Otto Kallscheuer Sardinien

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Inhaltsangabe zu „Sardinien“ von Otto Kallscheuer

Diese Einladung auf die Insel Sardinien beginnt mit dem Abreisen, auf dem "traghetto", der Fähre in Olbia, die seit Generationen viele Sarden auf das italienische Festland bringt, in ein anderes Leben, von dem aus sie die Insel – ihre kargen und ihre bezaubernden Seiten – mit neuen Augen sehen. Von Olbia aus führen uns die Autoren in den Norden und Nordosten der Insel, nach Sassari und in die Küstenstadt Alghero, mit dem rauhen Umland der väterlichen Gewalt über Menschen und Schafe, dann weiter ins Zentrum Sardiniens, ins "Barbarenland" der Barbagia mit der Stadt Nuoro, wo die archaische Welt von Geburt und Tod, von Ehen und Geschlechterfolge noch ungebrochen scheint. Und schließlich fahren wir in den Süden Sardiniens mit der mediterranen, weltoffenen Haupt- und Hafenstadt Cagliari. Neben sardischen Klassikern des 20. Jahrhunderts, wie Gavino Ledda und Grazia Deledda – die 1926 als zweite Frau den Literaturnobelpreis erhielt –, Maria Giacobbe, Virgilio Lilli und Emilio Lussu, finden sich zahlreiche zeitgenössische Autoren: Salvatore Niffoi, Giorgio Todde, Sergio Atzeni, Marcello Fois und Milena Agus. Und schließlich kommt die junge sardische Schriftstellergeneration zu Wort, die mit Michela Murgia und Flavio Soriga große Erfolge feiert.
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  • Rezension zu "Sardinien - Eine literarische Einladung: Ein literarische Einladung" von Michela De Giorgio

    Sardinien

    Duffy

    25. July 2012 um 16:29

    Sardinien hängt immer noch ein exotisches Flair an, wahrscheinlich oder, Gott sei Dank, weil es vom Tourismus noch nicht so vereinnahmt wurde. Zu karg, zu ungastlich, sagen die einen, zu schwer zu entdecken, zu unnahbar die Bewohner, sagen die anderen, egal, alle liegen sie falsch, doch diese Klischees werden auch auf die sardische Literatur angewendet und deshalb ist man gerade eingen wenigen die Nobelpreisträgerin Deledda ein Begriff. Richtig ist, dass das Charakteristische, das diese Insel ausmacht und beschreibt, ein Merkmal der heimischen Literatur ist, geprägt von Tradition, von Stolz, von Erde und den Bezug dazu. Eine Einfachheit, die in ihrer gefühlten Schlichtheit alle Schönheiten des Lebens erfasst, so in etwa könnte man die Natur des Sarden beschreiben und genauso schreibt man auch auf der Insel, den Blick unverstellt auf das Wichtige, das Gegenwärtige und auf die Zufriedenheit mit dem Erfahrenen. Eine Sicht des Lebens, die sehr viel ruhiger und unaufgeregter daherkommt, als alles, was den Kontakt zum eigentlichen Wert des Lebens verstellt und verfälscht. Die Salto-Reihe des Wagenbach-Verlages hat uns viele schöne literarische Einladungen geschenkt und auch hier findet man wieder, sorgfältig zusamengestellt, einen Querschnitt durch die sardische Literatur. Es gibt vieles zu entdecken, wer der sardischen Seele ein wenig näherkommen will, möge es vielleicht als erstes mit Salvatore Satta probieren, aber auch alle anderen sind Autoren, die es sich lohnt, kennenzulernen. Und mit hnen eine zauberhafte Insel.

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