Osamu Tezuka

 4,4 Sterne bei 135 Bewertungen
Autor von Adolf 1, Kirihito, Band 1 und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Osamu Tezuka

Osamu Tezuka wurde am 3. November 1928 in Japan geboren. Er begann bereits im Grundschulalter zu zeichnen. Neben seinem Medizinstudium zeichnete und veröffentlichte Tezuka, der heute als „Urvater des Manga“ gilt, seine ersten Mangas. Die erfolgreichen Reihen „Der Ritter mit der Schleife“ und „Astro Boy“ entstanden in Tokyo, wo Tezuka nach seinem Studium lebte und arbeitete. Mit „Mushi Production AG“ gründete der Zeichner seine eigene Produktionsfirma und realisierte eigene Anime-Filme, sowie Realverfilmungen seiner Werke. 1989 starb Osamu Tezuka an einem Krebsleiden. Für die ersten vier Bände der weltweit erfolgreichen „Buddha“ Mangas, die den Lebensweg des Begründers des Buddhismus nacherzählen, wurde ihm posthum der renommierte Eisner Award für Comics verliehen.

Neue Bücher

Cover des Buches Search And Destroy 3 (ISBN: 9783551784506)

Search And Destroy 3

Neu erschienen am 31.08.2021 als Taschenbuch bei Carlsen.
Cover des Buches MW Deluxe (ISBN: 9783551779106)

MW Deluxe

Erscheint am 28.12.2021 als Hardcover bei Carlsen.

Alle Bücher von Osamu Tezuka

Cover des Buches Adolf 1 (ISBN: 9783551785718)

Adolf 1

 (11)
Erschienen am 22.10.2005
Cover des Buches Kirihito, Band 1 (ISBN: 9783551791801)

Kirihito, Band 1

 (9)
Erschienen am 22.10.2009
Cover des Buches Adolf, Band 2 (ISBN: 9783551785725)

Adolf, Band 2

 (8)
Erschienen am 22.01.2006
Cover des Buches Adolf 5 (ISBN: 9783551785756)

Adolf 5

 (7)
Erschienen am 22.02.2007
Cover des Buches Adolf 3 (ISBN: 9783551785732)

Adolf 3

 (7)
Erschienen am 22.05.2006
Cover des Buches Adolf 4 (ISBN: 9783551785749)

Adolf 4

 (7)
Erschienen am 22.08.2006
Cover des Buches Pluto: Urasawa X Tezuka 1 (ISBN: 9783551713018)

Pluto: Urasawa X Tezuka 1

 (4)
Erschienen am 28.10.2010

Neue Rezensionen zu Osamu Tezuka

Cover des Buches Search And Destroy 1 (ISBN: 9783551784483)lostinmangas avatar

Rezension zu "Search And Destroy 1" von Osamu Tezuka

Klassiker trifft Innovation
lostinmangavor 10 Monaten

Ich bin jemand, der auch gerne das im Mangabereich sucht, was von der Norm abweicht, was heraussticht, was dich auf seine ganz eigene Weise berühren kann. So ein Kerl ist Atsushi Kaneko. Sein Zeichenstil ist völlig eigen. Er arbeitet mit starken schwarz-weiß-Kontrasten, Rasterfolie findet kaum Anwendung und seine Liebe zum Punk und Film lässt sich nicht verleugnen.

