Das neue Leben

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Inhaltsangabe zu „Das neue Leben“ von Orhan Pamuk

Literatur-Nobelpreis 2006 - Orhan Pamuk: »Die beste Entscheidung seit Jahren.« Frank Schirrmacher, Frankfurter Allgemeine Zeitung<br><br> Der Student Osman verfällt nicht nur einem rätselhaften Buch, sondern auch der schönen Canan, in deren Hand er dieses Buch zum ersten Mal sah. Als Canan plötzlich verschwindet, begibt sich Osman auf die Suche nach ihr und der Welt, die das Buch beschreibt. ›Ein neues Leben‹ beginnt und führt ihn auf albtraumhaften Busfahrten kreuz und quer durch die Türkei. <br> »Ein bewundernswertes Amalgam aus türkischer Lebenswelt, modernem Roman, deutscher Romantik, Sufismus und amerikanischem road-novel.« Thomas Steinfeld

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  • Rezension zu "Das neue Leben" von Orhan Pamuk

    Das neue Leben
    sarahkolumbus

    sarahkolumbus

    20. November 2009 um 15:19

    Ein Buch, dessen Inhalt das Leben verändern kann - auf so ein Buch stößt Osman, 22-jähriger türkischer Student, und wird von diesem Buch gänzlich in seinen Bann gezogen. Osman sitzt am Tisch, schlägt Seite um Seite um, liest Satz für Satz und verliert sich selbst in diesem geheimnisvollen Buch. „So kraftvoll war die Wirkung, daß ich meinte, mir sprühe beim Lesen aus den Seiten dieses Buches Licht entgegen ein Licht, das meinen Verstand vollkommen stumpf und im gleichen Moment überaus glänzend werden ließ. Und mir kam der Gedanke, ich würde neu und anders werden in diesem Licht, und ich nahm in diesem Licht die Schemen eines Daseins wahr, das ich später kennenlernen, mit dem ich vertraut sein würde.“ Pamuk setzt das aus dem Buch strömende LIcht gezielt als zentrales Leitmotiv ein und greift es auch im Laufe der Geschichte immer wieder auf. Das erleuchtende, fast schon aufklärerische Licht des geheimnisvollen Buches verändert Osman in seiner gesamten Existenz, seiner geistigen Identität und zeigt ihm die Idee eines neuen Leben. Das Buch - dessen Titel von Pamuk anfänglich galant verschwiegen wird und somit einen großen Raum für Interpretation bietet - manifestiert in Osmans Gemüt die Vorstellung einer Welt, von dessen Existenz er bis dahin keine Ahnung hatte und von der er durch Lesen des Buches längst ein Teil geworden war. „Meine vom Licht geblendeten Augen konnten die Welt im Buch und das Buch in der Welt nicht mehr voneinander unterscheiden. Es war, als sei eine einzige Welt, alles Existierende, jede mögliche Farbe und Sache in dem Buch unter den Wörtern enthalten, und dennoch ließ ich während des Lesens glücklich und erstaunt aller nur erdenklichen Dinge in meinem Verstand Wirklichkeit werden.“ Als ihn die Erkenntnis trifft, dass sich die Welt um ihn herum gänzlich geändert hat, verspürt Osman eine ungeahnte unerträgliche Einsamkeit, als wäre er „allein geblieben in einem Land, dessen Sprache, Gewohnheiten und geographische Lage“ ihm fremd waren und fasst den Entschluß ihm „Ähnliche“ zu finden. Gesehen hat Osman das Buch erstmals in der Hand der Architekturstudentin Canan und so läuft er durch die leeren Unterrichtsräume und Korridore der Universität auf der Suche nach Jemandem, dem es beim Lesen des Buches ähnlich erging. Als er sie schließlich findet, erschüttert ihn - so beschreibt er - die Liebe zu Canan so kraftvoll wie das Licht des Buches. Er habe das Buch gelesen, gesteht Osman Canan; voller Leidenschaft schildert er, wie sehr dieses Buch sein Leben verändert hat und dass er alles tun würde, um die Welt im Buch zu finden. Canan bringt Osman zu Mehmet, denn er hätte die im Buch beschriebene Welt besucht, doch Mehmet sagt, das Buch wäre bloß eine Geschichte und jene Welt, die er suche, gäbe es nicht. Am Ende stünde nichts als der Tod. Doch Osman ist weiterhin von jener Welt und dem neuen Leben fasziniert und eine Rückkehr in sein altes Leben ist für ihn unmöglich. Er sucht erneut nach Canan, die plötzlich verschwunden zu sein scheint und so begibt sich Osman auf seine Reise, auf der Flucht vor der Realität, quer durch den Osten der Türkei auf der Suche nach Canan und jener verheißungsvollen Welt, die das mystische Buch beschreibt. Orhan Pamuk schreibt mit „Das neue Leben“ einen Blidungsroman in Form eines roadnovel und verknüpft darin die östliche und westliche Gedankenwelt. Mit beeindruckender Sprache, nachdenklichem Ton, einem Wechsel aus romantischer Mystik und hoffnungsloser unerträglicher Realität, schafft er ein melancholisches Abbild der Türkei und greift gleichzeitig eine Thematik auf, die in der Literatur längst bekannt ist: Die Verführung junger Menschen, die sich nach mehr in der Welt sehnen.

