Otto Albrecht van Bebber

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Cover des Buches Dreizehn bei Tisch (ISBN: 9783596170715)Walli_Gabss avatar

Rezension zu "Dreizehn bei Tisch" von Agatha Christie

Whodunit vom Feinsten
Walli_Gabsvor 3 Jahren

„Dreizehn bei Tisch“ ist passenderweise der dreizehnte Kriminalroman der Queen of Crime und 1933 erschienen; die deutsche Übersetzung wurde bereits 1934 veröffentlicht. Es ermittelt mal wieder Hercule Poirot, unterstützt (und bisweilen auch behindert) durch seine Freunde Captain Hastings und Chief Inspektor Japp.
Zusammen mit Hastings lernt Poirot zu Beginn des Romans eine Filmschauspielerin kennen, die ihn um Hilfe bittet, weil ihr getrennt von ihr lebender Ehemann, Lord Edgware, nicht in die Scheidung einwilligt. Paarberatung gehört eigentlich nicht zu Poirots Fachgebieten, aber bald darauf rückt der Lord dennoch in seinen Fokus: Er wird ermordet aufgefunden. Die Zahl der Verdächtigen scheint genauso groß wie jene der stichhaltigen Alibis. Doch Poirot lässt sich nicht in seinen Ermittlungen beirren – und auch der Mörder schlägt nicht nur das eine Mal zu …

Agatha Christie zeigt sich hier in Bestform: Ein rätselhafter Fall, interessante Charaktere, unvorhersehbare Entwicklungen und eine Auflösung, die jedes noch so kleine Detail berücksichtigt – und auf die ich mal wieder nie im Leben gekommen wäre. Wie immer irritiert leicht, dass Freunde und Angehörige der Opfer deren Ableben sehr gefasst aufnehmen – mit Schock oder Trauer hält sich Christie in keinem ihrer Werke länger auf. Ob die Beschreibung solcher Emotionen in der englischen Kriminalliteratur damals generell unüblich war oder ob Christie ihnen einfach keine Beachtung schenken wollte? Die Stimmigkeit ihrer Geschichten stört es auf jeden Fall nicht. „Dreizehn bei Tisch“ ist ein äußerst raffinierter Whodunit und steht den bekannteren Werken der Autorin in nichts nach.

Kommentare: 1
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Cover des Buches Dreizehn bei Tisch (ISBN: 9783596170715)Daniel89s avatar

Rezension zu "Dreizehn bei Tisch" von Agatha Christie

Ich war etwas enttäuscht
Daniel89vor 4 Jahren

Worum geht es in "Dreizehn bei Tisch";

Lady Edgware möchte sich von ihrem Mann scheiden lassen aber er willigt nicht ein. Also wendet sich die Dame an Hercule Poirot mit der Bitte, dass er den Lord überzeugen solle.
Dieser schafft es auch aber kurz darauf wird Lord Edgware ermordet.

Meine Meinung;

Ich habe noch vor dem Mord gewusst, wie der Mord geschehen ist.
Dementsprechend war das Buch nicht so spannend für mich.
Trotzdem ist Agatha Christie Schreibstil sehr flüssig obwohl ihre späteren Werke mehr nach meinen Geschmack sind.

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Cover des Buches Dreizehn bei Tisch (ISBN: 9783596170715)Stefan83s avatar

Rezension zu "Dreizehn bei Tisch" von Agatha Christie

Lord Edgware stirbt
Stefan83vor 11 Jahren

Für Hercule Poirot, den belgischen Meisterdetektiv mit dem gewissen Mangel an Bescheidenheit, ist dieser Fall wohl eher eine persönliche Niederlage, denn viel zu lange tappt er diesmal im Dunkeln, bis ihn schließlich nur der Kommentar eines wildfremden Passanten auf die Lösung bringt und die wahren Zusammenhänge erkennen lässt. Sein getreuer Freund Hastings, Erzähler der Poirot-Geschichten, hat ihn dennoch niedergeschrieben, wodurch wir Krimi-Fans einmal mehr in den Genuss eines kurzweiligen Detektivromans mit dem kleinen Belgier kommen.

Agatha Christie legte 1933 mit "Dreizehn bei Tisch" ihren achten Fall mit Hercule Poirot vor und dieser kann angesichts ihrer 73 Kriminalromane noch als Frühwerk bezeichnet werden, wenngleich sich die Autorin zu diesem Zeitpunkt längst einen Namen im Genre gemacht hatte. Und auch hier zeigt sie einmal mehr, warum man sie mit dem Titel "Queen of Crime" adelte. Diesmal hat Poirot es mit einem wahrlich ungewöhnlichen Fall zu tun:

Der belgische Detektiv wird von der Schauspielerin Jane Wilkinson gebeten, ihren Mann, Lord Edgware, davon zu überzeugen, in eine Scheidung einzuwilligen, da sie beabsichtigt erneut zu heiraten. Andernfalls sieht sie sich genötigt andere Wege zu finden, um eine Trennung herbeizuführen. Poirot ist von ihrer Offenheit gleichfalls schockiert und überrascht, und willigt ein, in der Hoffnung damit ein mögliches Verbrechen zu verhindern, zu dessen Ausführung die selbstsüchtige und moralfreie Jane Wilkinson absolut fähig zu sein scheint. Gemeinsam mit Hastings sucht er den Lord auf, der ihnen ebenso überraschend eröffnet, bereits vor sechs Monaten seiner Frau in einem Brief, der wohl auf dem Weg verloren gegangen ist, sein Einverständnis mit der Scheidung erklärt zu haben. Das Problem scheint gelöst und Poirot teil der Lady Edgeware die freudige Nachricht mit. Am kommenden Morgen findet man den Lord tot auf. Er wurde in seiner Bibliothek erstochen. Für die Tat hat Lady Wilkinson, die zwei Bedienste des Lords beim Betreten des Hauses gesehen haben wollen, ein perfektes Alibi. Mit zwölf anderen Personen hat sie den Abend an dem der Mord geschah verbracht: Es saßen "Dreizehn bei Tisch". Wer also war es?

Wieder mal eine typische Whodunit-Ausgangskonstellation, aus der Agatha Christie dieses Mal allerdings nicht so viel macht, wie möglich gewesen wäre. Zwar schafft sie es erneut mittels geschickt gestreuter Indizien und Aussagen den Leser auf falsche Fährten zu führen. Einen offensichtlichen Verdächtigen behält man aber stets im Auge. Mit einer sonst so genialen und völlig verblüffenden Lösung kann "Dreizehn bei Tisch" diesmal leider nicht aufwarten, was den Lesespaß aber in keinster Weise hemmt. Stattdessen erfreut man sich an Christies raffinierten Irrungen, den köstlichen Figuren und einem bestens aufgelegten Hercule Poirot, der im Verlauf der Ermittlungen eine erstaunliche Zahl von möglichen Tathergängen entwickelt. Auch wenn das Kalkül der Autorin, den Leser aufs Glatteis führen zu wollen, am Ende nicht voll aufgeht:

Insgesamt ist "Dreizehn bei Tisch" ein routinierter, solide geschriebener Whodunit aus der Feder der "Queen of Crime", der bestens unterhält und an dem Fans des klassischen Kriminalromans sicherlich ihre Freude finden werden.

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