Oscar Caplan Curia

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Inhaltsangabe zu „Curia“ von Oscar Caplan

Als der brillante Ägyptologe Théo St. Pierre vom Tod seines Bruders erfährt, begibt er sich auf eine lebensbedrohliche Spurensuche. Denn der war Kardinal im Vatikan und kurz vor seiner Ermordung in den Besitz eines antiken Pergaments gelangt – eines Pergaments, dessen brisanter Inhalt die katholische Kirche in ihren Grundfesten erschüttern würde. Sofort hat Théo die verschiedensten Geheimorganisationen an den Fersen, darunter den Opus Dei und die ominöse Bilderberg-Group. Es beginnt eine Hetzjagd quer durch Europa und bis in die saudi-arabische Wüste …

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    Curia

    Asmos

    16. April 2013 um 11:56

    Als sein Bruder Vanko stirbt, macht sich Théo St. Pierre auf den Weg nach Rom, doch schnell schwindet sein Glaube an einen tragischen Unfall. Hinter dem Tod seines Bruders scheint mehr zu stecken und schon bald scheint es möglich, dass Vanko als Kardinal und mit seinem Zugang zur Vatikanischen Bibliothek auf ein Geheimnis gestoßen ist, das ihn das Leben gekostet hat. Théo begibt sich auf die Spuren seines Bruders und befindet sich schon bald im Fadenkreuz des Opus Dei. Mit einem großen Charakterset, Schauplätzen rund um den Globus, Verschwörungen und natürlich der altbewährten Schatzsuche, versucht sich Oscar Caplan mit ‚Curia’ an einem Thriller, der Dan Brown das Wasser zu reichen versucht. Die Geschichte rund um den Ägyptologen Théo St. Pierre ist spannend und verzwickt, politisch und geschichtlich. Vor allen Dingen aber unheimlich komplex. „Curia“ ist sicher kein Buch, das für die breite Masse gemacht ist, vielen wird es zu politisch, zu religiös sein. Vielleicht auch schlichtweg zu verworren, mit zu vielen Charakteren, Ortswechseln und Zeitsprüngen, die bis zurück ins alte Ägypten reichen. Zumindest am Anfang der Geschichte ist alles ziemlich verstrickt und vielleicht gar ein wenig zu viel des Guten, doch ich kam dann ab einem gewissen Punkt recht schnell in die Geschichte hinein. Danach war „Curia“ ein langes, aber tolles Lesevergnügen. Ich für meinen Teil fand die einzelnen Figuren lebhaft und glaubhaft dargestellt. Nicht übertrieben, sondern mit genau der richtigen Menge an Zweifeln und Ängsten, aber auch Mut ausgestattet. Théo kämpft nicht nur mit den aktuellen Ereignissen, die sich aus dem Tod seines Bruders ergeben, sondern auch mit seiner Vergangenheit, an der der Autor den Leser immer wieder durch an passenden Stellen eingebaute Rückblenden oder Gedanken des Charakters selbst, teilhaben lässt. Auch die vielen Hürden, die der Protagonist und die anderen Charaktere überwinden müssen, werden nachvollziehbar dargestellt, sodass man sich auch eine Flucht vor den Carabinieri aus einer italienischen Kirche gut und bildhaft vorstellen kann. Das Buch ist trotz Komplexität und Länge flüssig und kurzweilig geschrieben. Sprachlich bleibt man nirgendwo hängen und gelegentlich sind gar einige amüsante Dialoge oder Szenen in die Handlung eingebaut. Nicht zuletzt ist es diesen zu verdanken, dass die Figuren lebendig und glaubhaft erscheinen. Was mich an dieser Geschichte begeistert hat ist, dass die Handlung rundum geschlossen ist. Dass jeder Faden, der irgendwann im Laufe des Buches auftaucht, bis zum Ende hin geschickt in das Gesamtkonzept verwoben wird, ohne dass es – besonders gen Ende hin – gekünstelt und erzwungen wirkt. Es passt einfach. *Fazit:* Ein tolles Buch für alle, die Geschichten über Geheimorganisationen allá Dan Brown, verlorene Schätze im Allgemeinen und komplexe Handlungen lieben!

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  • Rezension zu "Curia" von Oscar Caplan

    Curia

    cole88

    06. June 2012 um 11:35

    Dieses Buch war wirklich eine Herausforderung. Die umfangreiche Recherche des Autors zeigt sich besonders am Anfang auf jeder Seite. Dem Leser wird dabei einiges an Denkleistung abverlangt, den verschiedenen Handlungen in Gegenwart und Vergangenheit zu folgen und die vielen Fakten, Einschübe und Erklärungen zu verarbeiten. Mir fiel es deshalb häufig schwer, mehr als fünf Seiten am Stück zu lesen. Daher hat es auch eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis ich über die erste Hälfte des Buches hinaus war. In der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte an Fahrt auf und Erklärungen und Einschübe werden seltener, sodass es sich hier sehr viel schneller lesen lies. Nur anhand des zweiten Teils wäre meine Bewertung wesentlich besser ausgefallen, denn hier überwiegt die Spannung. Der Sprachstil des Autors liest sich gut, allerdings vertieft er sich immer wieder in Kleinigkeiten und Einschübe, sodass gerade anfangs das Lesevergnügen auf der Strecke bleibt und eher an Geschichtsunterricht erinnert. Ich habe großen Respekt vor der Recherche des Autors und wie er all die Fakten (soweit ich das als Laie beurteilen kann) stimmig in die Geschichte eingeflochten hat. Wer jedoch einen kurzweiligen Thriller erwartet, wird hier wahrscheinlich enttäuscht sein.

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  • Rezension zu "Curia" von Oscar Caplan

    Curia

    Humpi

    27. December 2011 um 23:22

    Da ich ein großer Fan von Vatikanthrillern bin, war ich überglücklich, dieses Buch zugeschickt zu bekommen und machte mich dementsprechend hochmotiviert ans Lesen. Der Anfang (=Leseprobe) ist super spannend, sodass ich frei nach dem Motto "Der erste Eindruck zählt" sofort sehr neugierig war. Jedoch wird die Leselust bei "Curia" durch viele unbekannte Fachbegriffe oder langatmige Erklärungen geschichtlicher Hintergründe getrübt. Gerne hätte ich diese übersprungen, doch vieles war einfach für den Tathergang wichtig und ich musste nicht selten zurückblättern, um etwas nochmal nachzulesen. Da leider in kurzer Zeit sehr viele verschiedene neue Personen eingeführt werden, kommt man mit den Namen schnell durcheinander bzw. vertauscht die verschiedenen parallel ablaufenden Erzählungsstränge. Vor allem die Sprünge ins Ägypten zur Zeit der Pharaonen verwirrten und brachten einen völlig aus dem Kontext. Dennoch finde ich es sehr positiv, dass Oscar Caplan sich mit seinem Thriller "Curia" von den zahlreichen, anderen Vatikanthrillern (z.B. von Dan Brown) abhebt, da er in seinem Buch gänzlich andere Schwerpunkte setzt. Er scheint sehr gut recherchiert zu haben und bringt somit viele interessante Dinge ans Licht. Einige Passagen sind sehr spannend, sodass man diese Seiten "frisst", durch andere wiederum muss man sich quälen, da sie langatmig und mit zu umfangreichen Informationen gefüllt sind. Insgesamt bekommt "Curia" von mir drei Sterne, da sowohl die Ideen und die Recherchen sehr gut sind. Aufgrund der vielen Sprünge und Fachbegriffe ist dieses Buch definitiv keine Lektüre für nebenbei, da man sich gut konzentrieren muss, um der Handlung noch folgen zu können. Ich denke Oscar Caplan hätte in seinem Buch etwas weniger Informationen verwerten sollen, damit der Lesefluss und die Motivation erhalten bleiben, denn "weniger ist manchmal mehr"! ;)

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  • Rezension zu "Curia" von Oscar Caplan

    Curia

    Themistokeles

    07. August 2011 um 19:35

    Inhalt: Zu Beginn kommt der Kardinal Vanco St. Pierre bei einem Autounfall zu Tode, welcher den Eindruck erweckt, als sei es eigentlich kein Unfall gewesen, sondern ein geplanter Anschlag auf den Kardinal. Dieser war zudem im Geheimarchiv des Vatikans als Kardinal-Archivar tätig und hatte dort Schriften gefunden, welche die gesamte Glaubwürdigkeit der Bibel in Frage stellen würden. Da der Kardinal damit gerechnet hatte, dass ihm dieses Wissen gefährlich werden könnte, hatte er die Schriften aus dem Geheimarchiv entfernt und sie zusammen mit eigenen Notizen einem Notar zukommen lassen. Von diesem erhält Vancos Bruder Théo die Schriften, welcher als Kurator der ägyptischen Abteilung im Louvre tätig ist. Laut dem Inhalt der Schriften, dass der Exodus der Bibel nicht stattgefunden hat bzw. nicht so wie er dargestellt wird und den eigentümlichen Todesumständen seines Bruders macht sich sich Théo auf die Suche nach den Verwantwortlichen. Während seiner Suche muss Théo sein Wissen zudem mit einige Personen, unter diesen eine Psychoanalytikern, ein Meisterdieb, ein Kunstsammler befinden, teilen, da er ohne deren Hilfe nicht weiter gekommen wäre. Zudem werden Théo und den anderen, die er um Hilfe bittet, viele unterschiedliche Probleme in den Weg gestellt, da zum einen der Opus Dei, die Füherer der Religionen und noch eine weitere unbekannte Gruppe verhinern wollen, dass Théo dem Geheimnis der Schriften und was genau dahinter verborgen ist, näher kommt. Meinung: Ich muss ehrlich zugeben, dass ich den Roman ziemlich genial finde. Zum einen interessiere ich mich sehr für Geschichte sowie zum anderen für Chmie und Physik und wenn man diese Interessengebiete, mit den Handlungen und Informationen im Roman vergleicht, wird man schnell feststellen, dass sich da eine sehr starke Kongruenz ergibt. Außerdem gefällt mir die Art wie die Sachen dargestellt sind sehr gut. Ich kann mir zwar auch vorstellen, dass Leuten, die nicht so sehr an den geschichtlichen Hintergründen und solcherlei Dingen interessiert sind, die Informationen innerhalb dieses Romans zu viel werden könnten, da sie doch sehr häufig und dann auch in recht großer Menge auftreten. Mir aber hat grade das sehr gut gefallen und ich finde auch nicht, dass es den Roman in irgendeiner Weise zu sehr ausgebremst hätte. Zudem haben mir viele der Charaktere ziemlich gut gefallen und ich muss zugeben, dass ich sie weder zu wenig ausgestaltet finde, noch dass es mir zu viele waren, denn es kamen eigentlich nur wenig Hauptcharaktere vor und selten ein paar Nebencharaktere. Auch muss ich sagen, dass mir die Art des Kapitelaufbaus und die kleineren Rückblicke zu der Zeit Echnatons, so wie sie in die Geschichte eingestreut waren ziemlich gut gefallen haben. Außerdem ist es so, dass die Spannungsbögen auf ihre Art ziemlich gut gemacht waren und auch die gesamte Atmosphäre des Romans sehr gut war. Zudem fand ich den zunächst gar nicht erwarteten physikalischen und chemischen Aspekt, den der Roman noch hatte ziemlich genial gemacht. Zumal durch diese vielen Kleinigkeiten der kirchliche Aspekt nicht zu überragend war im Gegensatz zur restlichen geschichte, da dies sonst in vielen Romanen dieser Art ziemlich häufig vorkommt, dass dieser Aspekt zu sehr hochgehoben wird. Also alles in allem muss ich sagen, dass dieser Roman bestimmt nichts für jemanden ist, der sich nicht auch ein kleines bisschen für die historischen Dinge oder andere wissenschaftliche Aspekte interessiert und auch Menschen, die nicht viel Wissen auf einmal und das auch noch in Bezug einer Geschichte aufnehmen können, werden ein Problem mit diesem Roman bekommen. Jedoch ist es für geschichtlich und wissenschaftlich interessierte Menschen, die dieses Wissen in eine Geschichte verpackt gut finden, ein sehr geniales Werk und auch zudem verdammt informativ.

