Pénélope Bagieu Eine erlesene Leiche

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Inhaltsangabe zu „Eine erlesene Leiche“ von Pénélope Bagieu

Zoé ist Messehostess und ihr Leben langweilig bis peinlich, wenn sie z.B. als Schweizer Käse posieren muss. Als sie den erfolgreichen Schriftsteller Thomas Rocher kennenlernt, scheint sich das Blatt zu wenden. Aber warum verlässt Thomas nie seine Wohnung? Und welche Rolle spielt seine schöne, unterkühlte Lektorin? Nichts ist wie es scheint, und alles kommt erfreulich anders, als man denkt. Bei aller unterhaltsamen Komik und Leichtfüßigkeit verhandelt Pénélope Bagieu in ihrer Graphic Novel nichts Geringeres als den Punkt, an dem man beginnt, das Leben ernst und das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen – weniger zu straucheln, als voranzuschreiten. "Komisch, spöttisch und von unterhaltsamer Treffsicherheit!" Paris Match

Spannende Story und ein schöner zeichenstil.. Unerwartetes Ende! Top! ^^

— Vanii
Vanii

Spannung bis zum Schluss - ich liebe die Autorin/Zeichnerin

— sweetpiglet
sweetpiglet

Werde nun mehr Graphic Novels lesen. Bagieu zeichnet toll! Die Geschichte ist sehr spannend, das Ende überraschend!

— kalligraphin
kalligraphin

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    Eine erlesene Leiche
    sweetpiglet

    sweetpiglet

    07. March 2016 um 12:41

    Meine Meinung: Dies war die zweite Graphic Novel von Pénélope Bagieu die ich gelesen habe und ich muss gestehen auch dieses Mal konnte mich die Autorin/Zeichnerin überraschen. Der Titel lässt vermuten, dass es sich um eine Art Krimi handelt, aber die Geschichte entwickelt sich in eine vollkomm andere Richtung, aber ich möchte nicht zu viel verraten. Zoe ist am Anfang ein sehr schwieriger Charakter, der sich nur langsam in mein Leserherz schleichen konnte, aber je mehr ich sie erlebt habe und ihre Geschichte verfolgen konnte, desto mehr war ich begeistert von ihr und ihrem Durchhaltevermögen. Man hofft einfach die ganze Zeit, dass sie sich aus ihrem scheinbar trostlosen Leben herauskämpfen kann. Die Storyline selbst überrascht mit interessanten Wendungen, tollen Protagonistenentwicklungen und einem wirklich genialen Ende. Vor allem das Ende fand ich besonders interessant und gut gewählt, wohl einer der besten Momente in der Geschichte. Der Zeichenstil ist wie bei "Wie ein leeres Blatt Papier" absolut gelungen und aussagekräftig. Ich mag genau das an Graphic Novels, dass sie durch Zeichnungen teilweise mehr schaffen als mancher Roman, nämlich Gefühle in mir zu wecken. Fazit: Eine weitere tolle Graphic Novel der Autorin, und sie steigert meine Vorfreude für "California Dreamin", die nächste Graphic Novel die bereits im April 2016 erscheinen soll. Insgesamt liefert Pénélope Bagieu hier erneut eine tolle Geschichte mit klasse Wendungen und einem spektakulären Ende ab. 

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  • Tolle Bilder, tolle Geschichte

    Eine erlesene Leiche
    Tinkabeerchen

    Tinkabeerchen

    08. January 2016 um 19:48

    "Eine erlesene Leiche" ist eine Geschichte über eine junge Frau, die nicht wirklich glücklich in ihrem Leben ist. Sie hat einen Job, den sie nicht sonderlich mag und eine Beziehung, die vollkommen im A**** ist. Dann begegnet sie einem Mann, der Autor ist, aber sie kennt ihn nicht einmal, und lernt ihn lieben. Ehrlich gesagt: Ich bin total begeistert. Die Skepsis ist weggewischt. Schon auf der ersten Seite war ich von den wunderschönen Zeichnungen begeistert. Das ist genau das, was in meinem Hirn die Synapsen für Glückshormone anzapft. Kann auch sein, dass ich mich an meine Kindheit, in der ich sehr viel Super-RTL geschaut habe, erinnert gefühlt habe :D  Die Geschichte war auch total schön, mit einem sehr überraschenden Ende. Die Charaktere waren schon nach den ersten Seiten sehr greifbar, und in der Zeit, in der ich die Geschichte gelesen habe (in einem Rutsch!), habe ich wirklich alle möglichen Gefühle miterlebt. Wirklich sehr gelungen Ich fand die Darstellung des Autors auch wirklich gut getroffen. Mir hat es gut gefallen, dass auch die Schattenseiten vom Schreiben und vom Nichtschreibenkönnen dargestellt wurden, was einem als Leser so ja nicht wirklich bewusst wird - wenn man nicht gerade selbst schreibt oder mit Autoren näher bekannt ist. Richtig cool fand ich, dass mein französischer Lieblingsautor erwähnt wurde. Das musste ich euch natürlich gleich auf Instagram mitteilen :D Fazit: ❤❤❤❤❤/❤❤❤❤❤Dieses Buch kann ich auf jeden Fall empfehlen, wenn man etwas schnelles zwischendurch lesen möchte. Aber es ist auch nachdenklich und interessant zugleich. Eine schöne Geschichte und tolle farbige Charaktere - was nicht an den Bildern lag ;-)

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  • Avantgarde trifft Mainstream - Paris va bien!

    Eine erlesene Leiche
    Krinkelkroken

    Krinkelkroken

    03. December 2013 um 09:08

    Der 22jährigen Französin Zoé wird eines Tages zwischen der Ignoranz ihres Proleten-Freundes und dem Posieren als Schweizer Käse klar: ein neuer Lebensinhalt muss her. Durch Zufall trifft die Messehostess auf den – zugegebenermaßen etwas spleenigen – Schriftsteller Thomas Rocher, der in ihr seine neue Muse gefunden zu haben scheint. Dessen distinguierte Art schmeichelt ihr zunächst und die neue Beziehung scheint fruchtbar für alle Seiten zu sein – auch wenn Thomas' enge Beziehung zu Lektorin und Ex-Frau Agathe sie misstrauisch macht. Und warum geht Thomas nie aus dem Haus? Hat sein zunehmend selbstsüchtiges Verhalten etwas mit seinem neuen Buch zu tun? Es wird Zeit für Zoé sich endgültig zu emanzipieren. Als sie zeigt, was in ihr steckt, hat das ungeahnte Konsequenzen für alle Beteiligten...und da wäre ja auch noch die Leiche. Oder nicht? Es gibt Comics und Graphic Novels, die künstlerisch so hochwertig sind, dass sie ohne intensive Auseinandersetzung und viel intellektuelle Anstrengung nur schwer zu bewältigen sind. Diese Werke verdienen zum Teil fraglos die Vorsilbe „Kunst“ und sind oft eine willkommene Abwechslung vom Mainstream. Pénélope Bagieus „erlesene Leiche” gehört zu jenen Graphic Novels, die unbedingt gelesen werden sollten, weil sie zeichnerisch eben so erfrischend weit weg vom Mainstream sind, dabei aber eine dynamische Geschichte auf amüsante Weise erzählen, sodass die Lektüre heiter und leichtfüßig wirkt ohne dass ihr eine Wissenschaft vorausgehen muss. Dieser gelungene Balanceakt zwischen Anspruch und Unterhaltung wirkt umso vollendeter, als dass die zunächst oberflächlich wirkende Handlung sich als tiefgründige Kritik am Großstadtleben und der Willensfreiheit moderner Menschen erweist. Die zunächst eindeutig überlegende Existenz eines Schriftstellers gegenüber dem proletarischen Arbeiter stellt sich im Alltagsleben als nicht sehr viel erstrebenswerter heraus; die Klischees wirken auf Dauer ebenso abgedroschen, wenn das Künstlerische der eigenen Einschränkung weichen muss. Auch Sexualität und Erotik benötigen weniger einen Milieuwechsel als eine Persönlichkeitsveränderung, wenn eine grundlegende Veränderung erzielt werden soll. Tatsächlich räumt Zeichnerin und Szenaristin Pénélope Bagieu mit so manchem Klischee auf schelmische und pointierte Weise auf, sodass der Leser am Ende geneigt ist, einen verstohlenen Seitenblick auf sein eigenes Leben zu werfen. Die Quintessenz der Geschichte – sein Schicksal in die Hand zu nehmen – ist tatsächlich schwerer umzusetzen als es sich im ersten Moment anhört. Ja, was ist es denn, was man wirklich will? Die Gesellschaft, auf Funktion und Profit gepolt, erschwert oft den Umstieg in ein neues Selbst. Die Gesellschaft – das sind hier Zoés Messe-Kolleginnen, die im Gegensatz zur Protagonistin nur nebenberuflich in das Hostess-Kostüm schlüpfen; die Leserschaft Thomas', die künstlerisches Talent und Hype vermeintlich nicht auseinander halten kann; die Katze, deren Gesicht die gesellschaftliche Norm widerspiegelt, indem sie die bequemste Variante bevorzugt, sei sie nun moralisch verwerflich oder nicht. Oder doch nicht? Am Ende hatte die Katze recht – oder? Bagieu wirft scharfe Fragen auf und lässt am Ende den Leser seine Lösung selbst suchen. Ihre Konklusion ist nichts weniger als überraschend. Vielleicht wirkt die Geschichte deshalb so rund, weil sowohl scharfer Text als auch cartoonartige Bilder aus der Feder der Autorin stammen. Apropos Text: Sprechblasen werden dezent verteilt; es gibt Doppelseiten, auf denen man keine einzige findet. Kurzweilig wirkt die Geschichte deswegen keinesfalls – man tut gut daran, die Bilder auf sich wirken zu lassen. Vor allem Zoés alltäglicher Gang zur Arbeit (die Fahrt in der U-Bahn!) oder die Mimik der Katze verdienen einen zweiten und dritten Blick. Das ursprünglich von Carlsen ins Leben gerufene Label „For Ladies only“, das noch die Vorgänger-Novel der Autorin, „Wie ein leeres Blatt“, geziert hat, ist mittlerweile verschwunden. Das ist auch gut so, denn trotz der femininen Aufmachung und der Sex-and-the-City-esken Grundstimmung hat zumindest diese Graphic Novel mehr Teifgang, als so ein Label vermuten lassen würde. Obendrein werden auch maskuline Leser und Leserinnen ihren Spaß an Bagieus einzigartigem Stil haben. Das weiß ich, weil ich mich als Frau, die von selbst nicht auf die Idee gekommen wäre, sich mit dem Label „Lady“ zu assoziieren, sehr amüsiert habe. Aber auch abgesehen von den fehlenden Labels ist die Gestaltung des Comicromans gewohnt gelungen. Die mittlerweile 60 Jahre Erfahrung im Comic-Vertrieb garantieren Carlsen-Comic-Lesern in Optik und Haptik einen gewisse Qualität. Die Bezeichnung „Hardcover“ ist allerdings etwas irreführend, da es sich um einen biegsamen Einband handelt, ähnlich der Klappenbroschur, dem sogenannten Flexocover. So werden die Seiten geschützt, ohne sperrig zu wirken oder unnötiges Gewicht zu erzeugen. Meine Empfehlung: Diese Graphic Novel sollte an einem Samstagvormittag bei Croissant und Café au lait in der französischsten Kneipe eurer Stadt genossen werden. Mit allen anderen Klischees wird Pénélope Bagieu dann für euch aufräumen. Bon courage! Über die Autorin: Die 1982 geborene Pariserin Pénélope Bagieu, Tochter korsischer und baskischer Eltern, ist Illustratorin und Cartoonistin. Ihr Comic-Blog "Ma vie est tout à fait fascinante", auf dem sie auf humorvolle Weise aus ihrem Alltagsleben berichtet, erlangte über die Szene hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad. September 2014 soll er bei Carlsen auf Deutsch publiziert werden. Eine dreibändige Comic-Reihe, „Joséphine“, wird gerade verfilmt.

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