Ovid Metamorphoses

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Inhaltsangabe zu „Metamorphoses“ von Ovid

Ovids umfangreiches Epos der Verwandlungssagen zählt zu den berühmtesten und beliebtesten Werken der lateinischen Literatur. Diese Auswahl präsentiert die bekanntesten und schönsten Episoden: Apoll und Daphne, Europa, Pyramus und Thisbe, Dädalus und Ikarus, Orpheus und Eurydike, Pygmalion, Midas und viele andere.

Das Motto für die METAMORPHOSEN könnte ein Satz von Camus abgeben: „Mythen sind dazu da, von der Phantasie belebt zu werden“.

— Maurus

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  • OVID, dieser einschmeichelndste aller Dichter ... (Pierre Klossowski)

    Metamorphoses

    Maurus

    29. September 2014 um 11:54

    OVID, dieser einschmeichelndste aller Dichter ... (Pierre Klossowski) DAS PROÖMIUM – VIELE GESCHICHTEN MACHEN DIE WELT DURCHSCHAUBAR: meine Rezension zu Ovids METAMORPHOSES 1. „Was der Mensch sei, sagt ihm nur seine Geschichte.“ (W. Dilthey, „Traum“ | in: „Gesammelte Schriften“, Leipzig/Berlin 1913, Bd. 8) 2. „Die Universalgeschichte ist menschlich nur durch ihre historische Aufhebung: als Multiversalgeschichte.“ (Odo Marquard, „Apologie des Zufälligen“) 3. „Raban befindet sich deutlich in einer Zwickmühle. In dem Konflikt zwischen seinen inneren Wünschen und den äußeren, auferlegten Pflichten wünscht er sich als Lösung eine traumähnliche Verwandlung herbei.“ (Franz Kafka, „Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande“) _______ I. Für O. Marquard („Apologie des Zufälligen“ | UB 8351) ist unsere Epoche dank ihrer spektakulären Fortschritte das Zeitalter der Informationsgesellschaft. Natürlich vor den imponierenden, technisch und industriell nutzbaren Fortschritte der Naturwissenschaften sind, heutzutage, die Geisteswissenschaften in eine Legitimationskrise geraten. Die Forschungen der Geisteswissenschaftler haben im Vergleich zu den Naturwissenschaften „etwas ameisenhaft Betriebsames und zugleich Sinnloses an sich.“ (M. Fuhrmann) Die Existenz der Geisteswissenschaften (besonders der Literatur, zu der die „Metamorphosen“ gehören) ist das Erzeugnis einer „bestimmten Phase des europäischen Geistes und wie dieser selbst eine historische Erscheinung.“ (Fuhrmann) Aber heute – sagt der Konstanzer Latinist Manfred Fuhrmann – sind diese Geisteswissenschaften – erst recht – „lebendig“, weil sie „unvermeidlich“ bleiben. Fuhrmann schreibt: „Die Geisteswissenschaften, behauptete Marquard, seien dazu da, den durch die Naturwissenschaften verursachten Modernisierungsprozess – einen Prozess, in dessen Verlauf unsere Welt immer undurchschaubarer werde – zu kompensieren und hierdurch erträglich zu machen, und sie bewirkten dies, indem sie Geschichten erzählten, Geschichten zum Zwecke der Sensibilisierung, der Bewahrung, der Orientierung. Je moderner die Welt werde, lautete Marquards Fazit, desto unvermeidlicher würden die Geisteswissenschaften. Die Geisteswissenschaften als Kompensationswissenschaften, als auf die Vergangenheit rekurrierendes, identitätsstiftendes Gegengewicht gegen die Dynamik der den Menschen sich selbst entfremdenden Naturwissenschaft und Technik...