Ottar Martin Norðfjörð Das Sonnenkreuz

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Inhaltsangabe zu „Das Sonnenkreuz“ von Ottar Martin Norðfjörð

Im Zeichen Odins Reykjavík zur Frühjahrstagundnachtgleiche: Die Doktorandin Embla wird von der Kripo ins Haus ihres Professors gerufen. Der Archäologe ist verschwunden, und alle Spuren deuten auf ein Blutbad hin. Ein Opfer für Odin, den obersten heidnischen Gott? Embla befürchtet, dass noch am gleichen Tag weitere Ritualmorde geschehen, um einen alten Wikingerbund aufleben zu lassen - den Sonnenkreuzorden. Eine fieberhafte Suche beginnt. Ein Thriller, der von der Gegenwart bis in die nordische Frühgeschichte führt, von einem der besten Spannungsautoren Islands.

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Ich bin mega begeistert. Habe das Buch innerhalb von einer Nacht durchgelesen, weil es so spannend war.

elohweih

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  • Rezension zu "Das Sonnenkreuz" von Ottar Martin Nordfjörd

    Das Sonnenkreuz
    monja1995

    monja1995

    01. May 2012 um 14:59

    Klappentext: Reykjavik zur Frühjahrstagundnachtgleiche: Die Doktorandin Embla wird von der Kripo ins Haus ihres Professors grufen. Der Archäologe ist verschwunden, und alle Spuren deuten auf ein Blutbad hin. Ein Opfer für Odin, den obersten heidnischen Gott? Embla befürchtet, dass noch am selben Tag weitere Ritalmorde geschehen, um einen alten Wikingerbund aufleben zu lassen - den Sonnenkreuzorden. Eine fieberhafte Suche beginnt. Mein Umriss: Embla die Archäologiestudentin wird ins Haus ihres Professors gerufen, in dem dessen Haushälterin ermordet wurde. Nur vom Professor fehlt jede Spur. In seinem Arbeitszimmer hängen acht tote Katzen von der Decke, das Haus ist total verwüstet und an der Innenseite der Tür zum Arbeitszimmer befindet sich ein seltsames Symbol, das Embla als Sonnenkreuz identifiziert. Sie macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Grund für den Überfall und ihren Professor. Bald schon stößt sie auf dessen Forschungsgebiet und findet Parallelen zum ältesten Glaubenssymbol der Menschheitsgeschichte und Verbindungen bis in die heutige Zeit, mit denen sich nicht nur Archäologen beschäftigen. Es handelt sich um das Sonnenkreuz mit dem die Wikinger ihre Landnahmen markierten, die für die vier Jahreszeiten und die Tierkreiszeichen, sowie die Sonnenstände und den Lauf der Sonne pro Jahr standen und so auch die Bestimmung der Zeiten von Belang waren. Eine handvoll Menschen wollen nun den Wikingerorden und dessen Gebräuche wieder aufleben lassen und fordern zur Frühjahrstagundnachtgleiche, die diesmal auf Odins Tag den Mittwoch fällt, ein besonderes Opfer. Wie in allen Glaubensgemeinschaften gibt es auch hier solche, die alles anders oder noch extremer für sich auslegen und damit nicht nur anderen Menschen, sondern auch sich selber schaden und die auch vor Mord nicht zurückschrecken. Mein Eindruck: Schon der Einstieg in diesen Thriller bewegt sich auf einem hohen Spannungsniveau, sodass man sich regelrecht ins Geschehen geschubst fühlt. Der Spannungsbogen führt aber im Laufe der Geschichte immer höher hinaus und man wird als Leser immer wieder aufs Neue überrascht, dass es noch spannender, noch rasanter und noch überraschender geht. Überraschender, weil es in der Natur des Lesers liegt, sich eigene Gedanken um das weitere Geschehen zu machen und man sich dann doch immer wieder selbst aufs Glatteis führt und alles ganz anders kommt, als man es sich vorgestellt hat. Das Buch ist in einem rasanten Stil geschrieben, der keine Wünsche offen lässt und trotz verschiedener Handlungsstränge die teilweise stark voneinander abweichen, doch sehr gut zu verstehen und nachzuvollziehen ist. Die Darstellung der Akteure und des Landes ist so nah an der Realität, dass man sich selber an den Schauplätzen des Geschehens wähnt. Auch fühlt man sich als Thrillerfan bestens bedient, was Härte an sich und den psychologischen Kitzel betrifft. Mein Fazit: Ein Thriller der einen von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr los lässt. Ich kann ihn jedem Leser mit bestem Gewissen ans Herz legen.

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  • Rezension zu "Das Sonnenkreuz" von Ottar Martin Nordfjörd

    Das Sonnenkreuz
    savanna

    savanna

    30. August 2011 um 22:41

    Neun Opfer erfordert ein Blót, ein altes heidnisches Ritual des hohen Nordens zur Verehrung des höchsten heidnischen Gottes Odin. Acht tote Katzen und ein verschwundener Mann, das sind die Fakten mit denen die ahnungslose Polizei in Reykjavik eines Tages konfrontiert wird. Das Büro des Archäologen Baldur gleicht einem blutigen Opferplatz, als Baldurs Doktorandin Embla zum Tatort geführt wird. Als Expertin für nordische Mythologie und Zögling der verschwundenen Person wird Embla darum gebeten, die Symbolik dieses Gewaltverbrechens zu entschlüsseln. So zeigt eine blutige Spur eines der ältesten und am weitesten verbreiteten Glaubenssymbole der Menschheitsgeschichte – das Sonnenrad. Dieses schlichte Zeichen, welches häufig auch als Sonnenkreuz bezeichnet wird, war die Basis für Baldurs umstrittene Forschungen über die frühe Besiedelung Islands. Gemäß Baldurs Theorie haben die Wikinger in der isländischen Landschaft besondere Punkte wie beispielsweise Berggipfel ausgewählt und so die Lage eines gedachten, gigantischen Sonnenrades festgelegt. Im Zentrum und an ausgewählten Schnittpunkten sollen dadurch die Standorte für Odins Tempel festgelegt worden sein. Mit fast fanatischer Vehemenz verfolgt der Isländer Saemundur die Theorien zu den Sonnenrädern, weshalb er auch den historischen Orden des Sonnenkreuzes wieder zum Leben erweckt hat. Als er sich mit einem weiteren Mitglied des Ordens auf die Suche nach Odins Tempel im südlichen Island begibt, gerät er in das Visier der überaus sensibilisierten Polizei. „Das Sonnenkreuz“ (Sólkross) ist der zweite Thriller des isländischen Autors Óttar Martin Norðfjörð. Veröffentlicht bereits im Jahr 2008, erscheint dieses Werk nun im Rahmen der Frankfurter Buchmesse in der deutschen Übersetzung beim Aufbau Verlag. Norðfjörð wird neben den beiden bekanntesten isländischen Kriminalautoren Arnaldur Indriðason und Yrsa Sigurðardóttir als Ausnahmetalent dieses Genres genannt. Umso erfreulicher, dass nun auch die deutsche Leserschaft auf diesen jungen Autor aufmerksam gemacht wird. Zweifellos weisen die ersten Kapitel von „Das Sonnenkreuz“ starke Züge eines Dan-Brown-Bestsellers auf: Hier der rituell verletzte Professor, dort die wissenschaftliche Expertin, die wegen ihres Spezialwissens zu den Ermittlungen hinzu gezogen wird und die daraufhin eigenmächtig einigen kryptischen Hinweisen zur Identifizierung des Täters folgt. Ebenfalls vergleichbar mit den Werken Dan Browns ist auch der so erzeugte Spannungsbogen um alte Mythen und noch sehr aktuelle Geheimbunde, der den Leser das Buch kaum aus der Hand legen lässt. Dass Norðfjörð in seinem Heimatland bereits mit mehreren Titeln großen Erfolg hat, verwundert nicht – das Handwerkszeug für packende Thriller hat er in jedem Fall!

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