Der Untergang des Abendlandes

von Oswald Spengler 
4,0 Sterne bei6 Bewertungen
Der Untergang des Abendlandes
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Inhaltsangabe zu "Der Untergang des Abendlandes"

Oswald Spengler entwirft in seinem kulturphilosophischen Hauptwerk das Panorama einer Geschichtsphilosophie, die die Erfahrungen der Zeit vor und während des Ersten Weltkrieges reflektiert und der allgemeinen Krise des abendländischen Bewusstseins Ausdruck verleiht. Er unternimmt den gewagten Versuch, Geschichte voraus zu bestimmen und formuliert die berühmte These des Untergangs, statt der kontinuierlichen und geschichtsnotwendigen Höherentwicklung zu einem idealen Endzustand. Zum ersten Mal hatte hier ein großer Denker den Versuch gewagt, eine 'Philosophie des Schicksals' vorzulegen, in der die abendländische Kultur in ihrer Zivilisationsphase und damit in ihrer Endphase erklärt wurde. Für Spengler zeigen die Kulturen, denen jeweils eine Lebensdauer von einem Jahrtausend beschieden ist, einen schicksalhaften, den Jahreszeiten entsprechenden Verlauf. Diese Sicht führte ihn zu faszinierenden Vergleichen und Prognosen, die inzwischen zum Teil schlagend bestätigt wurden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783865391179
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:1024 Seiten
Verlag:marix Verlag ein Imprint von Verlagshaus Römerweg
Erscheinungsdatum:18.05.2007

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Untergang des Abendlandes" von Oswald A. G. Spengler

    Der Nomade des 21. Jahrhunderts, den Spengler bereits nach dem Ende des Ersten Weltkrieges prophezeite, vollstreckt den „Untergang des Abendlandes“ ohne das geringste Bedauern. Denn das Abendland – das waren die Talaren mit dem Muff von tausend Jahren. Ein Relikt des Mittelalters. Geistiger Ballast, der seit der Antike aufgetürmt wurde und einen leicht erdrücken kann. Eine babylonische Bibliothek, in der man sich schnell verirrt. Abendland – das hieß: Man muss auf die Schultern literarischer Riesen klettern, um eine angemessene Größe zu erreichen. Wie viele sind dabei abgestürzt?
    Im Abendland wurden von Augustinus bis Goethe Fragen gestellt, die für das, was heute zählt, irrelevant sind. Was nützt es einem Broker an der Börse, das Theodizee-Problem zu lösen oder die Dialektik des Weltgeistes zu ergründen? Der postmoderne Individualist ist mit leichtem Gepäck unterwegs und zwar aus gutem Grund, denn man bezahlt ihn dafür, dass er möglichst mobil und flexibel auf ständig neue Herausforderungen reagiert.
    Dieser Nomade, der jenseits von Eden unterwegs ist, auf der Jagd nach El Dorado – er denkt wie jener unterkühlte und stets berechnende lonely wolf, den Robert de Niro in Michael Manns Thriller Heat spielt. Sein Überlebensmotto lautet: „Du darfst dich an nichts binden. Du musst alles innerhalb von 30 Sekunden zurücklassen können.“ When you feel the heat around the corner, dann ist es Zeit zu gehen. Instinkt ist alles.
    Ein solcher Menschentypus entsteht in der Anonymität von Metropolen, die einander immer ähnlicher werden. „Man kann gehen, wohin man will“, schrieb Oswald Spengler, „man trifft Berlin, London und New York überall wieder“.

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    MartinVincentzvor 4 Jahren
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    Semproniavor 5 Jahren
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    Chrischanvor 6 Jahren
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    LESE-ESELvor 7 Jahren
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