“. Für uns heute sind die phantastischen Geschichten Ovids eine Kunst der „Wiedervertrautmachung“. „Denn die Menschen: das sind ihre Geschichten. Geschichte aber muss man erzählen. Das tun die Geisteswissenschaften: sie kompensieren Modernisierungsschaden, indem sie erzählen … Sonst sterben die Menschen an narrativer Atrophie.“ (Marquard) Diese Schrift des Philosophen Odo Marquard ist eine notwendige Voraussetzung, um der ,Wirklichkeitswandel‘ unserer Zeit zu verstehen. Wirklichkeitswandel, der, auch wenn er nicht eindeutig mit der literarischen Tradition der „Verwandlung“ in Zusammenhang gebracht werden kann, vor dem Hintergrund dieser Tradition klarere Konturen gewinnt. ∎ Zeitalter der Weltfremdheit? „Unsere Zeit hat viele Namen. Sie gilt als »Industriezeitalter« oder »Spätkapitalismus« oder »Atomzeitalter«; sie gilt als »Arbeitsgesellschaft« oder »Freizeitgesellschaft« oder »Informationsgesellschaft«; sie gilt als Zeitalter der »funktionalen Differenzierung« oder »Epoche der Epochisierungen« oder »postkonventionelles Zeitalter« oder bereits als »nacheuropäisches Zeitalter« oder einfach als »Moderne« oder auch schon als »Postmoderne« und so fort. Diese Vielnamigkeit ist indirekte Anonymität: unsere Zeit und Welt befindet – scheint es – auch deswegen in einer Orientierungskrise, weil sie zunehmend nicht mehr weiß, mit welcher dieser Kennzeichnungen sie sich identifizieren muss.“ „Neu ist nämlich eine zeitalterspezifisch moderne Beeinträchtigung des Erwachsenwerdens. Ich nenne sie tachogene Weltfremdheit; denn sie resultiert aus der beschleunigten Schnelligkeit (auf griechisch: to táchos) des modernen Wirklichkeitswandels.“ II. In dem Proömium stellt Ovid sein Werk kurz vor: „In nova fert animus mutatas dicere formas corpora; di, coeptis (nam vos mutastis et illas) aspirate meis primaque ab origine mundi ad mea perpetuum deducite tempora carmen!“ Lateinische Verse, die Hermann Breitenbach so übersetzt: „Von den Gestalten zu künden, die einst sich verwandelt in neue Körper, so treibt mich der Geist. Ihr Götter, da ihr sie gewandelt, Fördert mein Werk und lasset mein Lied in dauerndem Flusse Von dem Beginne der Welt bis auf meine Zeiten gelangen!“ Das persönliche Prooemium oder der Prolog des Dichters, dem am Ende der „Metamorphosen“ ein Epilog entspricht, behandelt die Urgeschichte der Menschheit von der „(als Science-fiction eingekleideten) Schöpfungsgeschichte über die (an hesiodische Tradition anknüpfenden) vier Weltalter und die Sintflut bis zur Neuentstehung der Menschen und der »Urzeugung« sonstiger Lebewesen“ (Michael von Albrecht, „Ovid · Eine Einführung“ | UB 17641). „Literarisch knüpft das Proömium (durch Anrufung der »zuständigen« Götter) an Traditionen des Lehrgedichts an, die auch in der Abfolge der Weltalter und anderwärts spürbar sind, spielt aber zugleich mit dem Anspruch homerischer Kontinuität und kallimacheischer Feinheit“ (M. v. Albrecht). In diesem Kontext ist auch die Idee der Metamorphose („mutatas