Oscar Wilde Das Bildnis des Dorian Gray

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Inhaltsangabe zu „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde

Der junge, unverdorbene Dorian Gray gerät in den zerstörerischen Bann des zynischen Dandys Lord Wotton. Fortan führt er ein ausschweifendes Leben, gibt sich ganz dem Vergnügen hin und verliert sämtliche moralischen Hemmungen. Während sein Äußeres unverändert jung und makellos schön bleibt, mutiert sein Porträt zu einer schrecklichen Fratze ...
Dem vielfach preisgekrönten Übersetzer Eike Schönfeld ist es gelungen, die sprachlichen Finessen und die brillanten Dialoge Oscar Wildes in ein zeitgemäßes Deutsch zu übertragen. Ein wahres Lesevergnügen, das einlädt, dieses Meisterwerk zu entdecken.

Interessante Charaktere und eine sehr poetische Sprache...nicht umsonst ein Klassiker!

— Miamou

eine echt alte ausgabe von 1955

— Socke2012

Ein sehr interessantes Buch über die Psyche des Menschen, seine Abgründe und den Einfluss von Menschen auf andere Menschen.

— Esti1000

Ein ungewöhnliches Buch mit einer sehr schönen Sprache.

— Janne1

Fantastisches Buch! Muss man gelesen haben!

— ViviiiLBirniii

Hatte mir mehr erwartet, zieht sich sehr und Spannung war für mich gar nicht vorhanden

— Aramara

Muss man einfach gelesen haben.

— steffilam

<3 <3 <3

— 23GZamasu

Eines der Bücher, die mich am meisten beeindruckt haben:)

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  • Ein Klassiker, der immer noch aktuell ist und von seiner gewaltigen Sprache nichts verloren hat.

    Das Bildnis des Dorian Gray

    AnjaLG87

    15. May 2018 um 10:12

    "Das Bildnis des Dorian Gray" zählt zweifelsohne zu den Klassikern der zeitgenössischen Literatur, hat jedoch nicht an Aktualität eingebüßt. Themen wie Alter, Jugendlichkeit, Attraktivität und die Beschäftigung mit der inneren und äußeren Schönheit begleiten die Menschen seit jeher und treffen immer noch den Zahn der Zeit. Wildes Werk ist und bleibt damit wahrscheinlich immer aktuell und interessant zu lesen. Am besten gefiel mir dabei, dass seine Sprache erstaunlich "zeitgemäß" und wenig antiquiert wirkt. So liest sich das Buch wirklich sehr gut, flüssig und spannend. Ein Klassiker, den man meiner Meinung nach gelesen haben muss!

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  • Dieses Drama ist zugleich unerträglich und unglaublich spannend.

