Ottilie Wildermuth In frohen und in müden Zeiten

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Inhaltsangabe zu „In frohen und in müden Zeiten“ von Ottilie Wildermuth

Vertrauen auf die Führung Gottes, Gewissheit auch im Leid, und Zufriedenheit mit dem Leben: Das sind Eigenschaften, die die Schriftstellerin Ottilie Wildermuth für ihre Leser in Geschichten packte. Wildermuth wurde bis weit ins 20. Jahrhundert mit Begeisterung gelesen. Viele ältere Leserinnen kennen ihre Bücher noch aus der eigenen Jugend. Doch ist kaum im Fokus, dass Wildermuth Christin war und ihre Texte viele christliche Werte vermittelten. Das Buch, zusammengestellt von den Wildermuth-Experten Jonathan und Ulrike Schilling, bietet zum zweihundertsten Jahrestag nun einen neuen Blick auf die christliche Autorin. Ein liebevoll gestaltetes Lesebuch mit ausgewählte Texten.

Ein Blick in vergangene Zeiten und doch so aktuell...

— Tigerbaer
Tigerbaer

Ein wahres Kleinod der Literatur!

— Smilla507
Smilla507
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  • In frohen und in müden Zeiten

    In frohen und in müden Zeiten
    Tigerbaer

    Tigerbaer

    06. May 2017 um 14:21

    Von der Autorin Ottilie Wildermuth habe ich vor dem Buch „In frohen und in müden Stunden“ ehrlich gesagt noch nie gehört. Auch dass es sich bei der Autorin um eine der beliebtesten deutschen Schriftstellerinnen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts handelt, habe ich erst in den einleitenden Texten des Buches erfahren.Der Buchinhalt bietet eine Auswahl von Erzählungen, Gedichten und Briefen aus dem umfangreichen Werk Ottilie Wildermuths. Dabei lernt man nicht nur die Autorin als eine gläubige Frau kennen, die mit beiden Beinen fest im Leben steht und einen Blick für die Nöte und Sorgen ihrer Mitmenschen hat sondern erfährt auch viel über den Alltag im Schwäbischen im 19. Jahrhundert.Der sprachliche Ausdruck wandelt sich im Lauf der Zeit und so spricht Ottilie Wildermuth in mancherlei Hinsicht eine andere Sprache als wir heutzutage. Die Herausgeber haben die abgedruckten Texte sprachlich vorsichtig modernisiert und bei Bedarf erklärende Anmerkungen eingefügt. Dennoch erscheint die Sprache auf den ersten Blick etwas altertümlich und man muss sich erst hineinfinden, aber ist dies erst ein Mal gelungen, kann man sich dem Charme der Texte nur schwerlich entziehen. Neben dem Inhalt hat mich das Buch mit seiner hochwertigen Aufmachung begeistert. Die rote Farbe des Einbandes zieht den Blick ebenso auf sich wie die Blütenornamente, die den Titel auf der Buchvorderseite umranken und in Szene setzen. Die schönen Blütenmotive finden sich auch immer wieder im Buch. Ein richtiges Schmuckstück, dass man gerne in die Hand nimmt!Von mir gibt es 5 Bewertungssterne!

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    • 6
  • Ein Beitrag zu einer Mission der Zufriedenheit

