Oskar Simon

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Nackt im Treppenhaus

Nackt im Treppenhaus

 (7)
Erschienen am 18.11.2016

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Rezension zu "Nackt im Treppenhaus" von Oskar Simon

Peinlich, peinlich, oder doch eher zum lachen?
Katzenpersonal_Kleeblattvor 2 Jahren

Wie oft passiert einem etwas Peinliches? Recht oft eigentlich. Glücklich kann sich der schätzen, der erleichtert aufatmen kann, wenn er feststellt, dass es niemand bemerkt hat.
Pech für den, dem das auch noch in aller Öffentlichkeit passierte. Was dem einen peinlich ist, bringt den anderen zum lachen oder auch mal zum fremdschämen.
Nichts befreit den Zuschauer mehr, als sich am Missgeschick anderer erfreuen zu können, so ganz ohne Häme, einfach nur, weil es auch Situationskomik ist.

In diesem Buch von Oskar Simon findet man die verschiedensten Situationen, die einem so passieren können.
Es kann schon mal vorkommen, dass man einen Laternenpfahl auf dem Gehweg übersieht, weil man sich mehr mit dem Geschehen auf der gegenüberliegenden Fahrbahn interessiert, oder dass man im Hotel die Toilettentür mit der Zimmertür verwechselt. Nur dumm, wenn das nachts passiert und man gerade nicht viel an hat und die Tür hinter sich zugezogen hat.
Peinlich ist auch, wenn man ein Fotoalbum verschenken möchte und die falschen Bilder drin sind, oder wenn Mails die falschen Adressaten erreichen. Das könnte unter Umständen sogar geschäftsschädigend sein.

Aber man muss selbst ja nicht der Verursacher der Peinlichkeit sein, es reicht manchmal auch schon, wenn einem die Kinder dabei ein wenig auf die Sprünge helfen und man unter Umständen das Geschäft dann doch lieber nicht mehr betreten möchte.

Peinlichkeiten oder Missgeschicke passieren in jeder Lebenslage, privat oder auch im beruflichen Bereich.

Es gab einen Aufruf in der Zeitung, in dem Leser gebeten wurden, ihre peinlichsten Momente mitzuteilen. Viele kamen der Aufforderung nach, so dass der Autor hier an die 130 kleinen Missgeschicke wiedergeben konnte. 
Einige sind wirklich zum lachen, andere zum schmunzeln. Alle haben jedoch eins gemeinsam, dem Schreiber waren sie peinlich. 
Gut, wenn man mit gehörigem Abstand diese auch erzählen und selbst darüber lachen kann.

Aber es gibt auch dieses Fremdschämen. Da schämen sich Kinder für ihre nicht coolen Eltern, die ihnen peinlich erscheinen oder auch Kollegen oder andere Personen bringen einen dazu, sich für diese zu schämen.

Das Buch enthält aber nicht nur Anekdoten von zugesandten Schriften, sondern auch Peinlichkeiten von Prominenten. Dort erfährt man zum Beispiel, dass der ehemalige Präsident George Bush es fertig gebracht hatte, sich in den Schoß des japanischen Premierminister zu übergeben oder auch von einem Fauxpas, der der Moderatorin Susan Atwell auf dem roten Teppich passierte.

Neben den kleinen Geschichten erfährt man auch ein wenig über das Schämen an sich. Der Leser erfährt, warum man sich fremdschämt, den Unterschied zwischen Scham und Peinlichkeit, warum Prominente peinlicher sind als wir und einiges andere mehr.

Das Buch ist ausgesprochen unterhaltsam und lädt zum schmunzeln ein. Als Leser erfreut man sich am Geschick der anderen und freut sich, dass es einem nicht selbst passiert ist. 
Eine der genannten Peinlichkeiten ist sogar mir aber schon passiert und ich konnte die Scham sehr gut nachvollziehen (ich verrate nicht, welche).

Mit seinen rund 200 Seiten hat man das Buch schnell durchgelesen, so dass es eine kurzweilige Lektüre ist, die man recht gut zum Abschalten nutzen kann.

