Otto Mehnert GRAU

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Inhaltsangabe zu „GRAU“ von Otto Mehnert

1224 Tage Kriegsgefangenschaft: 24. Oktober 1916, Fort Douaumont vor Verdun: der 18jährige MG-Schütze Otto Mehnert gerät in Kriegsgefangenschaft. Als die Gefangenen auch nach Kriegsende nicht entlassen, sondern zu Wiedergutmachungsarbeiten auf den ehemaligen Schlachtfeldern eingesetzt werden, entschließt er sich zur Flucht, sein 'Kampf um Freiheit' beginnt. Schockiert über die unmenschliche Behandlung der deutschen Soldaten notierte der gläubige Christ seine Erlebnisse, um 'alle diese Grausamkeiten und ihre körperlichen und seelischen Auswirkungen vielleicht später einmal zu schildern'. Mehnert schreibt 'nicht, um erneut Hass zu säen, sondern um ein Beispiel zu geben, wie man es in Zukunft nicht mehr machen soll!' In dem vorliegenden Buch werden die erst 2013 entdeckten Aufzeichnungen, die Mehnert bereits 1939 als autobiographischen Roman angelegt hat, veröffentlicht. Sie geben erschütternde Einblicke in das Schicksal hunderttausender Kriegsgefangener jenseits der Front – einer Welt aus Not, Erniedrigung und menschlicher Abgründe, aber auch aus Kameradschaft und immer wieder aufblitzender Menschlichkeit des 'Feindes'. Der Roman wurde von Sven Janke mit 56 Abbildungen, Karten und Erläuterungen kenntnisreich ergänzt. Janke, Jahrgang 1970 und Diplom-Wirtschaftsingenieur, veröffentlicht seit 2000 in unterschiedlichen Internetprojekten zu den persönlichen Eindrücken von Soldaten im 1. und 2. Weltkrieg.

Dieses Buch entdeckte ich 2013 als Typoskript. Nach zweijähriger Arbeit habe ich es 2015 herausgegeben.

— SvenJanke
SvenJanke

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    GRAU
    mari-87

    mari-87

    12. February 2016 um 13:14

    „Grau- Kriegsgefangenschaft in Frankreich 1916-1920“ ist ein autobiografischer Roman von Otto Mehnert, 2015 herausgegeben von Sven Janke. Inhalt Otto Mehnert diente im 1. Weltkrieg als Soldat an der französischen Front. Kurz darauf geriet er 1916 in die französische Kriegsgefangenschaft. Seine Erlebnisse notiert er in ein Tagebuch, auch die schlimme Situation nach Kriegsende, wo hunderttausend deutsche Kriegsgefangene noch Jahre in Gefangenschaft bleiben, zu sogenannten „Wiedergutmachungsarbeiten“. Mehnert erzählt von dem Leben an der Front, die verschiedenen Lager in der Gefangenschaft und dem Kampf um die Freiheit. Meine Meinung Otto Mehnert beschreibt detailliert seine schlimmen Erlebnisse und die Grausamkeiten. Wer nicht in der Schlacht gefallen war, dem erwarteten unmenschliche Bedingungen im Lager: Hunger, Kälte, Krankheiten, Schläge, harte Arbeit. Er beschreibt den erlebten Alptraum interessant und mitreißend. Teilweise ist es schwer zu glauben, dass Menschen diese Grausamkeiten erleben mussten, die Qualen nur für einen unsinnigen Krieg. Man kann auch gut die Frustration und Enttäuschung nachvollziehen, als die Gefangenen noch lange nach Kriegsende nicht in die Heimat zurückkehren durften. Der Herausgeber Sven Janke hat das Manuskript von Mehnert sinnvoll und passend durch Bilder und Ausführungen ergänzt und dadurch ein sehr interessantes Buch komplettiert. Gut finde ich auch seine Recherchen zum Leben von Otto Mehnert, sowie das letzte Kapitel „Spurensuche“ an den Orten des Geschehens in Frankreich. Es ist meiner Meinung nach ein wichtiges Buch, da gerade durch Zeitzeugen gezeigt wird, das diese Ereignisse nie vergessen werden dürfen und sich vor allem nicht mehr wiederholen dürfen. 

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