Osamu Tezuka

 4.4 Sterne bei 104 Bewertungen
Autor von Adolf 1, Kirihito, Band 1 und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Osamu Tezuka

Osamu Tezuka wurde am 3. November 1928 in Japan geboren. Er begann bereits im Grundschulalter zu zeichnen. Neben seinem Medizinstudium zeichnete und veröffentlichte Tezuka, der heute als „Urvater des Manga“ gilt, seine ersten Mangas. Die erfolgreichen Reihen „Der Ritter mit der Schleife“ und „Astro Boy“ entstanden in Tokyo, wo Tezuka nach seinem Studium lebte und arbeitete. Mit „Mushi Production AG“ gründete der Zeichner seine eigene Produktionsfirma und realisierte eigene Anime-Filme, sowie Realverfilmungen seiner Werke. 1989 starb Osamu Tezuka an einem Krebsleiden. Für die ersten vier Bände der weltweit erfolgreichen „Buddha“ Mangas, die den Lebensweg des Begründers des Buddhismus nacherzählen, wurde ihm posthum der renommierte Eisner Award für Comics verliehen.

Alle Bücher von Osamu Tezuka

Sortieren:
Buchformat:
Adolf 1

Adolf 1

 (9)
Erschienen am 22.10.2005
Kirihito, Band 1

Kirihito, Band 1

 (8)
Erschienen am 22.10.2009
Adolf, Band 2

Adolf, Band 2

 (6)
Erschienen am 22.01.2006
Adolf 4

Adolf 4

 (5)
Erschienen am 22.08.2006
Adolf 3

Adolf 3

 (5)
Erschienen am 22.05.2006
Adolf 5

Adolf 5

 (5)
Erschienen am 22.02.2007

Neue Rezensionen zu Osamu Tezuka

Neu
dominonas avatar

Rezension zu "Buddha 1" von Osamu Tezuka

Religiöses Leben in Bildern
dominonavor 3 Jahren

Graphicnovels sind ein eigenes spezielles Buchgenre und sind je nach Zeichenstil und Thema leichte oder schwere Kost. Das Leben Buddhas ist ein heikler Stoff, hat aber alles, was eine Legende braucht, liest sich teils etwas sehr kitschig, vermittelt den Inhalt aber anschaulich, selbst wenn man mit der Religion selbst nicht viel anfangen kann. Zumindest Teil 2 werde ich mir definitiv noch anschauen.

Kommentieren0
3
Teilen
Elmar Hubers avatar

Rezension zu "Kirihito, Band 1" von Osamu Tezuka

Kirihito 1
Elmar Hubervor 3 Jahren

STORY

Die Belegschaft des Universitätsklinikum Tokio sieht sich mit einem außergewöhnlichen Patienten konfrontiert. Der Mann aus dem nahezu unzugänglichen Dorf Inugamisawa entwickelt einen Appetit auf rohes Fleisch, sein Knochenbau verändert sich rapide und er nimmt nach und nach die Physiognomie eines Hundes an. Die Ärzte nennen es die „Monmo Krankheit“. Während der Chefarzt Prof. Tatsugaura von einer ansteckenden Viruserkrankung überzeugt ist, vermutet der junge idealistische Kirihito Osanai eine durch Umwelteinflüsse verursachte endemische (andauernd gehäuftes Auftreten einer Krankheit in einer begrenzten Region oder Population) Ursache. Um weiteres Material zu sammeln soll sich Kirihito für einen Monat nach Inugamisawa begeben. Das bedeutet, dass er seine Verlobte, die sich eine Hochzeit wünscht, so lange alleine in Tokio zurück lassen muss.

Obwohl die Dorfbewohner, die keine Fremden gewohnt sind, Kirihito zunächst reserviert entgegenstehen, schicken sie die junge und schöne Tazu in seine Hütte, um mit ihm zu schlafen, Mit dieser Vereinigung des Blutes erlangt er das Recht, im Dorf zu bleiben. Auch Tazus Vater leidet an der Monmo-Krankheit und sie bittet Kirihito, ihm zu helfen. Dieser sieht zunächst nur das willkommene Studienobjekt, entwickelt jedoch mehr und mehr Gefühle für Tazu, die ihm bei seinen Studien behilflich ist. Schließlich zeigen sich auch bei Kirihito erste körperliche Anzeichen der Krankheit. Auf seinem Weg zurück in die Zivilisation wird Kirihito entführt und zum gedemütigten Schauobjekt eines reichen Geschäftsmanns, der sein Vergnügen aus den perversen Attraktionen zieht, die er mit seinem Geld kaufen kann. Gemeinsam mit einer Tänzerin gelingt Kirihito die Flucht.

In Tokio wurde Kirihito aufgrund seiner langen Abwesenheit inzwischen als verschollen erklärt und von der Ärzteliste des Universitätsklinikums gestrichen. Niemand ist dort mehr an seiner Rückkehr interessiert, insbesondere da Prof. Tatsugaura seine Theorie der Viruserkrankung vorstellen und damit zum Präsident der Ärztevereinigung werden will.