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Devonas avatar

Rezension zu "Nackt im Treppenhaus" von Oskar Simon

Peinliches mitten aus dem Leben
Devonavor 2 Jahren

Ich gehöre eigentlich überhaupt nicht zur Zielgruppe für humorige Bücher. Aber bei "Nackt im Treppenhaus" heißt die Zielgruppe ohnehin "alle!" und ich habe beim Lesen wirklich mehrmals LAUT (!) lachen müssen. Wir haben Weihnachtszeit, es gibt viele Besuche, manch einer grübelt über ein Mitbringsel, ein Anderer würde ja ein Buch mitbringseln, kennt aber den Lesegeschmack des Empfängers nicht und schon fängt es an, krampfig zu werden. Ich kann nur sagen: nehmt einfach dieses Buch mit, auch für Nichtleser.

Der Titel ist Programm, da muss man nicht viel erklären. Der Leser kann dem inneren Voyeur mal so richtig Zucker geben und sich über all die Fettnäpfchen, in die andere Leute so latschen, ausgiebig amüsieren. Manche Geschichten kennt man, weil sie wirklich JEDEM im Laufe des Lebens mal in selbiger oder abgewandelter Form passieren, von dem Meisten hofft man einfach nur, dass dieser Kelch an einem selber vorüber gehen möge. Zu Wort kommen Leute wie Du und ich, also der ganz normale, tägliche Peinlichkeiten-Verursacher und einige Promis. Die haben natürlich das Pech, namentlich benannt zu werden, alle anderen Geschichten sind anonymisiert und lediglich mit einem Geschlechterhinweis versehen. [Anmerkung: In ALTER Form, also männlich oder weiblich. Ja, mir ist bekannt, dass es wohl mittlerweile eine Unmenge mehr an Geschlechtern geben soll bzw. dass Geschlecht ein rein soziales Konstrukt ist. Ich habe das zur Kenntnis genommen und lasse jedem Menschen seine Meinung und sein Geschlecht. Man möge das mit mir ebenso halten. Mir geht dieses ganze Genderdingsbums neufeministisch Überspannter an meinem dicken, biologisch-weiblichen Hintern vorbei.]

Aufgelockert wird das Ganze durch mehrere interessante Dialoge aus Wissenschaft und Forschung. Dr. Jörg Wettlaufer (Historiker und Anthropologe an der Akademie der Wissenschafte zu Göttingen) beschäftigt sich mit der Frage: "Was unterscheidet Scham und Peinlichkeit?", Professor Sören Krach (Leiter des Labors für soziale Neurowissenschaften an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Lübeck ) ist ein führender Experte beim Thema "Fremdscham" und auch die Kommunikationswissenschaftlerin Julia Döring hat an der Universität Duisburg-Essen zum Thema "Peinlichkeit: Formen und Funktionen eines kommunikativ konstruierten Phänomens" promoviert und beantwortet Fragen zum Thema. Man kann also durchaus auch noch etwas lernen bei dieser Lektüre.

Fazit: Keine große Literatur, dafür mitten aus dem Leben. Wir lachen gerne über andere, weil wir wissen, die lachen auch über uns, wenn wir wieder mal völlig neben der Spur sind und uns zum Affen machen. In diesem Sinne: mitlachen. Kann man auch in alberner Runde mal zum Besten geben, die Geschichten sind meist recht kurz.

www.buchimpressionen.de

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hdghdgs avatar

Rezension zu "Nackt im Treppenhaus" von Oskar Simon

Nackt im Treppenhaus
hdghdgvor 2 Jahren

Das Buch hat 130 '' peinliche Alltagsgeschichten '' vom Hamburger Journalist Oskar Simon , das sich vornehmlich auf Leserzuschriften 
( Stern. de bzw. Süddeutsche  Zeitung Magazin ) beruht.

die kurzweilige Geschichten unterhalten ein formidabel und wecken beim Leser unweigerlich die Schadenfreude und ein hohes Fremdschämpotenzial  auf 

Ob nun ein nackter Hotelgast die Badtür mit der Zimmertür verwechselt oder ob eine Frau enthusiastisch einen menschlichen Pappaufsteller im Baumarkt grüßt. 
Simon trifft immer den richtigen- ironischen -Ton

Die niedrigen Schamgrenze besitzen die Männer naturgemäß, 
das ist der unterschied zu Frauen in peinlichen Situationen .
Abgesehen von den Fallgeschichten kommen auch Fachspezialisten
( Mediziner, Psychologen etc. ) zu Wort ,das fand ich mit der Zeit unpassend.Es sollte ja kein Sachbuch sein sondern eine humorige Lektüre denk ich mal  

Bemerkung 
Eine Geschichtensammlung zum Schmunzeln kann man nur weiter empfehlen, wär Humor versteht  

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