formas“) zu verstehen, die als wahrer Herzschlag des Buches eine uralte und immer wieder neue Fragestellung berührt: Inwieweit ist der Glaube an die Lebendigkeit der alten Bilder vererblich? Die Mythen haben längst für uns ihre Realität verloren, nicht aber ihre Wahrheit. Und solange wir uns in ihrem Spiegel wiedererkennen, haben sie uns etwas zu sagen. Das Gedicht der „Metamorphosen“ endet im 15. Buch mit Caesars Apotheose und einem Preis des Augustus. Es fließt „ununterbrochen“ dahin und reicht von der Schöpfung (das Hesiodische Thema der Kosmogonie) bis in Ovids eigene Zeit. ∎ Das Leben als Bild, als Kunstwerk „Auch für den Zusammenhang von ›Bildung‹ und ›Bild‹, für die Ineinssetzung von Ästhetik und Ethik, eine Lieblingsvorstellung der deutschen Klassiker, könnte man auf antike, zumal platonisierende Wurzeln verweisen. […] Das Leben als Bild, als Statue, als Kunstwerk: diese programmatische Maxime gelangte über Plotin und den Neuplatonismus zu Shaftesbury, zu Winckelmann und zur deutschen Klassik.“ (Manfred Fuhrmann, „Bildung“ · Europas kulturelle Identität, S. 49 | UB 18182) Wir erinnern uns, dass sowohl die Klassiker als auch Ovid Ästhetik und Ethik, Bildung und Bild, gleichermaßen unter die Idee des Lebens fassten, während die Postmoderne das Leben sowohl von der Bildung als auch von der Ethik absetzt. Die Beziehung von Mythos und Leben überschneidet sich mit der von Mythos und Bildung, sodass viele der Ovids Geschichten auch hier hätten diskutiert werden können. Mythos ist Teil unserer Interpretation der Wirklichkeit, Mythos ist Leben: der Mythos hat sich aus dem Leben entwickelt und jetzt erfüllt er die Funktion, uns mit Leben wieder vertraut zu machen. Der moderne ,Mann der Tat‘ ist zufrieden, dass die Welt existiert und Dinge darin passieren. Für ihn ist die (Schopenhauerische) „Vorstellung“ der Welt sekundär. Dem liegt eine grundsätzliche Gleichgültigkeit zugrunde. „Nicht dass Gregor Samsa – schreibt Günther Anders in „Franz Kafka – Pro und Contra“ (Die Neue Rundschau 58, 1947) – am Morgen als Käfer aufwacht, sondern dass er darin nichts Staunenswertes sieht, diese Alltäglichkeit des Grotesken macht die Lektüre so entsetzenerregend. Das Prinzip, das man das der ›negativen Explosion‹ nennen könnte, besteht darin, dass, wo ein Fortissimo zu erwarten steht, noch nicht einmal ein Pianissimo einsetzt, sondern die Welt ihre unveränderte Lautstärke einfach beibehält. – In der Tat ist nichts verblüffender, als die Unverblüfftheit und Naivität, mit der Kafka in die erstaunlichsten Geschichten hineinspringt.“ Kafka übersetzt in Bilder nicht Begriffe, sondern Situationen. Genauer: „er schöpft aus dem vorgefundenen Bestand, dem Bildcharakter der Sprache“. (G. Anders) Kafkas Verhältnis zu den antiken Mythen, den biblischen und chassidischen Erzählungen ist geprägt vom Prinzip der ,Entstellung‘ und ,Widerrede‘. Kurzgeschichten wie „Prometheus“, „Poseidon“, „Das Schweigen der Sirenen“, „Der Jäger Gracchus“ sind mythendeformierende und entmythologisierende Stücke. Altertümliche Erzählungen, Göttergeschichten sind natürlich von