Otto Schrag

Alle Bücher von Otto Schrag

Cover des Buches Ich, der Roboter (ISBN: 9783453528420)

Ich, der Roboter

 (51)
Erschienen am 09.11.2015
Cover des Buches Verdammt in alle Ewigkeit (ISBN: 9783596906352)

Verdammt in alle Ewigkeit

 (13)
Erschienen am 24.11.2016
Cover des Buches Der unglaubliche Planet (ISBN: 9783453322042)

Der unglaubliche Planet

 (0)
Erschienen am 09.05.2022
Cover des Buches Der unglaubliche Planet (ISBN: B0000BH20A)

Der unglaubliche Planet

 (1)
Erschienen am 01.01.1952

Neue Rezensionen zu Otto Schrag

Cover des Buches Ich, der Roboter (ISBN: 9783453528420)
Horatio-Buecherliebes avatar

Rezension zu "Ich, der Roboter" von Isaac Asimov

Eindrucksvolle Erzählungen zum Thema Roboter-Ethik.
Horatio-Buecherliebevor einem Jahr

In der vorliegenden Erzählungssammlung aus den 1940er Jahren befasst sich Isaak Asimov frühzeitig mit moralischen und ethischen Fragestellungen, die mit dem Zusammenleben von Menschen und "intelligenten" Robotern verbunden sind. Grundlage bilden die von ihm entwickelten (zunächst) drei Robotergesetze, die auch über sein Werk hinaus im Bereich der Roboter-Ethik erhebliche Beachtung gefunden haben. Wegen ihrer großen Bedeutung für sein gesamtes Werk nachfolgend kurz aufgeführt:

1. Ein Roboter darf keinem Menschen schaden oder durch Untätigkeit einen Schaden an Menschen zulassen.

2. Ein Roboter muss jeden von einem Menschen gegebenen Befehl ausführen, aber nur, wenn dabei das erste Gesetz nicht gebrochen wird.

3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz bewahren, es sei denn, dies spricht gegen das erste oder das zweite Gesetzt.

Mögen diese Gesetze auf den ersten Blick auch einleuchtend erscheinen, sind sie in der alltäglichen Anwendung jedoch sehr problematisch und interpretierbar. Genau mit diesen Unschärfen befasst sich Asimov in den vorliegenden Erzählungen.

Die aus den drei Gesetzen der Robotik resultierenden moralischen Fragestellungen und Dilemmata und überhaupt das Thema Roboter-Ethik sind gerade heute in den Zeiten von künstlicher Intelligenz, erster humanoider Roboter, Drohnen und autonomen Fahrens wieder von höchster Aktualität!

Der Band bildet zudem auch als theoretische Grundlage einen hervorragenden Einstieg in Asimovs monumentalen und spannenden "Foundation-Zyklus" und sei schon aus diesem Grund jedem und jeder Interessierten ans Herz gelegt.

Die recht bekannte Verfilmung "I, Robot" (2004) von Alex Proyas mit Will Smith beruht allerdings nur sehr locker auf Motiven der Erzählungssammlung und steht als "SF-Actionfilm" mehr eigenständig daneben.

Auf Seiten der literarischen Qualität sind bei derart auf das Sachthema "Roboter-Ethik" bezogenen Erzählungen allerdings einige Abstriche zu machen, was sich etwas auf meine Sterne-Bewertung auswirken musste.

Das ändert allerdings nichts an meiner großen und uneingeschränkten Leseempfehlung für alle Interessierten, die sich mit anspruchsvoller Science Fiction Literatur auseinandersetzen möchten.


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Cover des Buches Ich, der Roboter (ISBN: 9783453528420)
benfis avatar

Rezension zu "Ich, der Roboter" von Isaac Asimov

Die ersten Geschichten von SCI-FI Visionär Isaac Asimov...
benfivor 3 Jahren

KURZBESCHREIBUNG:
Mit der Erfindung von Robotern hat die Menschheit im auslaufenden 20. Jahrhundert riesige Schritte in der Entwicklung von Antrieben und die somit der Erkundung des Weltalls gemacht. Die Roboter-Psychologin Dr. Susan Calvin hat diesen Aufstieg des führenden Unternehmens U.S. Robot Company innerhalb dessen Reihen mitgemacht und weiß dementsprechend zu berichten, wie die Roboter in den Alltag der Menschen eingefügt wurden und auch, welche Zweifel sowie Diskussionen es über die obersten Roboter-Gesetze gab. Ein Menschenleben zu bewahren, ist die oberste Priorität - doch lässt sich dies immer zu den jeweiligen Situationen vereinbaren? Calvin fallen da viele Geschichten ein, bei denen die Grenze womöglich überschritten wurde ... was gleichbedeutend mit dem Tod von Menschen zu setzen wäre!

