Fieber am Morgen

von Péter Gárdos 
3,9 Sterne bei32 Bewertungen
Fieber am Morgen
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (21):
R

Sehr liebevolle und eigenwillige, ins Detail und mit Augenzwinkern beschriebene Charaktere.

Kritisch (3):
Marina_Nordbrezes avatar

Meine hohen Erwartungen wurden nicht erfüllt. Nur, weil eine Geschichte wahr ist, macht dies das Buch nicht besser. Schade.

Alle 32 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Fieber am Morgen"

"Wie viele haben geantwortet?" "Beinah zwanzig." "Willst du jeder von ihnen zurückschreiben?" "Sie ist die Richtige", antwortete Miklós. "Und woher weißt du das?" "Ich weiß es einfach."
Im Juli 1945 wird Miklós, ein junger Ungar, nach Schweden gebracht. Er hat das KZ Bergen-Belsen überlebt, besteht nur noch aus Haut und Knochen, Zähne hat er auch keine mehr. Sein Arzt gibt ihm sechs Monate. Doch er hat andere Pläne. 117 junge Frauen aus Miklós' Heimatstadt haben wie er die Vernichtungslager überlebt und es nach Schweden in Erholungsheime geschafft. Jeder einzelnen von ihnen schreibt er einen Brief. Eine dieser Frauen wird er heiraten, das hat er sich fest vorgenommen. Hunderte Kilometer entfernt liest Lili seinen Brief und beschließt, ihm zu antworten. Brief um Brief verlieben sich die beiden ineinander. Im Dezember 1945 treffen sich Miklós und Lili zum ersten Mal. Sie haben nur drei Tage. Und lieben sich vom ersten Augenblick. Nun müssen sie nur noch einen Weg finden, wie sie heiraten können. Und Miklós darf nicht sterben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783455002102
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Hoffmann und Campe
Erscheinungsdatum:12.09.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.10.2015 bei Hoffmann und Campe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,9 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne12
  • 4 Sterne9
  • 3 Sterne8
  • 2 Sterne3
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    R
    Readzgivor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr liebevolle und eigenwillige, ins Detail und mit Augenzwinkern beschriebene Charaktere.
    Fieber am Morgen

    Zufällig habe ich gleich zwei Bücher zum Thema «Juden im zweiten Weltkrieg» nacheinander gelesen. «Fieber am Morgen» ist eines davon. Hier wird die wahre Geschichte des jungen Ungars Miklós erzählt, der es nach dem Konzentrationslager todkrank nach Schweden schafft und dort über Briefkonversationen mit 117 Ungarinnen eine Frau zum Heiraten sucht. 


    Ich habe dieses Buch gerne und in einem Rutsch gelesen. Doch es vermochte mich weit weniger zu berühren und erschüttern als das andere Buch zum Thema (sehr empfehlenswert: Markus Flohr: Alte Sachen). 

    Weshalb das so ist? Wahrscheinlich weil ich die ganze Handlung, die Beschreibung der Hauptpersonen oftmals als sehr liebevoll und mit einem Augenzwinkern empfunden habe. Ich mochte die eigenwillige, sehr unkonventionelle Art zu Handeln von Miklós und Lili - doch vielleicht hat genau diese oft als humorvoll empfunde Beschreibung mich die ganze Tragik hinter dieser Geschichte ein bisschen vergessen lassen... 

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    leseleas avatar
    leseleavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine berührende Geschichte, die das Leben hier geschrieben hat. Leider kann die literarische Umsetzung das nicht einfangen.
    Die Liebe nach dem Holocaust

    Das Leben, so heißt es, schreibt die besten Geschichten. Wie wahr diese Sentenz ist, beweist einmal mehr das Schicksal der Familie Gárdos: 1945 überlebt der junge Ungar Miklós mit knapper Not das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Nur noch 29 Kilo wiegend, ohne Zähne und an Tuberkulose erkrankt wird er nach Schweden zur Genesung geschickt. Die Ärzte geben ihm – nachdem er das furchtbarste Grauen der Menschengeschichte überlebt hat – nur noch sechs Monate zu leben. Doch Miklós will leben – und vor allem lieben. Er schreibt 117 Briefe an aus seiner Heimatstadt stammenden Frauen, die sich ebenfalls in Schweden befinden. Eine Antwort sticht aus allen heraus: Es ist Lilis Brief, der Miklós davon überzeugt, die richtige gefunden zu haben und der ihm die Gewissheit gibt – gegen alle Überzeugungen –, dass er mit ihr sein Leben verbringen wird...