der Moderne und Postmoderne als Ausdrucksform einer vorrationalen Stufe der Kultur verstanden, die – denkt man – im aufgeklärten, nachmythischen Zeitalter ihre Wirksamkeit verloren haben. Das ist nicht ganz wahr. Im Gegensatz dazu werden diese Erzählungen aber auch als grundlegende Modelle menschlichen Weltverständnisses aufgefasst, die ,auch‘ in der Moderne weiterhin ihre Verbindlichkeit bewahren. Sie bestimmen das menschliche Verhalten unbewusst. Man denke an den Ödipus-Komplex bei Sigmund Freud oder an die Archetypen Carl Gustav Jungs. Als ›Mythen des Alltags‹ (Roland Barthes) dienen sie der emotionalen Orientierung und als gemeinsame Kommunikationsbasis in der modernen Gesellschaft. Die Literatur hat einen mythischen Ursprung und die Sagen der Mythen drücken diese antike Herleitung der Literatur aus dem Mythos aus. Man kann das Motto von Camus („Mythen sind dazu da, von der Phantasie belebt zu werden“) als ein Zeichen, dass zwar die klassische Mythologie überlebt hat. Metamorphose, Verwandlung | griechisch ›μετα-μορφόω‹ (umgestalten, verwandeln) – ich wollte hier die Stärke dieser uralten Idee, dieser Energien, die Franz Kafka noch im 20. Jahrhundert nach Christus beherrschten, kurz verdeutlichen. Kein Wort bewahrt dieses Erbe so wirkungsvoll wie die Bezeichnung der griechischen Sprache: ›μετα-μορφωσις‹ = Transformation: »Ovid’s „Metamorphoses“ also presents itself as a microcosm, or a universe recreated in the poem. The work actually begins with the origins of the world; then comes the story of the succession of the four ages (the Golden, Silver, Bronze, and Iron ages), and the poem ends in the fifteenth book with a vision of the peace brought to the world by Augustus. Between the origins and the present, the history of metamorphoses depicts the chain of causes and effects, or of the world’s events.« (Pierre Hadot, „Le Voile d’Isis: Essai sur l’histoire de l’idée de Nature“ | englische Übersetzung von Michael Chase) OVID IN TOMI Der Himmel eine Last, dezemberschwer. Wolken von Weißgold, nur in kargen Streifen, lichten, was immortellengrau verhängt ist. »Zu«, geschlossen wie das Außen, so mein Innen. Das Meer – ein Eisen wie ein Phalanx-Schild, brandungslos, nomen est omen: schwarz. So abweisend, so undurchdringlich, als könne nie ein Schiffsbug es zerteilen … Das höhnt mir jeden Fluchtgedanken weg – wohin auch, Bürger eines Weltstaats? Kein Trost, daß auch der Herr der Weltanschauung der Herrin lebenslänglicher Gefangner. Zum Schutz vor ,ihr‘ verbannte er mich mondweit. Wie bleibst du auf den Füßen, Erhabener, ertappst du dich, daß du aus Angst nicht ißt, bevor die Kaiserin aus gleicher Schüssel aß? Du komischer ,Monarch‘, der heute schon – an welchem Hofe hat’s das je gegeben? –, vier Prinzen überlebt hat, die »gestorben« an ihrem Recht, dein Thronfolger zu sein! Wer lacht, dem fröstelt’s im Genick, daß du ›Medea‹ für die Schaubühne verbietest, weil dir die Mörderin im Staatstheater spiegelt, wie Livia mit deinen Enkeln umspringt … (Rolf Hochhuth, „Anekdoten und Balladen“ – Künstler und ihre Gesellen | UB 18112)

