Orson Scott Card Enders Spiel

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Inhaltsangabe zu „Enders Spiel“ von Orson Scott Card

Alles nur ein Spiel. Nur dem äußeren Anschein nach ist Andrew Wiggin, genannt Ender, ein ganz normaler Junge. Tatsächlich hat man ihn dazu auserwählt, zu einem militärischen Genie zu werden, das die Welt braucht, um einen übermächtigen Feind zu besiegen. Aber Enders Geschichte verläuft anders, als es die Militärs geplant haben. Völlig anders … Mit 'Enders Spiel' hat Orson Scott Card einen einzigartigen dystopischen Roman geschrieben – mit einem Helden, den man nie mehr vergisst.

Spannend und Emotional!

— MircoNigbur

Überhaupt nicht mein Genre, aber so gut, dass ich auf jeden Fall mehr davon lesen werde. Klare Leseempfehlung!

— Buchliese

Bombastisch

— KainAutor

Interressant, spannend, verwirrend, irgendwie typisch amerikanisch, verfilmt mit nur der halben "Buchwahrheit"...

— karatekadd

Interessant, verwirrend, gesellschaftspolitisch fragwürdig, irgendwie amerikanisch, verfilmt mit nur der halben Buch"wahrheit"

— LitteraeArtesque

faszinierender Klassiker der Science Fiction über einen kleinen Jungen, der seine Kindheit opfert, um die Menschheit zu retten

— louella2209

Faszinierende Geschichte, die man nicht so schnell vergisst...

— susymah

Ich habe dieses Buch erstmalig als Jugendliche gelesen und seitdem begleitet es mich.

— BiancaSchäfer

Ein Buch mit Höhen und Tiefen, das sich nicht mit wenigen Worten beschreiben lässt. Meinen Nerv hat es leider nicht getroffen.

— Niob

Ein Buch, daß mich 430 Seiten mitgerissen und begeistert hat. Und dann kamen die letzten 26 Seiten. Warum dann so ein merkwürdiges Ende...?

— vormi

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  • Enders Spiel

    Enders Spiel

    vormi

    26. July 2017 um 22:39

    Alles nur ein Spiel ... Nur dem äußeren Anschein nach ist Andrew Wiggin, genannt Ender, ein ganz normaler Junge. Tatsächlich hat man ihn dazu auserwählt, zu einem militärischen Genie zu werden, das die Welt braucht, um einen übermächtigen Feind zu besiegen. Aber Enders Geschichte verläuft anders, als es die Militärs geplant haben. Völlig anders … Mit »Enders Spiel« hat Orson Scott Card einen einzigartigen dystopischen Roman geschrieben – mit einem Helden, den man nie mehr vergisst.Inhaltsangabe auf amazonDieses Buch hat mir richtig gut gefallen.Es war spannend und mitreissend, also alles, was man sich von eknem Buch wünacht.Und dann?Die 26 Seiten letzten Seiten haben mir dann gar nicht mehr so gut gefallen.Warum hat der Autor denn so ekn Ende gewählt?Schade, dafür ziehe ich 1 Stern ab.

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  • Ein Klassiker der Science Fiction

    Enders Spiel

    emilayana

    18. December 2016 um 11:55

    Enders Spiel   Genre: Sience-Fiction Autor: Orson Scott Card Verlag: Heyne fliegt Preis: 9 € Seiten: ca. 450 ISBN: 978-3-453-31420-7     1.     Handlung: Andrew Wiggins, von allen nur Ender genannt ist ein taktisches und strategisches Kriegsgenie. Die Menschheit steht vor ihrer Vernichtung durch die sogenannten Krabbler und Ender soll sie retten. Er durchläuft eine Ausbildung in der Militärakademie. Er ist von seinen Eltern, seinen Geschwistern getrennt. Wird Ender diese Ausbildung überstehen und wird dabei sein Genie erhalten werden oder zerbrochen? 2.     Schreibstil: Der Schreibstil ist nicht besonders, aber sehr gut. Man kann sich das Weltall gut vorstellen und die unterschiedlichen Raumstationen. Dabei ist es bemerkenswert, dass nicht viel beschrieben wird, sondern das besonders wenig Beschreibung vorhanden ist. Es werden nur die Rahmenbedingungen festgelegt und den Rest muss man sich vorstellen. Mir persönlich kommt das sehr entgegen, aber für einige andere könnte es etwas schwierig werden. 3.     Charaktere: Die Charaktere sind sehr schwer greifbar und man muss sich erst auf sie einlassen. Diese hochintelligenten Kinder sind einem einfach geistig überlegen, sodass es als erstes schwer ist sich mit ihnen zu identifizieren. Aber wenn man sich mehr darauf einlässt werden sie sehr gut verständlich und man merkt, dass sie doch einfach „nur“ Kinder sind. Es gibt nur wenige Gefühle die in diesem Buch gezeigt werden, aber wenn sie gezeigt werden dann umso heftiger und besser. In diesen Momenten bemerkt man die Menschlichkeit in der unmenschlichsten Umgebung. Allerdings wird es für einige schwierig sein sich in die Charaktere einzufühlen, doch im Laufe des Buches wird s möglich. Man muss sich also sowohl mit der Handlung, die am Ende wenig erklärt wird, sowie auch mit den Charakteren ein wenig Zeit lassen um dieses Buch vollkommen genießen zu können. 4.     Umsetzung: Die Umsetzung ist sehr interessant. Man bekommt aus drei verschiedenen Sichtweisen die Geschichte erzählt. Allerdings ist der Haupthandlungsstrang nach wie vor bei Ender. Außerdem gibt es eine Art Voice-Over Kapitel bei denen zwei Offiziere darüber verhandeln wie Enders Ausbildung vonstatten gehen soll und diese manipuliert wird. Daraufhin sieht man dann in Enders Handlungsstrang die Auswirkungen dieser Entscheidungen. Der dritte Handlungsstrang ist der von Enders Geschwistern. Die Welt und die Situation wird am Anfang des Buches nicht weiter erklärt, sodass man erst im Laufe des Buches alles mitbekommt. Das macht es genauso wie die Charakterentwicklung schwer in das Buch hineinzukommen. Mich persönlich hat es nicht gestört, da ich etwas geduldiger am Anfang eines Buches bin kann aber ein Störfaktor sein. 5.     Cover: Das Cover des Buches ist schön gestaltet und passt zur Zukunftsvision. Auch die Hellen Farben finde ich interessant gewählt. 6.     Ende: Das Ende des Buches ist unglaublich toll. Es hat noch einen Plottwist inne, den man nicht erwartet hat. Außerdem sind diese letzten Kapitel unglaublich stark geschrieben. Wie George Martin es beschreiben würde ist das Ende: „bittersweet“. Und das ist meiner Meinung nach das beste Ende, das es geben kann. 7.     Bewertung:   1.     Handlung:           36 / 40 2.     Schreibstil:         13 / 15 3.     Charaktere:        16 / 20 4.     Umsetzung:         6  / 10 5.     Cover:                    4 / 5 6.     Ende                    10 / 10                                                          85  / 100   Gesamtwertung:   8.5 P Genrewertung:      9.0 P   Das Buch ist nicht Kriegsverherrlichend. Es stellt ein interessantes Experiment da und ist sehr viel vielschichtiger als es am Anfang daherkommt. Interessant ist auch, dass das Buch amerikanischen Marine Corps als Lektüre empfohlen wird. Allerdings kann man es auch hoch kritisch sehen, nämlich nicht die Handlung, sondern nur die Absicht behandelt wird, allerdings will ich das Buch hier „nur“ als Buch bewerten. Wen die andere Sichtweise interessiert, dem empfehle ich diesen Essay: John Kessel – der unschuldige Mörder  

