Owen Sheers I Saw a Man

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Inhaltsangabe zu „I Saw a Man“ von Owen Sheers

Der Moment, der dein Leben verändert
Nach dem Verlust seiner Frau Caroline zieht Michael Turner nach London, in den idyllischen Stadtteil Hampstead Heath, wo er sich bald mit den Nachbarn anfreundet. Die Nelsons und ihre beiden Töchter repräsentieren ein Leben voller Geborgenheit, Stabilität und Nähe, genau das, was Michael verloren hat. Aber ein Samstagnachmittag verändert schlagartig alles: Als Michael unangekündigt das Haus der Nelsons betritt, scheint niemand zu Hause. Ein fataler Irrtum … Ein Drama, das zeigt, was mit einer Freundschaft passiert, wenn Geheimnisse und Lügen ihre heimtückische Natur entfalten.
(1 mp3-CD, Laufzeit: 7h 30)

Stellenweise sehr eindringlich und spannend, allerdings auch ab und an kleinere Längen. Insgesamt aber sehr hörenswert.

— chuma

Als Hörbuch absolut empfehlenswert. Man ahnt nicht, was geschehen wird. Dadurch wird es wirklich spannend.

— MonicaS

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    I Saw a Man

    hello_marlie

    18. June 2017 um 20:39

    Michael Turner, Schriftsteller und liebender Ehemann, war gerade dabei eine Zukunft mit seiner Frau Caroline aufzubauen, als diese durch eine tragische Verkettung von Zufällen ums Leben kommt. Ihm steht nun eine lange und harte Phase der Trauer bevor. Er wechselt seinen Wohnort und zieht nach London, in eine beschauliche, beinahe spießige Wohngegend. Tatsächlich findet er hier neuen Halt, er lernt seine direkten Nachbarn kennen, die Nelsons, und freundet sich ungewöhnlich schnell mit der ganzen Familie an. Eine Freundschaft, die Spuren in das Leben aller Beteiligten hinterlassen wird. Eine belanglose Situation wird zu einem dramatischen Wendepunkt, hinter alle dem, die Frage nach der Schuld , nach der Kraft, sich seiner eigenen Wahrheit zu stellen und der schier undenkbaren Aufgabe, den Verlust eines geliebten Menschen zu überwinden.Die Geschichte zieht den Leser, oder in diesem Fall den Hörer, wirklich in seinen Bann. Owen Sheers baut um eine relativ alltägliche Gegenwartssituation die Geschichten aller beteiligten Protagonisten des Romans wie ein Gerüst auf. Immer wieder kehrt der Leser also in die  Hintergründe ein, wie Michael damals seine Frau Caroline kennen lernte, sie sich ineinander verliebten, wie Carolines Tod schließlich alles änderte und Michael sein neues Leben aufbaute. Dann kommen neue Personen hinzu, die Nelsons zum Beispiel, und auch hier wird sehr viel von der Vergangenheit und den Geschichten der Familienmitglieder berichtet, um ein sehr übersichtliches und klares Bild dieser Menschen zu erhalten. Wie wurde zum Beispiel aus Samantha Nelson, der kreativen Kunststudentin aus New York schließlich die hausfräuliche Mutter zweier Mädchen in London? Und dann immer wieder die Rückkehr in die Gegenwart, zu Michael, wie er kurz in das Haus der Nelsons geht, um ein ausgeliehenes Werkzeug zurückzugeben, wo jedoch niemand zuhause ist. Wie er die Treppe hinaufsteigt und niemand ahnt, was ihn dort erwartet, was passieren wird. Dieser Zulauf zu einem unweigerlichen Showdown, baut eine wunderbare Spannung auf, sodass man gar nicht anders kann, als immer weiter zu hören. Bis hierhin und auch bis weit über die Auflösung des Showdowns, begeisterte mich dieser Roman wirklich sehr. Leider jedoch ging ihm im hinteren Viertel die Luft raus. Die Handlung schleppte sich irgendwie nur noch, bis hin zu einem Ende, welches meine Erwartungen nicht erfüllen konnte und unweigerlich Fragen offen lies. Leider wurde ich auch von Devid Striesows Erzählerstimme im Lauf des Hörens zunehmend enttäuscht. Er machte seine Sache eigentlich ganz gut, erzählte die immer spannender werdende Handlung eindringlich und gekonnt, vielleicht hier und da manchmal etwas zu aufgeregt, beinahe hektisch. Wenn er jedoch in die „weibliche Variante“ seiner Erzählerstimme wechselte, wurde ich von ihm immer genervter. Ein solches Gehauche und verstelltes Gesäusel muss nicht sein, wenn man als männlicher Sprecher betonen will eine weibliche Person darzustellen. Seine unverstellte Stimme hätte für mich in diesen Momenten vollkommen gereicht, schließlich war im Kontext immer klar, wann gerade eine weibliche Person zu Wort kam. Diese zwei Kritikpunkte machen in meiner Wertung schließlich auch die 2 fehlenden Sterne aus, das Gesamtpaket hat mir im Großen und Ganzen jedoch gut gefallen und ich kann dieses Hörbuch durchaus weiterempfehlen.