    Das Miklós Recht behalten hat, bezeugt der Roman Fieber am Morgen seines Sohnes Péter, der 2015 erschien. Péter Gárdos setzt in seinem Debüt dazu an, die Kennenlerngeschichte seiner Eltern, wie sie oben skizziert wurde, literarisch zu verarbeiten. Gestützt auf den Originalbriefen, die im Roman in übersetzter Form zitiert werden, und mit dem Wissen und vor allem den Vermutungen, die er im Innersten hegt, will er die Geschichte einer Liebe erzählen, die alles überwindet – selbst den Tod. Allein: Es gelingt ihm nicht! Gárdos Erzählung verliert sich schnell im Banalen, kommt schlicht und einfach daher und schafft es nicht die Emotionen, die diese Geschichte bereithält, sprachlich oder erzähltechnisch an den Leser zu bringen. Gewiss kann der Roman berühren, wenn man sich vergegenwärtigt, dass das Gelesene einen wahren Kern hat, doch wird diese Rührung nicht durch die literarische Umsetzung verstärkt, geschweige denn überhaupt hervorgerufen.

    Und so wundert es nicht, dass das Buch einen nur dann packt, wenn man dem Briefwechsel von Miklós und Lili konzentriert folgt und die Behutsamkeit ihrer Worte, den Wunsch nach Normalität und die Bemühungen, ein unschuldiges Leben zu führen, auf sich wirken lässt. Die Worte des Autors, die die Auszüge einbetten und anreichern sollen, verkommen dagegen zu unnötigem Geplapper, der mehr vom Zauber nimmt als ihn (so vermutlich die eigentliche Intention) zu erzeugen. Daher kommt man als Leser schnell zu der Überzeugung: Miklós und Lili haben mit ihren Briefen ihre große und unglaubliche Liebesgeschichte selber schon geschrieben, die nachträgliche Erzählung ihres Sohnes haben sie nicht gebraucht.

    Fieber am Morgen ist vermutlich das Herzensprojekt des Autors, das ich ihm auch nicht absprechen möchte. Darüber hinaus rechne ich ihm hoch an, dass er den Holocaust nicht ausschlachtet und eine kitschig-rührende Liebesgeschichte auf seinem Hintergrund konstruiert, sondern im Gegenteil respekt- und maßvoll das Schicksal seiner Eltern erwähnt und in die Geschichte einfügt. Dennoch reicht dies nicht aus, um mehr als 3 Sterne für den Roman zu vergeben. Meiner Meinung nach hätte es dieses Stück Literatur nicht gebraucht; die Publikation des elterlichen Briefwechsels wäre hingegen äußert reizvoll gewesen.

    Kommentare: 2
    82
    Teilen
    Dions avatar
    Dionvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wunderschöne Geschichte, sehr berührend!
    Liebe überwindet alles

    Inhalt
    Péter Gárdos schreibt in seinem Roman "Fieber am Morgen" über die Vergangenheit seines Vaters Miklós:

    der junge Ungar überlebt den Holocaust und wird in Schweden in einem Krankenhaus aufgenommen. Laut seinem dortigen Arzt soll er nur noch sechs Monate zu leben haben, da er an einem unheilbaren Lungenleiden laboriert. Miklós blendet seine Krankheit aus und beschließt stattdessen, Briefe an 117, ebenfalls in Schweden gestrandete Frauen aus seiner Heimatstadt Debrecen zu schreiben, da er plant, eine von ihnen zu seiner Ehefrau zu machen.

    Lili Reich, einer der 117 Frauen, antwortet ihm. Ein reger Briefwechsel beginnt und bald schon steht fest, Miklós und Lili wollen ihr Leben gemeinsam verbringen. Doch zuvor müssen noch Hindernisse und Schwierigkeiten vielfältiger Art überwunden werden. Und das Wichtigste: Miklós darf nicht sterben.

    Meine Meinung
    Es war mir eine große Freude, dieses Buch lesen zu dürfen. Péter Gárdos beschreibt anhand der Briefe seiner Eltern sehr eindrucksvoll deren innerste Gefühle und Gedanken. Auch lässt er den Leser hautnah am Alltagsleben im Krankenhaus bzw. im Auffanglager in Schweden teilnehmen. Es hat mich sehr berührt, mit welch großem Einfühlungsvermögen Péter Gárdos über die Hindernisse seiner Eltern zum Glück schreibt, besonders die Eifersucht und den Neid der vermeintlichen Freundin Lilis und die vermeintlich unheilbare Krankheit Miklós'. Aber auch die Sanftmut und die doch sehr unkonventionelle Hilfe des Rabbi Kronheim haben mich beeindruckt.
    Ein gelungenes Werk in meinen Augen und daher absolut empfehlenswert!

