Oscar Muriel

 4.2 Sterne bei 122 Bewertungen
Autor von Die Schatten von Edinburgh, Der Fluch von Pendle Hill und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Oscar Muriel

Ein wissenschaftliches und kreatives Talent: Oscar de Muriel ist 1983 in Mexico City geboren. Er studierte Chemie und beendete seine Doktorarbeit in England. Nebenbei arbeitete er als Übersetzer, um sich seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Außerdem ist er leidenschaftlicher Violonist. Erste Schreibversuche unternahm de Muriel bereits im Alter von sieben Jahren, als er eine dreiseitige Geschichte über einen T-Rex und einen Stegosaurus schrieb und diese auch meisterhaft illustrierte. Dass der Stegosaurus bereits ausgestorben war, bevor der erste T-Rex aus dem Ei schlüpfte, hielt ihn nicht davon ab, sein Werk für äußerst gelungen zu halten. Auch die Buchversion von Jurassic Park hat ihn sehr beeinflusst – darüber kann man auf seinem Blog viel erfahren. Heute hat de Muriel bereits verschiedene Genres ausprobiert, jedoch fühlt er sich bei historischen Romanen am wohlsten. In seiner Heimat gewann er mit seiner viktorianischen Krimireihe um die beiden Ermittler Frey und McGray bereits ein breites Publikum und auch die Leser in Deutschland lieben seine Bücher. Oscar de Muriel lebt und arbeitet heute in Cheshire.

Neue Bücher

Die Todesfee der Grindlay Street

 (7)
Neu erschienen am 17.12.2018 als Taschenbuch bei Goldmann. Es ist der 3. Band der Reihe "Frey & McGray".

Alle Bücher von Oscar Muriel

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Die Schatten von Edinburgh

Die Schatten von Edinburgh

 (54)
Erschienen am 20.02.2017
Der Fluch von Pendle Hill

Der Fluch von Pendle Hill

 (42)
Erschienen am 15.01.2018
Die Todesfee der Grindlay Street

Die Todesfee der Grindlay Street

 (7)
Erschienen am 17.12.2018
The Strings of Murder

The Strings of Murder

 (8)
Erschienen am 12.02.2015
A Fever of the Blood

A Fever of the Blood

 (2)
Erschienen am 11.02.2016

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Neue Rezensionen zu Oscar Muriel

Neu

Rezension zu "Die Todesfee der Grindlay Street" von Oscar Muriel

Ein dritter Band, der sich sehen lassen kann!
Wuschelvor 3 Tagen

Beschreibung:

London 1889: Nach der Finalen Aufführung  von >>Macbeth<< ertönt ein ohrenbetäubender Schrei. Kurz darauf wird eine Nachricht, geschrieben in Blut, gefunden, welche den Tot eines Schauspielers prophezeit.
Edinburgh 1889: Frey und McGray werden auf den Fall angesetzt, denn die Theatergruppe hat ihren nächsten Auftritt in Edinburgh haben. Während Frey versucht dem Rätsel auf die Spur zu kommen, jagt McGray mal wieder einem Geist - oder besser gesagt: der Todesfee - hinterher. Durch den Zuspruch von diversen Besuchern des Theaters, die behaupten diese Erscheinung gesehen zu haben, fühlt sich McGray bestärkt, während Frey seine liebe Not hat den schottischen Kollegen zu bändigen. Schließlich ist Frey der Überzeugung, dass es sich bei der Todesfee und der mysteriösen Prophezeiung lediglich um Werbung für das Theater handelt. Doch keiner der Ermittler kann ausschließen, dass nicht doch bei der Premiere ein Mensch ums Leben kommt und so beginnt der Wettlauf mit der Zeit.

Meinung:

Danke, de Muriel! Danke, dass du die beiden dieses Mal nicht wieder durch halb Schottland gejagt hast. Auch wenn ich jetzt etwas vorweg nehme, möchte ich sagen, dass dies wohl der beste Teil der bisherigen Fälle von Frey & McGray war. Doch zurück zum Anfang!

Nicht nur an der Art wie sich Frey im Laufe der Ermittlungen verhält, auch am Schreibstil erkennt man, dass er unter starkem Einfluss des Schotten steht, denn wie auch zuvor ist er der eigentliche Berichterstatter dieser Geschichte. Als ob McGray sowas nötig hätte. Schließlich kann er seine Zeit besser nutzen. Dennoch hat er sich die Mühe gemacht den abschließenden Bericht im Buch zumindest zu kommentieren. Ein Aspekt, der mit in diesem Band auch unglaublich gut gefiel. Nicht nur der Abschlussbericht. In diesem Teil durfte ich als Leser auch diverse Beweisstücke sichten. Immer wieder bekam ich diverse Tagebucheinträge von Bram Stoker zu lesen sowie einen mysteriöse Briefe, welche verbrannt werden sollten. Mehr möchte ich auch gar nicht dazu sagen; ich will ja keinem die Freude am Lesen nehmen. Die Gestaltung fand ich auf jeden Fall sehr erfrischend und man bekam die Dinge auch mal aus einer anderen Perspektive mit; mehr oder weniger.