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  • Der Witwer

    I Saw a Man

    walli007

    20. June 2016 um 08:36

    Caroline Turner war Journalistin, ihr Anliegen war es, die Wahrheit zu erzählen. Ihren Wunsch nach Wahrheit bezahlt sie mit ihrem Leben. Zurück bleibt ihr Mann Michael, der ihren Tod lange nicht verwinden kann. Michael zieht nach London in eine beschauliche Nachbarschaft. Schnell findet er Kontakt zu den Nachbarn, der Familie Nelson. Josh, seine Frau und die beiden kleinen Töchter werden fast so etwas wie eine Ersatzfamilie. Bei ihnen findet Michael ein wenig Halt und Trost. Leider besteht dieses Idyll nicht sehr lange. Das Schicksal hält einen weiteren Schlag bereit. Welche extremen Veränderungen muss ein Mensch durchmachen, der einen geliebten Menschen plötzlich verliert. Die Lebensplanung wird durch den Verlust jäh angehalten, die Neuorientierung ist nicht möglich und auch nicht gewollt. Lediglich oberflächlich entsteht mit der Zeit wieder eine Art Normalität. Doch unter der Oberfläche brennt der Gedanke an den unerträglichen Verlust. Das Wissen um das Geschehen hilft nicht, macht es doch nur die Unsinnigkeit des Todes deutlich. Und die Auswirkungen reichen weit. Etwas, worüber man sich nie genug Gedanken machen kann, welche Auswirkungen hat das eigene Tun. Auf der anderen Seite darf man sich manchmal genau darüber keine Gedanken machen.  Genau darum scheint es in diesem von Devid Striesow sehr eindringlich vorgetragenen Roman zu gehen. Der Autor gibt seinen Lesern einiges zu knacken, eine extreme Situation mündet schließlich in einer Katastrophe, an der niemand wirklich schuld ist. Oder ist wirklich niemand schuld. Was ist Ursache, was ist Wirkung. Zwei Welten, zwischen denen kaum ein Zusammenhang besteht. Nur leider ist es dem Autor nicht ganz gelungen, den Leser bzw. Hörer emotional zu packen. Keiner der Hauptakteure weckt tiefe Sympathie, am ehesten noch der Fernste handelt integer. Doch Gefühle und Handlungen, die einem eigentlich nahe gehen sollten, bleiben fern und kühl. Ist man möglicherweise durch gute Besprechungen neugierig auf dieses ungewöhnliche Buch geworden, könnte man eine kleine Enttäuschung erleben.

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  • Devid Striesow fängt die Dramatik hervorragend ein