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  • Zwischendurch gelesen

    Enders Spiel

    karatekadd

    21. May 2016 um 11:59

    Gelegentlich unterhält man sich ja auch in der Verwandtschaft über Bücher. Und Verwandtschaft hat beileibe nicht, oder nicht immer, oder meist nicht den gleichen Lesegeschmack. Letztens suchten wir den Roman PLANET DES TODES von Stanislaw Lem. Zuerst fanden wir nur GAST IM WELTRAUM von ebendiesem polnischen Autoren. Den Film DER SCHWEIGENDE STERN, die Geschichte des PLANET DES TODES sahen wir dann von einer DVD. Filmmaterial aus den sechziger Jahren. Man siehe, wenn nicht zu Hand irgendeine folge aus der ersten STAR TREK Serie. Im Zuge der Diskussion, was denn eigentlich Sience-Fiction wäre, was utopisch und was wissenschaftlich-fantastisch ging es plötzlich um ENDERS GAME. Oder auf Deutsch ENDERS SPIEL von Orson Scott Card. Vermutlich wäre es interessant, die vergangenen Ausgaben (1977, 1985,1991) mal zu vergleichen, hier bleibt nun aber erstmal nur die Besprechung der deutschen Ausgabe von 2012 aus dem Heyne Verlag mit Hinweisen auf die Verfilmung im Jahr 2013.   * * * Die Geschichte: Vor rund 70 bis 80 Jahren wurde die Erde von Außerirdischen, den ameisenähnlichen Krabblern angegriffen. In mehreren Invasionskriegen gelang es, die Angriffe zurückzuweisen und die Krabbler zu schlagen. Als großer Held steht Mazer Rackham immer noch im Rampenlicht. Diese Krabbler verfügen über außergewöhnliche „Echtzeitkommunikation“ und können sich äußerst schnell auf neue Gegebenheiten, Waffen, Taktiken und mehr einstellen. Doch die „Königin“ der Krabbler führt absolut zentral. Es gibt nur die eine Zentrale. Die Erde ist (wieder einmal) in zwei Pakte zerfallen. Noch arbeiten die Staaten in der I.F. (International Forces) zusammen. Aber der Anführer der Staaten, der HEGEMON gehört dem westlichen Bündnis an, der POLEMARCHOS, der Oberbefehlshaber ist wohl Russe. Außerdem gibt es noch den STRATEGOS, den Heerführer – Die Staaten leiten die Titel ihrer Führer aus der griechischen Antike ab, sie wollen wohl darstellen, das von der Demokratie etwas übrig wäre. Beschrieben wird allerdings eher eine Diktatur und in dieser lebt die Familie Wiggins. Zwei Kinder, Peter und Valentine waren bereits auf der sogenannten Kampfschule der I.F. Peter allerdings ist ein brutaler, über Leichen gehender Typ, Valentine´s Sanftmut passte den Vorgesetzten auch nicht ins Konzept. So durften die Eltern einen (in der Gesellschaft verachteten) „DRITT“ bekommen, denn die Intelligenz der älteren Geschwister war einzigartig. Der DRITT ist Andrew, genannt ENDER. Dessen Geschichte wird nun auf 465 Seiten erzählt. Oberst Graff und Major Anderson sind Lehrer und Erzieher an der Kampfschule, die der sechsjährige Ender nun kennenlernt. Seine außergewöhnlichen Fähigkeiten, insbesondere sein Können, die „Computerspiele“ viel schneller als andere zu durchschauen, führen zu Beförderungen: Er verlässt das START-Team viel schneller, setzt sich im Kommando der Salamander gegen den Kommandanten durch, kommt in ein weiteres Team und bekommt danach als jüngster dann ein eigenes Team, die DRACHEN. Mit denen zeigt er seine Führungseigenschaften, er setzt auf Eigeninitiative, Variantenreichtum und auf die Fähigkeiten der Untergebenen. So kommt es, dass er die Kampfschule bereits mit elf Jahren verlässt und mit Oberst Graff auf die Kommandoschule auf einem ehemaligen Krabbler-Stützpunkt, dem Asteroiden Eros fliegt. Er ist der, welcher die vermutlich bevorstehende erneute Invasion der Krabbler abwehren und diese vernichten soll. Wird er es schaffen, gemeinsam mit Mazer Rackman, mit Alai, dem Freund aus der Startergruppe, mit Petra, die, selbst Außenseiterin, mit ihm im Kampfraum trainierte und mit Bean, ebenfalls einem kleinerem Jungen, der ihm bei den Drachen zugeteilt wurde?...   Die Geschwister: Der ältere brutale Peter hat den jüngsten, den verachteten „Dritt“ gequält und gedemütigt. Beschützt wurde er von der Zweitgeborenen, von Valentine. Sie spielt eine wichtige Rolle in der jahrelangen Ausbildung ihres jüngeren Bruders. In einer Ausbildungskrise Enders gewinnt Oberst Graff Valentine dafür, ihren Bruder von der Sinnhaftigkeit seiner Ausbildung zu überzeugen. Eine „kleine“ Erpressung ist im Spiel: Peter und Valentine haben sich, obwohl noch Kinder, in den größten Computernetzen der Erde zu bekannten Kolumnisten entwickelt. Der nach Macht strebende Peter schreibt als Locke (nach dem bekannten Menschenrechtler) und Valentine als Demosthenes (athenischer Redner und Staatsmann). Während Peter selbst an die Spitze der Weltregierung will (Hegemon), aber auch den drohenden Krieg der Gesellschaftssysteme verhindern möchte, hetzt Valentine als Gegenpart demagogisch gegen zweiten Warschauer Pakt. Sie ist hin und her gerissen: Sie kennt die Abscheulichkeiten Peters (z.B. Tierquälerei), meint aber auch, dass er anders geworden ist. Beide besetzen mit ihren Kolumnen eigentlich die Person des jeweils anderen. Valentin liebt Ender immer noch, trotz jahrelang unterbrochenen Kontaktes, sämtliche Kommunikation wir durch Graff und Co verhindert. Valentine wird am Ende erneut der wichtigste Partner für Ender; ob Peter sein Ziel erreichen wird? Ender hat Angst, denn bereits zweimal hat er brutal andere Schüler zusammengeschlagen (dass er sie getötet hat, weiß er gar nicht) und meint, wie Peter zu sein. Valentine gesteht er, dass er aber nur eines möchte: Auch von Peter geliebt zu werden. Die Gesellschaft: Es ist nicht ganz klar, was für eine Art Gesellschaft sich auf der Erde entwickelt hat. Die Art und Weise, wie das Militär befähigte Kinder aus den Familien wegholt um sie als Raumpiloten und Kommandeure