Wet Moon ist ein Titel, den ich immer wieder gerne lese und endlich hat es mit Search And Destroy ein weiteres Werk von ihm auf den deutschen Markt geschafft. Hier nimmt sich Kaneko einem der großen Werke des "Gott des Mangas" an und wagt die Neuinterpretation von Dororo, dem berühmten Klassiker der 60er Jahre von Osamu Tezuka.
 Der erste Band ist eher eine Art Einführung, in der wir die Hauptcharaktere und ihr Ziel kennenlernen. Dennoch merkt man schon hier, dass Kaneko die Umsetzung gut gelungen ist. Er orientiert sich (ähnlich wie Urasawa bei Pluto) zwar an Tezukas Werk, es gelingt ihm aber was völlig Eigenes zu schaffen. Atsushi Kaneko mischt Tradition und Innovation, um Search And Destroy mit Leben zu füllen. Die meisten Charakteristika, die dem Originaltext entnommen sind, werden von der Mangaka neu adaptiert. Hyakkimaru wird zu Hyaku und ist weiblich. Die Dämonen werden zu Robotern, der Vater zum Bürgermeister. Sie wird in eine imaginäre Zukunft gesetzt und nicht in das feudale Japan, was dem Mangaka auch die Möglichkeit gibt, andere gesellschaftliche Themen aufzugreifen. 

Ich fand den ersten Band wirklich gut. Es hat nicht lange gebraucht, bis in der Geschichte war und der Band rauschte nur so an einem vorbei.

In der Ausstattung kommt die Reihe hochwertig daher und man erhält Großformat mit Klappbroschur sowie hochwertiges Papier. Anders als bei Wet Moon hat der Verlag hier allerdings keinen kartonartigen Umschlag gewählt. Preislich liegt der Band für mich mit 15€ angesichts der Ausstattung völlig im Rahmen.

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Cover des Buches Pluto: Urasawa X Tezuka 1 (ISBN: 9783551713018)Christopher_Bs avatar

Rezension zu "Pluto: Urasawa X Tezuka 1" von Osamu Tezuka

Manchmal kommt es anders ...
Christopher_Bvor 2 Jahren

Wenn eine Binsenweisheit eine Geschichte wäre, dann wäre sie langweilig und niemand würde sie hören wollen. »Manchmal kommt es anders, als man denkt.« Es scheint jedoch so, als ob Naoki Urasawa diese ganz spezielle Binsenweisheit immer ernst genommen hat. Seine Serie Pluto gibt es seit Oktober 2010 auf Deutsch zu lesen.

Hierzulande kennt man den Erzähler aus Japan mit internationalem Renommee wegen seiner Serien MONSTER und 20th Century Boys. Wenn überhaupt. Urasawa präsentiert eine Entwicklungslinie des modernen Mangas, die in Deutschland noch immer wenig wahrgenommen wird. Es sind anspruchsvolle Geschichten für Erwachsene mit einer komplizierten Erzählstruktur und einer schier endlosen Ruhe im Inneren.

Bei Urasawa hat es der Leser nicht leicht. Oft braucht es sehr lang, bis man eine ungefähre Ahnung davon bekommt, wohin die Reise gehen soll. Geschichten wie ein riesiges Geheimnis. Es gibt keine Gedankenblasen und keine erzählenden Texte, nur die Figuren, ihre Sprache und die Handlung. Fast wie ein Theaterstück. Beim Erzählen schlägt Urasawa Haken und überrascht, macht alles anders, als man es erwarten würde. Auch bei Pluto kommt es immer anders, als man denkt.

Obwohl Pluto Science Fiction ist, obwohl es um Roboter geht und obwohl es auf einem klassischen Boys-Manga basiert, bleiben die Actionsequenzen rar gesät. Die Welt von Pluto ist eine Zukunft, in der Roboter ein Teil des alltäglichen Lebens sind. Einige von ihnen sehen aus wie Menschen, andere sind noch immer klar als Maschinen zu erkennen. Alle Roboter in Pluto verfügen über eine Künstliche Intelligenz, die es ihnen erlaubt, selbstständig Entscheidungen zu treffen und sich weiterzuentwickeln.

