Orest Stelmach Der Junge von Reaktor 4

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Inhaltsangabe zu „Der Junge von Reaktor 4“ von Orest Stelmach

Nadia hat keine glücklichen Erinnerungen an ihren Vater. Er war ein zorniger, geheimnistuerischer Mann, der starb, als sie dreizehn Jahre alt war. Seine Vergangenheit blieb ein großes Geheimnis. Als ein Fremder behauptet, ihren Vater während seiner frühen Jahre in Osteuropa gekannt zu haben, will sie sich mit ihm treffen – und muss zu ihrem Entsetzen mit ansehen, wie dieser Mann auf offener Straße erschossen wird. Mit seinem letzten Atemzug flüstert er ihr rätselhafte Worte ins Ohr, die Nadia auf eine hoch riskante Suche von New York in ihre alte ukrainische Heimat führen. Dort trifft sie auf einen ungleichen Verbündeten: Adam, einen jugendlichen Eishockey-Star, der seine Fähigkeiten auf einem verlassenen Kühlteich in Tschernobyl erworben hat. Körperlich und seelisch verwundet durch die Strahlung, besitzt Adam ein Geheimnis, das die Welt verändern könnte – wenn sie ihn lange genug am Leben halten kann.

Actionreicher Thriller mit etwas "blassen" Charakteren, in dem man viel über die Ukraine &das Reaktorunglück in Tschernobyl erfährt

— Kerstin-Scheuer

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  • Actionreichen Thriller mit etwas blassen Charakteren

    Der Junge von Reaktor 4

    Kerstin-Scheuer

    17. August 2014 um 18:54

    Warum habe ich es gelesen? Auch dieses Buch war wieder einmal ein "Kindle Deal der Woche". (Unglaublich, wie leicht beeinflussbar ich doch bin!) Interessiert hat mich hieran vor allem das Thema um den Super-GAU in Tschernobyl. Da ich Baujahr 1982 bin, habe ich kaum eigene Erinnerungen hieran. (Ich weiß nur noch, dass ich plötzlich nicht mehr draußen spielen durfte.) Wie war mein erster Eindruck? Der Prolog und die ersten Kapitel fassen stark zusammen. Es kam mir fast so vor, als gäbe es einen Vorgängerband, was jedoch nicht der Fall ist. Der Roman wird in der 3. Person erzählt, wobei es mehrere Perspektiven wird, aus denen die Ereignisse erzählt werden. Der Leser erhält so ein umfassendes Bild. Der Autor hat einen knappen, nüchternen Erzählstil. Teilweise sind es nur Stichworte, die aufzählungsartig aneinandergereiht werden, um z.B. einen Ort oder eine Person zu beschreiben. Es wird wenig von Emotionen und Innenansichten berichtet. Der Autor beschränkt sich auf Handlungen, Geräusche etc. Wie fand ich ... ... den Anfang? Bereits die ersten Kapitel sind sehr Action geladen und brutal. Die Dialoge wirken leider etwas künstlich und einige Stellen empfand ich als unrealistisch, z.B. will Nadia kurz nachdem sie Zeugin eines Mordes auf offener Straße wurde mit ihrem Retter flirten. Durch die zusammenfassenden Stellen findet man sich sofort zurecht. Bewertung: ♥♥♥♥ ... den Handlungsverlauf? Der Handlungsverlauf ist schlüssig und spannend geschrieben. Vor allem den Mittelteil des Romans fand ich sehr gut. Hier erfährt man viel über die Ukraine, das Reaktorunglück in Tschernobyl, die ehemalige Sowjetunion und Russland. Bewertung: ♥♥♥♥ ... die Charaktere? Die Charaktere waren für mich ein großer Schwachpunkt des Romans. Leider besitzen diese wenig Tiefe, was am nüchternen Erzählstil des Autors liegen mag (siehe oben "mein 1. Eindruck"). Es gelang mir nicht, mir ein klares Bild von den Charakteren zu machen, so dass ich mich auch nicht diesen identifizieren konnte. Hinzu kam, dass einige ukrainische bzw. russische Namen sich sehr ähnelten und von mir leicht verwechselt wurden. Dann war es schwer, der Handlung zu folgen. Bewertung: ♥♥♥ ... das Ende? Habt Ihr in der Schule auch manchmal sehr fantasiereiche Aufsätze geschrieben, bei denen Ihr dann nicht mehr wusstet, wie Ihr da wieder rauskommen sollt? Ich habe dann immer geschrieben "... und in genau diesem Moment wachte ich und erkannte, dass alles nur ein Traum war." So ähnlich ist auch das Ende dieses Romans. Es hat mich enttäuscht; auch wenn im Epilog versucht wird, wieder etwas Schaden gut zu machen. Bewertung: ♥♥♥ ... den Buchsatz? Am Buchsatz ist nichts auszusetzen. Mir fielen keine Mängel auf. Bewertung: ♥♥♥♥♥♥ ... das Buch insgesamt? "Der Junge von Reaktor 4" ist ein actionreicher Roman, in dem man einiges über das Reaktorunglück in Tschernobyl, die Ukraine und die ehemalige Sowjetunion erfährt. Leider hatten die Charaktere zu wenig Tiefe, um sich mit ihnen identifizieren zu können. Das Leseerlebnis hielt sich daher leider in Grenzen. Zudem enttäuschte mich auch das Ende etwas. Bewertung: ♥♥♥ Was ich besonders gut fand: In dem Roman erfuhr man viel über die Ukraine, das Reaktorunglück in Tschernobyl und die ehemalige Sowjetunion sowie Russland. Er handelt jedoch weniger von dem Super-GAU, als ich erwartete. , Die Kapitel sind kurz, was das Buch zum idealen Zugbegleiter macht. Was ich besonders schlecht fand: Die Vermittlung der Informationen war manchmal etwas erzwungen. So steht Nadia z.B. in einem Kapitel, unmittelbar nachdem sie ein paar Verbrecher der russischen Mafia abgeschüttelte, vor dem Höhlenkloster in Kiew, wo sie mit einer Unbekannten verabredet ist, und erinnert sich an die Geschichte dieses Ortes, die sie einmal in der Schule durchgenommen hat. - Naja, in der Situation, hätte ich wahrscheinlich andere Sorgen. , Was genau Nadias Verfolger der russischen und ukrainischen Mafia planen, konnte ich irgendwann nicht mehr nachvollziehen. Ständighabe ich die einzelnen Charaktere verwechselt. Was ich sonst noch dazu zu sagen habe: "Der Junge von Reaktor 4" ist Orest Stelmachs Debütroman. Es sind weitere Romane um Nadia Tesla im Englischen erschienen. Erinnerte mich beim Lesen an: Die neuen James Bond-Romane mit Daniel Craig - viel Action und Brutalität; die Handlung wird fast schon nebensächlich.

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