auszubilden, die Verhinderung jeglicher Kommunikation, die Darstellung der bisherigen Krabbler-Invasionen gegenüber der „nicht eingeweihten“ Menschen, lassen auf eine Diktatur schließen, in der sich zwei, auch kriegsbereite Staatengemeinschaften gegenüberstehen. Der Begriff des Zweiten Warschauer Paktes ist vermutlich der Überarbeitung der Ausgaben geschuldet, in der ersten Ausgabe gab es den „ersten“ ja noch wirklich. Von einer NATO als solcher wird gar nicht gesprochen. Das Ziel der vollständigen Vernichtung des außerirdischen Lebens zeigt den Hang zum Völkermord. Im Zusammenhang mit seiner Angst, so zu werden wie sein Bruder, lehnt Ender am Ende eine solche Lösung selber ab. Das Militär: Kampf- und Kommandoschule unterrichten einerseits durch Drill, andererseits zeigen auch Graff und Anderson, dass sie sich mit den Eigenschaften der anvertrauten Kindersoldaten intensiv beschäftigen und diese keinesfalls als Kanonenfutter sehen. Major Anderson geht dabei weiter als Graff, der seinen Vorgesetzten, die erst am Ende als solche sichtbar werden, berichten muss. Andererseits ist es seltsam, dass sie Jungs als Kommandeure einsetzen, die augenscheinlich und eindeutig nicht als solche geeignet sind. Es steht wohl die ziemlich verzweifelte Suche nach dem EINEN Flottenkommandeur dahinter, auf den man hofft. Die im Buch gezeigten Widersprüche scheinen diesbezüglich unlösbar. Warum eigentlich schult man Kinder? Die Lösung, die Ender am Ende seiner Abschlussprüfung auf der Kommandoschule, zeigt, erinnert ein wenig an den Kobayashi-Maru-Test aus dem zweiten Star Trek Film DER ZORN DES KHAN: Nun unter großen Opfern oder Selbstvernichtung ist der Sieg möglich.   Computerspiele: Im Jahr 1977, als die Geschichte als Kurzgeschichte erstmals veröffentlicht wurde, aber auch im Jahr 1985, als der Roman erschien, waren Computerspiele in der Regel zweidimensionale „Spielereien“. Zumindest für die „allgemeinen“ Computerspieler, die sich ein solches Gerät schon mal leisten konnten. Die beschriebenen äußerst komplexen Spiele und Simulationen dürften eine Spannung aufgebaut haben, die wahrhaftig fantastisch wirkte. Heute sind viele solcher Dinge bereits vorhanden. Die Komplexität scheint noch nicht erreicht zu sein, doch viele Schritte fehlen wohl nicht. Das Psychospiel, welches Ender immer wieder versucht, zeigt in den fortgeschrittenen Levels plötzlich „Eigenleben“, die Psyche des Spielers wird unmittelbar vom „Spiel“ verwendet. Warum Kindersoldaten? Der Autor spielt wohl, und das ist für die Entstehungszeit des Romans bemerkenswert, auf deren Leistungsfähigkeit an, die es ermöglicht, spielerisch komplexe Situationen zu erfassen und Lösungen zu finden. Heute wäre es wohl eher denkbar, aus den besten „Spielerkindern“ einige herauszufinden, deren Leistungsfähigkeit für die Lösung solch komplexer Situationen gegeben ist. Ob dies Erwachsenen gleichwohl möglich wäre? Der Film: Harrison Ford spielt den Oberst Graff, Ben Kingsley den Mazer Rackham und Viola Davis Major Anderson. Anders als im Buch spielt die Handlung nicht während mehrerer Jahre, sondern nur in Monaten oder Wochen. Dadurch wird die Ausbildung und Entwicklung des Ender Wiggins allerdings ziemlich unglaubwürdig. Die gesellschaftlichen Gegebenheiten auf der Erde wurden ausgeblendet, alles konzentriert sich auf den Kampf gegen die Außerirdischen. Die Rollen von Peter und Valentine wurden auf die Geschwisterrolle reduziert. Dass die Krabbler nun Formics heißen, spielt keine Rolle. Die Erläuterung des Produzenten, Card selbst, hilft da weiter. Die Konzentration erfolgte noch stärker auf Ender. Dem Film dürfte so besser zu folgen sein, bekannter Weise sollte man ja eh nicht annehmen, dass solch komplexe Romane gleichermaßen verfilmt werden könnten.   * * * Buch wie Film waren einerseits durchaus lesenswert und spannungsreich. Das Buch mit seinen Hintergründen und Nebengeschichten natürlich noch mehr. Die Botschaft allerdings erachte ich als ziemlich fragwürdig. Das betrifft natürlich zuerst das Thema Kindersoldaten, denen eingetrichtert wird, dass sie die militärischen Retter der Menschheit werden sollen. Dem Ziel, der Vernichtung der Menschheit zu entgehen, wird sehr viel untergeordnet. Da lässt man schon mal ungeeignete Jungs in Führungspositionen um herauszufinden, wie diese auf andere wirken. Dass dies nicht öfter in Mord und Totschlag (nur einmal) endet, wirkt ebenfalls unglaubwürdig. Welche Gegensätze auf der Erde wirken, ein Krieg zwischen den Pakten wird nach der Abwehr der möglichen Krabbler-Invasion als sehr wahrscheinlich angesehen, wird kaum erklärt. Während die Fähigkeit von Kindern, unkonventionelle Lösungen für Videospiel zu finden noch verständlich erscheint, so ist die Manipulation, welche die Kinder Peter als Kolumnist LOCKE und Valentine als DEMOSTHENES erreichen, trotz ihres brillanten Verstandes nicht nachzuvollziehen. Denn dies ist kein Spiel. Die Kritiken reichen von Ablehnung wegen Verherrlichung des Kriegsspieles der Kindersoldaten und kritiklose Nichtbeantwortung moralischer Fragen bis zur Attestierung eines gewissen Unterhaltungswertes. Der Roman selbst wirkt wesentlich gesellschaftskritischer als der Film, bei dem das Kriegsspiel bei weitem überwiegt. SPRECHER DER TOTEN und ENDERS SCHATTEN könnte man daher vielleicht für Fans empfehlen.   * * *   Der 1951 geborene US-amerikanische Schriftsteller Orson Scott Card schreibt wohl hauptsächlich Science Fiction und wurde mit DAS Große spiel bekannt. Der Roman erhielt mehrere Auszeichnungen, ebenso wie der Nachfolger SPRECHER FÜR DIE TOTEN. Laut Wikipedia wird er eher als rechts-konservativ eingeschätzt, was Buch und Film aus meiner Sicht eher bestätigen.