Die Roboter sind keine Taschenrechner mehr in der Hand von Menschen, sondern eine Parallelgesellschaft, die unabdingbar für die menschliche Existenz geworden ist und eigene Wege geht. In dieser Welt treibt ein Mörder sein Unwesen. Wie es scheint, macht er Jagd auf die am höchsten entwickelten Roboter der Erde. Seinen besiegten Opfern pflanzt er Hörner an den Schädel, er selbst hat auch welche, was eine Anspielung auf antike Totengötter sein soll, zum Beispiel auf Pluto, den Totengott Roms, daher rührt der Titel der Serie. Die Serie ist also nach dem Mörder benannt, mysteriös und ohne zu verraten, wer er wirklich ist und was seine Motive sind.

Auf der anderen Seite stehen die Ermittler, zuvorderst Inspektor Gesicht von Europol, außerdem das Mädchen Uran und Astro Boy. Alle drei gehören zu den am höchsten entwickelten Robotern auf der Erde, sind also zugleich potentielle Ziele von Pluto.

Geschickt und ausdauernd verwebt Urasawa die Ereignisse, und man könnte es als Affront missverstehen, dass Astro Boy erst auf der letzten Seite von Band 1 auftaucht. Denn bei Pluto handelt es sich um die Neuinterpretation einer Episode aus der Serie Astro Boy von Osamu Tezuka. Astro Boy kennt in Japan jedes Kind. Er ist eine japanische Ikone, an Popularität vielleicht nur vergleichbar mit Mickey Mouse in den USA. Und Osamu Tezuka gilt ohnehin als »Gott der Manga«. Naoki Urasawa tritt mit Pluto also in gewaltige Fußstapfen.

Grund dafür war ein Jubiläum. Astro Boy ist eine Figur aus den 1950er Jahren. Nachkriegszeit, Technikbegeisterung, Öffnung zum Westen, Wiederaufbau, Neuanfang. Eine gute Zeit für Utopien. Im Manga feiert Astro Boy am 7. April 2003 Geburtstag. Als dieses Datum in der Wirklichkeit näherrückte, kam es zu ersten Gesprächen, wie und ob man Astro Boy in die Gegenwart überführen könnte. Naoki Urasawa selbst ist von Astro Boy stark beeinflusst worden, damals war er Rezipient, jetzt ist er selber Schöpfer. Die Bedingung, die Tezukas Sohn an die Wiedererweckung des Roboter-Jungen aus der Feder seines Vaters stellte, war, dass die Geschichte nicht bloß ein plattes Remake, eine Kopie, werden sollte.

Es sollte kein nachgemachter Tezuka werden, sondern ein waschechter Urasawa. Wer das Original Astro Boy und die Neuinterpretation Pluto kennt, wird verblüfft sein, wie sehr sich die beiden Fassungen voneinander unterscheiden. An die Stelle von Technikbegeisterung und optimistischem Blick in die Zukunft treten bei Pluto Nachdenklichkeit und eine tiefe Skepsis. Fortschritt wird nicht mehr gefeiert, er wird in Frage gestellt. Einen Retter wie Astro Boy aus den 1950er Jahren – mit Düsentriebwerken in den Füßen, Infrarotaugen und einem Super-Computer als Gehirn – könnte Japan jetzt, nach der Tsunami-Katastrophe und den Unfällen in Fukushima, Onagawa und Tokai, gut gebrauchen. Am Ende wird dann alles gut. Urasawa setzt dahinter ein Fragezeichen.

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Cover des Buches Buddha 1 (ISBN: 9783551766311)dominonas avatar

Rezension zu "Buddha 1" von Osamu Tezuka

Religiöses Leben in Bildern
dominonavor 6 Jahren

Graphicnovels sind ein eigenes spezielles Buchgenre und sind je nach Zeichenstil und Thema leichte oder schwere Kost. Das Leben Buddhas ist ein heikler Stoff, hat aber alles, was eine Legende braucht, liest sich teils etwas sehr kitschig, vermittelt den Inhalt aber anschaulich, selbst wenn man mit der Religion selbst nicht viel anfangen kann. Zumindest Teil 2 werde ich mir definitiv noch anschauen.

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