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  • Rezension zu "Curia" von Oscar Caplan

    Curia

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. August 2011 um 20:12

    Ich möchte hier für den interessierten Leser einen ersten Eindruck hinterlassen, aber gleichzeitig betonen das ich das Buch aufgrund der nun folgenden Gründe noch nicht zu Ende gelesen habe. Oscar Caplan wandelt in den Fußspuren von Dan Brown. So oder so ähnlich muss es dem Leser bei Durchsicht der Leseprobe vorkommen. Die Story klingt dabei gar nicht so schlecht wie man vermuten würde, ein gewisser Thrill zeichnet sich schon ab. Der Einstieg gut, aber der Dampf ist schnell verraucht, was bleibt ist der Nebel der Geschichte, undurchsichtig die Fakten. Schnell hat man als Leser nach den ersten 100 Seiten den Eindruck in einem Dossier zur katholischen Kirchengeschichte gelandet zu sein. Selbst hart gesottenen Lesern wie mir, die Kirchengeschichte als Teil ihrer Schulbildung betrachten durften ,erschließen sich nicht immer die Zusammenhänge die Caplan da so aufzeigen möchte. Für Laien ein Fatalismus der jede Freude am Lesen nimmt. Lange Strecken besser geschrieben Seiten verliert sich der Autor in Kirchentheorien, da wäre mit aller größter Sicherheit weniger mehr gewesen. Mühsam aufgebaute Spannung wird mit einer Akribie zerlegt wie die Kirchentheorien selber, da stellt sich dem Leser nur die Frage :Warum ? Wofür ? und Wo soll das hinführen ? Nichts desto trotz möchte ich dem Autor noch eine Chance geben und das Buch zu Ende lesen um dann abschließend beurteilen zu können ob es sich um unglückliche Längen innerhalb des Buches oder eine gesamte Fehlleistung handelt. Mein abschließendes Fazit folgt dann. Leider kann ich meine anfängliche Vermutung nicht revidieren. Kurzzeitig weicht der Autor von seinem montonen Vortragsstil ab um dann wieder ungeahnte Längen zu präsentieren. FAZIT: Die Idee ist gut, die anfängliche Umsetzung ebenso aber leider kann der Autor das Niveau über weite Strecken nicht halten. Schade drum, vielleicht beim nächsten Mal. Nur wirklich Fans und Insider zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Curia" von Oscar Caplan

    Curia

    nihnih

    20. July 2011 um 21:51

    Der Thriller fängt vielversprechend an, erzeugt Spannung und lässt auf eine gute Geschichte hoffen. Der Vatikan, Christentum, Ägypten und Verschwörungstheorien eigentlich alles was ein eine gute Geschichte braucht. Nur leider fängt man irgendwann an, sich durch das Buch zu quälen. Schließlich sind es 677 Seiten. Weniger wäre wahrscheinlich mehr gewesen. Der Autor geht viel zu sehr auf Details und Andeutungen ein, was sich dann wahnsinnig zieht und nicht nötig ist. Es werden sehr viele Personen genannt, die ich nachher einfach nicht mehr zuordnen konnte und immer wieder zurückgeblättern musste. Der Roman springt immer zwischen verschiedenen Verhandlungssträngen. Gegenwart und auch Vergangenheit. Es ist schwierig den Überblick zu behalten. Es beginnt damit, das Kardinal Vanko St. Pierre ermordet wird, weil er einen gheimen Papyrus entdeckt hat, wovon die Menscheit nicht erfahren soll und sie im Glauben erschüttern würde. St. Pierres Bruder Thèo, ein Archäologe begibt sich auf Spurensuche. Ihm auf den Fersen sind verschiedene Gruppierungen die ihre eigenen Ziele verfolgen. Nicht nur die Moslems, Christen (mit Opus Dei) und Juden (mit Mossad) sind hinter dem Papyrus hinterher, sondern auch eine Geheimgesellschaft. Die Bilderberg-Gruppe. Diese Gruppe, welche Einfluß auf das Weltgeschehen hat, verfolgt ihre ganz eigenen Interessen, die mit der Geschichte nichts zu tun haben, sondern mit Forschung. Man wird nacher noch in das Thema Quantenphysik eingeführt, was meiner Meinung nach zuviel war. Man mußte sich sehr konzentrieren, um diesem Thema zu folgen. Am Rande entwickelte sich dann noch eine Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptpersonen Thèo St. Pierre, der ein gestörtes Verhältnis zu Frauen hat und Raisa. Richtige Sympathie konnte ich nicht empfinden. Die Protagonisten wurden mir zu wenig beschrieben. Sehr interessant fand ich aber den Einblick in die Geschichte und wie sich diese zugetragen haben soll. Seine Theorie von der Geschichte, wie Echnaton zu Moses wurde und sich der Exodus zugetragen hat. Ich finde das Oscar Caplan sein Buch und die darin vorkommenden Themen sehr gut recherchiert hat. Auch wenn es eine Fülle an Informationen war. Eine etwas gekürzte Version dieses Buches ist bestimmt lesenswert. Ich lese sehr gerne Vatikanthriller und interessiere mich für die ägyptische Geschichte. Das war wohl das, was mich dazu gebracht hat, das Buch bis zum Ende zu lesen, um die Geheimnisse zu erfahren. Ansonsten bin ich mir sicher, das es mir zu langatmig gewesen wäre und ich es zur Seite gelegt hätte.