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  • Rezension zu "Das neue Leben" von Orhan Pamuk

    Das neue Leben
    eva1982

    eva1982

    23. July 2008 um 17:02

    Es war etwas sehr langatmig.
    Die ersten 300 Seiten habe ich mich damit über Wasser gehalten, zu erfahren, was in diesem "ominösen Buch" steht. Auch ansonsten waren die Fügungen und der tiefere Sinn für mich nicht wirklich nachvollziehbar.
    Anstrengend zu lesen - aber wahrscheinlich fehlte mir der intellektuelle Zugang... ;-)!

  • Rezension zu "Das neue Leben" von Orhan Pamuk

    Das neue Leben
    Anja_Lev

    Anja_Lev

    05. May 2008 um 09:48

    schwierig, ich konnte das Buch kaum weglegen, hatte aber gleichzeitig das Gefühl, dass mir Teile der extrem vielschichtigen Geschichte entgehen. Auf jeden Fall lesenswert, zum Nachdenken und ein wenig zum rätseln. Eine LIebe, nicht erfüllt, eher Sehnsucht steht im Mittelpunkt, Osman liebt Canan, sucht und kann nicht von ihr lassen. Canan ist kompliziert,entzieht sich teilweise und verstärkt damit Osmans Bewunderung noch mehr.

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  • Rezension zu "Das neue Leben" von Orhan Pamuk

    Das neue Leben
    OlliF

    OlliF

    19. May 2007 um 10:29

    Ein wahnsinnig vielschichtiges, mit Symbolismus überfrachtetes Buch. Am Ende steht das Nachdenken, vor allem für den westlich orientierten Gernleser, dem seine ganzen Defizite gegenüber dem türkisch-islamisch-östlich geprägten Anteil des Symbolismus offensichtlich wurden. Mir fehlte in diesem Märchen dann doch die Lebendigkeit der Gefühle; der Roman ist sicher eine Fundgrube für Literaturwissenschaftler, und wer alle Hinweise verstanden oder sich darüber hinaus noch einmal angelesen hat, mag am Ende stolz auf das geschaffene Werk zurückblicken und Pamuk für ein Meisterwerk der Vielschichtigkeit danken. Doch auch in diesem Fall ist "Das neue Leben" mehr Arbeit als Lebendigkeit. Wenn Osmans Liebe zu Canan beschrieben wird, ist es eher Bewunderung und Verehrung, aber kein echtes, lebendiges Gefühl. Ich bin froh, dass ich es gelesen habe, aber es war ein hartes Stück Arbeit.

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