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    • 3
  • Enders Spiel.

    Enders Spiel

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. November 2015 um 22:12

    Ich habe das Buch jetzt schon zwei mal gelesen und finde es immer noch toll. Dabei ist das besondere daran gar nicht mal, dass es im Weltall spielt und Ender gegen Weltrauminsekten kämpft. Die Geschichte an sich hätte auch auf der Erde funktionieren können. Aber Enders Gedankengänge sind einfach faszinierend. Dabei ist kaum zu glauben, dass er wirklich erst 6 Jahre alt ist. Ender denkt wie ein Soldat auf Mission und analysiert jede Situation messerscharf bis auf den kleinsten Faden in der Socke. Und wird nicht zurück schrecken Gewalt zu benutzen wenn er zu dem Schluss kommt, dass das die beste Lösung ist. Sein Modus Operandi ist immer Plan C. Das Buch ist mitnichten Pro-Krieg oder Kriegsverherrlichend. Krieg und Auslöschungen von ganzen Rassen werden als menschlich, aber scheusslich dargestellt. Niemand möchte sterben. Die Menschen nicht und die Formics nicht. So ist es ein interessanter Balanceakt, der hier gegangen wird. Was ist richtig, was ist falsch? Wer ist der eigentliche Gegner? Und lässt sich irgendjemand aufhalten?

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  • Exzellenter Klassiker der Science Fiction

    Enders Spiel

    louella2209

    01. September 2015 um 14:14

    "Kann ein Junge die Menschheit retten?" So heißt es im Klappentext von diesem herausragenden SF-Klassiker aus der Feder von Orson Scott Cards. Die Geschichte hat schon einige Jahre auf dem Buckel, läßt sich aber sprachlich und stilistisch wie ein frischer und unverbrauchter Roman lesen. Die Handlung ist schnell erzählt. Der 6-jährige Andrew Wiggin, genannt Ender, wird von der Militärakademie, aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten, für eine harte Ausbildung an der Kampfschule einberufen. Fernab von seiner Familie muss sich Ender täglich den widrigen Umständen und den Gemeinheiten der anderen Schüler stellen. Verzweifelt versucht er unter seinen Konkurrenten ein paar Freunde zu finden und bald gelingt es ihm auch Eindruck zu schinden und ein paar seiner Mitstreiter zu beeindrucken. Seine Ausbildung verläuft rasant und schneller als erwartet. Ist er doch die letzte Hoffnung, die das Militär noch hat. Die Zeit drängt, denn der Angriff der Krabbler steht kurz bevor. Sie lassen Ender in dem Glauben alles sei nur ein Spiel. Doch ist es das wirklich? Orson Scott Cards beschreibt den faszinierenden Weg eines Kindes, das sich selbst noch nicht gefunden hat und schließlich zum besten Strategen und Taktiker seiner Zeit wird, bildgewaltig und mit viel Liebe zum Detail. Gleichzeitig ist ihm ein gekonntes Lehrstück über Werte, Freundschaft, Sieg oder Niederlage, mit einer Prise Gesellschaftskritik, gelungen. Die Ausbildung von Ender, angefangen vom Ende seiner Kindheit, bis hin zur letzten Schlacht, ist sehr fesselnd und auch glaubhaft geschildert. Er lässt den Leser an Enders Gefühlswelt teilhaben, der tief in seinem inneren ein Stück seiner Kindheit bewahrt hat und immer wieder mit seiner eigenen Moral in Konflikt gerät. Auch das Ende ist überraschend und außergewöhnlich. Oft hat man ja eine Ahnung worauf es hinausläuft, nicht so hier, der Schluss lässt einen erstaunt und nachdenklich zurück. Völlig zurecht ein echter Klassiker der Sciencefiction, mit hochverdienten 5 Sternen von mir.

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  • Ist Ender der Richtige?

