Otto Mehnert

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Autor von GRAU.

Lebenslauf von Otto Mehnert

Mehnert wurde 1897 in Schöningen als Sohn eines Eisenbahnbeamten geboren. Im Alter von 18 Jahren zum Militärdienst eingezogen, geriet er 1916 bei Verdun in französische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst 1920 nach einem erfolglosen Fluchtversuch entlassen wurde. In der Nachkriegszeit heiratete Mehnert und arbeitete als Buchhalter/ Prokurist.
Nach der Machtübernahme der NSDAP 1933 wurde Mehnert verfolgt, da er zu seiner Ehefrau hielt, die jüdischer Abstammung war. Das kinderlose Paar zog mehrfach um - Mehnert blieb über längere Zeit ohne Beschäftigung. Seine Erlebnisse während der Kriegsgefangenschaft verarbeitete er 1939 in einem autobiographischen Roman, der bisher unveröffentlicht blieb.
Nach dem Krieg lebte Mehnert in Regensburg. Er verstarb 1969 in Tutzing am Starnberger See.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Otto Mehnert

Cover des Buches GRAU (ISBN:9783956455506)

GRAU

 (2)
Erschienen am 12.12.2016

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Rezension zu "GRAU" von Otto Mehnert

Zeitgeschichte hautnah
mari-87vor 4 Jahren

„Grau- Kriegsgefangenschaft in Frankreich 1916-1920“ ist ein autobiografischer Roman von Otto Mehnert, 2015 herausgegeben von Sven Janke.

Inhalt
Otto Mehnert diente im 1. Weltkrieg als Soldat an der französischen Front. Kurz darauf geriet er 1916 in die französische Kriegsgefangenschaft. Seine Erlebnisse notiert er in ein Tagebuch, auch die schlimme Situation nach Kriegsende, wo hunderttausend deutsche Kriegsgefangene noch Jahre in Gefangenschaft bleiben, zu sogenannten „Wiedergutmachungsarbeiten“. Mehnert erzählt von dem Leben an der Front, die verschiedenen Lager in der Gefangenschaft und dem Kampf um die Freiheit.

Meine Meinung
Otto Mehnert beschreibt detailliert seine schlimmen Erlebnisse und die Grausamkeiten. Wer nicht in der Schlacht gefallen war, dem erwarteten unmenschliche Bedingungen im Lager: Hunger, Kälte, Krankheiten, Schläge, harte Arbeit.
Er beschreibt den erlebten Alptraum interessant und mitreißend. Teilweise ist es schwer zu glauben, dass Menschen diese Grausamkeiten erleben mussten, die Qualen nur für einen unsinnigen Krieg. Man kann auch gut die Frustration und Enttäuschung nachvollziehen, als die Gefangenen noch lange nach Kriegsende nicht in die Heimat zurückkehren durften.

Der Herausgeber Sven Janke hat das Manuskript von Mehnert sinnvoll und passend durch Bilder und Ausführungen ergänzt und dadurch ein sehr interessantes Buch komplettiert. Gut finde ich auch seine Recherchen zum Leben von Otto Mehnert, sowie das letzte Kapitel „Spurensuche“ an den Orten des Geschehens in Frankreich.

Es ist meiner Meinung nach ein wichtiges Buch, da gerade durch Zeitzeugen gezeigt wird, das diese Ereignisse nie vergessen werden dürfen und sich vor allem nicht mehr wiederholen dürfen. 

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