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  • Rezension zu "Curia" von Oscar Caplan

    Curia

    BlueNa

    07. June 2011 um 13:34

    Was haben Echnaton und Moses gemeinsam? . Théo St. Pierre ist der Archäologe des Louvre und fliegt nach Rom und die letzten Angelegenheiten seines Bruder Vanko, dem Päpstlichen Archivar, der unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen ist, zu regeln. Hier trifft er auf merkwürdige Zufälle und ein Geheimnis, das Vanko wohl in den noch unkatalogisierten Archiven des Vatikan gefunden und das ihn nun das Leben gekostet hat. Irgendetwas hat der ägyptische Pharao Echnaton damit zu tun und es muss so brisant sein, dass die Katholische Kirche, allen voran das Opus Dei, über Leichen geht. Théo weiht eine gute Freundin, Raisa, ein, die Psychoanalytikerin ist. Zusammen begeben sie sich auf eine abenteuerliche Spurensuche, die sie nach Siena und in die Wüste Saudi Arabiens führt. Und immer scheint der Tod ihnen auf den Fersen zu sein! . „Curia“ von Oscar Caplan ist wirklich keine einfache Kost! Ich kann verstehen, dass mancher Leser dieses Buch, ob seiner Verwirrungen der Handlung und den vielen wissenschaftlichen Dialogen und Erklärungen, bald entnervt zur Seite legt. Denn es hat auf jeden Fall seine zähen Passagen und die Perspektivwechsel, die dazu gedacht waren Spannung zu erzeugen, häufen sich irgendwann so sehr, dass das Lesen einfach nur anstrengend wurde. Die Handlungsstränge jeder für sich genommen sind sehr spannend und interessant, doch sie werden oft so wild durcheinandergewirbelt, dass man sich als Leser manchmal fragen muss, wo und in welcher Zeit man sich gerade befindet. . Am spannendsten waren aber immer die Ereignisse um Théo selbst, denn zu ihm konnte ich von Beginn an eine Beziehung aufbauen und es interessierte mich einfach am Meisten, was ihm gerade wiederfährt und was er herausfindet. Ein weiterer Erzählstrang führte den Leser in die Zeit der Pharaonen zu Echnaton und die Jahre seiner Herrschaft als erster monotheistischer Pharao. Außerdem verfolgte man immer Raisa, Théos Freundin und noch Monisgnore Guzmann aus dem Vatikan, der immer versuchte Théo und Raisa einen Schritt voraus zu sein. Dazu gesellten sich zwischendurch immer mal wieder eine neue Perspektive, wie die eines Profikillers oder auch die des Kommissars Dominici, den man ganz am Anfang des Buches kennengelernt hat, um nur einige zu nennen. Ein wildes Durcheinander an Personen, Orten und Handlungssträngen war das Ergebnis. . Ich hätte bestimmt auch aufgegeben, wenn mich das Thema nicht so sehr fasziniert und begeistert hätte. Die Suche nach Echnatons Grab beschäftigt die Ägyptologen jetzt seit vielen, vielen Jahren und mittlerweile gilt es als eines der größten Geheimnisse der Menschheit, wie auch Atlantis. Außerdem beschäftigte sich der Autor mit dem Biblischen Exodus Moses‘ und somit dem Auszug der Israeliten aus Ägypten für den es immer noch keine stichhaltigen Beweise gibt. Auch esoterische Motive lassen sich in diesem Buch finden, die kombiniert mit den Freud’schen Theorien zu einem äußerst merkwürdigen Gesamtkunstwerk verwoben werden. Ob einem das zusagt, das muss jeder für sich selbst entscheiden. . Der Schreibstil an sich ist sehr gut zu lesen nur leider wurden die aufgebauten Spannungsbögen durch die häufigen Perspektivwechsel meiner Ansicht nach eher zerstört, als angefacht. Als einzige Person war für mich Théo zugänglich, später vielleicht noch Raisa, aber der Autor hat einem fast keine Chance gegeben, die Personen näher kennenzulernen. . Die Covergestaltung gefällt mir sehr gut. Hier ist ein graues Kreuz zu sehen, auf dem Blutflecken in Spotlackoptik aufgebracht wurden. Der Buchtitel ist erhaben eingeprägt. Es passt auf jeden Fall zum Inhalt, auch wenn man hier auch ein ägyptisches Motiv hätte verwenden können. . Alles in Allem war „Curia“ ein Buch, das die volle Aufmerksamkeit des Lesers erfordert. Man muss sich für die hier angesprochenen Themen (Vatikan, Bibel und Ägypten) interessieren und ganz gerne wissenschaftliche Erklärungen über sich ergehen lassen, dann hat man sich das richtige Buch ausgesucht. Wer einfach nur einen spannenden (Wissenschafts-)Thriller lesen möchte, ist hier an der falschen Adresse!