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  • Leserunde zu "Metamorphoses" von Ovid

    Metamorphoses

    Reclam

    Rote Reihe Special! Es lebe Latein! In nova fert animus mutatas dicere formas / corpora … Körper, in andre Gestalten verändert, will ich besingen … Ovids Metamorphosen – mit Apoll und Daphne, Dädalus und Ikarus, Niobe und Arachne, Europa und Narcissus und unzähligen mehr ist das berühmte Epos ein Who’s Who der antiken Mythologie. In 15 Büchern und rund 12000 Versen im Hexameter werden in feinster Erzählkunst 250 Verwandlungssagen geschildert. Wie kein anderes lateinisches Werk haben die Metamorphosen die Literatur, Kunst, ja selbst die Musik der folgenden zwei Jahrtausende inspiriert. Ovid (Publius Ovidius Naso) reiht sich damit ein unter die großen Erzähler der Weltliteratur. 43 v. Chr.  im heutigen Sulmona geboren, offenbart sich schon früh das große Talent des Dichters: „Alles, was ich zu schreiben versuchte, wurde zum Vers“ (Tristia 4,10). Bekanntheit erlangte er durch seine frühen Werke mit Liebeselegien und erotischen Lehrgedichten (Amores, Heroides, Ars amatoria, Remedia amoris). Im Jahr 8 n. Chr. jedoch erfolgt eine Zäsur in seinem Leben: Er wird aus bis heute unbekannten Gründen aus Rom verbannt und verliert damit auch den heiteren Grundton in seinen Schriften. Vielmehr versucht er durch nach Rom versandte Verse, den Tristia (Klageelegien) und Epistulae ex Ponto (Kunstbriefe), Gnade zu erwirken – vergeblich. Er stirbt 17 oder 18 n. Chr. im Exil. Obwohl Ovid mit seiner Verbannung das Manuskript der Metamorphosen vernichten wollte und es ins Feuer warf, blieb das bedeutende Epos durch bereits existierende Abschriften erhalten – zum Glück! Denn so haben wir nun die Gelegenheit, uns das Werk einmal im Original vorzunehmen. Wir laden euch ein mitzulesen: Eine Auswahl der Metamorphosen im lateinischen Original, unterstützt durch ausführliche Worterläuterungen auf jeder Seite. Ihr möchtet mitlesen? Dann schreibt uns, warum euch Latein allen Unkenrufen zum Trotz auch heute noch Spaß macht. Mit etwas Glück könnt ihr eines von 20 Leseexemplaren gewinnen! Wir sind gespannt auf eure Meinung und wünschen viel Spaß! P.S.: Geheimtipp: Wer sich die Lektüre auf Latein nicht vollends zutraut, kann auch mit der einsprachigen deutschen Ausgabe mitlesen oder immer wieder darin nachschlagen: http://www.reclam.de/detail/978-3-15-000356-5/Ovid/Metamorphosen :-)

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    • 137
  • Für Latein-Könner!

    Metamorphoses

    Leserin71

    Publius Ovidus Naso, kurz genannt Ovid, hat noch in Rom an den Metamorphosen geschrieben und wollte sie eigentlich vor seiner Verbannung ans Schwarze Meer im Jahr 8 n. Chr. vernichten. Glücklicherweise waren schon Abschriften vorhanden, sodass wir heute noch die Geschichten über die Entstehung der Welt und über zwischenmenschliche Beziehungen und zwischen Menschen und Göttern wie z. B. über Pyramus und Thisbe, Daedalus und Ikarus oder Niobe lesen können. Dabei werden alle Facetten menschlicher Eigenschaften wie Zorn, Hass, Eifersucht und Liebe angesprochen. Eine kleine Auswahl wurde hier vom Reclam Verlag in diesem Taschenbuch zusammengestellt. Die Geschichten sind nach wie vor hoch aktuell. Im öffentlichen oder privaten Leben kann man durchaus Parallelen finden. Interessant sind auch das Personenverzeichnis mit kurzen Angaben zu den einzelnen Personen. Natürlich darf bei Ovid die Erwähnung und Erklärung des Hexameters, der Dichtersprache und der rhetorischen Stilmittel nicht fehlen. Obwohl viele Wörter als Fussnote erklärt wurden und auch im Anhang ein Lernwortschatz beigefügt ist, hatte ich Probleme mit meinem angestaubten Schulwortschatz. Mit beigelegter Übersetzung konnte ich dann doch noch manches übersetzen.

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    • 2
  • Nett gedacht, Umsetzung hätte besser sein können.