    Das Bildnis des Dorian Gray

    zuendegelesen

    17. March 2018 um 18:04

    Meinung Worte! Alles nur Worte! Aber wie schrecklich sie waren! Wie klar, wie lebendig und grausam! Man konnte ihnen nicht entkommen! […] Gab es etwas, das genauso wirklich wie Worte war? Seite 33 Hinter dem unscheinbaren Cover verbirgt sich ein Gesicht, das in die Ferne schaut. Ob das etwa Dorian Gray ist? Bereits nach wenigen Seiten wusste ich: Dieses Buch und ich werden viele gemeinsame Stunden verbringen, die mich fesseln werden. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, was mich wirklich erwarten würde. Mit jeder gelesenen Seite taucht man weiter in das Geschehen ein und findet sich im London des 19. Jahrhunderts wieder. Die Gesellschaft, die Kunst und der Adel hatten einen hohen Stellenwert und boten eine perfekte Grundlage für ein dramatisches Buch mit vielen Charakteren. Es löst bei mir immer wieder Begeisterung aus, wenn ich ein Buch lese, in dem die Protagonisten stets ihrer Linie treu bleiben und man schon alleine am geschriebenen Wort erkennen kann, wer gerade „spricht“. Bei diesem besonderen Werk ist es so, dass Unterhaltungen oft wild durcheinandergeraten und es zu lebhaften Diskussionen kommt. Das Auseinanderhalten der Charaktere hätte eigentlich eine Herausforderung sein müssen. Aber der Autor hatte seine Figuren hervorragend im Griff. Dorian ist ein sprunghafter Jüngling, der stets auf Schönheit und Jugendlichkeit aus ist und die Gesellschaft sucht, hitzige Diskussionen führt und den Worten von Lord Henry lauscht. Stellenweise ist seine Einstellung sehr naiv. Seine Leichtgläubigkeit hat mich beim Lesen manchmal in den Wahnsinn getrieben und mich meinen Kopf mehr wie einmal schütten lassen. Der Einfluss von Lord Henry tut Dorian nicht immer gut. Henry sucht stets das Vergnügen und fühlt sich in einer großen Gesellschaft wohl, hat stets eine eigene Meinung und gibt vor ein Mann von Welt zu sein. Aber genau das ist es, was diesen Charakter zeichnet: Man lauscht gebannt seinen Worten und seinen großen Reden, die er einfach aus seinem Ärmel zu schütteln scheint. Seine wilden Theorien über die Welt und seine Meinung über die Kunst, die Gesellschaft, Politik und über Frauen. Er ist ein „gerechter Vertreter“ seiner Zeit, die vieles offenbart, was man auch heute noch auf das 21. Jahrhundert beziehen kann. Was nicht zwingend heißt, das es gut ist, was dieser Lord von sich gibt. Sein Frauenbild ist meiner Meinung nach aus heutiger Sicht sehr veraltet und nicht mehr gesellschaftskonform. Ein Beispiel hierfür: »Mein lieber Junge, keine Frau ist ein Genie. Frauen sind ein dekoratives Geschlecht. Sie haben nie etwas zu sagen, aber das tun sie ganz reizend. Frauen sind der Triumph der Materie über den Geist, so wie Männer der Triumph des Geistes über die Moral sind.« Seite 70 Neben den beiden Protagonisten bietet der Dritte im Gespann eine reife Abwechslung, die zwischen Dorian und Henry für Vernunft sorgte. Basil ist der Künstler, der Dorian Gray gemalt hat und permanent in sich gekehrt wirkt. Für einen Künstler typisch, zeigt er eine ganz eigene Haltung, verweilt eher im Stillen, appelliert an die Vernunft und nimmt eine Weise Rolle ein, die seine Freunde vor dem Verderben retten soll. Beim Lesen hatte ich mit ihm immer etwas Mitleid, da er mir so vorkam, als sei er in seiner eigenen Welt gefangen und isoliert. Unterstrichen wird dieses ganze Buch durch eine zauberhafte Sprache, die sehr gewählt und gekonnt eingesetzt ist. Ich kam mit dem Markieren gar nicht mehr hinterher. Es steckte in jedem Satz so viel drin, dass man am liebsten einfach mehr davon lesen würde. Man spürt wie sich die Energie, die durch die Worte versprüht, und durch die Gefühle, transportiert wird, sich auf den Leser überträgt. Im Text gibt es offensive Passagen, bei denen ich kleine Verschnaufpausen brauchte, bevor ich weiterlesen konnte. Es fiel mir an manchen Stellen recht schwer zu entscheiden, welchen Worten ich wirklich Glauben schenken sollte oder wo ich am besten nur zwischen den Zeilen lese. Es gab also mehrere Möglichkeiten, den Text zu werten und ihm Bedeutung zuzuschreiben. Die Interpretationsfläche ist riesig, da es genügend Anspielungen gibt, die im Raum vor sich her dümpeln und darauf warten, beachtet zu werden. »Die Kleidung des neunzehnten Jahrhunderts ist verabscheuungswürdig, so düster und deprimierend. Die Sünde ist das einzig farbige Element im modernen Leben.« Seite 45 Die Handlung der Geschichte ist sehr abwechslungsreich, auch wenn man durch die Charaktere manchmal schon erahnen kann, was als Nächstes passieren wird. Was nicht zwingend zum Nachteil der Geschichte steht, im Gegenteil, es zeigt nur, wie gut die Figuren ausgearbeitet sind und das man versteht, wofür sie stehen. Was mir dann ab und an ein wenig zu viel des Guten war, sind diese Andeutungen über Skandale und irgendwelche Tugenden, von denen aber nur selten welche wirklich erwähnt sind. Also muss man zwischen den Zeilen lesen, worum es gehen könnte und selbst interpretieren. Diese angedeutete Sprache ist sicher etwas, was mir in noch vielen anderen Klassikern begegnen wird und womit ich mich noch das eine oder andere Mal auseinandersetzen werde, um auch daran meine Freude zu finden. » […] Jeder Gentleman ist doch an seinem guten Ruf interessiert. Du willst doch nicht, dass die Leute über dich reden, als wärst du etwas Böses und Degeneriertes. Natürlich hast du deine Stellung und deinen Reichtum und all diese Dinge. Aber Reichtum und Stellung ist nicht alles. Wohlgemerkt, ich glaube keins von diesen Gerüchten. Zumindest kann ich sie nicht glauben, wenn ich dich ansehe. […]« Seite 207 In der Neuübersetzung von Lutz-W. Wolff gibt es hinten im Buch einen ausführlichen Anhang, den ich während des Lesens nach jedem Kapitel zurate gezogen und mir die Anmerkungen durchgelesen habe. Es hat immer wieder neue Fragen in den Raum geworfen, die am Ende in richtigen Recherchen ausgeartet sind, da ich viel mehr über die Hintergründe erfahren wollte. Zusätzlich gibt es vom Übersetzer persönlich noch ein eingehendes Nachwort, dass seine Arbeit und den Hintergrund der Geschichte erläutert. Und ganz zum Schluss gibt es noch eine Zeittafel, die das Leben von Oscar Wilde chronologisch Sortiert, was mich ebenfalls sehr interessiert und eine perfekte Ergänzung des großen Ganzen ist.   Fazit Dorian Gray eignet sich perfekt als Einstiegsklassiker. Neben der Vielschichten Handlung gibt es noch facettenreiche Protagonisten, die die Handlung zum Leben erwecken. Beim Lesen treffen zwei Welten aufeinander, die aus heutiger Sicht an manchen Stellen noch vereinbar sind.

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  • Lesenswerter Klassiker

    Das Bildnis des Dorian Gray

    Esti1000

    22. February 2018 um 18:03

    Ich hatte mich wie immer bei Klassikern auf eine schwierige und langwierige Sprache eingestellt, war dann aber positiv überrascht! Es lies sich gut lesen und teilweise konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung fand ich sehr interessant und mitreißend aber auch erschreckend, es konnte jederzeit alles passieren. Das einzige kleine Problem war dass es ab und zu ziemlich vorhersehbar war was passieren wird und es mir dann einfach zu lange gedauert hat bis es passiert ist, was aber auch manchmal wieder amüsant war, wenn man selbst schon wusste oder vielmehr ahnte was passieren wird, die Figuren aber nicht.Auch die Entwicklung des Hauptcharakters fand ich sehr interessant, erschreckend zwar und auch ziemlich heftig, aber doch auch spannend zu verfolgen wie weit es gehen wird und wie tief Dorian sinken wird. Ich fand es auch mal spannend keine Figur zu haben mit der man sich identifizieren können soll wie bei so vielen anderen Büchern, wo man Sympathie für die Figuren entwickeln soll. Interessant war auch zu sehen wo verschiedene Gedanken ausgelöst wurden, wie sich die Figuren gegenseitig beeinflusst haben. Insgesamt ein überraschend gutes Buch das mich auch zum Nachdenken gebracht hat. Ich möchte die Erfahrung es gelesen zu haben nicht mehr missen! Ein wirklich besonderes und ungewöhnliches Werk.