    Kommentieren0
    15
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Hautnah und fesselnd. Ein gelungenes Werk und absolut empfehlenswert!
    Liebe überwindet alles

    Inhalt
    Péter Gárdos schreibt in seinem Roman "Fieber am Morgen" über die Vergangenheit seines Vaters Miklós: Der junge Ungar überlebt den Holocaust und wird in Schweden in einem Krankenhaus aufgenommen. Laut seinem dortigen Arzt soll er nur noch sechs Monate zu leben haben, da er an einem unheilbaren Lungenleiden laboriert. Miklós blendet seine Krankheit aus und beschließt stattdessen, Briefe an 117, ebenfalls in Schweden gestrandete Frauen aus seiner Heimatstadt Debrecen zu schreiben. Eine von ihnen soll seine Ehefrau werden, so sein Plan.

    Lili Reich, eine der 117 Frauen, antwortet ihm. Ein reger Briefwechsel beginnt und bald schon steht fest: Miklós und Lili wollen ihr Leben gemeinsam verbringen. Doch zuvor müssen noch Hindernisse und Schwierigkeiten vielfältiger Art überwunden werden. Und das Wichtigste: Miklós darf nicht sterben.

    Meine Meinung
    Es war mir eine große Freude, dieses Buch lesen zu dürfen. Péter Gárdos beschreibt anhand der Briefe seiner Eltern sehr eindrucksvoll deren innerste Gefühle und Gedanken. Auch lässt er den Leser hautnah am Alltagsleben im Krankenhaus bzw. im Auffanglager in Schweden teilnehmen.

    Es hat mich sehr berührt, mit welch großem Einfühlungsvermögen Péter Gárdos über die Hindernisse seiner Eltern zum Glück schreibt, besonders über die Eifersucht und den Neid der (falschen) Freundin Lilis und die vermeintlich unheilbare Krankheit Miklós'. Aber auch die Sanftmut und die doch sehr unkonventionelle Hilfe des Rabbi Kronheim haben mich beeindruckt.

    Ein gelungenes Werk und daher absolut empfehlenswert!

    Danke für die Leseeindrücke an Hannelore Kranebitter

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    sydneysider47s avatar
    sydneysider47vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch über eine Freundschaft von zwei ungarischen Juden. Wirklich berührend und wunderschön.
    Ein berührendes Buch, das mich positiv überrascht hat

    Aus der Bücherei hier im Ort konnte ich mir folgendes Buch zum Lesen ausleihen:

    Fieber am Morgen

    des ungarischen Autors

    Péter Gárdos

    Für welche Zielgruppe eignet sich das Buch? Lohnt es sich, das Buch zu lesen? Antworten auf diese Fragen gibt (hoffentlich) meine Rezension.


    Miklós will Lili heiraten – oder: die Handlung

    Der Ungar Miklós ist Jude und hat das Grauen des Holocausts überlebt. Abgemagert und krank kommen er und einige andere KZ-Überlebende nach Schweden. In Lagern, in denen man sich um Kranke kümmert, sollen sie wieder aufgepäppelt werden.

    Miklós ist so abgemagert und von Schwindsucht so gezeichnet, dass die Ärzte ihm nur noch ein halbes Jahr Überlebenschancen geben.

    Doch Miklós gibt nicht auf. Er kommt an die Adressen von Ungarinnen, die ebenfalls in schwedischen Lagern gesund gepflegt werden und schreibt 117 von ihnen einen Brief. Einige antworten. Eine davon ist Lili. Als er ihren Brief liest, weiß er sofort: Das ist die Frau, die er heiraten will und wird. Aber wie können sie das realisieren? Und auf keinen Fall darf Miklós sterben!

    Ein hingebungsvoller Briefwechsel nimmt seinen Verlauf. Miklós und Lili möchten sich so schnell wie möglich kennen lernen. Einfach ist es nicht, denn es gibt Ärzte, die Bedenken haben, weil beide immer noch krank sind. Außerdem leidet Miklós unter einem unerklärlichen Fieber am Morgen, das aber im Laufe der Zeit verschwindet.

    Damit sich Lili und Miklós endlich treffen können, behauptet Lili, dass Miklós ihr Cousin sei. Und so klappt es mit einer Besuchsgenehmigung. Drei Tage lang können sie sich sehen, als Miklós zu Lili reist. Ihre Liebe wird dadurch stärker. Aber es ist nicht leicht, dass eine Ungarin und ein Ungar – beides Juden – in Schweden heiraten können. Es gibt viele Menschen, die den beiden Hindernisse in den Weg legen …


    Schreibstil

    Das Buch ist aus der Sicht eines Ich-Erzählers geschrieben. Interessant ist, dass dieser Ich-Erzähler nur in einem einzigen Satz gegen Schluss des Buches vorkommt.

