Orhan Pamuk Das Museum der Unschuld

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Inhaltsangabe zu „Das Museum der Unschuld“ von Orhan Pamuk

Kemals Verlobung mit Sibel steht kurz bevor, da tritt die blutjunge und schöne Füsun in sein Leben. Was als Affäre begonnen hat, wächst sich bald zu einer Obsession aus. Dennoch hält Kemal an Sibel fest. Nach dem rauschenden Fest der Verlobung, verschwindet Füsun spurlos – völlig verzweifelt erkennt Kemal, dass er Füsun über alles liebt. Zu spät, sie hat einen anderen Mann geheiratet. Nach Jahren besucht er sie und ihre Familie und entwendet bei jedem Besuch kleine, wertlose Gegenstände: es entsteht ein persönliches Museum, das Museum der Unschuld. Orhan Pamuk erzählt eine aufwühlende, ungewöhnliche Liebesgeschichte, in der sich die Zerissenheit einer Gesellschaft zwischen westlicher und türkischer Tradition widerspiegelt.

Sehr emotionale und feinfühlige Passagen, aber als Gesamtkonzept zu schwerfällig

— BellaBender
BellaBender

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    Das Museum der Unschuld
    appassionata

    appassionata

    14. April 2014 um 07:48

    Für mich definitiv eines der besten Bücher die ich seit langem gelesen habe.  Eine Geschichte manchmal zaghaft, dann wieder wütend und aufgewühlt. Immer voller Emotionen. Ein Liebesroman der gleichzeitig ein Plädoyer für und gegen die völlige Hingabe darstellt. Das Museum der Unschuld in dem ein Mann alles sammelt das er mit seiner großen Liebe verbindet. Gleichzeitig ein interessanter Blick auf Istanbul, das Leben in der Stadt zwischen Orient und Europa, das Rollenbild der Frau etc. Träume und harte Realität, Alltag und Besonderheiten. Einfach wunderschön.

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  • Rezension zu "Das Museum der Unschuld" von Orhan Pamuk

    Das Museum der Unschuld
    Stephanus

    Stephanus

    23. January 2013 um 10:06

    Kemal, Anfang 30 und mit Sibel verlobt verliebt sich vor der offiziellen Verlobungsfeier unsterblich in seine entfernte Verwandte Füsün. Immer stärker steigert sich die Affäre von Kemal mit Füsun zu einer unendlichen Liebe, die ein jähes Ende mit der Verlobungsfeier von Kemal und Sibel findet. Nach und nach merkt Kemal, dass er sich unsterblich in Füsun verliebt hat und nur mit dieser glücklich werden könnte. Die Verlobung mit Sibel wird gelöst und dann stellt sich heraus, dass Füsun, um der Schande der Affäre mit Kemal zu entgehen, bereits einen anderen geheiratet hat. Für Kemal wird die unerfüllte Liebe zu Füsun immer mehr zu einer Obsession und ohne Füsun kann er nicht mehr weiterleben. Er beginnt Gegenstäde von Füsun zu sammeln und mehr als 8 Jahre lang besucht er sehr häufig Füsun und ihre Eltern, um seiner großen Liebe nahe zu sein. In dieser Zeit des Wartens gewinnt die Sammelobsession von Kemal für sein Museum der Unschuld immer stärkere Züge. Als nach dieser langen Wartezeit Füsun sich von ihrem Ehemann scheiden lässt scheint das Glück zwischen Kemal und Füsun zum greifen nah und wird dann durch ein tragisches Ereignis jäh zerstört und beide auseinandergerissen, so dass sich Kemal nurmehr seiner Sammlung von Dingen, die ihn an Füsun erinnern und damit seinem Museum der Unschuld widmet. Orhan Pamuk erzählt, beginnend im Istanbul der 1970er Jahre eine Geschichte von zwei Liebenden, die zwischen Tradition und Moderne des Lebens in der Türkei hin und hergerissen werden und unterzugehen drohen. Bereits die Ich-Erzählperspektive ist brilliant gelungen und der Wechsel der Erzählperspektive am Ende des Buches sehr gelungen. Orhan Pamuk zeigt in dieser Geschichte vom Glück und der Suche nach dem Glück und damit auch der Suche nach dem Leben, dass er ein großartiger Erzähler ist. Ihm gelingt eine detaillierte und mitfühlende Schilderung, die bei mir letztlich am Ende des Buches die Sehnsucht aufkommen ließ, das Museum der Unschuld unbedingt einmal im wirklichen Leben besuchen zu wollen. Manche Längen sind im Buch leider enthalten, insbesondere bei der ausführlichen Schilderung der Besuche von Kemal bei Füsun und ihren Eltern. Hierüber sieht man aber gerne hinweg und das Buch ist insgesamt eine absolute Empfehlung.

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