    Enders Spiel

    Lerchie

    11. March 2015 um 19:57

    Ender ist ein kleiner Junge von fast sechs Jahren. Aber in der Welt in der er lebt, ist er fast ein Erwachsener. Denn er ist ein Wunderkind. E r durfte nur unter der Voraussetzung gezeugt werden, dass er später rekrutiert wird. Er wurde überwacht. Das heißt er bekam für eine gewisse Zeit einen Monitor eingesetzt, so dass überprüft werden kann, was er tut, wie er sich benimmt. Als er sechs ist, wird der Monitor entfernt. Und ab diesem Zeitpunkt hat er keine Ruhe mehr vor seinen Schulkameraden. Er ist ein Dritt, d. h. ein drittes Kind, das mit Sondererlaubnis gezeugt werden darf. Und die Kinder werden dahingehend überprüft, ob sie sich als Soldaten eignen. Zum ersten Mal muss sich Ender wirklich wehren, und er tut es ohne Gnade. Denn er will, dass sie ihn in Zukunft in Ruhe lassen. Zunächst denkt er, er  sei ungeeignet, aber dann kommt ein Mann, der ihn zur Raumstation, zur Kampfschule mitnimmt. Und Ender bewährt sich, denn als kleinster und jüngster wird er nicht für voll genommen und auch oft geärgert.  In der Kampschule geht es nur darum, die anderen Trupps zu besiegen… Die Befehlshaber der Schule wollen ihn unbedingt so schnell wie möglich zum einem Kommandanten machen, denn es geht um einen Krieg gegen die Krabbler…. Wird Ender den Ansprüchen der Befehlshabe genügen? Wird er es schaffen, ein Kommandant zu werden? Oder vielleicht sogar noch mehr? Oder wird es ihm zuviel? All dies liest man in diesem Buch. Das Buch lässt sich ganz gut lesen, auch wenn es am Anfang etwas unverständlich ist, weil man gerade so in das Geschehen hineingeworfen wird. Man braucht eine gewisse Zeit, bis man wirklich durchblickt. Und dann wird immer nur gekämpft.  Manches erscheint mir auch total unlogisch, u.a. seine Erfolge in der Kampfschule, aber was ist bei SF schon logisch. Ich denke, das darf man dann nicht so eng sehen. Ich muss dazu vielleicht sagen, dass es nicht so ganz meine Lektüre ist. Doch im Großen und Ganzen hat mir das Buch noch gut gefallen und bekommt von mir drei Punkte.

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  • Sensibel genug, um zu führen - hart genug, um zu zerstören... Ender

    Enders Spiel

    susymah

    01. January 2015 um 21:34

    ENDERS SPIEL von Orson Scott Card ist ein außergewöhnliches Buch, zu dem ich lange keinen Zugang finden konnte und das mich trotzdem immer wieder gelockt hat. Es geht um einen Jungen, der irgendwann in der Zukunft auf der Erde lebt und nur deshalb empfangen werden durfte, weil seine Eltern zustimmten, ihn zu einen Supersoldaten ausbilden zu lassen. Die Geschichte der Erde ist durch zwei Angriffe von Außerirdischen geprägt, den sogenannten Krabbern. In seinem Lebensweg zeigt Ender mentale Fähigkeiten, die Anlass dazu bieten, in ihm einen neuen Kriegshelden zu sehen - denjenigen, der die Menschheit vor der Ausrottung bewahrt. Ein erschreckender und zugleich faszinierender Roman, in dem Kinder keine Kindheit haben. Genau da lag ganz lange meine größte Schwierigkeit, denn ich konnte mir diesen Sechsjährigen einfach nicht richtig vorstellen. Als er älter wurde, fiel es mir leichter. Dennoch waren diese unkindlichen Kindercharaktere genau passend für diese militärische Umgebung, in der sie aufwuchsen. Insgesamt war ich sehr von diesem Roman fasziniert. Ein MUSS für Science Fiction-Fans.

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  • Bewegend, Bedrückend, Eindrucksvoll

    Enders Spiel

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. September 2014 um 12:11

    Kurz zum Szenario: Es wird nie klar, wann das Buch spielt. Jedenfalls nicht in der heutigen Zeit. Die Erde wurde vor Jahren von Außerirdischen angegriffen. Beide Angriffswellen konnten zurückgeschlagen werden. Jetzt bereitet sich das Militär auf den dritten Angriff vor. Den Oberbefehlshaber der Flotte sucht das Militär in einem Kind. Dafür werden die Kinder vom Kleinkindalter an überwacht. Ender wurde sogar extra dafür gezeugt. Er ist das dritte Kind seiner Eltern in einer Welt, in der maximal 2 Kinder erlaubt sind. Da aber seine Geschwister vielversprechend waren, bekamen seine Eltern eine Sondererlaubnis. Im Alter von 6 Jahren wird er zur weiterführenden militärischen Ausbildung auf einer Station im Orbit beordert und von seiner Familie getrennt. Zum Buch: Hier setzt das Buch ein. Wir verfolgen Ender über knapp 10 Jahre bei seiner harten Ausbildung zum militärischen Anführer. Wie seine Geschwister auch, ist Ender ein Genie. Sein Bruder aber ist brutal und hat Spaß am Quälen seiner Gegner/Opfer. Seine Schwester hingegen ist zu warmherzig. Von beiden hat Ender in seinen ersten 6 Lebensjahren gelernt. Er weiß sich zu wehren und findet immer wieder Wege seine Gegner hart und endgültig zu besiegen. Aber er hat keinen Spaß daran. Er leidet darunter. Und an all dem hat der Leser Anteil. Anders als im Film, erfahren wir im Buch sehr genau, was in Enders Kopf vorgeht. Was er sich dabei denkt, als er als 6-jähriger einen gleichaltrigen Rowdy immer wieder tritt, als dieser schon am Boden liegt. Aber gerade diese Anteilnahme und das schiere Alter von Ender machen das Buch so heftig. Im Film wurde dies etwas entschärft, indem das Alter direkt auf ca. 14 hochgesetzt wurde. Fazit: Das Buch zeigt, wie schonungslos die Kriegsmaschinerie ist. Wie unmenschlich der Mensch sein kann. Und es zeigt auch, wie wichtig es ist, in einem Konflikt einen Schritt zurück zu treten, miteinander zu reden und vielleicht auch zu vergeben. Ansonsten entsteht eine Spirale der Gewalt, wie es im Gaza Konflikt der Fall ist. Der Film war gut. Das Buch ist besser. Definitiv lesenswert. Besonderes Zitat: (Achtung Spoiler!) Um einem dritten Angriff zuvor zu kommen, greift die Menschheit selbst die Außerirdischen an. Nach dem vernichtenden Sieg erfährt Ender die Gedanken seiner Gegner. Besonders eindrucksvoll ist der erste Gedanke, als sie die Angriffsflotte der Menschen entdecken: "Sie haben uns nicht verziehen. Wir werden alle sterben."

