Unerschrocken 2

von Pénélope Bagieu 
4,8 Sterne bei4 Bewertungen
Unerschrocken 2
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Tolle Frauen, toller comic!

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Inhaltsangabe zu "Unerschrocken 2"

Die afghanische Rapperin Sonita Alizadeh singt im iranischen Exil gegen Zwangsheirat an, der sie selbst knapp entgangen ist. Die Frauenrechtlerin Thérèse Clerc kämpft für das Recht auf Abtreibung und ruft ein autonomes Wohnprojekt für mittellose Seniorinnen ins Leben. Und Nellie Bly, die Journalistin, lässt sich undercover in eine Irrenanstalt einweisen und trägt mit ihrer Reportage zur Verbesserung der Zustände in amerikanischen Psychiatrien bei.

Diese und weitere beeindruckende Frauen porträtiert Pénélope Bagieu im zweiten Band von "Unerschrocken", darunter bekannte Namen wie die Kunstsammlerin Peggy Guggenheim und noch zu entdeckende Persönlichkeiten wie die Vulkanologin Katia Krafft. Sie alle führen und führten ein selbstbestimmtes Leben und haben die Welt verändert.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783956401428
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:168 Seiten
Verlag:Reprodukt
Erscheinungsdatum:31.05.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Vaniis avatar
    Vaniivor einem Monat
    Kurzmeinung: Tolle Frauen, toller comic!
    Unerschrocken 2

    Unerschrocken 1 hat mich sehr umgehauen, die Freude war groß als Band 2 angekündigt worden ist!

    Wie auch im ersten Band werden hier wieder mutige/geniale/wichige/UNERSCHROCKENE Frauen und Mädchen der Geschichte in comicform dar- und vorgestellt.
    Was mir irgendwie auffiel war, dass viele moderne Frauen bzw Mädchen aus diesem Jahrhundert einzug ins Buch gefunden haben (sofern mich mein Gedächtnis nicht trügt waren in Band eins vermehrt Damen aus den letzeten Jahrhunderten am Start).
    Viele kannte ich bis Dato noch nicht und war umso interessierter Ihre Geschichten kennenzulernen.

    Der Zeichenstil Bagieu´s gehört definitiv zu meinen Lieblingsstilen. Er hat etwas wildes und lebendiges, übertreibt aber nicht.

    Ich hoffe auf ganz viele weitere Unerschrocken Bände! ^^

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    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor einem Monat
    Ein lesenswertes Buch!

    Kürzlich habe ich das Jugendbuch Power Woman – Geniale Ideen mutiger Frauen von Kay Woodward gelesen, die recht bekannte Frauen vorstellt. Es wird immer über großartige Männer in der Geschichte berichtet, großartige Frauen bleiben meist unerwähnt. Pénélope Bagieu zeigt wie im ersten Band, dass man Träume erfüllen kann, wenn man unerschrocken bleibt und sich seiner Sache mit ganzem Herzen widmet. Neben berühmten Frauen wie Betty Davis und Peggy Guggenheim kommen eher unbekannte Frauen zu Wort. Temple Grandin, Tierdolmetcherin, Phoolan Devi, Banditenkönigin, Naziq al-Abid, Aktivistin. Hier werden Frauen porträtiert, von denen man nie gehört hat, die aber Wichtiges geleistet haben. Frances Glessner Lee – Puppenstubenforensikerin – was haben wir uns darunter vorzustellen? Frances, genannt Fanny –

    »Sie wird nicht zur Schule geschickt; stattdessen lernt sie Nähen und Stricken und in bester viktorianischer Tradition bastelt sie aufwendige Puppenstuben. Der Bruder studiert in Harvard Medizin. Fanny täumt auch davon, doch das steht natürlich außer Frage.«

    George, der beste Freund ihres Bruders, arbeitet in der Rechtsmedizin, ärgert sich darüber, wie Polizisten den Tatort verunreinigen, sogar noch säubern. Fanny langweilt sich in ihrem Leben als Mutter und Hausfrau und nachdem sie sich hat scheiden lassen, die Eltern und der Bruder verstorben sind, erbt sie ein riesiges Vermögen. Ihre Chance, etwas Wichtiges anzufangen. Sie schenkt der Harvard Universität eine stattliche Summe samt Fachbibliothek, um einen Lehrstuhl in Forensik einzurichten. George erhält den Lehrstuhl. Und als auch der verstirbt, gründet Fanny die Harvard Associates in Police Science (HAPS). Dort bringt sie höchstpersönlich Polizisten und Medizinern bei, wie man einen Tatort begutachtet, liest. Um das ganze anschaulich zu machen, erinnert sie sich an ihre Fähigkeiten im Puppenbasteln. Sie setzt sich hin und konstruiert Puppenhäuser, allerdings nach Originaltatorten, bis ins kleinste Detail. Die Seminarteilnehmer müssen versuchen, die Fälle anhand der Spuren in den Miniaturen zu lösen.

    »Fanny wird zur Polizeichefin von Hampshire ernannt. (Die erste Frau, die diesen Titel trägt.)«

    Oder nehmen wir Nelly Bly, die 1864 in eine sehr arme Einwanderer-Familie in den USA geboren wird. In ihrer Wut über einen Artikel zur Rolle der Frau in einer Zeitung schreibt sie einen Leserbrief und wird vom Herausgeber als Journalistin eingestellt. Sie schreibt über einfache Menschen, schlechte Arbeitsbedingungen. Damit macht sie sich keine Freunde. Unter Druck darf sie nur noch über Mode und Garten berichten, kündigt. Joseph Pulitzer gibt ihr nun eine Chance. Sie wird berühmt mit ihren knallharten sozialen Themen, wobei sie sich jeweils undercover, wie heute Wallraf, einschleust. Und zur Krönung reist sie per Schiff, Zug und Heißluftballon in 80 Tagen durch die Welt, schreibt ein Buch darüber. Sie heiratet einen reichen, viel älteren Industriellen und revolutioniert als Witwe die Arbeitsbedingungen in ihrer Fabrik. Abenteuer steckt ihr im Blut und so wird sie für Österreich die erste weibliche Kriegsberichterstatterin im ersten Weltkrieg, setzt sich später für Frauenrechte ein, schreibt weiter Suffragetten.

    Die afghanische Rapperin Sonita Alizadeh rappt im iranischen Exil gegen Zwangsheirat, der sie selbst entgangen ist. Thérèse Clerc kämpft für das Recht auf Abtreibung und ruft als Frauenrechtlerin ein autonomes Wohnprojekt für mittellose Seniorinnen ins Leben. Interessante Frauen, die die französische Illustratorin und Cartoonistin Pénélope Bagieu porträtiert. Sie gehört weltweit zu den erfolgreichsten Comic-Zeichnerinnen. Unbequeme und moderne Frauenfiguren sind ihr Markenzeichen. Jetzt hat sie eine weitere Graphic Novel mit 15 Porträts von außergewöhnlichen Frauen herausgebracht, aus unterschiedlichen Epochen, Ländern, Kulturen und Gesellschaftsschichten. Spannend, spaßig, wissenswert, aber nie mit einem erhobenen Zeigefinger, führt sie durch die jeweilige Graphic Novel. Es ist, wie es ist. Der Text ist pointiert, aber einfach zu lesen, obwohl so viel Inhalt drinsteckt. Feine Zeichnungen, sparsam mit Koloration, bringen es auf den Punkt. Empfehlung!

    Eine Altersempfehlung gibt der Verlag nicht vor. Meine Empfehlung: 12 - 99 Jahre.

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    Buchschatzjaegerins avatar
    Buchschatzjaegerinvor 4 Monaten
    *Göfel*Ramsella*s avatar
    *Göfel*Ramsella*vor 4 Monaten

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