    Metamorphoses

    herzmusikerin

    01. February 2014 um 20:15

    Dass die Metamorphosen ein wichtiges Schriftstück der römischen Antike ist und immer noch eine große Rolle in der Literatur sind, ist unumstritten. Inhaltlich sind diese auch toll, die Metamorphosen zeigen jede Menge antike Geschichten, Gedankengut und viele Einblicke. Der Reclam Verlag hat sich die 12 wichtigsten Metamorphosen zusammengesucht (Pyramus und Thisbe, Daedalus und Ikarus, Niobe, Proömium und Epilog, ...) und in ein Buch gepackt. Es wurden Vokabelangaben gemacht, ein Vokabelverzeichnis angelegt und neue Satzreihenfolgen notiert. Jedoch war es nicht die beste Idee, eine Vokabel mit einer anderen gleichzusetzen, wenn man die andere nicht wusste. Oder aber Sondervokabular für Dichtung gar nicht erst anzugeben und auch nicht ins Verzeichnis zu tun, was nicht im Stowasser zu finden ist. Besten Dank! Dadurch ist mir die Lust fürs Übersetzen nach Pyramus und Thisbe abhanden gekommen und ich habe die letzten Metamorphosen langsam gelesen. Einige kannte ich aus dem Lateinunterricht, das war ein eindeutiger Vorteil.  Insgesamt hat die Idee mir gut gefallen, die Umsetzung eher weniger. Mein Latein konnte ich somit nicht verbessern und die Lust am Übersetzen für diese Ausgabe war auch weg. Ich bedanke mich dennoch für den Gewinn dieses Exemplars, einen Versuch war es wert.

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  • Ein paar mehr Vokabeln wären hilfreich gewesen

    Metamorphoses

    Miserable

    27. January 2014 um 19:45

    Die Metamorphosen sind motivisch so eingegangen wie beispielsweise die Bibel. Wer kenn nicht die Geschichte von Dädalus und Ikarus oder von Pyramus und Thisbe, den Vorläufern Romeo und Julias? Dieser Reclam-Band hat eine Auswahl getroffen und beinhaltet 12 Metamorphosen, welche in die Weltliteratur eingegangen sind und quasi bekannt sein müssen.  Zusätzlich gibt es anfangs eine Vorstellung Ovids als Mensch und Autor sowie eine Hilfestellung zur Übersetzung/Lesart der Metamorphosen. Zu Beginn jeder Geschichte gibt es zusätzlich eine Zusammenfassung bzw. Einführung des folgenden Themas, was ebenfalls hilfreich sein kann.   Inhaltlich möchte ich gar nicht allzu viel sagen; es sind die Metamorphosen, also sind sie super. Meine Rezension soll sich viel eher auf die Aufmachung und diese Ausgabe beziehen.   Ich habe versucht, Pyramus und Thisbe tatsächlich zu übersetzen, während ich die anderen Texte so gelesen habe. Mein Latein ist nicht das beste, aber als unglaublich schlecht würde ich es auch nicht bezeichnen. Trotzdem hatte ich bei der Übersetzung teilweise große Probleme.  Hilfreich waren bei den Vokabelangaben Tipps zur Reihenfolge, weil die Wortreihenfolge aus stilistischen Gründen nicht immer regelhaft verwendet wurde.  Bei einigen Vokabeln stehen dort lateinische Entsprechungen, was mir persönlich wenig hilft, wenn ich die Entsprechung ebenfalls nicht kenne.  Insgesamt gesehen fehlen mir zu viele Vokabelangaben, die ich dann selber nachschlagen musste. Diese Wörter standen so dann teilweise gar nicht im Wörterbuch, weil es Sonderformen waren, die man sich auf andere Weise erschließen musste. Diese waren bei den Vokabelangaben überhaupt nicht angeführt, weil sie in dem Standardwortschatz Latein steht, die der Reclam-Verlag herausgegeben hat. An sich ist es ja eine tolle Idee, einen Standardwortschatz zu erstellen, der sicher eine tolle Vokabelhilfe ist und viele wichtige Vokabeln auflistet, aber es kann doch eigentlich nicht sein, dass man den lateinischen Text nicht lesen kann, ohne dieses Zusatzbuch zu kaufen.  Mir ist die Lust am Übersetzen aus diesem Grunde leider vergangen, weil es zu viel gab, das ich selber nachschlagen musste, sodass es erheblich länger gedauert hat.   Natürlich ist es für den Verlag praktischer, die am häufigsten vorkommenden Vokabeln einmal aufzulisten, damit die Vokabelangaben in den einzelnen Texten nicht zu lang werden zu lassen. Gerade bei Ovid finde ich das Übersetzen unabhängig von den Standardvokabeln schwer, da einige Wörter in einem anderen Kontext verwendet werden. Ich musste mir häufig meine deutschen Metamorphosen ansehen, um einen Hinweis zu erhalten, wie es weitergehen könnte.   So bin ich leider nicht allzu überzeugt, von dieser Ausgabe, da sie ein weiteres Buch voraussetzt und gleichzeitig viele Lücken aufweist. Klar ist es schwer, einen Konsens zu finden; manche Leser fühlen sich überfordert, andere unterfordert, und man sollte ein gesundes Mittelmaß finden. Für mich persönlich hat aber zu viel gefehlt, sodass die lateinische Lektüre nur mit diesem Buch (ohne dem Zusatzbuch oder einem Wörterbuch) kaum möglich ist.

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  • Von Göttern und Menschen...

    Metamorphoses

    Orisha

    „Parte tamen meliore mei super alta perennis astra ferar, nomenque erit indelebile nostrum, quaque patet domitis Romana potentia terris, ore legar populi, perque omnia saecula fama, siquid habent veri vatum praesagia, vivam.“ Obwohl Ovid seine Metamorphosen mit diesen Worten beendet, will ich sie nutzen, um meine Meinung zu den Metamorphosen zu beginnen. Ovids Metamorphosen erzählen die Geschichten von der Entstehung der Welt, von den Weltzeitaltern und von der Beziehung zwischen Göttern und Menschen. Also kein Wunder, das Ovid annahm, seine Geschichten würden die Zeitalter überdauern und sein Name würde im Munde des Volkes verbleiben. Er hatte Recht, noch heute lesen wir seine „Schöpfungs- und Verwandlungsgeschichten“. Schließlich sind die Themen über die Jahrhunderte immer wieder in der Kunst und Literatur aufgenommen worden. Denken wir nur an die Geschichte von Pyramus und Thisbe – zwei Liebende, denen es verwehrt bleibt beieinander zu sein und die durch ein Missverständnis den Tod finden. Das Thema kommt einem bekannt vor und so musste ich unwillkürlich an Shakespeares Romeo und Julia denken, wo das Motiv der zwei unglücklich Liebenden aufgenommen wurde. Die anderen „Verwandlungen“ dienen uns als moralische Lehren und so wissen wir heute noch: Das Hochmut vor dem Fall kommt (Niobe), das Reichtum nicht glücklich macht (Midas) und das Selbstlosigkeit eine Tugend ist (Philemon und Baucis). Auch andere Dinge lernen wir aus Ovids Metamorphosen: So erzählt die Geschichte um Pyramus und Thisbe auch die Geschichte, wie der Maulbeerbaum zu seinen roten Früchten kam oder dass aus der Geschichte um Midas, die Binsenweisheit abgeleitet wurde. Die Reclam-Ausgabe bietet eine gute Einführung in das Thema und ein gutes Register und Vokabelverzeichnis, so dass sich die Lektüre gut gestaltete. Noch heute lohnt es sich die „Metamorphosen“ von Ovid zu lesen (sei es auf Latein oder Deutsch oder beides), allein, weil jeder seine eigenen Schlüsse aus den Geschichten ziehen kann. Fazit: Zurecht ein Klassiker, der die Jahrhunderte überdauert hat.

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    • 2
  • Klassiker

    Metamorphoses

    Amarok

    07. January 2014 um 22:12

    Ovids Metamorphoses ist eines seiner unterhaltsamsten Werke und es liegt hier endlich in lateinischer Sprache als praktische Reclam-Ausgabe vor. Das Format ist wie gewohnt sehr praktisch, der Text ist schön formatiert, gut lesbar und macht Freude an der lateinischen Sprache.

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