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  • Ein brillanter Klassiker

    Das Bildnis des Dorian Gray

    valeriedueck

    25. August 2017 um 10:19

    Zu unserem BlogZum Inhalt:Dorian Gray ist ein Junggeselle und muss seinen Platz in der Gesellschaft noch finden. Durch sein schönes Aussehen, seinen guten Stand und seine gute Erziehung ist dies jedoch augenscheinlich kein Problem. Auch der Maler Basil Hallward wird nach einer gewissen Zeit auf den hübschen Jüngling aufmerksam und will ein Portrait von ihm malen. Ein Portrait, dass für Basil das beste Werk bislang ist und für Dorian der Anfang seiner Tragödie.Als beide vor dem vollendeten Portrait stehen äußert Dorian den Wunsch, dass nicht er, sondern das Portrait altern solle. Dies geschieht auch und wird Dorian zum Segen und Fluch. Dorian beginnt ein schändliches Leben zu führen, jedoch zeigt sich sein Lebenswandel nur in seinem Portrait. Sein Gesicht bleibt das eines jungen Mannes. Der Roman begleitet sein Leben und beschreibt die einzelnen Etappen, die Dorian zu dem selbstsüchtigen Mann machen und sein Verhalten prägen.Meine Meinung:Auch wenn der Inhalt nicht das war, was mich zwingend interessiert, habe ich mich an den Klassiker herangewagt. Bereut habe ich es auf jeden Fall nicht. Der Schreibstil war unglaublich schön und einzigartig. Die Wortwahl war sehr poetisch und hat sehr gut demonstriert, wie ein toller Roman geschrieben sein muss. Die Geschichte selbst war auch sehr interessant, da Dorian sich in den Oberflächlichkeiten des Lebens selbst findet und dies ihm zum Verhängnis wird. Man spürt förmlich seinen Verfall und kann nicht anders,als die ganze Zeit zu denken, wie schaffst du es dich so stark in Schwierigkeiten zu begeben. In diesem Moment scheint ihm das Handeln richtig, aber die Konsequenzen die daraus für seine Person folgen sind enorm. Hauptthema des Romans ist die Destruktion. Dorian selbst bekommt sie an seinem Portrait sogar vor Augen geführt, aber da es nicht an ihm selbst passiert führt er sein Leben weiter auf die gleiche Art und Weise fort.Das Buch war zweifelsohne eines der besten, die ich bisher gelesen habe. Man spürt sofort den Unterschied zwischen einem guten Buch und einem brillanten Klassiker. Vieles liegt aber auch an der Übersetzung und daher sind die Übersetzer ein wichtiger Punkt. Ich habe den Roman auf deutsch gelesen, in der Übersetzung von Hedwig Lachmann und Gustav Landauer. Auf anderen Sprachen kann es sein, dass der Schreibstil abweicht und weniger qualitativ ist, aber auf deutsch war er sehr gut.Eine absolute EmpfehlungEure Bücherdiebe

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  • Ein Buch der Meister-Klasse.

    Das Bildnis des Dorian Gray

    moni-K

    25. July 2017 um 14:36

    Die Erzählung berichtet von den Abgründen der menschlichen Psyche in einer mehr und mehr oberflächlichen Gesellschaft, welche, wie auch unsere heute, mehr auf Äußerlichkeiten fixiert ist, während tief im Inneren eine hässliche, gierige Fratze nach außen grinst. Die eigentliche Deutungshoheit liegt wohl doch beim jeweiligen Leser, der darüber nachdenken kann, ob hier von vererbter Anlage oder dem Ausleben der ureigenen Triebe die Rede sein soll.

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  • Moralische und unmoralische Bücher

