Die rothaarige Frau

von Orhan Pamuk 
4,1 Sterne bei14 Bewertungen
Die rothaarige Frau
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Positiv (11):
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Eine wunderbare Geschichte zwischen Mythos und Realität. Lesenswert, wenn man sich darauf einlassen kann.

Kritisch (1):
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abgebrochen

Alle 14 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die rothaarige Frau"

Als er die Schauspielerin zum ersten Mal im Theaterzelt sieht, ist Cem nur der einfache Lehrling des Brunnenbauers Murat. Sie ist schön, ihr rotes Haar leuchtet wie Feuer. Je mehr der Lehrling sich zu der Rothaarigen hingezogen fühlt, desto mehr entfremdet er sich von Meister Murat, der für ihn wie ein Vater geworden war. Als ein schrecklicher Unfall passiert, flieht Cem nach Istanbul. Jahrzehnte später kehrt er an jenen Brunnen zurück, wo er etwas Ungeheures entdeckt. – Orhan Pamuk erzählt mit klassischer Wucht eine Geschichte von Vätern und Söhnen, von Liebe und Verrat, von Schuld und Sühne in der Türkei, einem Land, das noch immer zwischen Tradition und Moderne zerrissen ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783446256484
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Hanser, Carl
Erscheinungsdatum:25.09.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 25.09.2017 bei Der Hörverlag erschienen.

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    Angel10vor 7 Monaten
    Die rothaarige Frau

    - Türkei 1985, 2015
    - Vater - Sohn - Konfikt
    - Ödipus (Sophokles)
    - Rostan und Sohrab aus "Schagname" des persichen Dichters Firdausi
    - gelungene Synthese der westlichen und persichen Sichtweise

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    Sikals avatar
    Sikalvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wunderbare Geschichte zwischen Mythos und Realität. Lesenswert, wenn man sich darauf einlassen kann.
    Eine wunderbar tragische Geschichte

    Cem wird früh mit dem Verlassenwerden konfrontiert, sein Vater verlässt über Nacht die Familie und meldet sich plötzlich nicht mehr. Der anfängliche Zorn der Mutter schwappt in existentielle Sorgen über, sodass sich Cem gezwungen sieht, seinen Traum von einem Studium vorerst mal beiseite zu stellen. Er entschließt sich für eine gewisse Zeit als Gehilfe bei Brunnenbauer Murat anzufangen und so zum Familieneinkommen beizutragen. Als Murat den Auftrag erhält, auf einem abgelegenen Gelände nach Wasser zu suchen, ahnt er nicht welch weitreichende Folgen dies haben wird.

     

    „Als Brunnenbauer kann nur bestehen, wer seinem Lehrling wie einem Sohn vertraut.“

     

    Cem entwickelt sich langsam zum Mann, sieht in Murat aber immer mehr einen Vaterersatz. Abends unterhalten sich die beiden manches Mal in einem Dorf, das ganz in der Nähe ihrer Baustelle liegt. Dort sieht Cem auch eines Abends die rothaarige Frau, in die er sich Hals über Kopf verliebt. Er beobachtet sie, fühlt sich von ihr magisch angezogen und verbringt schließlich mit ihr eine gemeinsame Nacht. Als es zu einem Unglück kommt, verlässt Cem - der Situation nicht gewachsen – Baustelle und Geliebte. In weiterer Folge legt Cem eine Bilderbuchkarriere hin, heiratet und lässt diesen Teil seiner Jugend weit hinter sich zurück – so denkt er zumindest.

     

    „Freiheit bedeuten, dass man Geschichte und Moral vergisst.“

     

    Der Roman ist in drei Teile gegliedert – anfangs erfährt man einiges über Cems Beziehung zu Murat und seiner Arbeit auf der Baustelle, sowie sein Verliebtsein. Im zweiten Teil wird Cems weiterer Lebenslauf und sein Aufstieg in den Fokus gestellt, während im letzten Teil Cem von seiner Vergangenheit eingeholt wird und sich der Kreis wieder schließt.