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  • Rezension zu "Curia" von Oscar Caplan

    Curia

    misswinniepooh

    Der Kardinal Archivar des vatikanischen Archivs Vanko St. Pierre ist mit brisantem Material das er bei Recherchen im Geheimarchiv gefunden hat, auf dem Weg zum Heiligen Vater nach Castel Gandolfo. Die Hinweise die St. Pierre gefunden hat, gefährden nicht nur den Fortbestand der kath. Kirche. Deshalb muss er unbedingt mit dem Heiligen Vater darüber sprechen. Diese Treffen wird der Kardinal aber nicht mehr erleben. Sein Bruder Theo St. Pierre seines Zeichens Ägyptologe des Louvre reist nach der Todesnachricht nach Rom, um Näheres über den mysteriösen Tod seines Bruders zu erfahren. Er stößt dabei auf eine Wand des Schweigens und der Vertuschung durch den Vatikan, das selbst der italienischen Polizei die Hände gebunden sind. Als Theo feststellen muss, dass die Wohnung seines Bruders durchsucht worden ist, und ein Notar ihm eine Mappe mit Pergamenten aushändigt, ist die Neugier des Archäologen geweckt. Das Rätsel zu lösen, das seinen Bruder das Leben gekostet hat. Die Jagd führt Theo St. Pierre quer durch Europa und er hat nicht nur Opus Dei an den Fersen. Der Autor behandelt ein breites Spektrum aus Religionsgeschichte, Geschichte, Ägyptologie sowie Archäologie und Philosophie. Die sehr exakt recherchierten Informationen schildert der Autor sehr detailliert, was den Lesefluss ab und an etwas hemmt. Trotzdem ist der Schreibstil recht flüssig. Wer jetzt allerdings einen leichten und flotten Thriller erwartet, wird enttäuscht werden. Das Buch ist für Leser die sich nicht für Geisteswissenschaften interessieren eine sehr schwer verdauliche Kost, da die geschichtlichen und wissenschaftlichen Zusammenhänge sehr genau beschrieben werden, und dies für Nicht interessierte deshalb schnell langweilig werden kann. Dadurch einen Stern weniger. Das Buch stellt durchaus seinen Anspruch an den Leser. Für mich war es allerdings das pure Lesevergnügen, für das ich vermutlich gerade wegen der Fülle an Informationen länger für die Lektüre gebraucht habe als gewöhnlich.

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  • Rezension zu "Curia" von Oscar Caplan

    Curia

    anyways

    19. May 2011 um 14:59

    Der Kardinal Archivar der Vatikanstadt, Vanko St. Pierre, gelangt eine merkwürdige Kopie eines alten Pergaments aus dem 15. Jahrhundert in die Hände. Dort schreibt ein italienischer Edelmann am Hofe der Medici von einem geheimnisvollen Pergament und einer wertvollen Substanz die man aus Gold gewinnen kann. Da das Pergament die Standhaftigkeit des christlichen, muslimischen und jüdischen Glaubens in seinen Grundfesten erschüttern könnte, bittet Vanko um eine Audienz beim Papst. Nach einem Vorgespräch mit dem Präfekten wird er auf einer verlassenen Strasse überfahren. Seinem Bruder Theo St. Pierre wird nach Sichtung der Hinterlassenschaften des Verstorbenen klar, das es sich keineswegs um einen Unfall handeln kann. Die Notizen Vankos, die indirekt Bezug auf die beiden Geheimnisse nehmen , veranlassen Vanko dessen Tod aufzuklären. Selten bin ich, nach einer durchaus spannenden LP und einem interessanten Klappentext, von einem Buch mehr enttäuscht worden. Ich weiß gar nicht wo ich zuerst anfangen soll! Ich empfand den Schreibstil leicht überheblich, ähnlich der Charaktereigenschaften des Protagonisten. In jedem größeren Abschnitt wurde entweder mit der Kirche oder mit deren Oberhaupt abgerechnet weit über das Maß das dem Protagonisten zugestanden hätte. Mir schien es eher wie eine Persönliche Abrechnung des Autors mit der Institution Kirche. Die Figur des so brillanten Archäologen und Ägyptologen ist komplett unglaubwürdig in Bezug auf seine Arbeit, statt Kulturgut zu schützen und dementsprechend zu bergen, hat er weder Skrupel dieses zu zerstören noch als Diebesgut zu veräußern. Er benimmt sich wie der sprichwörtliche Grabräuber. Insgesamt ist er arrogant, introvertiert, überheblich und in seinen Ansichten schlichtweg unsympathisch. Er erfreut sich am Leben der einfachen Leute, die die Pariser Cafes des Nachts bevölkern, gerade so als sei er der letzte Retter dieser Erde! Nach den ersten 100 Seiten wollte ich das Buch zur Seite legen, da mir der alleinige Anspruch des Autors solch Bestseller wie z. Bsp: „Sakrileg“, mit allen Mitteln zu übertrumpfen definitiv nicht genügt. Meines Erachtens bringt es nichts, eine Verschwörungstheorie, die so muss ich zugeben durchaus spannend hätte werden können, zu entwickeln in der wirklich sämtlichen Geheimbünden der westlichen Welt ein derart großer Platz eingeräumt wird, noch ist es zuviel des Guten mehr als ein Rätsel lösen zu wollen, zumal mehrere Personen dran beteiligt sind. Dem sprichwörtlich roten Faden der Erzählung als Leser folgen zu wollen fällt oft schwer. Auch verstehe ich unter einem Thriller viel Spannung und Nervenkitzel beides sucht man in diesem Buch vergeblich. Aber ich habe mich „durchgekämpft“, in der Hoffnung auf ein schlüssiges Ende. Weit gefehlt statt einer logischen Erklärung versucht sich Caplan zum Schluss noch in Quantenphysik und das Ende ist einfach nur phänomenal banal.