    Das Bildnis des Dorian Gray

    Nespavanje

    23. June 2017 um 17:59

    Dorian Gray ist ein hübscher junger Mann, der durch ein Erbe zu einem großen Vermögen gelangt ist. Er lässt sich von Basil Hallward ein Porträt malen. Eines Tages trifft er dort auf Lord Henry Wotton und jener erzählt Dorian über die Selbstentfaltung des Menschen, losgelöst von moralischen Bedenken und der Vergänglichkeit des Lebens. Als Dorian es erblickt wird er Eifersüchtig auf sein eigenes Porträt. Er erklärt, dass er seine Seele gäbe, wenn nicht er sondern das Gemälde altern würde. Mit Wünschen muss man vorsichtige sein, es könnte sein, dass sie in Erfüllung gehen... Als Vielleser hat man seine Mühe einen Roman, ein zweites Mal zu Lesen, denn für Nachschub ist durch den Literaturbetrieb und durch deren unzähligen Neuerscheinungen ständig gesorgt. Einen Roman ein zweites Mal oder vielleicht sogar regelmäßig wiederzulesen ist infolge dessen eine sehr gute Auszeichnung. So ergeht es dem Roman - Das Bildnis des Dorian Gray - dass mindestens einmal im Jahr von mir gelesen wird. So erscheinen mir, Dorian Gray, Henry Basil und Lord Henry Wotton wie alte Bekannte. In dieser mir nun vorliegenden Ausgabe des Insel Verlags - das Cover ist wunderschön mit einer goldenen Pfauenfeder gestaltet und erinnert ein wenig an den Jugendstil - hat Eike Schönfeld eine wunderbare Sprache gefunden und hat das Original in ein modernes, aber dem Stil des vorvorigen Jahrhunderts angepasstes Deutsch übersetzt. Die Unterschiede zu anderen Übersetzungen sind marginal, aber dennoch bekommt man ein Gefühl für diesen sehr poetisch-überspitzt erzählten Roman. Ich persönlich habe zwei oder drei Übersetzungen, halte aber die von Schönfeld für die schönste - daneben könnte ich ständig aus dem Buch zitieren, die zahlreichen Bonmots und Aphorismen laden herzlich dazu ein. "So etwas wie ein moralisches oder ein unmoralisches Buch gibt es nicht. Bücher sind gut oder schlecht geschrieben. Das ist alles.", ist wohl mein meistzitierter, und meist gemochter Ausspruch aus diesem Roman. Das Bildnis des Dorian Gray - ist ein Klassiker den man gelesen haben muss, der allerdings auch sehr Moderne Thematiken bietet, die nicht nur im viktorianischen Zeitalter eine Rolle spielten, sondern auch den heutigen Menschen beschäftigen - Jugendwahn, Narzissmus, Moral und auch und zwischen den Zeilen homoerotische Elemente. Letzteres tritt deutlich zu Tage, wenn Oscar Wilde von der Zuneigung Basils und Henrys zu Dorian schreibt, oder wenn von seinem verderblichen Einfluss auf schöne junge Männer die Rede ist. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass der Roman 1999 in die - Triangle's list of 100 best lesbian and gay novel - aufgenommen worden ist. Wer sich nun dem Menschen hinter diesem Meisterwerk nähern möchte, dem empfehle ich - Das Tagebuch des Oscar Wilde - eine fiktive Biografie von Peter Ackroyd und Oscar Wilde im Spiegel des Jahrhunderts, in dem Zeitzeugen, Kollegen und Familienmitglieder über Oscarchen zu Wort kommen.

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  • The Picture of Dorian Gray (engl)

    Das Bildnis des Dorian Gray

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. June 2017 um 16:00

    Dorian Gray is young, beautiful and popular. One day, his greatest admirer and closest friend, artist Basil Hallward, made a picture of Dorian. Dorian, who was still unaffected by the bad world, just recognized his own beauty at the sight of the picture and felt sudden anxiety and grief to lose it. Lord Henry, a friend of Basil, immediately begins to influence Dorian, suggesting that he should treasure and guard his youth and beauty while he has them, because they will soon fade. Terrified of aging, Dorian wishes he could trade his soul to stay as young as he looks in the portrait: If it were I who was to be always young, and the picture that was to grow old! For that-for that- I would give everything! Yes, there is nothing in the whole world I would not give! I would give my soul for that!". Dorian's wish comes true and Dorian becomes more and more evil.... For me it was interesting to see how Dorian begins to fall into sin and that these sins show up in the picture. I like the fact that the novel contains so many important themes ,as expected from a classic, for example morals, religion, decency, society, psyche, the choice of friends and so on.. I have not given 5 stars, because especially one chapter dragged on at length, but it was only one chapter.... 

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  • Eitelkeit und ihre Folgen

    Das Bildnis des Dorian Gray

    katharose

    27. May 2017 um 20:40

    Dorian Gray ist ein junger und besonders gut aussehender Mann – dieser Sache ist er sich jedoch kaum bewusst, bis ihm Lord Henry begegnet und ihm den Wert von Schönheit erklärt. Als gerade ein Portrait des jungen Mannes fertig wird, was der Künstler als seine beste Arbeit erklärt, spürt Gray einen neuen Wunsch in seinem Herzen: Das doch das Bild anstelle von ihm altern würde und er für immer in seiner Blüte der Jugendlichkeit bleiben könne. Ein bisschen erinnert das ganze an Faust: Ein Wesen, in diesem Fall Lord Henry, fungiert in der Rolle des Mephistopheles: Er probiert seinen Einfluss an einem Menschen aus, in dem er ihn mit Aphorismen, Sprüche und Träumen füttert und sein Herz ins Unglück und Verderben reißt – zumindest mehr oder minder übertragen. Den junge Dorian lernen wir als eine komplett unverdorbene und zarte Seele kennen und nach und nach wird der Einfluss Henrys deutlicher: Als erstes natürlich in der plötzlichen Anwandlung, seiner eignen Schönheit bewusst geworden zu sein – und später immer mehr und mehr vom Leben genießen zu wollen, koste es, was es wolle. Die Moral spielt hier eine besonders schöne Rolle: Der Dandy Lord Henry und sein Malerfreund Basil Hallward fungieren wie Teufel und (mehr oder minder) Engel auf den Schultern Dorians, nur dass letzterer die Gefahr, die von Henry ausgeht und die ganze Manipulation als Erkenntnis wahrnimmt und dafür Basil verdammt – die Rollen also umgedreht. Und tatsächlich nehmen Lord Henry pseudophilosphische Monologe einen enorm großen Teil des Romans ein: Man müsse Versuchungen stets nachgehen, Affären führen und Frauen würden schließlich eine Liebelei durch ihren Versuch, etwas unendlich machen zu wollen stets verderben – um ein paar Beispiele zu nennen. So wirklich sympathisieren kann man mit keinem in diesem Roman – der Lesende hat vielmehr eine beobachtende Rolle und vielleicht auch die desjenigen, der moralisch gebildet werden soll. Mit ausgeklügelten Sarkasmus, symbolischem Zynismus und einer herrlich blumigen Sprache schafft Wilde einen zu schockieren – und zu begeistern! Einerseits ist es amüsant Henrys überhebliche Einstellungen zu lesen, doch langsam lernt man als Leser die Gefahr. Sowohl inhaltlich als auch sprachlich ist dieser Roman ein Genuss – alleridngs ein sehr düsterer und teils auch abartiger. Zum guter letzt möchte ich etwas nennen, was mir durchgehend aufgefallen ist, mich nicht gestört hat, aber zur Recherche verleitet hat. Wilde ist heute relativ bekannt für seine Homosexualität, die für ihn das große literarische Aus bedeutet hat. Nun gibt es einige Stellen in den Roman, wo die drei wichtigen Männer (Basil Hallward, Lord Henry, Dorian Gray) miteinander diskutieren und für mein modernes Verständnis hatte ihre Art sich zu Necken etwas beinahe schon homoerotisches, weil es mich an Flirten erinnert hat – was eigentlich amüsant war, aber vor allem sehr speziell. Wahrscheinlich ist dies ein gewisser Spiel- und Freiraum für Ideen und Interpretationen, den uns Wilde hinterlassen hat, wichtig ist nur, das es den Roman einen besonderen Schliff gibt. Fazit: Zweifelsohne wird von nun an „Das Bildnis des Dorian Gray“ zu einem meiner liebten Klassiker gehören. Ein hervorragendes, mitreißendes und sehr clever geschriebenes Stück Weltliteratur, das ich jedem ans Herz legen kann. 4,5 von 5 Sternen.