     

    Orhan Pamuk ist für mich ein großartiger Schriftsteller. Seine Bücher fesseln mich jedes Mal aufs Neue und ich bin beeindruckt ob der Entwicklung in seinen Geschichten. Seine zwischenzeitlich oftmals philosophischen Ergüsse sind herrlich, immer wieder streut er hier die Geschichte des Ödipus aus der griechischen Mythologie ein, verknüpft diese mit dem aktuellen Roman (bestimmt ist dies nicht jedermanns Sache, ich fand es großartig).

     

    Pamuk schreibt leicht und flüssig, lässt eine Ruhe spüren und erzählt mit einer gewissen Gelassenheit – und trotzdem kann man sich der Geschichte nicht entziehen. Er verbindet Realität mit Fiktion, spannt den Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart und verwebt die einzelnen Fäden derart grandios, dass man am Ende überrascht ist, wie sich alles findet.

     

    Absolute Leseempfehlung für alle LeserInnen, die sich darauf einlassen können.

    Kommentare: 2
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    naninkas avatar
    naninkavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr schönes Buch - poetisch, geheimnisvoll, anspruchsvoll und überraschend zugleich.
    Die geheimnisvolle rothaarige Frau

    Im ersten Teil des Buches begleiten wir den Protagonisten Cem durch seine Jugendjahre. Cem möchte Geld für sein Studium verdienen und wird so für eine Zeit die rechte Hand des Brunnenbauers Mahmut. Er sieht Mahmut als Vaterfigur und strengen Meister zugleich. Cem verliebt sich in eine mysteriöse, rothaarige, schöne, doch viel ältere Schauspielerin und verbringt mit ihr eine Liebesnacht. Am nächsten Tag geschieht ein Unfall und er lässt vor lauter Verwirrtheit seinen Meister, der in den Brunnen fiel, im Stich - im Glauben, dieser sei gestorben. Jahre später beginnt er ein neues Leben mit seiner Frau, die er sehr liebt und doch begleitet sie die Vergangenheit- Cem und (später) seine Frau, die nichts vom Brunnenunfall weiss, beschäftigen sich obsessiv mit orientalischen „Ödipus“-Geschichten. Der erste Teil ist sehr philosophisch und voller Metaphern, die Geschichte geht gemächlich voran und ist anspruchsvoll zu lesen. Es ist ein Geflecht aus Legenden und Realität mit vielen Anspielungen, Metaphern, Mythen und Parablen. Im zweiten Teil gelangen wir in einer viel moderneren Türkei, Cem und seine Frau haben sich ein Immobilienimperium aufgebaut. Es zieht Cem magnetisch zurück an den Ort des Brunnens. Er erfährt, dass er damals in seiner ersten Liebesnacht einen Sohn gezeugt hat und sein Meister damals gar nicht gestorben ist. Sein Sohn ist nationalistisch veranlagt. Er ist verbittert, dass sein vermeintlicher Vater nicht da war für ihn und sein leiblicher erst recht nicht. Wie sein leiblicher Vater, ist er sozusagen ohne Vater aufgewachsen und wie er hegt er schriftstellerische Ambitionen. Cem hätte so unendlich gerne einen Sohn gehabt, doch trotz vieler Ähnlichkeiten sind die beiden unterschiedlich und begegnen sich sehr feindselig. Ohne allzu viel zu verraten, entwickelt sich in diesem Teil ein rasantes Drama. Teil drei des Buches wird aus Sicht der rothaarigen Frau geschrieben, was ebenso spannend war. Fazit: Ein Buch, das zunächst gemächlich und sehr philosophisch daherkommt, entwickelt sich zunehmends in ein Drama, um im dritten Teil aus der weiblichen Sicht reflektiert zu werden. Vor allem Teil 2 und 3 haben mich sehr gepackt und rückblickend macht Teil 1 mosaikartig sehr viel Sinn. - Ein tolles Buch, das sich langsam entfaltet und plötzlich sehr rasant wird. 4.5 Sterne!