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  • Rezension zu "Curia" von Oscar Caplan

    Curia

    enzian

    15. May 2011 um 13:24

    Kardinal Vanko St. Pierre übergibt einem Vertrauten einen Umschlag mit wichtigen Papieren. Sollte ihm etwas zustoßen, sollen diese Papiere an einen Notar in Rom weitergeleitet werden. Der Kardinal hat Zugang zum Geheimarchiv des Vatikans und offensichtlich eine wichtige Entdeckung gemacht. Diese muss so brisant sein, dass er um sein Leben fürchtet. Nicht zu unrecht, wie sich wenig später herausstellt. Kurz nach einer Unterredung mit einem engen Vertrauten des Papstes stirbt der Kardinal bei einem Verkehrsunfall.Wir erfahren, dass die Entdeckung Vankos weit zurück in die Vergangenheit reicht, ins alte Ägypten, zur Regierungszeit Pharao Echnatons. Sollten die gefundenen Schriftstücke Bekanntheit erlangen, wird die Glaubwürdigkeit der Bibel in Frage gestellt. Der Bruder des Kardinals, Theo St. Pierre, ist Ägyptologe. Als er vom Tod Vankos erfährt, begibt er sich sofort nach Italien. Nachdem Theo Einsicht in die beim Notar hinterlegten Dokumente nehmen konnte, hat er Zweifel daran, dass es sich beim Tod seines Bruders um einen Unfall handelt. Er beschließt, sich Helfer zu suchen und der Sache nachzugehen. Das Buch konnte leider nicht halten, was die Leseprobe versprochen hat. Es war der Versuch des Autors, die Themen Vatikan, Historie und Geheimgesellschaften auf spannende Art zu verknüpfen. Was ihm auch stellenweise durchaus gelungen ist. Der Roman umfasst zu viele Handlungsstränge und zu viele Personen. Der Leser wird gnadenlos damit bombardiert und ich konnte anfangs kaum Freund von Feind unterscheiden. Das Lesen des Buches erfordert viel Zeit und Konzentration, was an sich nicht negativ ist. Hier wird der Leser allerdings mit zu vielen Fakten aus Geschichte, Religion, Politik, Physik und Chemie konfrontiert. Dadurch wirkt etliches verwirrend, z.B. als auch noch Quantentheorie, schwarze Löcher und Zeitreisen ins Spiel gebracht werden. Ebenso verhält es sich mit den zahlreichen und irgendwie schon hektisch wechselnden Schauplätzen der Handlung. Zweifellos ranken sich um die Regierungszeit des Pharao Echnaton zahlreiche Legenden und auch die Bilderberger sind durchaus ein Thema. Fazit: hier wäre weniger wirklich mehr gewesen.

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  • Rezension zu "Curia" von Oscar Caplan

    Curia

    carnotis

    24. April 2011 um 23:55

    Schwere Kost, aber trotzdem sehr lesenwert. Der Protagonist, Théo St. Pierre ist Ägyptologe am Louvre in Paris. Sein Bruder Vanko, Kardinal und Leiter eines geheimen Archivs des Vatikan wird ermordet. Der Grund für den Mord ist ein antiker Papyrus, der die Legitimation der drei großen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam in Frage stellt. Théo beginnt mit den Recherchen zum Tode seines Bruders, wird dabei aber nicht nur von Monsignore Guzmann, Chef des berüchtigten Opus Dei verfolgt... Die Person Mose, in allen drei Weltreligionen präsent, wird in Frage gestellt. War Moses der Pharao Echnaton? War der biblische "Exodus" in Wirklichkeit etwas ganz anderes als die Flucht der Juden vor den Ägytern in das "Heilige Land"? Höchste Würdenträder der drei Religionen arbeiten zusammen, um weiteres Forschen zu verhindern. Mittendrin Théo und seine Verbündeten, eine Psychonalytikerin, ein etwas zwielichtiger Antikendealer, sowie einige andere Personen sind aber fast immer einen Schritt voraus. Schließlich wird ein Pistolenattentat im Louvre auf Théo verübt und eine Flucht beginnt, die uns über Ägypten bis nach Saudi-Arabien führt. Viele seitenlange Zeitsprünge in das antike Ägypten beleuchten zwar die Hintergünde, machen aber das Buch noch komplexer, wieder neue Namen, Funktionen und Fakten. Ich habe das Buch nicht nur einmal beiseite gelegt um bei Wikipedia selbst nach den Namen und Bezügen zu recherchieren. Allein dafür fünf Sterne! Leider wird es Richtung Ende doch recht esoterisch, weißes Pulver läßt bei der Schmelztemperatur von Gold die Zeit stillstehen und Labore explodieren. Der Schluß ist etwas entäuschend, am Ende war ich zufrieden, mich durch dieses Werk hindurchgekämpft zu haben (viele Leser, siehe andere Rezis, gaben ja nach etwa 200 Seiten auf). Zu Ende lesen lohnt sich aber! Über den Autor Oscar Caplan studierte Chemie in Bologna und Wirtschaft an der Columbia University in New York. Er arbeitete als Investmentbanker in London, Mailand und New York, war kaufmännischer Geschäftsführer einer internationalen Unternehmensgruppe in Zürich.

