Otto Basil Wenn das der Führer wüßte

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Inhaltsangabe zu „Wenn das der Führer wüßte“ von Otto Basil

Hitler hat gesiegt, die Atombombe fiel nicht auf Hiroshima, sondern auf London. Das Germanische Weltreich ist errichtet. Lediglich der großasiatische Raum wird von den Japanern beherrscht. Berlin ist die Hauptstadt der Macht, die Hauptstadt Deutschlands und damit der halben Welt.
Der Papst und der Dalai-Lama werden in einer Kölner neurochirurgischen Klinik gefangen gehalten, von Irland bis zum Ural erheben sich die SS-Ordensburgen, die Zuchtmutterklöster, die Walhallen der Ariosophen, die Napolas und Untermenschenlager.
Das ist die Kulisse, als Adolf Hitler stirbt und unter ungeheurem Pomp im Kyffhäuser bestattet wird. Sein Nachfolger heißt Ivo Köpfler (Heil Köpfler!).
Der Tanz in den Untergang des Dritten Weltkrieges ist nicht mehr aufzuhalten und mittendrin der Parteigenosse Albin Totila Höllriegl, ein Österreicher, den ein gewaltiger Auftrag nach Berlin führt.

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  • Rezension zu "Wenn das der Führer wüßte" von Otto Basil

    Wenn das der Führer wüßte

    awogfli

    02. April 2012 um 15:57

    Nach den euphorischen Rezensionen im Kurier war ich überzeugt, ein uraltes Schmankerl gefunden zu haben und wurde leider sehr enttäuscht. Die Rahmenhandlung der Geschichte: Die Nazis haben den Krieg gewonnen und teilen sich mit ihren ehemaligen Verbündeten, den Japanern die Weltherrschaft. Nach dem Tod Adolf Hiltlers verursachen Nachfolgekämpfe und ein Angriff der ehemaligen Verbündeten, den 3. Weltkrieg inkl. Atomwaffeneinsatz und totalen Zerfall des Reiches und der "Sitten". Ein kleiner geiler, sabbernder Bock namens Höllriegel stolpert durch dieses wagnerianische Universum der Götterdämmerung bzw. Endzeit und hat meist nichts anderes, als erotische Abenteuer im Kopf. Wo in diesem Buch die von der Kritik besprochene Satire bleiben soll, ist mir schleierhaft, es erinnert mich mehr an die letzten Szenen von Apocalypse Now. Insofern ist die Geschichte extrem furchtbar und grotesk aber nicht ganz unspannend. Leider füllt Basil die Seiten zusätzlich noch mit seitenlangen elenden Aufzählungen anstatt wie Dick in seinem "The Man in the High Castle" ein paar satirische und gesellschaftskritische Ideen einfliessen zu lassen. Wenn man das Werk als gruselige Fiktion betrachtet, war es für mich nicht vergebens, es zu lesen, aber es war eben ein bisschen mühsam.

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