Gendarmentod

von Oskar Feifar 
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
Gendarmentod
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Das hätte Leopold Strobel nicht gedacht, so ins Kreuzfeuer zu kommen. Turbulenter Krimi nach wahren Begebenheiten.

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Inhaltsangabe zu "Gendarmentod"

Ein Bombenkrater neben der Autobahn und Hunderte kleiner Leichenteile bilden den Beginn einer besonderen Tragödie. Ein Freund des Opfers liefert ein falsches Alibi. Bei seiner zweiten Vernehmung darauf angesprochen, zieht er zwei Waffen aus seinen Sakkotaschen und eröffnet das Feuer. Vier zum Teil schwer verletzte Beamte sind nur der Beginn einer blutigen Flucht und einer Menschenjagd, wie man sie in Österreich noch nicht gesehen hat. Inspiriert von wahren Begebenheiten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839221136
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:277 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:06.09.2017

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das hätte Leopold Strobel nicht gedacht, so ins Kreuzfeuer zu kommen. Turbulenter Krimi nach wahren Begebenheiten.
    Ein Bezirksinspektor in Wien ..

    Auch in seinem sechsten Fall mi Leopold Strobel unterhält Oskar Feifar seine Leser wieder in seiner unnachahmlichen Art, die Geschichte zu erzählen. Er spricht den Leser nämlich direkt mit „Du“ an, flicht aktuelles ein und verweist auf die Vergangenheit und auf die Zukunft.

    Doch diesmal hat sich der Autor etwas Neues einfallen lassen: Bezirksinspektor Leopold Strobel ist zur Wiener Kriminalpolizei gewechselt. Aber nur zur Probe – wie er allen versichert, denn als Neuer im Team muss er auch langweilige Dienste, wie das Bewachen von Banken, übernehmen. Es kommt wie es kommen muss, kurz vor Ende seiner ereignislosen Schicht, erscheint ein Bankräuber, den er zur Aufgabe seines Vorhabens überreden kann, nichtahnend, dass er diesem Mann später noch einmal begegnen wird. Nun ist der ehemalige Postenkommandant aus dem verschlafenen Dorf Tratschen, ein gefeierter Mann.

    Doch dann hält ein Bombenkrater mit menschlichen Hautpartikeln neben der Autobahn Strobels Abteilung in Atem. Man bedenke, wir befinden uns inmitten der 1970er Jahre, die durch den Terror der Roten Armee Fraktion, der Palästinenser sowie antisemitische Ausschreitungen von Ewiggestrigen, gekennzeichnet sind.
    Neben seinen beruflichen Herausforderungen, muss sich Strobel gegen eine mannstolle Pathologin zur Wehr setzen und seinen Platz im Team finden.

    Allerdings findet er auch noch Zeit endlich einen Verlobungsring für seine Frau Doktor zu kaufen, und sich der jugoslawischen Putzfrau anzunehmen, die augenscheinlich unter häuslicher Gewalt leidet.

    Meine Meinung:

    Oskar Feifer ist es wieder sehr gut gelungen seine Leser in die Geschichte eintauchen zu lassen.
    Ich kann mich gut an diese Zeit erinnern, da ich damals in die Unterstufe des Gymnasiums ging. All das, was der Autor so locker beschreibt, war so: Polizeiliche Kommunikation über Festnetzanschluss, über Funk, in den sich immer wieder CB-Funker eingemischt haben.
    Diese Zeit war auch die “große Zeit” der Banküberfälle. Kaum ein Tag verging, an dem nicht eine Bakfiliale, ein Postamt oder eine Tankstelle überfallen wurde.
    Einige dieser Vorfälle sind wirklich passiert und für den Krimi ein wenig adaptiert worden. 

    Wie schon in den Vorgängern besticht die Erzählweise des Autors. Als Leser fühlst du dich sofort als Teil der Geschichte. Du bist mitten drin, du kauerst mit Leopold Strobel hinter dem Busch und riechst den kalten Kaffee und den noch kälteren Rauch in den Amtsstuben.

    Das Wiedersehen mit dem verhinderten Bankräuber auf den letzten Seiten ist ein besonders fieser Cliffhanger.
    Ich hoffe doch stark, das wir Leopold Strobel als Ehemann und Vater wiederbegegnen werden.

    Fazit:

    Wieder ein spannender Krimi, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Gerne gebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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    lesefreude_books avatar
    lesefreude_bookvor einem Jahr
    Bezirkinspektor Strobel bei Kriminalpolizei Wien


    „Gendarmentod“ ist der sechste Fall von Bezirksinspektor Leopold Strobel. Während Strobel in den ersten fünf Bänden Postenkommandant in Tratschen (einem kleinen, fiktiven Ort in Niederösterreich) ist, wechselt er nun zur Kriminalpolizei nach Wien. Für mich war es die erste Begegnung mit Leopold Strobel. Ich hatte nicht das Gefühl etwa verpasst zu haben. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich gemeinsam mit Leopold Strobel die ganzen neuen Leute in Wien kennengelernt habe und er kaum alte Bekannte trifft.


    Die Geschichten von Oskar Feifar und seinem Strobel spielen in den 70iger-Jahren. Der Polizei stehen also ganz andere Mittel zur Verfügung als heute. Dies ruft Oskar Feifar immer wieder sehr gekonnt in Erinnerung, wenn er beispielsweise schreibt, dass in dieser Situation nun ein Handy nützlich wäre, es damals allerdings noch nicht erfunden war.


    Oskar Feifar hat einen ganz eigenen Schreibstil. Die Geschichte ist in der auktorialen Erzählperspektive geschrieben. Zusätzlich spricht er den Leser direkt mit einem freundschaftlichen „du“ an. Als ich das erste Mal so direkt angesprochen wurde, stutzte ich. Eine ungewohnte Situation als Leser. Allerdings kann ich dieser Erzählform etwas abgewinnen. Man ist nicht bloß ein neutraler, unbeteiligter Leser, sondern wird in das Geschehen hineingezogen.


    „Gendarmentod“ ist ein spannender Krimi, inspiriert von wahren Ereignissen. Der Fall beginnt skurril. Eine Bombe neben der Autobahn nur um eine Leiche zu entsorgen, klingt nach sehr viel Aufwand. Neben der Klärung des Falles, ist Strobel bemüht seinen Platz in der neuen Abteilung zu finden. Natürlich gibt es hier immer wieder Schwierigkeiten mit den Kollegen. Diese vielen zwischenmenschlichen Herausforderungen hat Oskar Feifar gut beschrieben.


    Leider bin ich kein allzu großer Fan von kapitellangen Verfolgungsjagden. Ein bisschen weniger an Verfolgung, wäre für mich ausreichend gewesen.


    „Gendarmentod“ lebt vom ungewöhnlichen Erzählstil des Oskar Feifars. Die direkte Ansprache des Leser, zieht einen förmlich in die Geschichte. Der Fall an sich ist spannend, wenn es auch für mich ruhig etwas weniger Verfolgungsjagd sein hätte können.


    Der Gmeiner Verlag hat mir „Gendarmentod“ zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

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