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  • Das Bildnis der Dorian Gray

    Das Bildnis des Dorian Gray

    BeaSwissgirl

    06. May 2017 um 20:23

    Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)Ich versuche mich im Moment gerade an einigen Klassikern und bin auf Empfehlungen auf dieses Buch hier gestossen.Da ich es allerdings grösstenteils in der Hörbuchvariante ( ungekürzt)  gehört habe gehe ich zuerst darauf ein.Das Hörbuch gibt es mit verschiedenen Sprechern, ich habe mich für Lutz Riedel entschieden.Die tiefe, ruhige aber nicht zu langsame Stimme gefiel mir sehr gut, bei den Dialogen musste ich mich zuerst an die Art der Betonung gewöhnen, aber schlussendlich kann ich sagen, dass es einfach perfekt und sehr passend für die Protagonisten und die Geschichte war.Vor allem bei Dorian sprach Lutz Riedel nämlich sehr affektiert, dramatisch und pathetisch, so dass ich oft nur die Augen verdrehen konnte.Der Schreibstil ist übrigens wahnsinnig blumig, üppig, mit vielen dramatischen, übertriebenen, schwülstigen Redewendungen, verschachtelten Sätzen und sehr vielen philosophischen Ansätzen.Setzt man sich mit der Biographie des Autors auseinander stellt man schnell einmal fest, dass er sehr viel von seiner Persönlichkeit hat mit einfliessen lassen.Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, greifbar und Gedanken oder auch Gefühle werden transparent dargestellt.Dorian Gray war mir sehr unsympathisch, für mich war er ein verwöhnter, eingebildeter, oberflächlicher, labiler, reicher Gockel mit keiner eigenen Meinung.Auch Sir Henry mochte ich nicht, ein manipulativer, arroganter, bösartiger Egoist und Lebemann. Bei seinen frauenverachtenden Reden hätte ich oft am liebsten laut geschrien!!!Die meiste Empathie empfand ich noch für Basil, obwohl ich mir nie ganz sicher war wie seine Art von Beziehung zu Dorian eigentlich genau war und wieso er mit Sir Henry Umgang pflegte.Mir hat die Idee der Geschichte und eigentlich auch die Umsetzung echt gut gefallen. Es gab zwar immer wieder Momente, die sich wahnsinnig in die Länge zogen wie zum Beispiel eine zehnseitige Auseinandersetzung mit Duftstoffen, Steinen, Handarbeiten und Künstlern. Auch nervten mich manchmal diese hochtrabenden Erörterungen, welche aber wahrscheinlich einfach auch gewollt waren.Entsprechend ging deswegen oft auch die Spannung etwas flöten, denn so richtig fesseln konnten mich erst die letzten hundert Seiten.Eine interessante, faszinierende Thematik, mit einem gewöhnungsbedürftigen Stil, der sicher nicht jeden Leser gleichermassen ansprechen wird....Ich vergebe vier Sterne

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  • Von ewiger Jugend und Schönheit