    I Saw a Man

    WinfriedStanzick

    21. March 2016 um 10:09

    Er stammt aus Wales, wo er auch einen Teil der Handlung seines hier anzuzeigenden Romans spielen lässt, ist 41 Jahre alt und hat in vielen großen Zeitungen und Zeitschriften seines Heimatlandes in der Vergangenheit Reportagen veröffentlicht. Schon Owen Sheers erster Roman („Resistance“)  wurde in 10 Sprachen übersetzt (die deutsche Version wird sicher von DVA nach dem Erfolg des zweiten bald in Angriff genommen werden) und sein neuer Roman „I saw a man“ schickt sich an, noch erfolgreicher zu werden. Owen Sheers Roman ist ein Thriller, der es an Spannung mit den ganz großen des Genres aufnehmen kann. Kaum hat man das Buch aufgeschlagen, ist man vom ersten Satz an in den Bann gezogen:„Der Vorfall, der ihrer aller Leben veränderte, ereignete sich an einem Samstagnachmittag im Juni, kurz nachdem Michael Turner - in der Annahme, es sei niemand da - das Haus der Nelsons durch die Hintertür betreten hatte. London ächzte unter einer Hitzewelle. Überall im South Hill Drive standen die Fenster offen, und das Blech der Autos war so heiß, dass die Schweißnähte in der Sonne knackten.“Doch Michael Turner ist kein Dieb und Einbrecher, sondern er will als guter Nachbar und Freund von Josh und Samantha Nelson sich nur einen ausgeliehenen Schraubenzieher zurückholen. Scheinbar ist niemand zu Hause, obwohl die Hintertür offen ist. Und so macht er sich auf die Suche. Owen Sheers schafft es bis weit über die Hälfte des Buches, den Leser  über diesen „Vorfall, der ihrer aller Leben veränderte“ im Unklaren zu lassen, über das, was in diesen kurzen Augenblicken, als Michael Turner in dem Haus unterwegs ist und die Treppen hochsteigt, geschieht. Das steigert die Spannung ins fast Unerträgliche und motiviert den Leser, ohne Pause weiterzulesen: in vielen Rückblenden erzählt Owen Sheers die Lebensgeschichte von Michael und seiner Frau Caroline, und wie Michael die Nelsons kennengelernt und mit ihnen Freundschaft geschlossen hat.Michael Turner ist Journalist, dessen Spezialität es ist, dass er für seine durchaus erfolgreichen Reportagen sozusagen eintaucht in das soziale Feld, das er dann beschreibt. So entstand auch sein erstes Buch „BrotherHoods“ über zwei Brüder in New York City, das zu einem Weltbestseller mutiert. Seine Frau Caroline war über viele Jahre als „embedded journalist“ für verschiedene Fernsehsender in allen Krisenherden der Welt unterwegs, suchte regelrecht die Gefahr. Sie ist, als sie mit Michael nach Wales in ein kleines Cottage zieht, mit ihrer Arbeit für eine kleine Produktionsfirma nicht zufrieden, und so ist es fast zwangsläufig, dass sie sofort zusagt, als in ihrer Firma ein Auftrag für Dreharbeiten in Pakistan zu vergeben ist.  Dort wird Caroline von einer US-Drohne getötet.Sehr bald schon führt Owen Sheers mit Major Daniel McCullen jenen Mann ein, der von einer geheimen Einsatzzentrale in den USA den Einsatz jener Drohne steuerte, die Caroline und ihr Team tötete und dessen Leben damit ins Wanken gerät. In diesen Teilen des Buches erfährt der Leser viel Kritisches über die Drohnen-Politik der USA.Immer wieder wechselt der Blinkwinkel zwischen der Szene im Haus der Nelsons, dem Leben Daniel McCullens und der Vergangenheit Michaels hin und her. Vor allen Dingen führt Owen Sheers, die Spannung immer weiter steigernd, den Leser erzählend an die Jetztzeit heran. Denn Michael hat nach Carolines Tod Wales verlassen und in London in Hampstead Heath die Wohnung eines Freundes gemietet. In seinen Nachbarn Josh und Samantha Nelson findet er eine Art Familie. Dauernd laden die beiden ihn ein zum Essen und er wird auch für die beiden Töchter zu so etwas wie einem väterlichen Freund. Mit der Zeit spürt Michael, dass es in der Ehe der Nelsons nicht stimmt, ohne dass er dem weiter nachgeht.Josh arbeitet sehr erfolgreich bei der Lehman Brothers Bank, und, da die Gegenwartshandlung im Jahr 2008 spielt, ahnt der Leser bei der ersten Erwähnung von Joshs Beruf, was bald kommen wird. Für seine Frau Samantha, als studierte Fotografin wegen der beiden Töchter eine eher frustrierte Hausfrauenexistenz mit vielen Cocktailparties führend und den nicht nur dort viel Alkohol konsumierenden Josh kommt Michael als nachbarlicher Freund gerade recht. Wenn er da ist, sind sie von ihren Problemen abgelenkt und ihre beiden Töchter freuen sich. Irgendwann am Ende der ersten Hälfte des Buches sind die Vorgeschichten erzählt und der das Leben der Protagonisten verändernde Vorfall geschehen. Nun kommt Owen Sheers, die Spannung nur unwesentlich reduzierend zum  eigentlichen Thema des Buches über die Folgen eines einzigen schicksalhaften Moments. Für die drei Männer, Josh, Michael und auch Daniel, von denen jeder einzelne in einem solchen Moment schuldig geworden ist, geht es nun darum, mit dieser Schuld umzugehen. Schuld, die sich in allen drei Fällen mischt mit großem Verlust und sie unabhängig voneinander, aber auch in zartem Kontakt miteinander zwingt, sich ihrer Schuld zu stellen.Mit einem sehr überraschenden Ende bindet Owen Sheers seine Kompositionsfäden zusammen und hinterlässt beim Leser den Eindruck, gerade ein großes Stück Literatur gelesen zu haben.Man darf auf die Verfilmung dieses Stoffes gespannt sein. Die Filmrechte sind jedenfalls schon verlauft. Der hier vorliegenden gekürzten Lesung von Devid Striesow jedenfalls gelingt es hervorragend etwas von jenem Drama zu vermitteln,  das zeigt, was mit einer Freundschaft passiert, wenn Geheimnisse und Lügen ihre heimtückische Natur entfalten.

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