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NiWa

vor 3 Jahren

Ja, ich lese mit!

Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe Klassiker Leserunden.

Wir wollen ein bisschen Leben in die altehrwürdige Literaturwelt bringen. Daher haben wir beschlossen, einige Klassiker gemeinsam zu lesen. 

Für den Oktober haben wir uns Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde vorgenommen.

Klappentext:
Das Bildnis des Dorian Gray ist der einzige Roman den Oscar Wilde je verfasste. Dorian Gray ist ein junger Mann von betörender Schönheit. Der Maler Basil Hallward portraitiert Dorian Gray und ist ebenso überwältigt von solch einer Ästhetik. Dorian Gray verliert sich mehr und mehr in der Macht, die sein Äußeres ihm verleiht und zugleich gedeiht die Angst, diese Schönheit an das Alter zu verlieren. Der innige Wunsch, sein Portrait möge statt seiner Person altern, führt zu dem Phänomen, das Dorian Gray nicht nur jugendlich bleibt, er kann jegliche üble Tat verrichten und lediglich die Mimik des Portraits zeigt als einzige Konsequenz der Handlung deutliche Spuren seiner Grausamkeit bis zu jenem Tage 

Beginnen werden wir am 1. Oktober und freuen uns über jeden, der sich mit uns an dieses Werk wagen will. :-)

Wichtig ist, dass es auch von diesem Klassiker viele verschiedene Ausgaben gibt. Die deutschsprachigen Ausgaben haben zwischen 350 und 400 Seiten. Ich habe hier allerdings eine englischsprachige Version mit 224 Seiten und 20 Kapiteln vorliegen und teile die Leserunde danach ein.
Sollten hier markante Unterschiede auffallen, bitte gebt in der Rubrik Meine Ausgabe Bescheid, damit wir die Einteilung dementsprechend anpassen können.
Soweit man sich in der Leserunde orientieren kann, ist natürlich jede Version in Ordnung. 

Wir freuen uns über zahlreiche TeilnehmerInnen, damit wir Dorian Gray und seinem Gemälde gemeinsam auf die Schliche kommen!

  • Bitte schreibt eure Beiträge in die bestehenden Kategorien, damit die Leserunde übersichtlich bleibt.
  • Bitte denkt auch daran, den Spoiler-Haken zu setzen! 


Anmerkungen zur Kapiteleinteilung der Leserunde

Der Inhalt ist insgesamt 20 Kapitel gegliedert, die in 4 Teile eingeteilt wurden:

1. Teil Kapitel 1 - 5
2. Teil Kapitel 6 - 10
3. Teil Kapitel 11 - 15
4. Teil Kapitel 15 - 20

Zur Erinnerung: Wer mit dieser Kapiteleinteilung nicht zurecht kommt, kann das unter der Rubrik Meine Ausgabe thematisieren, damit wir gemeinsam eine Lösung finden.


Übrigens, wer sich für weitere Klassiker-Leserunden interessiert, auch bei unserer großen Schwesterngruppe werden fleißig Klassiker der Weltliteratur gelesen.

Autor: Oscar Wilde
Buch: Das Bildnis des Dorian Gray

lord-byron

vor 3 Jahren

Das ist eins meiner Lieblingsbücher und ich habe es mindestens schon 5x gelesen. Ich wünsche euch ganz viel Spaß und bin gespannt wie es euch gefällt.

Arun

vor 3 Jahren

Klassiker-Café

Danke für die Einladung, werde aber an dieser Leserunde nicht teilnehmen.
Habe das Buch vor langer Zeit schon einmal gelesen und war weniger begeistert.
Wünsche euch bei der Lektüre und Leserunde viel Freude.
Werde mir eure Beiträge aber gerne anschauen und verfolgen!

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BrittaRoeder

vor 3 Jahren

Fazit/Rezensionen
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Über Oscar Wilde und seinen Dorian Gray wurde schon so viel geschrieben, dass es quasi unmöglich ist, bei einer Rezension bereits Gesagtes nicht zu wiederholen. Daher möchte ich mich an dieser Stelle wirklich nur auf meinen ganz persönlichen Lese-Eindruck beschränken.
Sprachlich war mir die Lektüre ein Genuss, auch wenn ich leider nur in deutscher Übersetzung gelesen habe, was sicher ein Manko ist. Bis auf wenige Passagen empfand ich die Erzählung als sehr kurzweilig.
Der Stückeschreiber Wilde amüsierte mich vor allem durch seine pointierten Dialoge, durch die er die sogenannte "feine" Gesellschaft seiner Zeit trefflich karikiert.
Jugendwahn, Genusssucht, Oberflächigkeit - alles Themen, die an Aktualität seit dem ersten Erscheinen des Romans nichts verloren haben.
Was mich an dieser Geschichte jedoch immer wieder aufs Neue gefangen nimmt, ist die Diskussion über den Wert bzw. die Aufgabe von Kunst, die dieser Roman aufwirft.
Als Anhänger der l'art pour l'art-Bewegung definierte Wilde Kunst ganz klar als etwas das schön zu sein habe. Äußere Schönheit war ein Wert, den er in Kunst und - wenn man seinen Biografen folgt - auch in seinem Leben stets postulierte.
Und doch stellt dieser Roman, dieses rein ästhetische Manifest ganz klar in Frage, denn die Kunst hat genau wie das Leben, so zeigt es Wilde in seinem Roman sehr deutlich, immer auch eine Verantwortung.
Auf die Frage, was Kunst im Grunde wirklich definiert, mag für sich selbst jeder Einzelne eine Antwort finden. Wilde liefert mit seinem Roman einen wunderschönen Anreiz diese Grundsatzdiskussion aufzunehmen.

buchjunkie

vor 3 Jahren

2. Teil: Kapitel 6 - 10
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Jetzt hab ich diesen Abschnitt auch geschafft. Da mir das Weiterlesen schwer fiel, hab ich mir mit einem hervorragend gelesenem Hörbuch weitergeholfen.