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  • Leserunde zu "Enders Spiel" von Orson Scott Card

    Enders Spiel

    CasusAngelus

    Wir von der Gruppe "Serien-Leserunden" möchten gerne gemeinsam das Buch "Enders Spiel" lesen. Wer mag, darf sich natürlich gerne anschließen. Bücher gibt es aber leider keine zu gewinnen ;)

    • 64
  • Kinder an die Macht

    Enders Spiel

    Babscha

    17. September 2014 um 19:15

    Die story: Die Menschheit steht am Abgrund. Bereits zwei mal war sie in einen Krieg mit den Krabblern, einer außerirdischen Spezies, verwickelt und konnte diese zuletzt nur noch mit größten Mühen bei ihrem Versuch, die Erde zu okkupieren, zurück schlagen. Da der nächste Angriff nur eine Frage der Zeit ist, versucht das Internationale Flottenkommando verzweifelt, ein Masterbrain zu finden, das den taktisch und strategisch überlegenen Streitkräften der Gegner etwas entgegen setzen kann. Hierzu werden die intelligentesten Kinder der Erde auf einer im Orbit befindlichen Raumstation separiert, mit brutalem Drill getestet und auf ihre Verteidigungsaufgaben vorbereitet. Einer von ihnen ist Ender Wiggin, ein gerade mal sechsjähriger amerikanischer Junge, der dort als ultimativer Hoffnungsträger in jeder Hinsicht an seine Grenzen geführt wird. Meinung: Von der Grundidee her ein durchaus reizvolles Szenario. Irgendwie aber ein Buch, das auf mich spröde und hölzern gewirkt hat und von daher nicht richtig packen konnte. Das mag daran liegen, dass man sich einen Jungen im Einschulungsalter als Flottenkommandanten und Retter der Menschheit, ungeachtet seiner Intelligenz, einfach nicht so ganz vorstellen kann, trotz der erkennbaren Absicht des Autors, dessen Zerrissenheit als emotional völlig überfordertes Kind gut zu transportieren. Nicht eine der Hauptfiguren hat im Laufe des Buches für mich ein eigenes Gesicht entwickelt, und das kommt bei mir eigentlich nicht oft vor. Alles bleibt irgendwie diffus und konstruiert an der Oberfläche und wird vollständig dem Hauptthema unterworfen, dem Drill und den Rivalitäten an Bord, die fast drei Viertel des Buches ausmachen. Genau im Gegensatz zur Auflösung am Schluss und den weiteren Entwicklungen der Protagonisten, die beliebig, fast überhastet daher kommen. Schade, da hätte man im Sinne guter SF einfach noch mehr draus machen können. Wenn ich den Nachfolgeband "Enders Schatten" nicht schon auf Stapel liegen hätte, würde ich ihn mir wahrscheinlich schenken. Insgesamt von mir knappe drei Sterne.

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  • Enders Game - Das große Spiel

    Enders Spiel

    N9erz

    04. February 2014 um 12:06

    Die Erde wird von einer neuartigen Alienrasse angegriffen - den Krabblern. Insektenähnliche Wesen die es scheinbar auf die Zerstörung der Erde aus sind. Die IF - Interstelare Flotte - steht vor ihrer größten Herausforderung: Ein neuer Kommandant muss gefunden werden bevor der Krabblerkrieg in die dritte Runde geht. Für diese Position werden Rekruten gesucht, die in all ihren Fähigkeiten überqualifiziert sind - und das schon im Kindesalter. Nachdem sein Bruder Peter zu brutale Ausprägungen gezeigt hat und seine Schwester zu gutherzig für die Position war schein Ender genau er richtige zu sein. Im zarten Alter von 6 Jahren wird er von der IF in die Kampfschule geholt und begeht dort seinen Ausbildungsgang um die Fußstapfen des Kommandanten zu gelangen. Doch der Weg dahin wird ihm so steinig wie möglich gemacht. Die Kampfschule schein immer mit dem Hintergedanken zu agieren Ender komplett von seinen Mitschülern zu isolieren und ihn zu einem perfekten Einzelgänger zu trainieren. Doch was steckt wirklich hinter dem ganzen Training und Schikanen? Enders Spiel (oder einfach schöner Enders Game) ist wirklich ein wunderbarer Sci-Fi Roman. Neben dem Setting der Kampfschule wirkt auch alles andere, das Leben auf der Erde, die persönlichen Beziehungen der Personen oder die Gedankengänge der Menschen wirklich abgehoben von der Vorstellung die wir von unserer Welt heute haben. Neben den politischen Machenschaften, um die es doch gegen Ende sehr intensiv geht ist auch die Isolation von Ender gegenüber seinen Mitschülern eine irrsinnig grausame und zugleich trostlose Darbietung. Ein kleiner Junge der mit solchen Veränderungen und diesem immensen Druck von außen umgehen lernen muss und immer gerade zu dem Zeitpunkt wo er irgendwie Fuß fassen zu schein wieder aus seiner Umgebung gerissen wird ist stellenweise wirklich belastend. Die Genialität die Ender daraus bezieht und es immer wieder schafft sich zu beweisen ist dazu umso mehr ein Ansporn den gesamten Glauben wirklich in diese einzelne Person zu setzen. Enders Game ist alles in allem wirklich schwer nach außen hin verständlich zu machen, wenn man das Buch nicht selber gelesen hat. Das Buch verströmt eine Stimmung und ein Flair der einfach schwer in Worte zu fassen ist. Die Bedrücktheit die von der Bedrohung der Erde ausgeht und der Druck der auf den Schultern eines einzigen kleinen Junges abgeladen wird ist wirklich in jeder Zeile zu spüren. Ein Buch für Leute die gerne auch mal etwas mehr über das Geschrieben nachgrübeln wollen und nicht immer was zu lachen brauchen. Definitv kein leichter Stoff. N9erz PS: Den Kinofilm dazu hab ich leider nicht gesehen. Was ich so aus Rezensionen vernommen hab soll der aber relativ kindlich gehalten worden sein um das jüngere Publikum auch anzusprechen. Das würde in meinem Augen die Gesamte Koplexität des kleinen Ender total auseinandernehmen.

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  • Leider enttäuschend...