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  • Rezension zu "Curia" von Oscar Caplan

    Curia

    wunky

    In seinen Danksagungen schreibt Oscar Caplan: "Von ihm habe ich einen wichtigen Grundsatz gelernt: Weniger ist mehr." Gerade bei Büchern finde ich, dass dieser Grundsatz goldrichtig ist. Nichts ist schlimmer, als wenn der Autor versucht, zu viele Informationen zu geballt herüberzubringen und dadurch das eigentliche Werk erdrückt wird. Leider, so muss ich nach momentaner Einschätzung sagen, hat Caplan sich an diesen Grundsatz, den er von seinem Lektor mit auf den Weg bekommen hat, nicht gehalten. Eine vollständige Rezension eines Buches lässt sich nur abgeben, wenn man das Buch auch tatsächlich komplett gelesen hat. Da ich diese Meinung vertrete, lese ich auch prinzipiell jedes Buch bis zum Ende. Auch wenn sich die Lektüre am Anfang noch so sehr zieht, habe ich dennoch immer Hoffnung, dass sich die Geschichte noch entwickelt, Spannung aufkommt. Mit Curia habe ich wirklich das erste Mal den Fall, dass ich nicht weiterlesen kann. Ich bin jetzt auf Seite 392, etwas über der Hälfte. Ich ärgere mich jede Seite aufs neue so sehr, dass ich einfach eine Pause brauche, bevor ich weiterlesen kann. Warum ich mich ärgere? Ganz einfach: Weil Curia ein ungemein spannendes und interessantes Buch hätte werden können. Leider steht sich der Autor bis jetzt selbst im Weg und schafft es immer wieder, wenn mal ein winziger Funken Spannung aufkommt, diesen im Keim zu ersticken. Die Geschichte als solche fängt sehr gut an, weswegen ich nach der Leseprobe auch begeistert war und mich über den Gewinn des Buches sehr gefreut hatte. Ein Kardinal wird im Vatikan ermordet. Er hatte Papyri gefunden, die den christlichen Glauben in Frage stellen würden. Sein Bruder versucht, den wahren Hintergrund des Mordes herauszufinden und begibt sich so auf eine Abenteuerreise, auf der er versucht zu beweisen, dass der Exodus nie stattgefunden hat - zumindest nicht so, wie er in der Bibel geschildert hat. Auch die Thematik der Widersprüche etc. in der Bibel ist für mich durchaus interessant. Das eigentliche Problem ist jedoch, dass man beim Lesen oftmals das Gefühl hat, nicht einen Thriller zu lesen, sondern in einer Vorlesung für Archäologie, Geschichte, Theologie ... zu sitzen. Caplan schreibt einfach viel zu trocken. Seitenweise werden Papyri vorgelesen, die von alten Ägyptern oder Archäologen erstellt wurden. Dann wieder kommen Zitate aus der Bibel, Schilderungen irgendwelcher Recherchen und Funde von Archäologen und so weiter. Dass die Hauptperson selbst Archäologe ist, tut das Übrige dazu, dass manchmal ein Fachjargon angeschlagen wird, dass einem bei dem Versuch, alles zu verstehen, wirklich der Kopf qualmt. Man muss dem Autor lassen, dass er wirklich eine tiefgründige Recherche betrieben hat. Was sich in diesem Buch an Wissen findet, ist wirklich unbeschreiblich. Allerdings ist es einfach zu viel des Guten. Meint man, gerade einen Aspekt verstanden zu haben, den Sinn eines Papyri greifen zu können, kommt sogleich ein weiterer hinzu. Ist der biblische Aspekt gerade geklärt, wird auf einmal auch noch auf die esoterische Seite eingegangen. Letztlich wird soviel theoretisches erzählt, dass man das Gefühl hat, gar nicht mehr folgen zu können. Und wenn man mal wirklich etwas passiert, dann macht man dem Leser auch einen Strich durch die Rechnung: denn nicht einmal der eigentlichen Handlung kann man ungestört folgen. Immer wieder haben die Protagonisten Pläne, wie sie eines ihrer wahnwitzigen Ziele erreichen können (wie zum Beispiel das Auffinden eines Papyrus, der seit 1000 Jahren verschollen ist). Aber statt den Leser gleich einzuweihen, sodass dieser im Bilde ist, wird die Idee einer anderen Person im Buch ins Ohr geflüstert ... Man tappt also wirklich immer im Dunkeln. Auch die zahlreichen, parallel laufenden Handlungsstränge, zwischen denen sehr schnell hin und her gewechselt wird, machen es dem Leser nicht einfach. Ich muss derzeit wirklich sagen: Ich will nicht mehr. Immer neue Theorien, immer neue Feinde. Ich weiß mittlerweile nicht mehr, wer mit und wer gegen wen arbeitet und ich weiß auch nicht, was eigentlich das Ziel ist? Den Mord an seinem Bruder hat unser Protagonist wahrscheinlich komplett aus den Augen verloren. Ich werde dieses Buch noch beenden und dann auch diese Rezension danach noch vervollständigen. Dieses Buch verlangt allerdings eine unglaubliche Konzentration beim Lesen und viel Durchhaltevermögen, und vor allem Letzteres ist bei mir mittlerweile über die Maßen strapaziert. Von Spannung und Unterhaltung kann ich persönlich bei alledem wahrlich nicht sprechen. Schade darum, wo doch soviel Potenzial da war

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    • 2
  • Rezension zu "Curia" von Oscar Caplan