    Hauptperson ist „mein Vater“ – also der Vater des Ich-Erzählers -, der einmal „mein Vater“, dann wieder „Miklós“ genannt werden. Seine Freundin und Briefpartnerin wird immer „Lili“ genannt. Damit wird die Spannung, ob Lili und Miklós zusammenbleiben dürfen und heiraten werden, während der gesamten Handlung im Buch gewahrt. Ich finde das gut, denn einer der Gründe, warum ich das Buch gelesen habe, war, dass ich wissen wollte, ob die beiden zusammenbleiben werden – oder nicht.


    Meine Meinung zu diesem Buch

    Dieses Buch habe ich sehr gerne gelesen. Das lag nicht nur an der interessanten Handlung und den sehr sympathischen Hauptfiguren Lili und Miklós, sondern auch daran, dass ich durch das Lesen dieses Buches einiges gelernt habe. Ich wusste nicht, dass nach dem Zweiten Weltkrieg ungarische Juden in Krankenstationen – Lagern – in Schweden behandelt wurden.

    Der Ärzte sind streng, und dann gibt es noch Lagervorschriften – und so ist es gar nicht einfach, dass Lili und Miklós sich treffen können. Die beiden haben auch Freunde, die ihnen meistens helfen. So ist Miklós mit Harry zusammen, und eine von Lilis Freundinnen heißt Judit. Ohne diese Freunde könnten Lili und Miklós mit ihrer Sehnsucht oft gar nicht fertig werden…

    Immer wieder werden Briefe zitiert, die Lili an Miklós geschrieben hat und Miklós an Lili. Das lockert die Handlung auf. Die Briefe sind kurz, aber sie sagen sehr viel aus. Vor allem gehen beide sehr höflich miteinander um. So ist Lili beispielsweise sehr verärgert, als Miklós sie aus Versehen in einem Brief duzt, obwohl sie es ihm noch gar nicht erlaubt hat.


    Mein Fazit

    „Fieber am Morgen“ von Péter Gárdos ist ein Buch, das mich positiv überrascht hat. Es geht um die Freundschaft zwischen den beiden ungarischen Juden Lili und Miklós, die beide den Holocaust überlebt haben. Beide lernen sich durch eine Brieffreundschaft kennen und lieben – und es ist spannend zu lesen, ob sie heiraten werden oder nicht.

    Ich vergebe diesem Buch 5 Sterne und empfehle es weiter. 22 Euro für ein Buch, das weniger als 300 Seiten hat, finde ich allerdings schon recht teuer. Vielleicht sollte man warten, bis das Buch als Taschenbuch erscheint – oder es – wie ich es getan habe – aus einer Bücherei ausleihen.

    P.S.: Diese Rezension erschien in einer längeren Version bereits bei der Verbraucherplattform Ciao.de und auf dem Buchblog der Verrückten Leseratten bei Wordpress.com.

    Kommentieren0
    76
    Teilen
    Fantasie_und_Träumereis avatar
    Fantasie_und_Träumereivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich einer der berührendsten&großartigsten Romane des Jahres. Eine Liebesgeschichte von ernster Schönheit.
    Ein absolutes Herzensbuch!!

    Noch ganz frisch sind die Emotionen zu "Fieber am Morgen", das ich vor zwei Tagen beendet habe. Gedanken dazu haben sich festgesetzt. In meinem Kopf. Und vor allem in meinem Herzen. Eine Liebesgeschichte von ernster Schönheit. Tragisch in Vorgeschichte und Verlauf, aber zum Glück - so viel darf ich verraten - mit Happy End. Wohlverdient.


    "Fieber am Morgen" ist die wahre Geschichte des Ungars Miklós Gárdos. Vater des Autors Péter Gárdos. Miklós hat das KZ überlebt, den Aufenthalt bei den Russen, konnte bis nach Schweden fliehen und bekommt nun gesagt, dass ihn eine Krankheit das Leben kosten wird. Nach allem, was er durchgemacht. Nach all diesen Augenblicken, in denen er dem Tod von der Schippe gesprungen ist, will dieser ihn nun tatsächlich für sich selbst beanspruchen. Ohne Miklós. Das lässt er sich nicht bieten. Er ist ein Kämpfer, ein Streiter. Und wenn der Tod ihn haben möchte, dann soll er nur kommen.


    " 'Weißt du was, Harry? Dann lass ich mir eben Kiemen wachsen. Er kriegt mich nicht klein.' "


    Mit ihm gehen wird er auf keinen Fall. Denn in naher Zukunft möchte er endlich heiraten. Keine Schwedin, sondern eine Ungarin. Eine Frau, die seine Sprache spricht, die - wie er auch - ungarischer Herkunft ist, eine ungarische Seele hat. In Schweden wurden 117 Frauen aufgenommen, die ebenfalls dem Nationalsozialismus entkommen konnten und aus Miklós Heimatstadt stammen. Jeder einzelnen der 117 Frauen schickt er einen Brief mit demselben Text. Einige von ihnen antworten ihm. Doch nur eine kann sein Herz berühren. Lili.