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    19angelika63s avatar
    19angelika63vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Parabel in der durch Unwissenheit ein Vater getötet wird und der Sohn seine Mutter heiratet.
    Eine Vater-Sohn-Tragödie

    Klappentext
    Als er die Schauspielerin zum ersten Mal sieht, ist Cem nur der einfache Lehrling des Brunnenbauers Murat, der in einem wüstenhaften Vorort von Istanbul endlich auf Wasser stoßen will. Ihr rotes Haar leuchtet wie Feuer, während sie im Theaterzelt in Rostam und Sohrab mitspielt, einem Stück, in dem der Vater, anders als im Ödipus-Mythos, versehentlich den Sohn tötet. Je mehr der Lehrling sich zu der schönen Rothaarigen hingezogen fühlt, desto mehr entfremdet er sich von Meister Murat, der für ihn wie ein Vater geworden ist. Als ein schrecklicher Unfall passiert, flieht Cem in Panik nach Istanbul. Doch wie von einer unwiderstehlichen Kraft angezogen, kehrt er Jahrzehnte später an jenen Brunnen zurück, wo er etwas Ungeheures entdeckt.



    "Wenn man so etwas tut, denkt man nicht an die Folgen. Denn wer an die Folgen denkt, kann nicht frei sein. Freiheit bedeutet, dass man Geschichte und Moral vergisst." (Seite 248)

    Cems Vater verlässt eines Tages die Familie ohne ein Wort zu sagen. Er ist wie vom Erdboden verschluckt. Cem möchte studieren, entschließt sich aber erst einmal Geld als Brunnenbauer zu verdienen. Er tritt eine Stelle bei Meister Murat an. Dieser gräbt in einem Ort in der Wüste Istanbuls für einen Auftraggeber nach Wasser. Sollte welches gefunden werden, wird an dieser Stelle ein Brunnen errichtet. Die Arbeit ist hart, aber Murat wird immer mehr zu einem Vaterersatz für Cem.

    Die Abende verbringen die beide ab und an in einem nahegelegenen Dorf. Dort sieht Cem zum ersten Mal die rothaarige Frau und verliebt sich unsterblich in sie. Nach einigen Treffen verbringt er schließlich die Nacht bei ihr. Doch dann kommt es eines Tages zu einer Tragödie und Cem verlässt Hals über Kopf sowohl Meister Murat als auch die rothaarige Frau.

    Cem studiert, findet eine Frau, gründet mit ihr ein eigenes Unternehmen und ist sehr erfolgreich. Er versucht die Tragödie von damals und die rothaarige Frau zu vergessen. Doch nach Jahren zieht es ihn an diesen einen Ort zurück, der sein Leben veränderte. Und wieder passiert etwas Unvorhergesehenes ...

    "Wir wünschen uns einen starken, entschlossenen Vater, der uns sagen kann, was wir tun sollen und was nicht. Und warum? Weil es so schwierig ist zu entscheiden, was moralisch und richtig und was dagegen falsch und eine Sünde ist? Oder weil wir gern hören wollen, dass wir nicht schuldig und sündig sind? Hat man immer das Gefühl, einen Vater zu brauchen, oder etwa nur dann, wenn man nicht weiterweiß und alles um einen herum zerfällt?" (Seite 165)

    Der Roman ist in drei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil geht es um die Zeit, die Cem mit seinem Lehrherren Murat und der rothaarigen Frau verbringt. Der zweite Teil beschäftigt sich mit Cems Werdegang und der dritte Teil hat dann ein paar Überraschungen für mich als Leserin parat. Mich hat gerade der dritte Teil sehr ans Buch gefesselt.

    In dieser Geschichte geht es mal nicht um die so oft thematisierten Mutter/ Tochter Konflikte, sonder um die Vater/ Sohn Konflikte, und was es mit einem jungen Mann macht, der ohne Vater aufwächst.

    Für mich war dieses Buch das erste, dass ich von Pamuk gelesen habe. Ich wusste nur, das seine Bücher philosophische Komponente haben und die Sprache sehr schön ist.

    Das kann ich für dieses Buch nur bestätigen. Die ganze Geschichte ähnelt einem Märchen. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass Pamuk immer wieder die Geschichte von Ödipus sowie Rostam und Sohrab mit einbindet. Er verwebt die beiden Epen mit der Geschichte Cems und somit entsteht, in meinen Augen, eine Parabel in der durch Unwissenheit ein Vater getötet wird und der Sohn seine Mutter heiratet.

    Auch wenn das Buch nicht einfach zu lesen ist, hat es mich dennoch fasziniert. Diese Verwebung von Sage und Realität sowie von Vergangenheit und Gegenwart, Moderne und Tradition gepaart mit einer wundervollen Art des Erzählens hat mir sehr gut gefallen.

    Dies war bestimmt nicht mein letzter Pamuk. Absolute Leseempfehlung!

    "So teilen wir immer wieder Menschen in Rostam- und in Ödipus-Typen ein. Vätern, die trotz allen guten Willens bei ihren Söhnen Ängste auslösen, sprachen wir ein Rostam-Potential zu, aber Rostam hatte schließlich seinen Sohn im Stich gelassen. In Söhnen, die gegen den Vater rebellieren, mochte ein Ödipus stecken, doch wer war dann der vom Vater verlassene Sohrab?" (Seite 164)


    Kommentare: 4
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    Daniel_Allertseders avatar
    Daniel_Allertsedervor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ganz toller, literarisch anspruchsvoller und stilistisch hochwertiger Roman!
    Ganz toller, literarisch anspruchsvoller und stilistisch hochwertiger Roman!

    Meine Meinung

    Orhan Pamuk’s neuestes Werk ist ein Roman über die bedingungslose Liebe zu einer mysteriösen Frau und die Auswirkungen eines einzigen Fehltritts. Meisterlich verwebt der türkische Autor zahlreiche Charaktere und bündelt sie in einem einzigen, dramatischen Karussell.

       Das Buch mit diesem sensationellen Cover erzählt von Cem, der in der Türkei Lehrling eines Brunnenbauers ist – bei Meister Mahmut. Tagelang, wochenlang, monatelang graben sie an einem einzigen Loch auf der Suche nach Wasser. Immer wieder begegnet Cem diese mysteriöse, wunderschöne rothaarige Frau, und getrieben von Neugier und Lust lässt sich Cem auf diese Frau ein. Doch nach einem schicksalshaften Tag verändert sich sein ganzes Leben…

    Das Buch ist in drei Teile gegliedert, die man simpel mit Kernaussagen beschreiben kann: Teil eins handelt von Cem’s Jugend – seine Zeit als Lehrling, der Bau des Brunnens und das Entdecken der rothaarigen Frau. Teil zwei behandelt Cem’s Erwachsenendasein, die unvergessliche Schuld, die er in seiner Jugend begangen hat und die Rückkehr in sein Heimatdorf. Der dritte Teil hingegen birgt für die Leser eine Überraschung, die mich selbst auch grazil begeistert hat. Pamuk’s Schreibstil ist wirklich sehr zu loben: Nüchtern, elegant und mit einer kleinen Portion Leichtigkeit. Liebevoll und mit vielen Details weiht uns der Autor in die Geschichte des Brunnenbaulehrlings ein, der sein Leben wegen der rothaarigen Frau vollkommen auf den Kopf stellt. Lockerleicht zu lesen, aber trotzdem mit einem gewissen Anspruch nimmt der Autor uns mit in die Türkei, in der noch immer »Moderne und Tradition zerrissen ist«. Mit großer Hingabe und mit patriotischen Zügen formt Orhan Pamuk eine strittige und wilde Türkei – romantisch mit dem Sternenhimmel und die schweißtreibende Arbeit als Brunnenbauer; gefährlich mit den patrouillierenden Polizisten und gewalttätigen Nationalisten. Gesellschaftskritische Elemente findet man ebenso zahlreich in diesem spektakulären Roman: Sei es der Putschversuch, der Status zahlreicher Familien in der Gesellschaft oder die Presse, die die Tatsachen verdreht und die Menschen manipuliert.

      Die Hauptfiguren haben allesamt einen Lorbeerkranz verdient: Cem ist ein schüchterner, fleißiger Mensch mit einem großen Ziel: Geld für die Universität verdienen. Er ist ehrgeizig, liebevoll und naiv – und die männliche Gier wird in ihm geweckt, sobald er die rothaarige Frau beobachtet. Die rothaarige Frau lernt man erst etwas später kennen, doch auch sie ist, wie geahnt, liebevoll und gewissenhaft. Dann wären da noch Meister Mahmut, der strenge und dennoch ergebene Brunnenbaumeister; Cem’s Mutter, die nur das Wohlergehen ihres Sohnes im Kopf hat; Ayşe, die liebevolle und starke Ehefrau von Cem und ganz zum Schluss lernen wir noch Enver kennen, dessen Position im Buch ich an dieser Stelle lieber für mich behalte.

    Fazit

    Zusammenfassend darf ich dem Autor loben, denn er hat uns Liebhabern von klassischer Literatur einen Grund gegeben, seinen Roman zu respektieren: Sprachlich nüchtern und wortgewandt, stilistisch unterhaltend, abwechslungsreich und interessant. Einzigartige Charaktere und mit einem sensationellen Ende, welches kategorisch und überraschend ist. Eine ganz große Empfehlung!

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    Tomatensauceverzauberins avatar
    Tomatensauceverzauberinvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: abgebrochen
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    SomeBodys avatar
    SomeBodyvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Wortgewandt werden Legende und Realität anhand einer Vater-Sohn-Geschichte miteinander vereint.
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Monaten
    Vilja2013s avatar
    Vilja2013vor 4 Monaten
    Lisaas avatar
    Lisaavor 4 Monaten

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    Pressestimmen

    Der neue Roman vom Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk – eine klassische Geschichte von Liebe und Verrat

    "Konstruiert wie ein mytisches Verhängnis, beschreibt Orhan Pamuk die Bruchstellen der türkischen Gesellschaft: den Wunsch nach dem starken Mann, nach Gehorsam und Führung, die Verdrängung historischer Schuld, das Wuchern der Städte, die Ausbeutung der Natur, der Verlust politischer Bandbreite … Dass er auf die Verhängnisstruktur des Mythos zurückgreift, um Fragen von Schuld, Schicksal, Staat, Familie, und Moral zu diskutieren, macht seinen Roman literarisch ergiebig." Meike Feßmann, Der Tagesspiegel, 12.10.17
    "Eine politisch brisante Vater-Sohn-Tragödie. Raffiniert oszilliert dieser Roman über Väter und Söhne zwischen Wirklichkeit und Legende, spiegelt Figuren, Epochen, Kulturen." Susanne Schanda, Neue Zürcher Zeitung, 24.09.17
    "Dieser Roman ist so dicht gewebt wie die Gewänder auf den Schultern der Menschen in einer antiken Tragödie. Orhan Pamuk hat ein Schicksalsbuch geschrieben, in dem jeder Satz an seiner genauen Stelle steht, kein Wort ist überflüssig." Rose-Maria Gropp, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.17
    "Mithilfe von Legendenschreibung hat der Schriftsteller eine Geschichte wie ein Gleichnis verfasst, die nun in der wie immer sehr klaren und eingängigen Übersetzung von Gerhard Meier vorliegt. Aufrichtig und märchenhaft wollte der Schriftsteller sein Buch erzählen, hieß es gegen Ende erklärend, authentisch und ehrlich, zugleich aber auch wohlbekannt wie eine Legende." Stefan Berkholz, SWR2, 02.10.17
    "Die ganz hohe Kunst besteht bei Orhan Pamuk darin, dass seine Geschichten, obwohl sie ausgeklügelt sind, allesamt so anmuten, als habe er sie am eigenen Leib erfahren. Das zeugt von absoluter Weltklasse." Ulf Heise, MDR Kultur, 26.09.17
    "Der türkische Nobelpreisträger schafft aus dem Erbe zweier alter Mythen einen Roman, dessen Dreh- und Angelpunkt eine moderne Frau ist – eine Außenseiterin, die frei und lustvoll lebt und provokativ ihre rot gefärbten Haare wie ein Warnung auf dem Kopf trägt. Diese Figur weist den Weg aus dem sinnlosen Kreislauf der Zerstörung. In der patriarchal strukturierten türkischen Gesellschaft mit dem Präsidenten als autoritärem Übervater darf 'Die rothaarige Frau' durchaus als politische Parabel gelesen werden." Susanne Schanda, Neue Zürcher Zeitung, 24.09.17
    "Die Parabel vom Brunnenbauer und der rothaarigen Frau lehrt das Aufbegehren und den Trotz, lehrt uns den Widerstand gegen die scheinbare Unausweichlichkeit und macht uns damit frei, die Verantwortung für unser Schicksal zu übernehmen." Stefan Weidner, Süddeutsche Zeitung, 23.09.17

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