    Enders Spiel

    fabalia

    12. January 2014 um 20:08

    "Enders Spiel" von Orson Scott Card handelt von einem Jungen, der ein Genie ist und die Welt vor den Krabblern, einer Alienspezies retten soll. Ender sticht während der Kampfausbildung wie erwartet hervor und die Obrigkeiten haben etwas Besonderes mit ihm vor... Das Buch hat 455 Seiten, wobei in den ersten 400 Seiten nichts äußerst spannendes passiert. Es war für mich teilweise wirklich ein Kampf, es nicht einfach wegzulegen und nicht mehr weiterzulesen, da die Geschichte richtig langatmig ist. Die Story klingt an sich spannend, doch während dem Lesen fiel mir bald auf, dass einiges undurchdacht und unrealistisch wirkte. Kinder, die besser kämpfen, als erfahrene Soldaten und Kommandanten. Kinder, die es schaffen, sich in Netzwerke der Erwachsenen zu hacken, ohne dass es jemand merkt. Kinder, die die Welt erobern möchten, und, und, und... Normalerweise habe ich keine Schwierigkeiten mir etwas in der Fantasie vorzustellen, doch diesmal war es bei einigen im Buch beschriebenen Dinge wirklich schwierig. Weiters war es etwas verwirrend, dass zum Beispiel die ersten Jahre in der Kampfschule auf einigen Seiten beschrieben waren, während ein einige Minuten dauerndes Gespräch auf ein gesamtes Kapitel ausgebreitet wurde. Man wusste oft einfach nicht, wie viel Zeit in der Geschichte eigentlich vergangen war, da es immer unterschiedlich dargestellt wurde. Ich kann "Enders Spiel" nur eingefleischten Science-Fiction-Fans empfehlen. Für alle die, wie ich gerne spannende und gut durchdachte Geschichten lesen, wird dieses Buch enttäuschend sein. Daher gebe ich nur * und werde auch die Fortsetzung nicht lesen.

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  • Packende Kult-Science-Fiction mit allzuwahren Aussagen

    Enders Spiel

    Stormsong

    09. November 2013 um 18:29

    Ender's Game hat in englischsprachigen Ländern eine gigantische Fangemeinde, ist im sonstigen europäischen Raum aber fast gänzlich unbekannt - was ein großer Verlust für die deutschsprachigen Leser ist, wie ich finde. Umso genialer, dass durch die eben erschienene Verfilmung neue Scheinwerfer auf dieses gesellschaftskritische Werk gelenkt wurden. Andrew "Ender" Wiggin wird in eine Welt geboren, die vom Krieg mit den Buggern in Panik versetzt wurde. Selbst Jahrzehnte nach der erfolgreichen Verteidigung der Erde lässt ständige Propoganda die Bedrohung durch die grausame Alienrasse nah genug erscheinen um Eltern dazu zu überreden, ihre Kinder auf eine Militärakademie ins Weltall zu schicken, sodass die nächste Koryphäe der Kriegsführung schnell entdeckt und angelernt werden kann. Ender soll dieses Genie sein. Mit 6 Jahren wird er seiner Familie (oder eher seiner Schwester Valentine) entrissen und muss sich durch ein kaltblütiges System kämpfen, dessen einziges Ziel das Brechen seines Willens und Ausnutzen seiner Intelligenz für das Wohl aller ist. Freundschaften werden ihm versagt, seine Träume überwacht und jegliches Vertrauen im Keim erstickt, aber dennoch schafft es Ender irgendwie, eine Persönlichkeit zu entwickeln, Kameradschaften zu knüpfen und zu überleben. Die Ideen dieses Buches sind einleuchtend und schockierend möglich. Kindersoldaten, Machtpolitik, die Korrumption der menschlichen Rasse im Angesicht einer fremden Intelligenz, Computerspiele als Lernmedien, die Möglichkeiten des Internets. Sogar im physikalischen Sinne hat Orson Scott Card ein handfestes Stück Recherche geleistet - das "Konservieren von Menschen" durch Reisen mit annähernder Lichtgeschwindigkeit ist mit Einsteins Axiomen vollkommen erklärbar und im Rahmen des Möglichen. Faszinierend ist nebenbei die Storyline von Valentine und Peter Wiggin, Enders Geschwistern, die auf ihre eigene Art Einfluss auf das Weltgeschehen nehmen. Fazit: Absolut lesenswert für alle SF-Fans und solche, die Intersse an theoretischer Ethik mit etwas BumBum-Action haben und gut durchdachte Stories zu würdigen wissen!

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  • Ender's Game

    Enders Spiel

    AnnikasBuecherwelt

    09. October 2013 um 17:07

    Nur dem äußeren Anschein nach ist Andrew Wiggin, genannt Ender, ein ganz normaler Junge. Tatsächlich hat man ihn dazu auserwählt, zu einem militärischen Genie zu werden, das die Welt braucht, um einen übermächtigen Feind zu besiegen. Aber Enders Geschichte verläuft anders, als es die Militärs geplant haben. Völlig anders… Originaltitel: Ender’s Game 8,99€ Taschenbuch 7,99€ Ebook Heyne Verlag 464 Seiten „I have to win this now and for all time, or I’ll fight it every day and it will get worse and worse“ Seite 7 “He was a soldier, and if anyone had asked him what he wanted to be when he grew up, he wouldn’t have know what they meant” Seite 226 “Ender’s Game” (Ich habe es auf Englisch gelesen) ist eins der besten Bücher die ich bisher gelesen habe. Auch wenn Ender erst sechs Jahre alt ist, macht er, durch seine überdurchschnittliche Intelligenz, den Eindruck, als wäre er sehr viel älter. Es war toll mitzuerleben wie Ender mit dieser großen Aufgabe umgeht und sich geniale Strategien ausdenkt. Ender wird ständig isoliert und so taucht der Leser in seine Psyche ein und wird mit seinen Gefühlen konfrontiert. Wenn er einen seiner Gefühlsausbrüche hat, möchte man ihn einfach nur trösten, weil er einem wirklich leid tut und in anderen Situationen in denen er etwas eiskalt berechnet, könnte man schon fast angst bekommen. Je älter er wird desto mehr Grenzen überschreitet er, die man eigentlich überhaupt nicht überschreiten kann, aber mit dem Alter zieht er sich auch freiwillig immer mehr zurück, weil er einsieht, dass er nie richtige Freundschaften haben wird. Was einen als Leser schon wieder traurig macht. Aber nicht nur Ender ist ein toller Charakter, auch seine älteren Geschwister Valentine und Peter sind faszinierend. Valentine ist zwei Jahre älter als Ender und hat ein sehr enges Verhältnis zu ihm, sie beschützt ihn wo sie nur kann. Auch sie ist hochintelligent, aber laut dem Militär zu sanft. Ab und zu hat sie mich aber auch ein bisschen genervt. Peter ist vier Jahre älter als Ender und genau wie seine Geschwister hochintelligent, nur dass Peter sehr grausam ist und man vor ihm wirklich angst haben muss. Peter und Val mischen sich im Laufe des Buches unter Pseudonymen in die Politik ein und Peter möchte sogar an die Spitze der Welt aufsteigen. Mazer Rackham ist auch ein wirklich cooler Charakter, seine Ansichten finde ich gut. Jedes Kapitel beginnt damit, dass sich zwei Leute des Militärs darüber unterhalten wie sie Ender manipulieren, was Ender selbst aber nicht merkt. So weiß der Leser immer was vom Militär gewollt ist und was nicht. Der Schreibstil war gut zu lesen und man ahnt vom Schreinstil her gar nicht dass der Roman schon 1985 geschrieben wurde. Nur anhand der Länderverteilung kann man das erkennen. Die USA und Russland befinden sich nämlich noch im Ost-West-Konflikt und haben Deutschland, Belgien und Holland eingenommen. Viele glauben, dass der ebenfalls neuveröffentlichte Roman „Ender’s Schatten“ der zweite Band ist, das stimmt aber nicht denn die „Shadow-Serie“ wird parallel zu der „Ender-Serie“ erzählt. Der zweite Band zu „Ender’s Game“ ist storymäßig eigentlich „Ender in Exil“ aber dieses Buch wurde erst 2008 geschrieben, also wenn man nach der richtigen Reihe geht, müsste das nächste Buch „Speaker for the Dead“ sein das 1986 erschien, welches ich dann auch als zweiten Band lesen werde. Also „Ender’s Game“ ist ein richtig gutes Buch, was ich jedem Science Fiction Fan, aber auch anderen interessierten Lesern nur empfehlen kann.

