Lucan ab Vers 700 des neunten Buchs seines "Bürgerkriegs" einen Schlangenkatalog an.
Ebenfalls von Lucan stammt die Totenbeschwörung – also die Erweckung des Aristoboulos durch die Hexe Opora. Typisch für das Epos sind Fahrten in die Unterwelt, bei denen der Held die Zukunft erfährt. Lucan hat das im sechsten Buch seines Epos zu einer grausigen Totenbeschwörung abgewandelt, bei der die wirklich extrem böse Hexe Erichtho die Hauptrolle spielt.
Es gibt von diesem Epos metrische Übersetzungen aus dem 19. Jahrhundert: z.B. https://books.google.at/books?id=vTABAAAAMAAJ&printsec=frontcover&dq=pharsalia+lucan&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjA9ZDdruvWAhVBkhQKHY-3AZwQ6AEIQDAD#v=onepage&q&f=false
Titelbild: Naja, zwei Heuschrecken, die durch die ganze Welt reisen, und sich dabei verwandeln. Menandros wird ja zu einem Monster und so. Ich finde das Cover zu harmlos, aber der Verlag wollte damals eine gewisse Einheitlichkeit und so weiter.
Pfirsich: Heißt auf Griechisch "Persischer Apfel". Außerdem ist er nun einmal so saftig und außen so, wie soll ich sagen, pelzig, sodass sich sinnliche Assoziationen aufdrängen.

OndrejCikan

vor 4 Monaten

Buch 10–12
@biancaneve66

Jaja, nießen ist ein Blödsinn.

OndrejCikan

vor 4 Monaten

Buch 10–12
@biancaneve66

Ja, und eigentlich ist der Erzähler auch von der Geschichte selbst abhängig, die er "nacherzählt". Wie wir in der Zugszene erfahren haben, muss er Menandros erst fragen, was gerade passiert.

OndrejCikan

vor 4 Monaten

Buch 1–3

biancaneve66 schreibt:
Besonders gefallen hat mir auch die Herkunft der Delphine - lydische Matrosen. Das wusste ich nicht, werd´s mir aber merken!

Ha, das ist so eine Sache. Eigentlich hat Dionysos tyrrhenische = etruskische Piraten in Delphine verwandelt. Allerdings stammen die Etrusker laut Herodot aus Lydien. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, was mich da geritten hat (die erste Version des Romans ist aus 2006), wahrscheinlich wollte ich so die Verwandlungsgeschichte in eine graue Vorzeit verlegen, in der die Etrusker noch Lyder waren. Und außerdem kommen die Etrusker im ganzen Roman nicht vor.

OndrejCikan

vor 4 Monaten

Buch 1–3

biancaneve66 schreibt:
So dramatisch die ganze Geschichte auch ist, es ist gibt doch immer wieder Stellen, Wörter, ganze Sätze, die einen zum Schmunzeln bringen ("Denn Kaninchen zu züchten, ist ja der größte Wunsch eines jeden Piraten und Frauenhändlers." S.35-) Ondřej, du bist wirklich von der Muse geküsst!

Liebe Bianca!
Da Dir das Buch so gut gefallen hat, kann ich nicht umhin und empfehle Dir den (vielleicht noch verrückteren) Film dazu. Er ist als VOD auf www.menandros.cz bzw. direkt auf Aerovod zu haben: http://www.aerovod.cz/katalog/menandros-thais-nemecke-titulky/
Alles Liebe und vielen Dank für das nette Kompliment!
Ondřej.

abetterway

vor 3 Monaten

Plauderecke (das Schicksal!)

Hier ist meine Rezi: https://www.lovelybooks.de/autor/Ond%C5%99ej-Cik%C3%A1n/Menandros-und-Tha%C3%AFs-1185143037-w/rezension/1509548002/ Es tut mir leid das es so lange gedauert hat. Leider ist das Buch nicht mein Fal.

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