KOMMENTAR:
Das Werk 'Ich, der Roboter' ist eigentlich kein Roman. In diesem Buch wurden die ersten Kurzgeschichten des amerikanischen Autors Isaac Asimov geschickt umschrieben zusammen gepackt. So erscheint es, dass die Protagonistin Dr. Susan Calvin die Geschichten einem Reporter erzählt. Beginnend bei der einfachen Story von 'Robbie' und der Beziehung eines kleinen Mädchen zu ihrem mechanischem Freund, wird sich in den Novellen zum einen mit den drei Geboten der Robotik sowie den ethischen Fragen hierzu auseinander gesetzt. Vor allem die Techniker Gregory Powell und Michael Donovan werden oft damit bei ihren Außeneinsätzen auf den verschiedensten Planeten des Sonnensystems damit konfrontiert. Die Geschichten von Asimov sind dabei weniger action-geladen und leben von starken Dialogen wie auch Gedankengängen, welche beim Lesen wirklich zum Nachdenken anregen. Besonders stark sind hierbei die Stories 'Ein Lügner' in der der Roboter Herbie die Gedanken der Menschen vorausschauend erkennen zu scheint und somit die komplette Führung der U.S. Robot Company verwirrt, sowie 'Kleiner verlorener Robot', in der ein Roboter untertaucht und auf beinahe kriminalistische Art und Weise unter vielen anderen Roboter-Exemplaren wieder herausgefischt werden muss. Das Buch wurde so zum Grundstein für das gesamte Asimov-Universum, wobei man schon hier erkennt, wie durchdacht die gesamte Problematik des Verhältnis von Roboter zu Mensch war. Obwohl die Geschichten aus den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts sind, brachten sie wegweisende Artefakte hervor. Das positronische Gehirn, welches die komplexen Gedankengänge und Analysen der Roboter verarbeitet, ist nur eine von vielen. Asimov, der in seiner Abstammung zu russischen Auswanderern gehörte, war ein wahrhaftiger Vorreiter in dieser Sparte und belebte das Genre Science Fiction damit regelrecht. Die Geschichten sind trotz vieler technischer Erklärungen immer noch sehr spannend lesbar und halten den Schmöker-Freund bei der Stange. Besonders, weil sich die Gebote der Robotik auch beim Leser unbewusst in die Hirnwindungen fressen. Sehr nachhaltig angebracht von dem Autor. Wer sich mit dem großen Zukunfts-Epos von Isaac Asimov auseinandersetzen möchte, dem sei wirklich empfohlen mit diesem Buch zu starten. Es vermittelt gerade in der heutigen Zeit ein sehr unheimliches Gefühl, denn Asimovs Zukunft ist heute schon da: Dr. Susan Calvin stieß im Jahre 2007 zur U.S. Robot Company - vor zwölf Jahren also!
7,9 Sterne

Kommentare: 1
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Cover des Buches Ich, der Roboter (ISBN: 9783453528420)
Dekandas avatar

Rezension zu "Ich, der Roboter" von Isaac Asimov

Innovativ, in einer früheren Zet
Dekandavor 4 Jahren

Ich, der Roboter, ist eine Kurzgeschichtensammlung in einem neuem Gewand. Diese Erzählungen haben ein ganzes Genre geprägt - hier tauchen zum ersten Mal die legendären Robotergesetze auf.

Obwohl die Schreibweise und die Charakterentwicklung nicht mehr zeitgemäß sind, sind die Geschichten unglaublich in ihrer Innovation. Beim Lesen immer daran denken, das hier vieles das erste Mal erwähnt wurde und das in einer logischen Durchdachtheit, die ihres gleichen sucht. Dieses Buch ist ein Muss für jeden Sci-Fi Fan :-)

Inhalt:
Die Geschichten setzen sich mit Robotern auseinander und dem was alles schief gehen kann, wenn Menschen eine künstliche, selbstständige Einheit programmieren und einsetzen. Zumal diese noch nicht ausreichend getestet wurden.
Immer wieder findet die Logik der Menschen ihre Grenzen aufgezeigt, wird als subjektive Menschlichkeit entlarvt.
Die Ideen sind faszinierend und manchmal auch zum Mitraten, wenn man sich fragt, was diese Maschine nun für ein Problem hat.

Schreibstil:
Der Autor schreibt sehr nüchtern, Effekthascherei wird vermieden, allerdings auch das direkte hineinziehen in den Text. Vieles wird erklärt, statt gezeigt. Manchmal wirkt es wie ein Bericht.

Charaktere:
EInige Charaktere wiederholen sich in den Kurzgeschichten. Trotzdem besitzen diese kaum Tiefe, sie sind eher rudimentär vorhanden, einzig das was für die Geschichte wichtig ist, spielt eine Rolle. Es ist kaum Identfikationspotential vorhanden.

Fazit:
Dieses Buch besticht durch seine unglaublichen und innovativen Ideen, weniger durch die Umsetzung oder den Spracheinsatz.
Sci-Fi Fans sollten es gelesen haben

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