    Curia

    bookorpc

    21. March 2011 um 20:06

    Oscar Caplans Erstlingswerk Curia gleicht eher eine wissenschaftliche Arbeit wie einem Roman trotz Liebesgeschichte. Der Autor gibt sich nicht mit Andeutungen zu einem Thema zufrieden. Inhalt: Théos Bruder Kardinal Vanko wird wegen Informationen, die den Glauben in seinen Grundfesten zerstört könnten, ermordet. Diese Dokumente erhält Théo nach dessen Tod und von der Neugierde gepackt versucht er selbst hinter das Geheimnis der Schriften zu gelangen. Aber er ist nicht allein auf der Suche. Vankos Mörder sind ihm auf der Spur und auch weitere Organisationen. Seine Recherchen führt ihn zu seinem Arbeitsfeld den Pharaonen…… Meine Meinung: Die Geschichte an sich gefällt mir sehr gut. Sie ist spannend und man erfährt auch etwas über Théos Beziehung zu seinem Bruder und ihre Kindheit bzw. Vergangenheit. Aber sie wird von vielen Fakten, Informationen ausgekleidet und enthält einige Handlungsstränge, weshalb mir das flüssige Lesen schwer fiel. Oft musste ich die Seite oder den Abschnitt erneut lesen um die darin enthaltenen Infos zu verstehen, da ich mich davor nur wenig mit Pharaonen, Entstehung der Bibel, und verschiedenen religiösen Orden befasst habe. Man erhält auch einen Einblick in die Werke von Brams, Wagner, einigen Zigarren- und Feuerzeugmarken usw. Für Leser, die darin bewandert sind bestimmt eine Bereicherung. Mein erster Eindruck, dass die darin enthaltenen Fremdwörter und Fachbegriffe ein gut gewähltes Stilmittel für die Glaubwürdigkeit der Geschichte sind, muss ich deshalb revidieren Zwar werden sie teilweise erklärt, aber meine Aufnahmekapazität an Wissen dabei enorm überfordert. Des weiteren konnte ich teilweise nicht selektieren was Fiktion und was Wahrheit ist. Ein Anhang mit geschichtlichen Fakten fände ich hilfreich. Die im Buch enthaltenen Sprünge in die Zeit von Echnaton fand ich sehr informativ. Fazit: Curia ist keine Lektüre für den Alltag, sondern setzt Konzentration und Zeit voraus. Eine Hintergrundwissen in Ägyptologie und religiösen Organisationen erleichtert das Lesen.

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  • Rezension zu "Curia" von Oscar Caplan

    Curia

    Jetztkochtsie

    12. March 2011 um 09:51

    ENDLICH BIN ICH FERTIG! Drei Kreuze schlag ich, hab ich doch mit diesem Buch ganze 18 Tage gekämpft, so lange brauche ich normalerweise nicht, auch wenn Curia ein durchaus dicker Schinken ist. Allerdings ist die Crux an der Sache, ich fands nicht mal schlecht. Wer hier einen Dan Brown Thriller erwartet, der wird auf der Strecke bleiben und spätestens nach 200 Seiten das Handtuch schmeißen, denn das hier ist zwar ein Thriller mit rasender Spannung und Action, aber zwischendurch werden immer wieder seitenweise Ausflüge ins alte Ägypten gemacht, die Protagonisten verlieren sich in theologischen und philosophischen Diskussionen, die zwar durchaus interessant sind, die aber auch durchaus hätten gestrafft werden können. 200 Seiten weniger und das Buch wäre ein massentauglicher Verkaufsschlager im Vatikan-Thriller-Segment. So ist es zwar wesentlich sperriger, aber weitaus besser, es stimmt nachdenklich, es reißt mit, es läßt einen in einem Strudel aus Action verschwinden um dann urplötzlich wieder leisere Töne anzuschlagen, den Leser zum Nachdenken über seinen eigenen Glauben zu bringen. Ja hier wird keine Verschwörungstheorie ausgelassen und noch ein paar neue hinzugefügt, aber trotzdem handelt es sich meiner ansicht nach keineswegs um das wirre Werk eines paranoiden Autors, sondern um die sehr sehr genau und gut konstruierte Geschichte um das was unseren Glauben und zwar jeden, den christlichen, den islamischen und den jüddischen aus macht und um die Dinge, die ihn erschüttern könnten. Dazu pflegt der Autor einen sehr angenehmen etwas intellektuellen Erzählstil und manche seiner Sätze sind einfach nur grandios. Am Ende kommt es zu einem Wortwechsel, den ich einfach nur sehr passend und das Buch beschreibend finde: (hab das Buch grad nicht zur Hand, daher stammt das Zitat aus meiner Erinnerung) "Glauben Sie, daß Gott die Menschen überschätzt hat, als er sie schuf?" ... "Nein, ich glaube, daß die Menschen Gott überschätzt haben, als sie ihn schufen!"

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  • Rezension zu "Curia" von Oscar Caplan

    Curia

    augustmaus

    05. March 2011 um 17:42

    Vanko St. Pierre entdeckt in den Archiven des Vatikan ein altes ägyptisches Pergament und wird, als er mit dem Papst über den Inhalt sprechen möchte, ermordet. Darauf hin macht sich sein Bruder Theo, ein Archäologe auf die Suche. War Moses kein Jude sondern ein altägyptischer Pharao und der Auszug der Juden aus Ägypten eine Flucht von Ägyptern? Vom Grundgedanken hat mir das Buch gefallen, aber dies ist leider auch schon alles. Theo wird auf seiner Suche von sehr vielen verschiedenen Personen unterstützt und von fast genauso vielen Personen gejagt, so dass man bei den ganzen Szenensprüngen leicht den Überblick verlieren kann. Außerdem bleiben dadurch fast alle der Personen, die durchaus wichtige Rollen bei der Suche spielen, viel zu unklar und unbeleuchtet, sie verschwimmen einfach in der Masse. Dazu kommt noch, dass sich die ursprüngliche Suche nach dem wahren Moses vermengt wird mit weiterführenden Esoterischen und Quantenphysischen Phänomenen, dem rätselhaften weißen Brot. Spätestens bei den Erklärungen in den letzten hundert Seiten über die Quantenphysik habe ich nur noch durchgehalten, um den letzten Schluß dann doch noch zu erfahren. Ich kann nicht beurteilen, ob die Ausführungen von Oscar Caplan erfunden sind oder den Forschungserkenntnissen entsprechen, aber mich hat dies, obwohl ich selbst Naturwissenschaftlerin bin, nur genervt. Fazit : Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen - mit weniger Verschwörung, weniger Personen und Konzentration auf die Idee, dass Echnaton Moses war, hätte es was werden können, aber so hat Oscar Caplan mehr Verwirrung geschaffen als Spannung.

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