Am anstrengensten zu lesen finde ich die weit ausgeholten Gedankengänge.

Wie Dorian sich verändert, ist erschreckend.
Wie er sich vor sich selbst immer wieder herausredet.
Und jetzt sieht er in seinem Diener schon einen Spion. Ich bin gespannt, ob es dem Bild im Schulzimmer gefallen wird.
Basil scheint menschlicher zu sein, weniger oberflächlich, und wirkt deshalb auch symphatischer.
Frauenfiguren kommen nicht gut weg bei Wilde, keine konnte
bisher Sympathien gewinnen.
Wird Dorian in seiner Grausamkeit immer gewissenloser? Bietet ihm jemand Einhalt?
Ich bin gespannt!

Sabine17

vor 3 Jahren

2. Teil: Kapitel 6 - 10
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buchjunkie schreibt:
Frauenfiguren kommen nicht gut weg bei Wilde, keine konnte bisher Sympathien gewinnen.

Das fand ich auch. Und es kommen auch wenige Frauen vor.

LaLecture

vor 3 Jahren

2. Teil: Kapitel 6 - 10
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Endlich habe ich auch mal Part 2 geschafft.
Ich muss sagen, die Lektüre fällt mir ziemlich schwer, weil ich Lord Henry und mittlerweile auch Dorian so furchtbar unsympathisch finde.
Ich verstehe einfach nicht, was Henry davon hat, so mit dem im Grunde noch "jungen und unschuldigen" Dorian zu spielen und ihn zu so einem schlechten Menschen zu machen. Er hat doch gemerkt, dass Dorian noch beeinflussbar ist. Und nur weil er offenbar so furchtbar zynisch und irgendwie verbittert ist, muss er doch nicht gleich andere Menschen verderben.

Ich frage mich, was passiert wäre, wenn Sibyl sich nicht sofort umgebracht hätte. Wäre aus Dorian tatsächlich ein besserer Mensch geworden? Oder hätte Henry ihn weiter verdorben und Sibyl hätte furchtbar in dieser Ehe gelitten?
Auf jeden Fall ging mir das alles ein bisschen zu schnell mit der "Liebe" zwischen Dorian und Sibyl. Ich habe verstanden, dass er offenbar weniger in sie als in ihre Schauspielkunst verliebt war, aber wie kann sie von Liebe sprechen? Für eine 17-jährige finde ich das doch reichlich naiv, selbst in dieser Zeit.

Jetzt, wo rausgekommen ist, dass Dorians Bildnis tatsächlich für ihn alle Veränderungen hinnimmt, die eigentlich sein Gesicht mitmachen sollte, gibt es ja quasi zwei Möglichkeiten: Dorian könnte, wie es ja anfangs noch angedeutet wird, diese Veränderungen als Warnung nehmen und von nun an ein guter Mensch werden. Er könnte aber auch, wie er es jetzt offenbar vorhat, das Bild und damit praktisch auch sein Gewissen wegsperren und ein furchtbarer Mensch werden.
Ich ahne Schreckliches.

LaLecture

vor 3 Jahren

2. Teil: Kapitel 6 - 10
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Sick schreibt:
(...) Habe mich sowieso gewundert, dass die Herrschaften solche Labertaschen sind, die reden schon recht viel, auch über ihre Gefühle. Und tatsächlich habe ich die Schwärmerei vom Maler richtig gedeutet. Aber ich schließe mich Dorian an: Er ist der bessere. Von den drei Männern ist er mir am sympathischsten. Tja, was mit Sybil passieren würde, war mir eigentlich schon fast klar. Eine junge Schauspielerin mit Hang zum Drama - dass das nicht gut ausgeht, lag auf der Hand. Aber dass sie nicht lange fackelt, hat mich ein wenig verwundert. Eigentlich dachte ich, dass sie versuchen würde Dorian zurück zu erobern. Wahrscheinlich dachte sie, dass es aussichtslos wäre... (...)

Ich finde Basil von allen auch eindeutig am sympathischsten. Das hat Dorian ja auch richtig erkannt, aber trotzdem scheint er sich mehr zu Lord Henry hingezogen zu fühlen, und das, obwohl er in dem kurzen Moment, in dem er Sibyl doch heiraten wollte, doch erkannt hat, dass dieser ein schlechter Mensch ist.

ich habe mich auch gewundert, dass Sibyl sich sofort umbringt. Wenn sie so naiv war, wie ich sie einschätze, hätte sie doch noch eine Weile warten und hoffen können, dass Dorian seine Meinung ändert.

Sick

vor 3 Jahren

2. Teil: Kapitel 6 - 10
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@LaLecture

So ist es halt im Leben: Das Verbotene, Geheimnis- und Verhängnisvolle ist eben am reizvollsten...

buchjunkie

vor 3 Jahren

Fazit/Rezensionen

Ich hab es auch endlich geschafft!
http://www.lovelybooks.de/autor/Oscar-Wilde/Das-Bildnis-des-Dorian-Gray-The-Picture-of-Dorian-Gray-Anaconda-Paperback-1115545738-w/rezension/1120216013/

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