Des Rätsels Lösung blieb auch für mich bis zum Schluss im verborgenen. Immer wieder meinte ich eine Spur zu haben, doch die wurden auch immer wieder zu nichte gemacht. Im Prinzip stand so ziemlich jeder unter Verdacht. Jeder hatte Dreck am Stecken, machte widersprüchliche Aussagen oder verhielt sich einfach verdächtig. Das machte die Personen nicht unsympathisch, keineswegs. Wobei die Karriere dem einen oder anderen doch sichtlich zu Kopf gestiegen war. Hinzu kommt dann noch der Hang zum Übernatürlich von McGray, angefeuert von Stoker, der dem Schotten in nichts etwas nachsteht. Herrlich!

Wie bereits zu Anfang erwähnt, merkt man sichtlich, dass der versnobte Frey unter dem Einfluss von McGray steht. Natürlich ist er noch weit von der ruppigen und unverschämten Art entfernt, aber das Paroli bieten klappt immer besser. Auch die Sprüche, die er inzwischen von sich gibt, lassen einen schon mal herzlich auflachen. In meinen Augen macht gerade so etwas auch eine Reihe aus, denn man kann mit erleben wie sich die jeweiligen Charaktere entwickeln; wenn sie sich entwickeln. Das ist Muriel sehr gut gelungen. Einfach klasse! 

Höchst interessant fand ich die verschiedenen Einblicke ins Theaterleben. Nicht nur die Schauspielerei, sonder auch wie verschiedene Effekte in damaliger Zeit gemacht wurden, Gestaltung des Bühnenbild, Beleuchtung und so weiter. Wohl wurde dies alles mehr oder weniger nur angeschnitten, aber da für mich Strom quasi eine Selbstverständlichkeit ist, höchst interessant.

Fazit:

Ein absolut gelungener dritter Teil, den ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann.

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Rezension zu "Die Todesfee der Grindlay Street" von Oscar Muriel

Es gibt mehr Ding’ im Himmel und auf Erden …
martina_turbanischvor 15 Tagen

In London wird das  Theaterstück “Macbeth” aufgeführt und als nächstes soll das komplette Ensemble das berühmte Stück in Edinburgh zum Besten geben. Eine plötzlich aufgefundene, in Blut geschriebene Botschaft, die einen grausamen Mord für die Aufführung in der schottischen Hauptstadt ankündigt sorgt für gehörige Unruhe. Zu allem Überfluß tauchen dann auch noch Berichte über eine “Todesfee” auf. Diverse Besucher wollen sie gesehen oder  gehört haben. Das ruft  in Edinburgh die Inspektoren Ian Frey und Adolphus McGray auf den Plan. Der eine vernünftig wir immer, der andere abergläubisch - auch wie immer :-)

Miss Ivor, ihre sauertöpfisch dreinblickende Zweitbesetzung, stand mitten im Flur, hielt das Porzellanbecken in den Händen und sah zu, wie sich die große Miss Terry feinmachte. Die Todesfee der Grindlay Street, S. 16

Mein Eindruck:

Es gibt mehr Ding' im Himmel und auf Erden ...

Wissenschaft vs. Übersinnlichkeit

Natürlich fördern zwei so unterschiedliche Charaktere wie Frey und McGray auch mal wieder ganz unterschiedliche Theorien zu Tage. Während der smarte Inspektor Frey davon überzeugt ist, dass es für alles immer eine wissenschaftliche Erklärung gibt, sieht der eher abergläubische McGray auch gerne mal die Lösung im Übersinnlichen. Allerdings hat McGray auch nachvollziehbare Gründe für seinen Aberglauben.

Tragische Familiengeschichte

Gleich zu Beginn von Die Todesfee der Grindlay Street erfährt man als Leser wieder ein Stück mehr, der MacGrayschen Familiengeschichte und die ist wirklich tragisch. Aber obwohl die beiden Inspektoren so unterschiedlich sind, halten sie auch in dieser Sache sehr gut zusammen, was mir wirklich gefällt. Neben der Tragödie um McGrays Schwester gibt es aber noch einen dritten, sicher sehr vielen Lesern bekannten, Mitspieler.

Todesfee oder Banshee

Bram Stoker, Erfinder oder Vater von Graf Dracula, dem blutsaugenden Untoten, taucht immer wieder in den Ermittlungen um das Theaterensemble auf. Die Sichtung der Todesfee und das Hören ihrer Schreie treibt auch ihn um. Sein Drang helfen zu wollen sorgt allerdings vor allem für reichlich Chaos. Aber natürlich treibt die Anwesenheit einer Todesfee, vielleicht besser bekannt als Banshee, auch McGray wieder an. Ich finde es ganz spaßig, einen realen Charakter der widerum für viel Fiktion zuständig war, einzubauen.

