Osamu Dazai Gezeichnet

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Inhaltsangabe zu „Gezeichnet“ von Osamu Dazai

-Ich habe ein schändliches Leben geführt. Was menschlich leben heißt, weiß ich nicht-. Mit diesen Worten beginnen die Aufzeichnungen eines Unglücklichen über sein chaotisches Leben zwischen mehreren Frauen, Alkoholexzessen und Nervenheilanstalten.§Dazai Osamu war schon zu Lebzeiten ein Mythos und Idol seiner und der nachfolgenden Generationen. Sein autobiographisch inspirierter Roman -Gezeichnet- gehört zu den meistgelesenen japanischen Büchern des Jahrhunderts.

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  • Rezension zu "Gezeichnet" von Osamu Dazai

    Gezeichnet

    emeraldeye

    10. May 2010 um 12:50

    Ein Mann, ein Schriftsteller, wie sich später herausstellt, betrachtet drei Photographien. Sie zeigen einen Mann in drei verschiedenen Lebensstadien-als Kind, als jungen Mann und grauhaarig, in einem schwer zu schätzenden Alter. Von Bild zu Bild wird der Eindruck unheimlicher und weckt die Neugier des Lesers auf die Geschichte jenes Mannes namens Oba Yozo, von dem nur drei Notizhefte erhalten sind. In diesen drei Notizheften schildert er sein Leben. "Ich habe ein schändliches Leben geführt." Mit diesem aus dem Off gesprochenen Satz beginnt auch der hochklassige Anime aus der aoi bungaku-Reihe, den ich mir als Animefan angesehen habe und durch den ich erst auf die literarische Vorlage gestossen bin. Ein Leben, dass von einer unglaublich tiefen Angst vor Menschen und der gleichermaßen tiefen Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung geprägt wird. Der Protagonist tut alles, um Aufmerksamkeit zu bekommen, setzt sich eine Maske nach der anderen auf und weiß bald nicht mehr, wer er eigentlich wirklich ist oder wer er sein will. Hinzu kommen Gleichgültigkeit und Haltlosigkeit, die ihn nur deshalb nicht sofort in den Abgrund führen, weil er immer wieder Frauen findet, die ihn bei sich aufnehmen und sich um ihn kümmern. Er rührt sie, warum auch immer, und sie nehmen seine Unfähigkeit, sein Leben aktiv zu gestalten, auf ihre Schultern. Bei aller Schwäche hat Oba Yozo jedoch immer wieder eine klare Sicht auf sich selbst, stellt fest, dass er nicht mehr länger menschlich ist und versucht deshalb auch immer wieder, auf eigenen Füssen zu stehen und niemandem mehr zur Last zu fallen. Dies wird ihm jedoch niemals gelingen.... Ich habe diesen Roman eher distanziert gelesen, weil ich mich mit einer Persönlichkeit wie Oba Yozo überhaupt nicht identifizieren kann. Er läßt jede Chance auf Veränderung ungenutzt vorüberziehen, er tritt die Gefühle anderer Menschen mit Füßen und jammert dann darüber, wie wenig menschlich er sich fühlt. Unmöglich nachzuvollziehen. Als ein tiefer autobiografischer Einblick in die japanische Mentalität aber unbedingt lesenswert.

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