Unterdessen erfährt Kirihitos Tokioter Kollege und Freund Urabe, dass die Monmo-Krankheit auch in Rhodesien, und dort nicht nur an Einheimischen sondern auch an einer weißen Missionarin, aufgetreten ist. Urabe untersucht die Fälle dort und gerät damit in Lebensgefahr.

MEINUNG

Was wie ein „normaler“ Medizinthriller beginnt entwickelt sich für Titelheld Kirihito schon bald zu einer schonungslosen Tour de Force, gepaart mit der Ungewissheit, wo sein Weg überhaupt hinführt. Dabei vermengt Autor und Zeichner Osamo Tezuka die Thrillerelemente seiner Geschichte mehr und mehr mit Fragen der Ethik, der Philosophie und sogar der Religion. In der Charakterisierung seiner Figuren verzichtet Tezuka auf simple schwarz-weiß-Zeichnung, was der Geschichte eine angenehme Tiefe verleiht ohne den Hauptplot zu ersticken. Nahezu jede Person in KIRIHITO wird von inneren Dämonen – Neid, Gier und Hass – getrieben, die sie mehr oder weniger gut im Griff haben. Beispielsweise ist Kirihitos Freund Urabe seinerseits an dessen Verlobter interessiert und er nutzt die Gunst von Kirihitos Abwesenheit, sich ihr gegen ihren Willen zu nähern. Hier agiert Urabe also moralisch verwerflich, wenngleich er an anderer Stelle voller Überzeugung (und auch aus Loyalität) die Theorie seines Freundes zu beweisen sucht.

So wird Kirihitos Reise ins Ungewisse durch immer neu aufkeimende und oft unvorhersehbare Erzählstränge und Parallelhandlungen ergänzt, die insgesamt so brillant miteinander verwoben sind, das KIRIHITO sich schnell zu einem absoluten Pageturner entwickelt, der unaufhaltsam immer tiefer in ungeahnte Abgründe führt. Erzählerische Parallelen zu den Psychothrillern von Jean Christophe-Grangé sind hier nicht von der Hand zu weisen.

Die Zeichnungen von Osamo Tezuka, den viele als „Gott des Manga” verehren, wirken zu Anfang humoristisch und teilweise sogar slapstickhaft übertrieben, entwickeln im weiteren Handlungsverlauf aber eine fesselnde und bisweilen symbolträchtige Düsternis.

Carlsen Manga veröffentlicht KIRIHITO sehr schön gestaltet als schicke Klappenbroschur unter dem Label „Graphic Novel“ in drei Bänden mit je rund 280 Seiten. Im Gegensatz zu den „üblichen“ Mangaveröffentlichungen wurde das Buch der westlichen Leserichtung angepasst, indem die Seiten gespiegelt wurden.

FAZIT

Brillant konstruierter düsterer Thrillerauftakt, der auch knapp 45 Jahre nach seiner Entstehung nichts von seiner Wirkung verloren hat.

Kommentieren0
1
Teilen
die_Leserins avatar

Rezension zu "Kirihito, Band 1" von Osamu Tezuka

Rezension zu "Kirihito, Band 1" von Osamu Tezuka
die_Leserinvor 8 Jahren

Kirihito Osanai ist ein junger Arzt, der eine mysteriöse Krankheit erforscht. In dem entlegenen und isolierten Dorf Inugamisawa erleben manche Bewohner schmerzhafte Mutationen, die ihnen die äußere Erscheinung eines Hundmenschen geben. Das Gesicht wird spitz, es kommt zu übermäßigen Haarwusch, die Finger verkümmern, während daran Klauen wachsen. Nur wenige Wochen nach Auftreten der Veränderungen, versteben die Kranken. Zur Feldforschung schickt sein Vorgesetzter Kirihito in das Krisengebiet. Er weiß jedoch nicht, dass sein Vorgesetzter darauf setzt, dass er sich dort mit der Krankheit infiziert und an den Folgen stirbt.
Kirihito muss tatsächlich sehr bald Symptome der Krankheit an sich feststellen. Ursache ist das örtliche Quellwasser, das durch seltene Sedimentablagerungen sickert und gefährliche Minerale mit sich führt. Indem er nur noch Regenwasser zu sich nimmt, kann er das Fortschreiten der Krankheit verhindern. Sein hundeartiges Aussehen behält er jedoch. Kirihito macht sich auf den Heimweg, um Hilfe bei seinen Kollegen zu suchen. Allerdings stellen sich ihm Hindernisse in den Weg, mit denen er nicht gerechnet hat. So wird er wie eine Kreatur gefangen und misshandelt und wie ein Zootier vorgeführt und grausam gedemütigt. Nicht ein Mensch, von den vielen, die er trifft, ist wirklich gut. Mag sich so mancher von Anfang an als Feind zu erkennen geben, auch jene, die ihm zu nächst helfen, stellen sich bald als verräterisch und eigennützig heraus.
Das dreibändige Werk von Osamu Tezuka beschäftigt sich mit Monstren. Ganz gleich wie das Antlitz aussehen mag - es gibt kein schwarz und weiß. Wer gütig ist, muss nicht gut sein und wer grausam ist, muss nicht unbedingt schlecht sein.

Kommentieren0
3
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 50 Bibliotheken

von 3 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks