Oriana Fallaci Die Wut und der Stolz

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Inhaltsangabe zu „Die Wut und der Stolz“ von Oriana Fallaci

Nach zehn Jahren bricht Oriana Fallaci ihr Schweigen. Nach dem Anschlag auf das World Trade Center hat die Wahl-New-Yorkerin sich den Schock, die Wut auf die Täter und ihren Stolz angesichts der Errungenschaften des Westens von der Seele geschrieben. Rhetorisch brillant fordert sie dazu auf, der fundamentalistischen Herausforderung die Stirn zu bieten.§Zornig ist Fallaci über den terroristischen Wahn ebenso wie über den Terror des Alltags, in dem Frauen weniger wert seien als Kamele. "Steinigen, Enthaupten, Handabhacken bei Dieben - das scheint mir nicht sehr brüderlich zu sein." Die islamische Welt, so der Tenor ihres Buches, befinde sich im heiligen Krieg gegen die Zivilisation: Das, was die westliche Welt mit vereinten Kräften erreicht habe, sei viel zu kostbar, als dass man es leichtfertig aufs Spiel setzen könne. Fallacis Abscheu gilt deshalb ebenso den Freudenfeiern in Palästina wie der "Idiotie" im Westen, die den USA eine Mitschuld am Unglück zuweisen.§ Doch auch der Westen bleibt von Fallacis sezierendem Blick keineswegs verschont: Sie teilt nicht nur einige böse Seitenhiebe gegen Silvio Berlusconi aus, sondern beklagt vor allem den Mangel an nationaler Identität in Europa.§Kein Zweifel: Mit 'Die Wut und der Stolz' ist es Oriana Fallaci - wie schon mit ihren früheren großen Erfolgsbüchern - gelungen, unbequeme Wahrheiten zu formulieren, die mitten ins Herz der gegenwärtigen Debatten um Terrorismus, kulturelle Identität und den erbitterten Krieg der Kulturen führen.§ (Quelle:'Fester Einband')

Eine Kampfansage gegen den Islam. Aber auch Abrechnung mit allen Parteien in ihrem Land.

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    Die Wut und der Stolz

    Liebes_Buch

    14. May 2017 um 12:56

    Oriana Fallaci war eine weltberühmte Kriegsreporterin, die viele hohe Politiker interviewte wie z B Kissinger,  Golda Meir, Arafat, Gaddafi oder Brandt. Bei einem Gespräch mit Khomeini wurde sie fast erschossen wegen der Verschleierung, die sie sich ausserdem im Gespräch runterriss. Sie wurde Augenzeugin von Hinrichtungen in der islamischen Revolution, Palästinenser sperrten sie während eines Gefechts in ein Munitionslager und sie ist schuld an der Inhaftierung eines Frisörs, den sie dazu überredete, sich in seinem Salon das Haar zu waschen-das war verboten.  Schon in den 80er Jahren  hatte sie über die Greul in der islamischen Welt berichtet und war dafür so angefeindet worden, dass sie ihre Arbeit aufgab.  Sie lebte teilweise im Exil in Amerika, so dass sie die Terrorattacke gegen New York als Einwohnerin der Stadt miterlebte. In dem Buch „Die Wut und der Stolz“ schreibt sie sich das Grauen von der Seele, das die Radikalisierung der islamischen Welt in ihr auslöst. In einer Art offenem Brief schreibt sie an die Italiener und offenbart dabei ihre persönlichen Erlebnisse und Empfindungen. Es handelt sich also nicht um eine sachliche Studie oder ein politisches Geschwurbel einer Partei. Der emotionale Tonfall und die freche Ausdrucksweise wurden kritisiert. Z B sagt sie, Muslime würden sich wie Ratten vermehren, weil Osama bin Ladens Vater 22 Frauen und 54 Kinder hatte. Allerdings schreibt sie in gleichem Ton über sich selbst, über den Papst und über Politiker. Man merkt, dass sie das Grauen ohne eine Portion Galgenhumor nicht mehr aushält. Und auch ich musste beim Lesen lachen und weinen. Oriana Fallaci erlebte als Kind den 2. Weltkrieg und kämpfte mit ihrer Familie unter Einsatz ihres Lebens für  Frieden, Freiheit und Bildung. Diese Werte sieht sie durch die momentane Aggression in der islamischen Welt gefährdet.  Mit „Die Wut und der Stolz“ bricht sie ein Tabu, denn sie erlaubt dem Leser, entsetzt zu sein, zu trauern und wütend zu werden. Wir haben uns darauf geeinigt, bei  islamistischen Terroranschlägen nicht zu reagieren und Gefühle wie Trauer, Angst oder Verzweiflung in uns abzutöten, weil die Medien es uns verbieten. Wir dürfen zwar Empathie mit Muslimen haben, nicht aber mit ihren Opfern. Wir reagieren auf die entsetzlichen Greul in der islamischen Welt mit Gleichmut.  Aber ist Gleichgültigkeit eine Tugend? Anders als bei Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“ gibt es hier keinerlei genetische Überlegungen. Fallaci richtet sich gegen keine Rasse, sondern gegen die Gewalt, derer sie Zeuge ist. Leider hat sich die Situation seit den Angriffen gegen New York nicht verbessert. Im Gegenteil.  