Es lebe der Unterschied

Wie schon die beiden Vorgängerbände lebt auch diese Geschichte vor allem von den unterschiedlichen Ansätzen der beiden Ermittler. Von Ihren Frotzeleien und Streitereien, ihrem oft genervten Umgang miteinander - aber eben auch davon, dass sie am Ende nicht nur ihren Fall lösen, sondern dass sie auch immer gemeinsam auf die Lösung kommen. Mir gefällt das, genau wie mir die Schilderungen des alten Edinburgh mitsamt dem Edinburghs Lyceum Theatre gefällt.

Noch kein Ende…

Ebenfalls wie in den Vorgängerbänden gibt es wieder sehr ausführliche, sehr anschauliche Charakterbeschreibungen, auch der Nebencharaktere. Ganz viele dieser Charaktere kann man sich wirklich lebhaft vorstellen, manche mag ich, manche nicht - ganz wie im wahren Leben :-) Mir hat auch dieser Band wirklich gut gefallen und auch der nächste dürfte mir gefallen, denn da geht es um dann um Druiden, einen See mit heilendem Wasser und natürlich Frey und McGray. Das Original ist ja bereits erschienen, es ist also noch nicht zu Ende mit den Beiden :-)

Mein Fazit:

Die Todesfee der Grindlay Street ist wieder einmal ein spannender und unterhaltsamer Band um die beiden so unterschiedlichen Inspektoren. Wer historische Krimis mit einem gewissen Augenzwinkern und einem leicht übersinnlichem Touch mag, ist mir dieser Krimireihe wirklich gut bedient.

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Rezension zu "Der Fluch von Pendle Hill" von Oscar Muriel

Es zog sich sehr
Gwhynwhyfarvor 4 Monaten

Der Anfang (1624): »Zieh die Vorhänge auf‹, befahl Lord Ambrose, nach Luft ringend vor Anstrengung. ›Ich muss sehen, wie sie sterben.‹«

1889 in Edinburgh, in einer Psychiatrie ist eine Krankenschwester vergiftet worden, mit den letzten Atemzügen behauptet sie, ihren Mörder zu kennen: Lord Ardglass. Allerdings ist der Sohn von Lady Ann längst verstorben, so lautet die offizielle Version. Der Mörder habe auch mit der Frau gesprochen, die seit ihrer Einlieferung kein Wort mehr geredet hat. Inspector McGray ist zufällig anwesend, er besuchte seine Schwester, die Stumme. Nun kommt heraus, Lord Ardglass, ist nicht tot, der extrem aggressive Mann war Patient in dieser Irrenanstalt. Der gefährliche Mann muss gestellt werden, von ihm geht eine Gefahr für das gesamte Land aus. Inspector McGray und Inspector Frey verfolgen den Mörder durch Schottland, Nordengland bis nach Pendle Hill, der Ort, an dem vor langer Zeit Hexen hingerichtet wurden.

»Noch immer glaubten daher alle, meine Verlobte habe mir den Laufpass gegeben, ich sei degradiert und gezwungen worden, die schmachvolle und lächerliche Stelle anzunehmen, die das britische CID anzubieten hatte. Ich fungierte als Assistent der neu gegründeten Kommission zur Aufklärung ungelöster Fälle mit mutmaßlichem Bezug zu Sonderbarem und Geisterhaftem.«

Bis circa zur Mitte schleicht der Plot dahin. Die Story an sich ist nicht schlecht, aber manch einer wird bei dem Tempo verlorengehen. Wer bis zur Mitte durchhält, wird belohnt. Jetzt steigt die Spannung an. Allerdings birgt der Handlungsablauf nichts Neues. Die beiden Ermittler sind stets dem Lord auf der Spur und haben ihn sozusagen gestellt, doch im letzten Augenblick kann sich den Mann herauswinden, die Ermittler beziehen jedesmal Prügel. Einer von beiden will aufgeben, den Mörder laufen lassen, der andere treibt voran. Das im Wechselspiel: The same procedure as last year.

»Und wie bezahlen Sie dann … Ihre Pints und Ihre Whiskys oder diese grauenhaften Portionen Haggis. Die Ihnen so ans Herz gewachsen sind?‹
McGray zuckte mit den Schultern. ›Ich sage, dass ich vom CID bin, und dann geben mir die Leute einen aus. Haben Sie das noch nie ausprobiert?«

Fay ist jung und einfältig, aus gutem Haus, gebildet, McGray ist ein erfahrener Mann, dabei abergläubig, ungehobelt und dreist. Die beiden ergänzen sich, können sich aber nicht leiden, müssen miteinander klarkommen. Am laufenden Band beschimpft McGray den jungen Fay, beleidigt ihn maßlos, nennt ihn dauernd »Londoner Mädchen« auch das stumpft ab. Der Gegensatz der beiden ist nach altem Muster gestrickt.

Oscar Muriel historischen hat einen historischen Fall in die Geschichte eingeflochten, die Verurteilung der Lancashire-Hexen. Den Roman sollte man nur zur Hand nehmen, wenn man ein geduldiger Leser ist. Es gibt gute Passagen, aber große Sprachgewalt ist nicht zu erwarten. Der Prolog war für mich das Beste am gesamten Roman, der war klasse. Ich fand das Buch insgesamt nicht schlecht, Begeisterung sieht aber anders aus. 

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