    " 'Es gibt keine andere. Entweder sie - oder ich sterbe.' "


    Péter Gárdos, preisgekrönter Theater- und Filmregisseur, hat in "Fieber am Morgen" die Liebesgeschichte seiner Eltern aufs Papier gebracht. Rekonstruiert anhand der Liebesbriefe, die sie sich ein halbes Jahr lang hin und her geschrieben haben, und an Erzählungen beider Elternteile, die lange Zeit eher vage waren. Zu tief sitzt auch nach all den Jahren der Schmerz, den die Erlebnisse des Krieges verursacht haben. Narben, die vermutlich nie ganz verheilen und bei zu starker Berührung aufreißen könnten.


    " 'Mit der Abscheu muss man vorsichtig sein. Sie kann leicht in Hass umschlagen. Gleich darauf folgt die Aggression. Dann kommt die Ideologie. Und am Ende werden sie in ihrem gesamten Leben nichts anderes mehr tun, als Fliegen zu verfolgen.' "


    All dies kann der Leser spüren. In den feinen Worten, die Péter Gárdos wählt, um die zarte Geschichte der beiden Flüchtlinge nachzuerzählen. Schnell weicht der Klang seiner Stimme der von Lili und Miklós, die sich ganz behutsam annähern. Der Kostbarkeit ihrer Liebe bewusst. Einem Lichtblick in einer Zeit, die auch nach ihrem Entkommen aus der Todesmaschinerie, noch allzu düster und bedrückend ist. Das Leben als Flüchtling ist schwierig. Sie sind Fremde in einem fremden Land. Bekommen Hilfe angeboten, aber keiner versteht sie so wirklich. Nur wer dergleichen Herkunft ist, wer ähnliches mitgemacht hat und die von Tod, Schmerz, Leid und Dunkelheit geprägten Erlebnisse am eigenen Körper erfahren hat, weiß wie Krieg und weiterleben sich anfühlen.


    "Kleines Kerlchen, noch weißt du nicht, was die Stirn

    unseres Erdteils zerfurcht,

    für dich hier im Norden war's nur ein Gestirn

    das Flugzeug am Himmel, für uns war's Furcht.

    [...] "


    "Fieber am Morgen" ist ein berührender Roman über Krieg, Liebe und Hoffnung. Die sanfte fast literarische Schreibe des Autors dringt mit einer auf den ersten Blick ungeahnten Heftigkeit unter die Haut. Grausame Erlebnisse, verpackt in die Schönheit der feinen Worte Gardós' schlagen ein und erzielen ihre Wirkung, indem sie dafür sorgen, nichts zu vergessen. Sie haben Kraft. Eine ähnliche Kraft, wie die Liebe seiner Eltern. Eine Kraft, die dazu geführt hat, dass Miklós Gardós etwas schier unglaubliches gelungen ist.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    MBuchlings avatar
    MBuchlingvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Es ist schön, wie sich zwei Unbekannte langsam per Brief annähern und sich gegenseitig Halt und Hoffnung geben.
    Fieber?! Eher eine lauwarmes Leseerlebnis

    Fieber am Morgen ist eines der Bücher, die jetzt bei der Neuauflage des Literarischen Quartetts "diskutiert" wurden. Die Worte die in dieser Runde fielen waren "Holocaust-Kitsch" und "süßlich". Das ist es aus meiner Sicht nicht. Es geht eher in die Richtung nostalgisch. Warum?

    Péter Gárdos, ungarischer Film- und Theaterregisseur., erzählt die Geschichte wie sich seine Eltern kennengelernt haben. Beide wurden 1945 aus einem KZ bzw. Arbeitslager befreit und vom internationalen Roten Kreuz zur Genesung nach Schweden gebracht. In Schweden angekommen, fängt Miklós, Gárdos Vater, an, Briefe an 117 Ungarinnen, die alle aus Debrecen und Umgebung stammen und in Schweden gelandet sind, zu schreiben.Viele Frauen antworten ihm, doch nur in eine verliebt er sich. Und das ist die 18-jährige Lili. Leider ist Miklós Lunge schwer geschädigt und sein Arzt meint, dass er nur noch sechs Monate zu Leben hat. Davon lässt sich Miklós jedoch nicht beeindrucken, wer gerade eben erst das KZ überlegt hat, stirbt jetzt nicht. Mit diesem naiven Optimismus blickt er einer Zukunft mit Lili entgegen. Das ist auch gut so.