    Das Bildnis des Dorian Gray

    19angelika63

    02. May 2017 um 16:50

    RückentextDorian Gray ist jung, schön und unverdorben. Beim Anblick seines Porträts äußert er den „wahnsinnigen Wunsch“, das Bildnis möge an seiner Stelle altern, er selbst ewig makellos jung bleiben. Er ahnt nicht, was das für Folgen hat.„Ich bin auf alles eifersüchtig, dessen Schönheit nicht stirbt. Ich bin eifersüchtig auf das Porträt, das du von mir gemalt hast. Warum soll es behalten, was ich verlieren muss? Jeder Augenblick, der vergeht, macht mich ärmer und das Bild reicher. Ach, wenn es doch umgekehrt wäre! Wenn sich das Bild verändern würde und ich könnte so sein, wie ich jetzt bin! Warum hast du es bloß gemalt? Eines Tages wird es mich verspotten – schrecklich verspotten!“ (Seite 42/42)Die Geschichte ist schnell zusammen gefasst. Der Maler Basil Hallward malt ein wunderschönes und zugleich sein bestes Porträt aller Zeiten. Zu sehen ist der junge Dorian Gray. Beim Anblick seines Porträts hat Dorian nur einen einzigen Wunsch … er möchte zeit seines Lebens immer so wunderschön und jung aussehen wie auf diesem Bild. Im weiteren Verlauf der Geschichte trifft  Dorian auf den Lebemann Lord Henry. Dieser zeigt Dorian ein Leben im Überfluss. Diese Leben prägt Dorian. Er geht sogar letzteendlich über Leichen. „Das Geheimnis des Jungbleibens besteht darin, nie eine Empfindung zu haben, die einem nicht gut zu Gesicht steht.“ (Seite 120)Ehrlich gesagt habe ich noch nie etwas von Oscar Wilde gelesen. Doch die Damen aus dem Lesekreis wollten dieses Buch unbedingt lesen. Also musste ich den „sauren Apfel“ beißen. Vier Wochen hatte ich Zeit und es lag auf meinem Nachttisch und lag dort und lag dort … Vier Tage vor dem nächsten Lesekreis Abend habe ich dann angefangen das Buch zu lesen. Alles in mir sträubte sich … doch dann habe ich es fast verschlungen, denn es war gar nicht so „staubig“ und „trocken“ wie ich vermutet hatte. Es war mega spannend, hatte zwar ein paar Längen, doch das Ende hat mich dann echt fasziniert.„Er spürte, dass die Zeit gekommen war, sich zu entscheiden. Oder war die Entscheidung bereits gefallen? Ja, das Leben hatte für ihn entschieden – das Leben und seine unendliche Neugier auf dieses Leben. Ewige Jugend, unendliche Leidenschaft, geheime subtile Genüsse, wilde Freuden und noch wildere Sünden – all diese Dinge würde er haben. Die Last seiner Schande würde das Bild tragen.“ (Seite 148/ 149)„Das Bildnis des Dorian Gray“ ist Wildes einziger Roman. Von der ersten Seite an, hat mich die Sprache die Wilde benutzt in ihren Bann gezogen. Der Wunsch nach ewiger Jugend und Schönheit … auch heute noch ein Thema in unserer Gesellschaft. Heute kann man mit Hilfe von Spritzen und Operationen nachhelfen. In der Zeit von Wildes Roman war das noch Wunschdenken. Doch was passiert, wenn der Wunsch Wirklichkeit wird? Was, wenn ein Bild anstatt ich selbst altere? Und was, wenn man ein Leben am Abgrund führt. Ein Leben voller Dekadenz und Gier? Wie passt das zu einem Bildnis, voller Schönheit und Unverdorbenheit? Diesen „Konflikt“ beschreibt Wilde einfach phantastisch und unterhaltsam, bis hin zu einem Ende, das ich so gar nicht erwartet hätte.„Dann ergriff ihn jäher Hass auf die eigene Schönheit, die ihn ruiniert hatte, seine Schönheit und Jugend, um die er gebeten hatte. Ohne diese beiden Dinge hätte sein Leben unbefleckt bleiben können. Seine Schönheit war nur eine Maske für ihn gewesen, seine Jugend nur blanker Hohn. Was war denn Jugend im besten Falle? Eine grüne und unreife Zeit, eine Zeit der oberflächlichen Launen und blassen Gedanken. Warum hatte er ihre Livree angezogen? Die Jugend hatte ihn verdorben.“ (Seite 304)

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 06.01.2018: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   294 Punkte Astell                                           ---    20 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  893 Punkte Beust                                          ---   424 Punkte Bibliomania                               ---   285 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  515 Punkte ChattysBuecherblog                --- 316 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   192 Punkte Code-between-lines                ---  199 Punkte DieBerta                                    ---   88  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  • Wunderbares Buch; Rezension zum Hörspiel von Titania Medien

    Das Bildnis des Dorian Gray

    derbuecherwald-blog

    24. April 2017 um 18:23

    Über das Buch an sich: Einfach wunderbar mein absolutes Lieblingsbuch, wer einmal Oscar Wilde gelesen hat kann unmöglich widerstehen.Meine Rezension bezieht sich auf das Hörspiel von Titania Medien:Dorian Gray ist ein junger Mann von unglaublicher Schönheit. Sein Freund, der Maler Basil Hallward, der sofort von Dorian angetan war, beschließt daher ein Portrait von ihm zu malen. Als Dorian das fertige Portrait sieht wünscht er sich er könnte ewig so jung und schön bleiben wie auf dem Gemälde und das Bild würde seiner statt altern und hässlich werden. Sein Wunsch geht auf schaurige Art in Erfüllung: Dorian ist ewige Jugend geschenkt, doch das Bild stellt nun den Zustand seiner Seele dar.Als Dorian, der schon zuvor von Lord Henry auf Abwege geführt wurde, dies begreift, beschließt er von nun an keine Lust oder Sünde unbegangen zu lassen. Dies führt dazu, dass er schon bald überall als schändlicher Mann bekannt ist und das Gesicht auf dem Gemälde sich zu einer hässlichen Grimasse verzieht.Das Original lebt wohl vor allem von Oscar Wildes wunderschönem Schreibstil und den einzigartigen Dialogen (besonders die mit Lord Henry). Da das Hörspiel aus dem "Gruselkabinett" keine vollständige Lesung ist und leicht umgeschrieben wurde ist das natürlich ein bisschen verloren gegangen. Zum Beispiel fehlt mein Lieblingsdialog zwischen der Herzogin und Lord Henry. Allerdings werden die Handlung und die wichtigsten Aspekte sehr gut vermittelt und sind meiner Meinung nach deutlich leichter zu verstehen als in dem Original.Außerdem ist alles sehr gut mit passender Musik unterlegt und es lesen viele bekannte Stimmen (unter anderem die deutsche Stimme von Shia LaBeouf). So kann man dem Hörspiel voll Spannung folgen. Vor allem hat mich begeistert, dass es Rückblicke gibt (z.B. wenn Personen von vergangen Ergeinissen erzählen) bei denen man sofort heraushört, dass es sich um einen Rückblick handelt

