Oskar Maria Graf Anton Sittinger

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Inhaltsangabe zu „Anton Sittinger“ von Oskar Maria Graf

Die Geschichte vom Münchner Postinspektor Anton Sittinger, der sich selbst für unpolitisch hält und als angepaßter Mitläufer den Nationalsozialismus mit vorbereiten hilft, ist leider aktuell geblieben: Die Duckmäuser sind nicht ausgestorben. Menschen wie Sittinger gibt es in allen Ländern Abertausende. In manchen Zeiten heißen sie du und ich. (Quelle:'Flexibler Einband/01.02.1998')

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  • Rezension zu "Anton Sittinger" von Oskar Maria Graf

    Anton Sittinger

    Anja_Lev

    25. February 2009 um 09:31

    Mit dem Postinspektor Anton Sittinger, der stets nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist und sich besonders in Bezug auf die Politik so verhält, hat A. M. Graf ein Bild des typischen Mitläufers zu Beginn des Dritten Reiches gezeichnet. Sittinger schützt stets sein "unpolitisch-Sein" vor, wenn er genötigt wird, Position zu beziehen und taktiert, um bei allen beliebt zu sein, gleich welcher politischen Überzeugung. Dabei ist es nicht so, dass Sittinger nicht durchaus eine Meinung hätte, ihm ist es nur wichtiger, allen nach dem Mund zu reden, als diese einzugestehen und womöglich Nachteile zu erlangen. Dass ihm dies zuletzt gelingt, ist interessanterweise nicht unbedingt ihm, sondern genauso auch seiner Frau Malwine zu verdanken, die ihre nationalsozialisitsche Gesinnung immer offener präsentiert und auch für Sittinger "vorsorgt". Anton SIttinger ist keine sympathische Figur, aber als Prototyp sehr interessant, das Buch zunächst in der Sprache etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann sehr einnehmend.

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