    Briefausschnitte und Erzählstimme wechseln sich miteinander ab. Mal ist der Leser im Krankenlager von Miklós, mal von Lili anwesend. Die Orte ähneln sich, obwohl sie kilometer voneinander entfernt sind. Ein Arzt, eine derbe Krankenschwester, viel Bettruhe und unendliche Langeweile umgeben die Pflegebedürftigen. Miklós vergleicht seine Lage mit der Hauptfigur Hans Castorp aus Thomas Manns "Zauberberg": "Mir geht es wie Hans Castorp. Diese verzerrte Nostalgie .... die ich beim Gedanken an gesunde Menschen verspüre ... schmerzt beinahe." Zauberberg-Kenner wie Cat hätten hier viel zu vergleichen :)

    Miklós und Lili haben kämpfen dafür, sich besuchen zu dürfen. Bei ihrem ersten Treffen ist Lili dann total entsetzt über das Aussehen von Miklós. Sie bittet zunächst ihre Freundin, sich als Lili auszugeben. Miklos durschaut dieses Spiel jedoch sofort. Nach anfänglichem Schweigen, überwinden sie diese Hürde und kommen sich näher. Nur ein halbes Jahr nach Beginn ihres Briefwechsels wollen sie heiraten. Natürlich sind nich alle davon begeistert, dass zwei Menschen die sich kaum kennen sofort heiraten wollen. Aber ein netter Rabbi aus Stockholm unterstüzt die beiden. Außerdem scheint sich auch Miklós Lungenleiden zu bessern. Seine Überlebenschancen sehen also gut aus.

    Fazit
    Wenn euch jetzt diese kurze Geschichte banal vorkommen mag, dann lasst mich erklären, warum ich das Buch überhaupt nicht banal empfunden habe. Erstens, es ist eine wahre Geschichte. Die Auszüge aus den Briefen der beiden sind also echt. Das drumherum ist logischerweise dazugedichtet. Aber auch das ist in einem ganz passenden Rahmen gemacht. Natürlich konnte Péter Gárdos nicht wissen, was genau in seinen Eltern vorging. Deswegen mag es dem Roman vielleicht an der einen oder anderen Stelle an Tiefe fehlen. Aber ich finde darauf kommt es nicht an. Es ist eine schöne und vor allem mutmachende Geschichte, die die schreckliche Vergangenheit überwindet. Ich bin auch sehr froh, dass die KZ-Erfahrugen und Beschreibungen nicht überhand nehmen in dem Buch. Denn dass dass die Personen dort schreckliches erlebt haben, kann sich auch jeder so vorstellen. Vielmehr ist es schön zu lesen wie sich die beiden Figuren langsam per Brief annähern und miteinander vertraut machen und sich gegenseitig Halt und Hoffnung geben. So hilft Miklós zum Beispiel Lili dabei, ihre Mutter wiederzufinden.

    Diese Rezension stammt von meinem Blog: http://buchlingreport.blogspot.de/2015/10/peter-gardos-fieber-am-morgen.html

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Melody80s avatar
    Melody80vor 3 Jahren
    Das Fieber am Morgen...

    Die Liebesbriefe seiner Eltern gaben den Ausschlag für Péter Gárdos, ihre Lebens & Liebesgeschichte nieder zu schreiben. In den Nachkriegszeiten lernten sich die Beiden kennen, ausschlaggebend war der eine Brief seines Vaters Milós, der an 117 Frauen verschickt wurde und auf den seine Mutter Lili antwortete.

    Ein ruhiges, berührendes Buch habe ich erwartet und auch bekommen. Mit wenigen Charakteren gelingt es dem Autor, den Leser ins Schweden der Nachkriegszeit mitzunehmen. Bis zum Schluß leidet und liebt man mit Miklós, der an einer lebensgefährlichen Krankheit leidet, morgens immer mit Fieber erwacht und sich nichts sehnlicher wünscht , als dass er endlich mit seiner Lili vereint wird. Letztendlich kommt aber vielleicht alles anders, als man denkt. Mir hat “Fieber am Morgen” sehr gut gefallen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    19angelika63s avatar
    19angelika63vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Hommage an das Leben .... wundervoll, erschütternd ...einfühlsam ...
    Eine Hommage an das Leben

    Rückentext
    Sommer 1945. Der junge Ungar Miklós hat das Konzentrationslager überlebt und es nach Schweden geschafft, wo die Ärzte ihm nur sechs Monate zu leben geben. Doch Miklós hat andere Pläne: 117 Briefe schreibt er an junge Frauen aus seiner Heimatstadt. Eine dieser Frauen wird er heiraten, das hat er sich fest vorgenommen. Lili liest seinen Brief und beschließt, ihm zu antworten. Sie ist die Richtige, das weiß er. Jetzt müssen sie nur noch einen Weg finden, wie sie heiraten können – und Miklós darf nicht sterben.


    Kleines Kerlchen, noch weißt du nicht, was die Stirn
    unseres Erdteils hat so tief zerfurcht,
    für dich hier im Norden war’s nur ein Gestirn
    das Flugzeug am Himmel, für uns war’s Furcht.