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  • Warum sollen wir tolerant gegenüber jemandem sein, der uns gegenüber keine Toleranz an den Tag legt?

    Die Wut und der Stolz

    R_Manthey

    24. June 2016 um 09:57

    Dieses Zitat stammt nicht aus dem Buch, sondern vom gegenwärtigen tschechischen Außenminister Lubomir Zaorálek. Oriana Fallaci schrieb ihr Buch bereits vor fast 15 Jahren und zwar aus Wut über die freudige Reaktion vieler Muslime in den USA, Europa und natürlich erst recht in muslimischen Ländern über die Ereignisse am 11. September 2001. Schon 20 Jahre vorher fragte sie: "Welchen Sinn hat es, Leute zu respektieren, die uns nicht respektieren?" In 35 Jahren hat sich also im Westen nichts geändert, jedenfalls nicht im Sinne einer Hinwendung zur Vernunft. Deshalb kann man Fallacis Warnung in diesem Text durchaus mehr als ernst nehmen: "Das Schlimmste steht uns noch bevor: die Wahrheit. Und die Wahrheit liegt nicht notwendig in der Mitte. Manchmal ist sie ganz auf einer Seite." Warum sollte man ein solches in Wut geschriebenes Buch nach 15 Jahren noch einmal lesen? Ganz einfach: Weil es zeigt, dass kluge und welterfahrene Menschen schon vor recht langer Zeit zu auf der Hand liegenden Erkenntnissen kamen, die heute immer noch von den selbsternannten Eliten aus welchen Gründen auch immer einfach geleugnet und mit einem Bannstrahl bedacht werden. Man kann es aber auch unter einem anderen Aspekt sehen: Dieses Buch wurde in einer Millionenauflage verkauft. Hat es irgendetwas geändert? Fallaci schreibt am Ende ihres Textes von 2001, dass es egal ist, ob Italien mit Kanonen oder Schlauchbooten erobert wird. Man kann über diese Weitsicht nur staunen. Die 2006 verstorbene Fallaci war nicht irgendeine Schriftstellerin Italiens. Als Journalistin erlebte sie Kriege im arabischen Raum hautnah, ebenso wie die Verachtung, die dort Frauen entgegengebracht wird. Beispiele aus Fallacis eigenem Erleben findet der Leser in diesem Buch genug. Und Fragen, die sich immer wieder auf den selben seltsamen, hierzulande ebenso nicht thematisierten Widerspruch fokussieren: Von uns wird über alle Maßen Toleranz und Respekt erwartet, ohne dass auch nur ein Ansatz dafür gegenüber unserer Kultur vorhanden wäre. Wenn man dieses Buch liest, dann sollte man keine intellektuelle Analyse erwarten. Es ist vielmehr ein wütendes Pamphlet gegen die europäische Selbstaufgabe und ein Bekenntnis des Stolzes auf die europäische und insbesondere die italienische Kultur. Insbesondere geht Fallaci dabei der Frage nach, wieso ausgerechnet die Linken (und Grünen) und die christlichen Kirchen eine Unterwanderung Europas durch eine muslimische Masseneinwanderung mit allen Kräften unterstützen, wo doch nur ein Blick in die muslimische Welt ihnen ihr damit zu erwartendes Schicksal voraussagt. Rational kann man diese Blindheit wohl kaum verstehen. Auch Ideologien sind nichts weiter als religiöse Verblendungen, die dazu beitragen, dass man die Welt nur noch so wahrnimmt, wie man sie sehen will. Vielleicht erklärt das auch, warum einige Zeitgenossen ernsthaft glauben, alle Menschen würden so denken wie wir Europäer und sich nach Freiheit und unserem Lebensstil sehnen. Sie sehen deshalb auch nicht, dass ihr entgegenkommendes und selbstverleugnendes Verhalten in anderen Kulturen als Schwäche angesehen wird, die man ausnutzen kann. Fallacis Buch wird sicher niemanden dieser Gutgläubigen überzeugen. Für andere ist es gewiss eine Bestätigung und Ermunterung.