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  • [Rezension] Enders Spiel

    Enders Spiel

    Tru1307

    06. June 2013 um 12:37

    Enders Spiel ist der Auftakt der Science-Fiction Reihe "Ender's Saga" und wurde bereits in den 70ern des letzten Jahrhunderts erstmalig veröffentlicht. Der Autor Orson Scott Card hat eine für mich originelle Idee gut umgesetzt und ein düsteres Zukunftsszenario erschaffen. Über weite Strecken hat mich die Geschichte damit gut unterhalten und Fans des Genres werden dieses Buch sicherlich mögen. Komplett überzeugen konnte mich Enders Spiel dann aber leider dennoch nicht. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir schwer, weil zu Beginn kaum etwas erklärt wird. Erst nach und nach kann man sich viele Ereignisse und die Regeln/Konventionen zusammen reimen. Aber es lohnt sich dran zu bleiben, denn die Welt, die sich dem Leser öffnet, ist total interessant. Der kleine Ender ist ein Dritt - das dritte Kind einer Familie - und wurde nur auf besonderen Wunsch der Regierung gezeugt. Jedes Kind, dass geboren wird, erhält einen Computer implantiert, der alle Bewegungen aufzeichnet und dahin gehend auswertet, ob das Kind später einmal ein Heeresführer werden kann. Enders zwei Geschwister sind jeweils kurz vor dem Ende ausgeschlossen worden, so dass es der Familie erlaubt wurde, ein weiteres Kind zu zeugen. Und wie es scheint hat gerade Ender die richtigen Fähigkeiten für einen Helden, der bei einem erneuten Angriff der "Krabbler" die Welt retten kann. Seine Ausbildung beginnt, denn es steht ein neuer Krieg gegen die Außerirdischen bevor. "Dann [...] stellte Ender Graff eine letzte Frage. >>Warum kämpfen wir eigentlich gegen die Krabbler?<< >>Ich habe alle möglichen Gründe gehört<<, sagte Graff. >>Weil sie Überbevölkerung in ihrem System haben und kolonisieren müssen. Weil sie den Gedanken an anderes Leben im Universum nicht ertragen können. Weil sie nicht glauben, dass wir intelligent sind. Weil sie irgendeine verrückte Religion haben. Weil sie sich unsere alten Videosendungen angeschaut haben und zu dem Schluss gekommen sind, dass wir hoffnungslos gewalttätig sind. Alles mögliche Gründe.<<" (S. 356f.) Weite Teile der Handlung drehen sich nun um Enders Ausbildung. Man kann dabei sehr gut verfolgen, wie Gruppendynamik entsteht, sich weiterentwickelt und wie Ender damit umgeht. Zu Beginn ist dies vielleicht noch spannend, aber für mich als Querbeet-Leser hat es mich einfach nicht dauerhaft gepackt. Zu oft wird betont, wie speziell und wichtig Ender ist, zu oft wird aufgezeigt, wie überlegen der kleine Junge allen anderen Figuren ist. Sehr originell, aber manchmal auch unglaubwürdig, finde ich sowieso, dass Ender mit seinen sechs Jahren total reif wirkt. Sein Verstand arbeitet schon sehr analytisch und er findet immer kreative Lösungen für die Aufgaben, die ihm die Ausbilder stellen. Über weite Strecken merkt man dem Jungen nicht an, wie alt er ist. Es hätte genauso gut ein 17-jähriger Held sein können. Das Setting hat mich im Gegensatz zur Handlung voll überzeugt. Die Welt steht vor einem erneuten Kreig gegen Aliens und in der Gesellschaft ist alles darauf ausgelegt, dass ein Wunderkind geboren wird. Düster und eindringlich beschreibt der Autor Veränderungen zu unserer Gegenwart. Auch die Kampfszenen, die Ender erlebt, sind interessant geschildert. Man muss allerdings sehr konzentriert bleiben, dass es mitunter schon einmal sehr verschachtelte Sätze gibt. Ich hätte gerne mehr über die Welt erfahren, aber da große Teile der Geschichte aus Enders Perspektive erzählt werden, bleibt vieles verborgen. Man kann diesen Band auch als Einzelband lesen. Das Finale schließt Enders Geschichte gut ab, so dass bis auf die Fragen zum Aufbau der Gesellschaft und der weltlichen Verhältnisse nichts offen bleibt. Enders Spiel kommt bald übrigens auch in die deutschen Kinos. Das Buch wurde mit Harrison Ford und Ben Kingsley in den Hauptrollen verfilmt. Ich bin sehr gespannt auf die Umsetzung. Im August erscheint zusätzlich der zweite Band der Reihe, Enders Schatten, in dem es aber vordergründig nicht um Ender geht, sondern um einen seiner Begleiter. Bewertung Enders Spiel ist ein interessantes Buch für Science-Fiction-Leser. Für mich als Sci-Fi-Gelegenheitsleser war es ab und an zu langatmig. Es wird recht früh klar, wie Enders Persönlichkeit ist und wie seine Fähigkeiten sind, aber es wird dennoch immer wieder hervorgehoben. Thematisch ist das Buch allerdings sehr interessant. 

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