    Miklós Gárdos
    An einen schwedischen Jungen

    Miklós hat das KZ überlebt und wurde wie viele hundert andere Ungaren nach Schweden gebracht. Dort sollen sie in einem sogenannten Erholungslager wieder zu Kräften kommen. Doch Miklós ist krank, so krank, dass er nur noch sechs Monate zu leben hat. Doch das erschüttert Miklós in keinster Weise. Er beschließt die eine Frau fürs Leben zu finden und zu heiraten. Also besorgt er sich eine Liste von 117 Frauen aus seiner Heimatstadt und deren Adresse. Jeder einzelnen schriebt er einen Brief, und hofft auf Antwort.

    „>Was ist Ihr Beruf, Miklós?<
    >Ich war Journalist. Und Dichter.<
    >Ach ein Seeleningenieur. Wie schön.<“ (Seite 13)

    Auch Lili hat den Krieg und das KZ überlebt. Sie ist ebenfalls in einem Erholungslager in Schweden untergebracht. In einer Zeit, in der es ihr noch sehr schlecht geht, bekommt sie Miklós Brief und als ihr Freundinnen nicht locker lassen, antwortet sie ihm.

    Die Beiden schreiben sich ohne Unterlass Briefe. Mit jedem Brief mehr, lernen sie sich kennen und langsam keimen erste zarte Gefühle auf. Miklós versucht sogar Lili zu besuchen, doch sowohl die Ärzte wie auch die Leiter der Erholungsanstalten sprechen sich dagegen aus. Schließlich gelingt den Beiden doch ein Treffen und sie beschließen sich nie mehr zu trennen. Miklós bereitet alles für eine Hochzeit vor. Doch sie haben nicht mit den Intrigen und dem Neid der anderen gerechnet. Wird ihre Liebe eine Zukunft haben?

    „Auf eine gefrorene Pfütze trat ich,
    es knackte das dünngraue Eis,
    kommst du meinem Herzen nah: Vorsicht! Du weißt,
    kaum berührst du es, schon zerreißt
    der schützende Mantel aus Raureif,
    der es umgab, kühl, grau und steif.
    (…)
    Komm nun zu mir, leicht wie eine Feder,
    lächelnd und beherzt,
    such die Stelle, wo der Schmerz
    schon gefroren ist, zu Eis hart wie Erz,
    streich darüber mit warmer Hand,
    und mein Herz wird wieder sehen Land.“ (Seite 65)

    Was für eine bewegende Geschichte. Da sind Miklós und Lili, stellvertretend für Millionen anderer Juden und Verfolgte, die den Holocaust überlebt haben. Doch wer denkt, dass nach Kriegsende alles besser oder gar gut ist, irrt hier gewaltig. Die schlimmen körperlichen Wunden heilen, doch die seelischen Wunden bleiben. Und weder Miklós noch Lili reden darüber. Einzig einmal spricht Lili darüber, dass sie eine falsche Identität angenommen hat und konvertieren möchte, da sie keine Jüdin mehr sein will, da sie Angst vor einem solchen Leben hat.

    Als Leserin bin ich hin und her gerissen … eben noch liest man die Briefe zweier Liebenden und schon im nächsten Abschnitt werden die Gräueltaten des Holocaust beschrieben. Oft bin ich aber auch verwundert über Miklós und bewundere ihn auch ein wenig … er, der so misshandelt, verwundet wurde und jetzt sterbenskrank ist, hat einen unbändigen Lebenswillen, den ich als Leserin in jeder Zeile spüren kann. Immerzu muss ich denken … Miklós muss es schaffen, er darf nicht sterben … er und Lili müssen heiraten … beide müssen nach diesem Horror eine gemeinsame Zukunft haben. Doch ihnen werden immer wieder neue Stolpersteine in den Weg gelegt und als Leserin könnte man verzweifeln, da Miklós Zeit immer weniger wird.

    Ove non sei la luce manca,
    Ove tu sei nasce l’amor!

    Wo du nicht bist, gibt es kein Licht,
    Die Liebe wird geboren, wo du bist! (Seite 127)

    Ein wundervoller Roman in einer ebenso wundervollen Sprache, über ein Thema das weniger schön ist. Doch Péter Gárdos hat die Geschichte seiner Eltern mit Hilfe deren Briefe wundervoll erzählt. Eine Geschichte wundervoll, einfühlsam und erschütternd erzählt … über das Leben nach dem Holocaust, eine Geschichte voller Mut und Zuversicht und dem Gedanken, dass es sich immer lohnt zu kämpfen … für das Leben und die Liebe …



    Kommentare: 7
    24
    Teilen
    Mina - Das Irrlichts avatar
    Mina - Das Irrlichtvor 3 Jahren
    Wundervoller Debüt-Roman

    Bereits die euphorische Ankündigung des Verlegers Daniel Kampa aus dem Hause Hoffmann und Campe in der aktuellen Verlagsvorschau für den Herbst 2015 hatte mich neugierig auf das Debüt des Ungarn Péter Gárdos gemacht:

    “Ganz selten erlebt man beim Lesen eines Manuskripts einen solchen magischen Moment: Das ist es – das ist Literatur, die bewegt, das wird ein Buch, das Millionen Menschen lesen und lieben werden – ein Buch für die Ewigkeit.”