    In frohen und in müden Zeiten
    LEXI

    LEXI

    17. April 2017 um 13:28

    Ottilie Wildermuth war eine der einflussreichsten und meistgelesen christlichen Schriftstellerinnen Deutschlands im 19. Jahrhundert, deren Werke weltweit gelesen wurden. Ich habe es dem SCM-Verlag zu verdanken, dass ich durch die aktuelle Neuerscheinung „In frohen und in müden Zeiten“ diese beeindruckende Autorin kennenlernen durfte. Im vorliegenden Buch präsentieren die Herausgeber anlässlich des 200. Geburtstages Texte mit geistlichem Tiefgang, untermalt mit zeitgenössischen Details. Ottilie Wildermuth war von einem tiefen christlichen Glauben und einer Liebe zur Bibel geprägt, was in ihren Texten deutlich zum Ausdruck gebracht wird. Die Autorin betrachtete ihre Texte als Beitrag zu einer „Mission der Zufriedenheit“. Ottilie Wildermuth war es ein Anliegen, stets die hellen Punkte in einem dunklen Geschick zu entdecken – die stillen Gottesgaben, durch welche die scheinbare Härte und Ungleichheit des Geschicks ausgeglichen wird. Sie war der Meinung, dass ihre Worte ihr Ziel erreicht haben, wenn sie auch nur einem einzigen Herzen einen Faden bieten kann, an dem es sich leichter in einem anscheinend verwirrten Lebensweg zurechtfindet, nur einer Seele einen Wink geben kann, wie auch in das trübste Dasein ein Sonnenstrahl zu leiten. Eines ihrer Hauptanliegen war es aufzuzeigen, dass jeder seines Glückes Schmied ist, jeder Mensch entscheiden kann, ob er in seiner Situation zufrieden ist, oder sich dem Selbstmitleid hingibt.In einer erlesenen, wunderschönen Sprache, mit tiefgründigem Inhalt und ergreifender Authentizität ging Ottilie Wildermuth in dieser Sammlung von Texten auf Themenbereiche ein, die stets aktuell waren – und es auch heute noch sind. Die Autorin schrieb von den verschiedensten Sorgen, Ängsten, Unsicherheiten, aber auch Sehnsüchten der Menschen.Das Buch beinhaltet 14 Geschichten bzw. Gedichte. Zu Beginn einer jeden Geschichte findet sich das dekorative Blüten-Ranken-Motiv des Buchcovers wieder, Absätze werden optisch durch ein kleines Blütenornament gekennzeichnet. Die eindrucksvollen und lebendig wirkenden Schwarz-Weiß-Zeichnungen haben mich vollkommen in den Bann gezogen. Sie laden förmlich dazu ein, sich auch bildlich auf die Zeit der Handlung einzulassen. Den meist nur wenige Seiten zählenden Geschichten geht jeweils eine kursiv gedruckte Erläuterung voraus, einige Ausdrücke werden durch Fußnoten erläutert. Zu Beginn des Buches erhält der Leser einen ausführlichen Bericht über das Leben Ottilie Wildermuths sowie ein ganzseitiges Schwarz-Weiß-Portrait der Autorin.Die Geschichte der drei tief gläubigen, einfältigen Pfarrerstöchter stellt eine der umfangreichsten Erzählungen dieses Buches dar. Die Autorin versinnbildlicht darin, wie gut Gott für seine Kinder sorgt und wie unnötig es im Grunde doch ist, sich um die Zukunft Sorgen zu machen. So schreibt sie nach ihren Ausführungen abschließend „Ich habe die tiefe Bedeutung des Gebets ums tägliche Brot verstehen gelernt: für heute Licht, für heute Stärke, für heute Trost. Das Morgen liegt in Gottes Hand. Wie dein Tag, so wird deine Kraft sein. Eine bessere Verheißung brauchen wir nicht.“Ottilie Wildermuths Gedichte haben mich im Gegensatz zu ihren Geschichten nicht angesprochen – was vermutlich auf der Tatsache begründet ist, dass ich Gedichte in Reimform generell nicht mag. „Die Frau des Missionars“ hingegen war eine kurze, aber überaus berührende Erzählung über Mary Clinton, die auf einer wahren Begebenheit beruht – eine Lebensgeschichte, die Ottilie Wildermuth persönlich anvertraut wurde. Eine kleine Kostbarkeit stellen die Briefe Ottilies an ihre liebe Freundin Sophie von Wundt dar. Sie zeugen von herzlicher Zuneigung und liebevoll-fürsorglicher Verbundenheit, Freundschaft und tiefem Gottvertrauen. Das viele Seiten umfassende Kapitel über den „ersten Ehezwist“ lässt einiges über das Leben und die Stellung der Frau in der damaligen Zeit erahnen und zeugt zudem von großer Weisheit. Ottilie Wildermuth ließ darin einige Frauen zu Wort kommen, die von den ersten dunklen Wolken berichten, die einen jungen Ehehimmel verdunkelten und zum ersten Streit der Ehepartner führten.Martha Krockenberger äußerte sich anlässlich des 50. Todestag Wildermuths im Jahre 1927 folgendermaßen: „Möchten doch einige wieder schöpfen lernen aus dem klaren Quell der Wildermuth’schen Erzählkunst, viel praktische Lebensweisheiten fänden sie darin – und das Beste, was unterhaltender Lesestoff bieten kann: den Hinweis auf den Quell des ewigen Heils!“Ich kann Frau Krockenberger hier nur zustimmen und diese kleine Kostbarkeit uneingeschränkt weiter empfehlen!

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    • 2
  • Eine kleine Zeitreise und die Wiederentdeckung einer christlichen Autorin

    In frohen und in müden Zeiten
    Smilla507

    Smilla507

    02. February 2017 um 10:13

    Ottilie Wildermuth (1817-1877) war eine der meistgelesenen deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts, was mir nicht bekannt war. Nicht einmal die Autorin kannte ich. Das Buch enthält einige tiefsinnige Erzählungen, Gedichte, Lieder und Aphorismen von Ottilie Wildermuth, die das Leben der damaligen Zeit sehr anschaulich wiedergeben, da sie ja selbst in dieser gelebt hat. Ihr Ziel war es die Leser zum Nachdenken anzuregen, christliche Werte mitzugeben, was sie auf unaufdringliche Weise tat. Vielleicht einer der Gründe, weshalb sie so erfolgreich war? Besonders eindrücklich waren für mich die Erzählungen »Die drei Schwestern« und »Der erste Ehezwist«. Sie erstrecken sich über mehrere Seiten und hallen noch lange nach (wie auch die anderen Erzählungen, aber die beiden genannten sind meine Lieblingserzählungen). Die beiden Herausgeber haben viel Hintergrundwissen zu Entstehung der Geschichten und Leben der Autorin eingestreut, wodurch man die Erzählungen und Gedichte noch einmal mit anderen Augen sieht. Außerdem wurde der Text vorsichtig modernisiert und liest sich gut. Stellenweise gibt es Anmerkungen, wenn ein Wort damals eine andere Bedeutung hat als heute. Man sollte sich aber im Klaren sein, dass sich das Buch liest wie ein Klassiker. Das muss man mögen. Ich liebe es, wenn man auch sprachlich eine andere Zeit entdecken kann. Auch die Aufmachung des Buches ist ein absoluter Hingucker: Manche Blüten und der Schriftzug auf dem Cover schimmern golden, es gibt ein Lesebändchen, um die Kapitelanfänge ranken sich ebenfalls Blumen, außerdem gibt es ein paar schwarz-weiß-Abbildungen. Man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt und möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ein wahres Kleinod der Literatur!

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