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  • Rezension zu "Die Wut und der Stolz" von Oriana Fallaci

    Die Wut und der Stolz

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. May 2010 um 19:42

    Oriana Fallaci hatte es sich nach dem 11. September auf die Fahnen geschrieben, mit "Die Wut und der Stolz" (und anderen Werken) die ungeschminkte Wahrheit über ein heikles Thema, nämlich dem Islam und den Westen, loszuwerden. Dass es sich bei dieser "Wahrheit" letzendlich nur um ihre eigene, sehr extreme Meinung handelt, dürfte klar sein, wird aber von ihrer polemischen und zweifelsohne kraftvollen Ausdrucksweise gut versteckt. Schreiben konnte Fallaci (gekonnter Umgang mit Sprache ist nicht umsonst wesentlicher Bestandteil jeder Propaganda), dass sie sich dabei so gut wie immer im Ton vergreift, vulgär, beleidigend und polemisch wird, das überrascht kaum. Ein sehr heikles, extremes Buch, das (hoffentlich nicht nur bei mir) ein richtig ungutes Gefühl zurücklässt, weil Fallaci bis aufs Unbegreifliche pauschalisiert und letztendlich nur hasserfüllte Ereiferungen in einer einseitigen Darstellung loswird. Ich wusste nicht, ob ich den Kopf schütteln sollte oder doch lieber Angst bekommen. Dazu noch das unbeschreiblich übersteigerte Selbstwertgefühl einer zu sehr von sich, ihrem Können, vermeintlichen Wissen und ihrer Welterfahrung überzeugten Journalistin. Stammtischtiraden auf vermeintlich höherem Niveau: keine Islamkritik sondern lediglich die zu erwartenden Vorurteile in einer wütenden, ausufernden "Predigt". Sachliche Überlegungen für eine objektive Auseinandersetzung mit dem Thema sucht man vergeblich, waren aber wohl auch nicht die Absicht der Autorin, deren Ziel wohl in der Selbstdarstellung, Provokation oder gar Aufhetzung lag.

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  • Rezension zu "Die Wut und der Stolz" von Oriana Fallaci

    Die Wut und der Stolz

    Ferdimax

    25. June 2008 um 11:16

    Ein kraftvolles Plädoyer für Meinungsfreiheit und christliche Werte, leider schiesst die Gute manchmal etwas über den Bug. Das macht es aber spannend.

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