    Daniel Kampa

    Umso mehr freute ich mich, als der Verlag mir, im Zusammenhang mit der Buchbesprechung des Romans “Fieber am Morgen” in der Erstausstrahlung des “neuen” Literarischen Quartetts heute Abend um 23.00 Uhr auf ZDF, ein Rezensionsexemplar anbot und die Sperrfrist für die Buchbesprechung auf den 02. Oktober vorverlegte. Als das Buch bei mir eintraf, war ich verzaubert von dem in Leinen gebundenen bedruckten Cover! So müssen Bücher aussehen, so müssen sie sich anfühlen! Ebenso wie in der wundervollen Ausgabe von Thomas Hettches “Pfaufeninsel” aus dem Kiepenheuer & Witsch Verlag.

    “Was ist Ihr Beruf, Miklós?”
    “Ich war Journalist. Und Dichter.”
    “Ach, ein Seeleningenieur. Wie schön.”

    In “Fieber am Morgen” erzählt Péter Gárdos die Geschichte seiner Eltern, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg kennenlernten. Gárdos Vater landete ebenso wie seine Mutter als Überlebende der Vernichtungslager nach dem Krieg in schwedischen Sanatorien für Flüchtlinge. An einer schweren irreversiblen und laut den Ärzten progredienten Lungenerkrankung leidend, beschließt Gárdos Vater Miklós einen Brief an 117 Frauen zu schreiben, um eine davon zu heiraten. Als ihm Lili antwortet, weiß er, dass sie die Richtige für ihn ist und setzt alles daran, ihr Herz zu gewinnen und gegen alle Widerstände – sei es seine Krankheit oder die schwedische Bürokratie – dafür zu sorgen, dass sie einer gemeinsamen Zukunft entgegen steuern.

    Das Buch entwickelte von Beginn an eine unglaubliche Dynamik. Anfangs getragen von einer gewissen Selbstverleugnung, was die infauste Prognose der Ärzte bez. seiner Lunge anging, stürzte sich Miklós in ein verrücktes Abenteuer auf der Suche nach einer Frau. Zunehmend erlebte ich Miklós, den ich zunächst für etwas irre und realitätsfern hielt, zu einem lebensbejahenden tough cookie. Er lebt für die Korrespondenz mit Lili und fiebert jedem Brief von ihr entgegen.

    Auf der anderen Seite erleben wir Lili, die fast verhungert mit Nierenproblemen, in einer weiter entfernten schwedischen Heilanstalt mit zwei Freundinnen auf ihre Genesung hofft. Sie ist stets bewegt und angetan von Miklós Briefen, ist jedoch im ersten Kontakt mit ihm erschrocken und zurückhaltend.

    Auch die Rahmenfiguren sind gut und lebendig ausgearbeitet. Vor allem Miklós Freund Harry mochte ich sehr, weil er so “echt” rüber kam. Und Lilis eifersüchtige Freundin Judit Gold mochte ich ebenfalls sehr, weil sie auf der ruhigeren Seite der Geschichte, nämlich Lilis Geschichte, die Dynamik aufrecht erhielt und man durch ihre Ängste und Intrigen weiter zum Lesen angetrieben wird.

    Tief beeindruckt hat mich der Umgang mit dem in KZ erlebten. Die Art, wie Miklós und Lili damit bei ihrer Begegnung umgehen, was sie erlebt haben, ist so unglaublich gut bechrieben und trifft mit Sicherheit auf ganz viele Menschen, die den Schrecken des Krieges in seiner schlimmsten Art haben erleben müssen zu.

    Warum das Buch “Fieber am Morgen” heißt, darf jeder für sich selbst herausfinden.

    Ich finde, dieses Debüt ist ein ganz großes und bin gespannt, was später die Damen und Herren vom Literarischen Quartett dazu sagen werden.

    “Köszönöm szépen, Gárdos úr! Köszönöm szépen!”

    Das Buch ist im Hoffmann und Campe Verlag erschienen. Übersetzt wurde es aus dem Ungarischen von Timea Tankó. Die wunderschöne gebundene Ausgabe kostet € 22,00, das ebook € 16,99. Das Hörbuch, gesprochen von Axel Wostry erscheint im Oktober und wird € 19,99 kosten.

    Kommentieren0
    15
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks