Owen Sheers

 3.6 Sterne bei 97 Bewertungen
Autor von I Saw a Man, I Saw a Man und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Owen Sheers

Owen Sheers, geboren 1974 in Fidschi, lebt nach einer Zeit in London heute wieder in Wales, wo er auch aufgewachsen ist. Vielseitig talentiert, lässt er sich nur schwer auf eine Form festlegen - zu seinen publizierten Werken zählen Dramen, Libretti, Gedichte und ein Sachbuch. Der Debütroman "Resistance" wurde in zehn Sprachen übersetzt und mit Michael Sheen in der Hauptrolle verfilmt. Sheers wurde u.a. mit dem Somerset Maugham Award, der Hay Festival Poetry Medal und dem Amnesty International Freedom of Expression Award ausgezeichnet. "I Saw a Man" ist sein zweiter Roman.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Owen Sheers

Cover des Buches I Saw a Man (ISBN:9783421046697)

I Saw a Man

 (85)
Erschienen am 22.02.2016
Cover des Buches I Saw a Man (ISBN:9783844521207)

I Saw a Man

 (11)
Erschienen am 22.02.2016
Cover des Buches Resistance (ISBN:9780571275540)

Resistance

 (1)
Erschienen am 07.07.2011
Cover des Buches Calon (ISBN:9780571297306)

Calon

 (0)
Erschienen am 06.02.2014
Cover des Buches I Saw a Man (ISBN:9780571317721)

I Saw a Man

 (0)
Erschienen am 04.06.2015
Cover des Buches A Poet's Guide to Britain (ISBN:9780141192840)

A Poet's Guide to Britain

 (0)
Erschienen am 25.11.2010
Cover des Buches Pink Mist (ISBN:9780571315574)

Pink Mist

 (0)
Erschienen am 01.05.2014

Neue Rezensionen zu Owen Sheers

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Rezension zu "I Saw a Man" von Owen Sheers

Klasse geschrieben
klengtvor 2 Monaten

Ein klasse Buch!
Anhand des Titels und des Klappentextes hatte ich eine andere Geschichte erwartet. Oder besser gesagt, so richtig schlau wurde ich nicht daraus, was im Buch passieren würde.
Es hatte mich von Anfang an sehr gefesselt und hatte es auch schnell durchgelesen, da ich nicht aufhören konnte.
Ich habe mich mehr als einmal während dem Lesen gefragt "wie hätte ich in solch einer Situation reagiert?". "Hätte ich genau das Gleiche wie Michael gemacht oder genau das Gegenteil?".
Dieses Buch ist genau das Richtige, wenn man was mit Schrecken und eine unangenehme Stimmung lesen möchte. Wer sowas nicht wirklich verträgt, der sollte es vielleicht lieber nicht lesen.
Von mir gibt es eine ganz klare Weiterempfehlung.

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Rezension zu "I Saw a Man" von Owen Sheers

Der Moment, der alles verändert...
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Michael Turner, Schriftsteller und liebender Ehemann, war gerade dabei eine Zukunft mit seiner Frau Caroline aufzubauen, als diese durch eine tragische Verkettung von Zufällen ums Leben kommt. Ihm steht nun eine lange und harte Phase der Trauer bevor. Er wechselt seinen Wohnort und zieht nach London, in eine beschauliche, beinahe spießige Wohngegend. Tatsächlich findet er hier neuen Halt, er lernt seine direkten Nachbarn kennen, die Nelsons, und freundet sich ungewöhnlich schnell mit der ganzen Familie an. Eine Freundschaft, die Spuren in das Leben aller Beteiligten hinterlassen wird. Eine belanglose Situation wird zu einem dramatischen Wendepunkt, hinter alle dem, die Frage nach der Schuld , nach der Kraft, sich seiner eigenen Wahrheit zu stellen und der schier undenkbaren Aufgabe, den Verlust eines geliebten Menschen zu überwinden.

Die Geschichte zieht den Leser, oder in diesem Fall den Hörer, wirklich in seinen Bann. Owen Sheers baut um eine relativ alltägliche Gegenwartssituation die Geschichten aller beteiligten Protagonisten des Romans wie ein Gerüst auf. Immer wieder kehrt der Leser also in die  Hintergründe ein, wie Michael damals seine Frau Caroline kennen lernte, sie sich ineinander verliebten, wie Carolines Tod schließlich alles änderte und Michael sein neues Leben aufbaute. Dann kommen neue Personen hinzu, die Nelsons zum Beispiel, und auch hier wird sehr viel von der Vergangenheit und den Geschichten der Familienmitglieder berichtet, um ein sehr übersichtliches und klares Bild dieser Menschen zu erhalten. Wie wurde zum Beispiel aus Samantha Nelson, der kreativen Kunststudentin aus New York schließlich die hausfräuliche Mutter zweier Mädchen in London?

Und dann immer wieder die Rückkehr in die Gegenwart, zu Michael, wie er kurz in das Haus der Nelsons geht, um ein ausgeliehenes Werkzeug zurückzugeben, wo jedoch niemand zuhause ist. Wie er die Treppe hinaufsteigt und niemand ahnt, was ihn dort erwartet, was passieren wird. Dieser Zulauf zu einem unweigerlichen Showdown, baut eine wunderbare Spannung auf, sodass man gar nicht anders kann, als immer weiter zu hören.

Bis hierhin und auch bis weit über die Auflösung des Showdowns, begeisterte mich dieser Roman wirklich sehr. Leider jedoch ging ihm im hinteren Viertel die Luft raus. Die Handlung schleppte sich irgendwie nur noch, bis hin zu einem Ende, welches meine Erwartungen nicht erfüllen konnte und unweigerlich Fragen offen lies.

Leider wurde ich auch von Devid Striesows Erzählerstimme im Lauf des Hörens zunehmend enttäuscht. Er machte seine Sache eigentlich ganz gut, erzählte die immer spannender werdende Handlung eindringlich und gekonnt, vielleicht hier und da manchmal etwas zu aufgeregt, beinahe hektisch. Wenn er jedoch in die „weibliche Variante“ seiner Erzählerstimme wechselte, wurde ich von ihm immer genervter. Ein solches Gehauche und verstelltes Gesäusel muss nicht sein, wenn man als männlicher Sprecher betonen will eine weibliche Person darzustellen. Seine unverstellte Stimme hätte für mich in diesen Momenten vollkommen gereicht, schließlich war im Kontext immer klar, wann gerade eine weibliche Person zu Wort kam.

Diese zwei Kritikpunkte machen in meiner Wertung schließlich auch die 2 fehlenden Sterne aus, das Gesamtpaket hat mir im Großen und Ganzen jedoch gut gefallen und ich kann dieses Hörbuch durchaus weiterempfehlen.

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Rezension zu "I Saw a Man" von Owen Sheers

Tragische Ereignisse, Geheimnisse und verschwiegene Wahrheiten
ulrikerabevor 2 Jahren

Ist eine Geschichte, die niemand liest, nur die Hälfte wert?
I Saw a Man von Owen Sheers beginnt wie ein klassischer Thriller. Ein Mann betritt in London das Haus seiner Nachbarn durch die offenstehende Hintertür, in der Annahme, dass niemand zu Hause sei. In diesen wenigen Minuten, in denen sich Michael Turner im Haus der Nelsons befindet, passiert etwas außergewönlich Tragisches.
In Rückblenden auf mehreren Zeitebenen erzählt Sheers von Michael, seiner Frau Caroline, einer Journalistin, die in Pakistan ums Leben kommt, von Josh und Samantha Nelson und ihren bezaubernden Kinder, deren Ehe nur mehr Fassade ist und von einem amerikanischen Soldaten, der fernab der Geschehnisse einen kleinen Stein ins Rollen gebracht hat.
Wieder einmal geht es um die Fragestellung, was wäre, wenn nicht eine falsche Entscheidung zum falschen Zeitpunkt, am falschen Ort getroffen worden wäre. Wie umgehen mit einem belastenden Geheimnis, mit Schuld und Verantwortung. Verschwiegene Wahrheit ist doch nichts anderes, als ein gut verschütteter Müllberg, die nach dem nächsten Regen wieder zum Vorschein kommt.
Die Geschichte, die Michael letztlich aufschreibt wird vielleicht niemand lesen, aber die Wahrheit wurde erzählt, das eigene Gewissen bereinigt. Sie wurde zum Abschluss gebracht, vielleicht auch irgendwann mal für alle anderen Beteiligten.

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