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  • Wenn die Seele entstellt ist - und es keiner sieht

    Das Bildnis des Dorian Gray

    Buchperlenblog

    03. March 2017 um 08:36

    Ein Werk voll zynischer Weisheiten über die Jugend und seine Sünden, den Menschen an sich und den Menschen im Besonderen."Um seine Jugend zurückzubekommen, braucht man nur seine Torheiten zu wiederholen." (S- 45)InhaltDorian Gray ist ein noch unverdorbener Mensch, der am Anfang seines Lebens steht. Er bezaubert mit seiner Schönheit einen Maler, der in ihm ein Ideal erkennt, welches er auf die Leinwand bringen will. Von seinem eigenen Anblick verzückt, graut es Dorian davor, dass er - im Gegensatz zu diesem Bildnis - altern wird, dass sich die Last des Lebens auf seinem Gesicht widerspiegeln soll. So flüstert er dem Bild zu:  "Wenn ich es wäre, der ewig jung bliebe, und wenn das Bild alt würde! Dafür - dafür - gäbe ich alles! Ja, nichts auf der Welt würde ich nicht hingeben! Ich würde meine Seele dafür geben!" (S.31)Dank seiner Freundschaft zu Lord Henry Wotton lernt der junge Mann nun die Welt kennen, und insbesondere die Leidenschaften, die Genüsse und die Sünden. Er stürzt Menschen ins Verderben, die ihm zu nahe kommen, die sich von ihm bezaubern ließen. Nichts davon zeichnet sich in seinem Gesicht ab, sein Wunsch hat sich erfüllt, er behält seine Jugend. Doch das Bildnis von ihm verändert sich zusehends, es zeigt die wahre Seele des Dorian Gray. Und diese wird immer düsterer.MeinungNun, vermutlich haben die meisten schon einmal von Dorian Gray gehört. Die Geschichte um ihn fasziniert. Ein Bild, dass die Sünden und das Alter für einen selbst abfängt? Fantastisch. Oder? Oscar Wilde zeigt hier wunderbar deutlich, wie schnell sich der Mensch mitreißen lassen kann, wenn er denkt, dass er vor allem Ungemach sicher ist. Während Dorians Seele immer entstellter wird aufgrund der vielen Ausschweifungen seines Lebens, schaut er selbst 20 Jahre später noch genauso jungenhaft aus wie damals. Etwas merkwürdig fand ich, dass die Menschen das scheinbar einfach so zur Kenntnis nahmen ohne sich groß darüber zu sorgen. Ich hatte mal eine Verfilmung des Buches gesehen, da kam das Entsetzen der anderen über diesen Umstand irgendwie deutlicher hervor. Auch das Ende des Dorian Gray war filmisch eindeutig pathetischer, als es im Original der Fall ist. Da wurde ich von einer gewissen Erwartungshaltung fehlgeleitet, aber im Nachhinein fand ich das von Oscar Wilde gewählte Ende eindeutig besser. Sprachlich ist das Buch ein Genuss. Nur manchmal hat sich mein eigener Geist gegen die zynisch hervorgebrachten Gedanken des Lord Henry gewehrt. Für sich genommen, sind die einzelnen Ansätze durchaus wahr und man kann auch hin und wieder über sie schmunzeln, aber ein Buch, dass fast nur aus Zynismus besteht, war mir persönlich dann doch irgendwann etwas zu viel."Was doch die Leute für Aufhebens um die Treue machen!", rief Lord Henry aus. "Dabei ist sie selbst in der Liebe eine rein physiologische Frage. Mit unserem Willen hat sie gar nichts zu schaffen. Junge Leute möchten treu sein und sind es nicht; alte möchten untreu sein und können es nicht: das ist alles, was man darüber sagen kann." (S.34)"Ich spreche nie während der Musik - wenigstens nicht während guter Musik. Wenn man schlechte Musik hört, ist man verpflichtet, sie im Gespräch zu übertäuben."(S.49)Die Geschichte lebt von solchen Gesprächen. Einzelne Handlungen erfährt man als Leser eher zusammengefasst. Meist treffen sich Lord Henry und Dorian Gray bei einem Essen bei Freunden oder in der Oper, um sich über die vergangenen Tage auszutauschen. Nur Schlüsselstellen erlebt man an Dorians Seite. So zum Beispiel, als ihn der Maler das letzte Mal besucht. FazitWer gerne geistreiche, zynische Literatur liest, der ist mit Oscar Wildes "Bildnis des Dorian Gray" wunderbar bedient. 

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  • Absolut lesenswert!!!

    Das Bildnis des Dorian Gray

    buecherfreak149

    26. December 2016 um 18:29

    Ewige Jugend und Schönheit... Dieser Wunsch kann ganz schön nach hinten losgehen! Dorian Gray, der sich wünschte das sein Porträt anstelle von ihm selbst altert, musste dies auf eine schmerzhafte Weise erfahren! Brilliante Story, Brillianter Schreibstil :)

