Ornela Vorpsi Die Hand, die man nicht beißt

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Inhaltsangabe zu „Die Hand, die man nicht beißt“ von Ornela Vorpsi

Mirsad, ein alter Freund aus Sarajevo, ist angeblich krank, und so eilt ihm die Erzählerin aus Paris mit großem Getöse zu Hilfe. Doch schnell wird ihr klar, es ist keine schwere Krankheit, die Mirsad erfasst hat, es ist der Weltschmerz, den sie so gut kennt. Sarajevo oder Tirana, Serbien, Bosnien, Albanien, "alles Balkan", stellt die Erzählerin lapidar fest. Und der Besuch bei Mirsad gerät mehr und mehr zu einer Reise in die Vergangenheit, zu einem Pendeln zwischen Geschichte im Kommunismus und Gegenwart im Kapitalismus. Nach "Das ewige Leben der Albaner" führt Vorpsi uns nun witzig und geistreich in eine Welt, in der man "Die Hand, die man nicht beißt" am besten küsst.

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  • Rezension zu "Die Hand, die man nicht beißt" von Karin Krieger

    Die Hand, die man nicht beißt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. December 2012 um 22:13

    "Mirsad, ein alter Freund aus Sarajevo, ist angeblich krank, und so eilt ihm die Erzählerin aus Paris mit großem Getöse zu Hilfe. Doch schnell wird ihr klar, es ist keine schwere Krankheit, die Mirsad erfasst hat, es ist der Weltschmerz, den sie so gut kennt. Der Besuch bei Mirsad gerät immer mehr und mehr zu einer Reise in die Vergangenheit, zu einem Pendeln zwischen kommunistischer Geschichte und kapitalistischer Gegenwart. Die Menschen, die Geräusche, die Stimmungen, der Fatalismus, alles ist ihr vertraut. Man verständigt sich in einer Art Balkanesperanto, und trotzdem scheint die Kluft zwischen denen, die geblieben sind, und einer wie ihr, die der geliebten Hölle den Rücken gekehrt hat, unüberwindlich." (Klappentext) Die kurze Lektüre besteht aus 111 Seiten. Sie ist in keine Kapitel aufgeteilt und man merkt nur an einem Zeilenabstand, wenn sich das Thema oder die Handlung ändern. Die Erzählweise aus der Perspektive der „Ich“ - Person ist deutlich, unterhaltend und mit viel Bezug auf die Gefühle der Heldin. Die Orte und Zeitpunkte der Handlung wechseln oft durch einen Rückblick der Hauptfigur in die Vergangenheit, dann geht es meist um eine bestimmte Situation, die das Innere der „Ich“ - Erzählerin oder das vorher Gesagte unterstreichen soll. Manchmal wirkt das verwirrend auf den Leser. Die Erzählerin besucht in Sarajevo (Bosnien) einen am „Weltschmerz“ erkrankten Freund, Mirsad, um für ihn als Freund zur Verfügung zu stehen, um dort „ein offenes Ohr zu sein“. Mirsad versteckt sich zusammen mit seinen Hunden hinter den Wänden seiner Wohnung. Die ersten Treffen mit ihr sagt er ab. Er kann es nicht ertragen unter Menschen zu sein. Was genau Mirsad beschäftigt wird am Schluss angedeutet, aber bleibt trotzdem unklar. Da Mirsad Abstand zu der Erzählerin hält, hat diese Zeit sich mit ihrer Umgebung zu beschäftigen. Mit den Menschen, die sie als „Ausländerin“ ansehen, obwohl sie doch eigentlich dazugehörte. Die Geschichte ist teilweise sehr erschreckend, traurig und beklemmend. Sie erinnert tatsächlich, wie es auf der Rückseite des Buches steht, an die Bücher der Autorin Herta Müller. Doch ich empfand „Die Hand, die man nicht beißt“ als leichter und klarer. Vielleicht lag es auch an dem Umfang. Im Ganzen hat mir die Lektüre gut gefallen und ich würde sie empfehlen, wenn man sich die heute noch bestehenden Gegensätze von „Ost“ und „West“ vor Augen führen möchte.

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