Otto Hahn Mein Leben

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Inhaltsangabe zu „Mein Leben“ von Otto Hahn

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  • Der Weg ins Atomzeitalter

    Mein Leben

    ioreth

    19. April 2015 um 11:54

    Otto Hahn erzählt hier recht kurz vor seinem Tode die Geschichte seines Lebens, eingeschoben sind 5 Interviews zu den entsprechenden Lebensabschnitten die noch einmal auf einige Stellen genauer eingehen. Durch diesen Wechsel zwischen selbst erzählter Lebensgeschichte und Fragen wird nicht nur der Ablauf nachvollziehbarer sondern auch Professor Hahns Einstellung zu den Geschehnissen deutlicher. Damit nimmt er sich gerade zu Beginn weitestgehend zurück. Natürlich ist das auch verständlich denn die Erinnerung an die Einstellung in Jugendjahren ist bei einem fast 90jährigen zum Einen natürlich etwas blasser, zum Anderen wird er sie nicht mehr in allen Punkten geteilt haben und daher nicht so eindrücklich vertreten haben. Aus heutiger Sicht ist es schwer einen großen Mann in jemandem zu sehen der im ersten Weltkrieg an den Gasangriffen an hoher Stelle mitgewirkt hat und das nach eigener Aussage trotz anfänglicher Zweifel mit Überzeugung. Hier kommt im Text auch keinerlei Reue durch. Andererseits war seine Einstellung und Tätigkeit im zweiten Weltkrieg durchaus rühmlicher. An keiner Stelle wirkt der Text abgehoben, die Sprache ist so einfach gewählt, dass sich der Leser teil an ein Kinderbuch erinnert fühlt. Aber die chemischen Erläuterungen sind nicht für Kinder herabgebrochen, Professor Hahn scheint nicht zu glauben das einer seiner Leser nicht mit radioaktiven Zerfallsreihen und den entsprechenden Elementen vertraut ist und berichtet einfach erfreut von den damals gemachten Entdeckungen die man entweder versteht oder nicht. Auch vom Nobelpreis wird mit Freude aber ohne Hochmut berichtet was beim Lesen wirklich Spaß macht, Professor Hahn berichtet bescheiden welch ein Glück er gehabt habe und das wenn es ihm nicht gelungen wäre jemand Anderes mit Sicherheit die Kernspaltung wenig später entdeckt hätte. Hier schwingt understatement mit, das jedoch unbeabsichtigt erscheint, natürlich war der Mann ein großer Radiochemiker und hat den Preis nicht fürs Glück haben bekommen. Aus heutiger Sicht erscheint vor allem das Nachwort mit seiner völlig unkritischen Feier der Kernenergie etwas seltsam, denn das Atomzeitalter wird heute doch eher als Bedrohung und als etwas von dem wir wegwollen empfunden. Trotzdem lesenswert.

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