  • Dorian Gray

    Das Bildnis des Dorian Gray

    _nifelheim

    17. October 2016 um 21:03

    Oscar Wilde hat mich schon immer sehr fasziniert. Sein Leben, sein Schaffen und seine exzentrische Art machten mich immer neugierig auf ihn, weshalb ich schon öfters einfach nur Porträts von ihm gelesen habe. Eines davon hab ich hier schon einmal vorgestellt. Da es gerade herbstelt draußen, hab ich vor kurzem ein Buch mit Kurzgeschichten von ihm gelesen. Es beinhaltet auch meine Lieblingsgeschichte "Das Gespenst von Canterville". Sobald ich etwas mehr Zeit gefunden habe, werd ich mich mit diesem Buch in die Herbstlandschaft verabschieden und versuchen ein paar schöne Fotos hinzubekommen. Das Buch passt so gut in die Herbstzeit. Mehr davon gibt es Ende Oktober auf meinem Blog !Ein bisschen traurig ist die Tatsache, dass "Das Bildnis des Dorian Gray" der einzige Roman des irischen Schriftstellers ist. Es ist eines der bekanntesten Werke der Weltliteratur. Da die Geschichte mehrmals verfilmt wurde, ist den meisten der Inhalt mehr oder weniger bekannt. Ich selber habe noch keinen Film gesehen, wusste aber ungefähr, um was es im Buch geht. Als ich dann anfing das Buch zu lesen, habe ich mich sehr über die schöne Schreibweise gefreut und das Buch dann auch regelrecht verschlungen.Themen sind unter anderem das viktorianische Zeitalter (schon mal ein Pluspunkt bei mir), damit verbunden wären dann die Dekadenz der Oberschicht, Hedonismus und das Dandytum. Kritisch auseinander gesetzt hat sich Wilde in seinem Werk auch mit dem Ästhetizismus, den ich gerade auf der Uni durchgemacht habe. Der Ästhetizismus ist eine Literaturströmung, die in der Schönheit der Dinge den höchsten Wert sieht. Vor allem geht es um den Künstler und sein Innenleben. Nur wer wie ein Künstler denkt und fühlt, kann die wahre Kunst rezipieren.Erzählt wird hier die Geschichte von Dorian Gray, der dem Hedonismus frönt, seine Seele verkauft und über Leichen geht, um seine Schönheit zu retten. Es geht um Kunst und Selbstinszenierung.Der erfolgreiche Maler Basil Hallward erschafft ein unvergessliches Porträt des jungen und schönen Dorian Gray, beim Betrachten des Porträts wünscht sich dieser, dass er für immer seine Jugend erhalten könnte und dass anstatt ihm, das Porträt altert und seine Sünden dieses zeichnen mögen und nicht ihn selbst. Dieser Wunsch geht in Erfüllung, hat aber fatale Folgen für den Protagonisten. Im Verlaufe der Erzählung wird Dorian von dem reichen Aristokraten Lord Henry veführt und sozusagen verdorben. Er beschließt Dorian Gray nach seinen Wünschen zu formen, wie eine Art Kunstwerk. Daraufhin lebt Dorian in den folgenden Jahren skrupellos seine Selbstentfaltung aus, so wie es ihm Lord Henry empfohlen hat. Er geht sogar über Leichen. Bestätigt wird er von einem Buch, das er wie besessen liest und von dem er sich mehrere Bände in allen Farben zulegt. Er findet sich darin wieder und glaubt, dass es seine eigene Geschichte erzählt. Auch von anderen Kunstwerken fühlt sich Dorian bestätigt und er sammelt irgendwann alles, was schön, wie er ist. In seinem Leben gibt es fortan an nur noch Schönheit und ihn selbst. Alles dreht sich um ihn und wer das nicht einsieht, wird von ihm aus dem Weg geräumt, auch vor Mord schreckt Dorian nicht zurück.Da er aber letztendlich von Alpträumen und Gewissensbissen geplagt wird, sucht er einen Ausweg aus seiner Miserie. Immer öfter findet er sich in Opiumhöhlen wieder, um zu vergessen, aber das Porträt hält alle Sünden fest.Meine Meinung:Mit Dorian Gray hab ich ein weiteres Buch in meine Top 100 Liste aufgenommen. Ich mochte sehr vieles an diesem grandiosen Klassiker. Gleich die erste Seite hat mich mit dem Schreibstil überzeugt, ich liebe die Ausdrucksweise Wildes. Auch ist Dorian Gray ein interessanter Charakter, zwar teilweise sehr extrem aber faszinierend. Aber haben nicht die besten Bücher immer außergewöhnliche Protagonisten? Erzählt wird die Geschichte von einem auktorialen Erzähler, der dem Leser ein detailreiches Innenleben des Protagonisten serviert, man hat Anteil an den Gefühlen, Wünschen und Ängsten der Figuren. Darüber hinaus spielt die Geschichte im viktorianischen England, was mir besonders gut gefallen hat, weil ich von dieser Zeit sehr angetan bin, ich interessiere mich einfach für alles, was diese Epoche zu bieten hat. Kritisiert wird auch wie bereits erwähnt der Ästhetizismus und die gesamte Oberschicht mit ihrem Adel und der Lebensweise damals. (Man bekommt nur einen Eindruck vom Adel, die anderen Stände werden nicht so berücksichtig) Weiters hat das Buch Elemente der schwarzen Romantik oder wie man sie in England gothic novel nennt, das zeigt sich in der dunklen Welt, die Dorian Gray dann umgibt, als er zu viele Sünden begeht. Die übernatürlichen Aspekte unterstreichen den Flair dann noch einmal deutlich, weshalb ich Dorian Gray auch als gothic novel betrachten würde (zb weil das Bild altert und nicht der Protagonist) Die Handlung in diesem Roman steigert sich kontinuierlich und endet mit einem grandiosen und nicht vorhersehbarem Finale, was die Story einfach total spannend macht. Alles in einem hat Dorian Gray also sehr viel zu bieten! Die neu übersetzte Version vom Insel Verlag liest sich wirklich gut und flüssig, ich weiß nicht, wie es bei anderen Ausgaben ist, aber ich fand es nicht so schwer zum Lesen. Dorian Gray ist ein Klassiker-Knaller und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung!

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