P Jurek Sieben Windstärken - Jurek P

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Inhaltsangabe zu „Sieben Windstärken - Jurek P“ von P Jurek

Der „Nordost“ ist ein rauer Wind. Er fegt zuweilen über das flache Land, dort oben an den Ufern der Ostsee. Stürmisch, meistens kalt, kann er so manches Mal Hochwasser mit sich bringen und winters auch Schnee. Viel Schnee. Der „Nordost“ ist ein rauer Geselle, einer der auf Dauer nur wetterfeste, wortkarge und zähe Menschentypen duldet. „Nordost“, bezeichnet jedoch auch eine reizvoll verlockende Region, deren Seen wie tiefblaue Augen aus dem Grün saftiger Wiesen schimmern, während blühende Rapsfelder sich hier und da in leuchtend gelbe Gewänder hüllen. Aber Vorsicht: Die eindrucksvollen Erlebnisse der dort ansässigen, raubeinigen Menschen – die irgendwie doch in die verträumten Dörfer dieses eigenwillig reizvollen Landstrichs passen – könnten in Ihnen unbestimmte Sehnsüchte wecken, oder einfach nur Fernweh. Machen Sie sich also gefasst auf ein selten gelungenes Vergnügen mit vierundzwanzig anrührenden und spannenden Nordost-Geschichten.

Interessante (Erzähl)Perspektiven und Entwicklungen.

— Annekatrin_Timm

Vierundzwanzig Kurzgeschichten - manchmal realistisch, manchmal magisch, meist düster!

— mabuerele

24 Kurzgeschichten zum Nachdenken

— Vampir989

Abbruch....nach der 11.Kurzgeschichte war ich des Buches überdrüssig, leider überhaupt nicht meins :-(

— katikatharinenhof

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Gut geschrieben, regt zum Nachdenken an, berührt mich persönlich aber nicht genug.

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  • Sieben Windestärken können dabei helfen, seinen Horizont zu erweitern

    Sieben Windstärken - Jurek P

    Annekatrin_Timm

    14. May 2017 um 23:29

    Vielschichtig und facettenreich. Einige schwermütige bzw. schwer verdauliche Geschichten aber auch was zum Schmunzeln. Interessante (Erzähl)Perspektiven und Entwicklungen. Sieben Windstärken können angenehm sein, wenn sie aus der richtigen Richtung kommen und von Sonne begleitet sind, sonst kann es schwierig werden. Da ist ein Boot mit Tiefgang von Vorteil. Leichte Kost gibt es auf dem Buchmarkt wohl genug.

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  • Leserunde zu "Sieben Windstärken - Jurek P" von Jurek P

    Sieben Windstärken - Jurek P

    JurekP

    24 Nordoststorys – so steht es als Untertitel auf dem Umschlag. Gemeint sind 24 Kurzgeschichten mit nordöstlichem Lokalkolorit, in denen mitunter von der See und den Boddengewässern die Rede ist und auch von Wind, viel Wind. Geschichten von Leuten, wie sie uns dort heute begegnen könnten, Geschichten, die nachdenklich stimmen können und auch solche mit recht wunderlichen, wenn nicht sogar mystischen Wendungen – bis hin zu Krimis, solche kommen auch vor. Der Leser segelt mit sieben Windstärken durch die menschliche Psyche, so etwa hat es mal in der Ostsee-Zeitung dazu gestanden. Das Cover hat der Autor selbst gezeichnet. Und auch für jede der Geschichten gibt es eine Illustration im Buch. Zu dieser Leserunde werden 5 Taschenbücher verlost, darüber hinaus kommen noch 10 E-Books im gewünschten Format zur Verlosung. Wer bei dieser Leserunde mitmachen möchte, sollte folgende Frage beantworten: Was verbindest du mit dem Begriff Nordost? Der Autor (60 Jahre alt ungefähr) wird sich Mühe geben, die Leserunde komplett zu begleiten und freut sich schon darauf, hat er gesagt. Und bittet um rege Teilnahme.

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    • 174

    Annekatrin_Timm

    14. May 2017 um 23:10
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  • Die Realitäten des Lebens

    Sieben Windstärken - Jurek P

    mabuerele

    "...Ideale? Da gibt`s nur noch eins: Geld. Und am Ruder sind karrieresüchtig gackernde Auserwählte, die vor allem nicht wahrhaben wollen, dass allein das Geld regiert..." Das Buch enthält 24 kurze Geschichten aus dem Nordosten. Wir befinden uns an dem Ufer der Ostsee. Die Werften bestimmten das Leben. Werftarbeiter waren wer, sie waren stolz auf ihre Arbeit. Dann aber kam die Wende. Mit dm Niedergang der Werften ging die Arbeitslosigkeit einher. Das Leben verlor Ziel und Sinn. Plötzlich war man ein Niemand. Was blieb, war der Alkohol, das Mittel zum Vergessen. Einige der Geschichten malen dieses sehr düsteres Bild vom Nordosten. Sie beschäftigen sich genau mit den Menschen, die keinen Neuanfang geschafft haben, denen nur die Erinnerung bleibt an eine glorreiche und verklärte Vergangenheit. Es gibt nur wenige Geschichte, in denen der Humor eine Rolle gespielt. Eine davon ist meine Lieblingsgeschichte. Sie heißt „Oswin, der Macher“. Der 90jährige Oswin erleidet einen Schlaganfall. Er lässt sein Leben vorüberziehen. Obiges Zitat stammt von ihm. Ich möchte noch ein zweites anführen: "...Wende. Oswin, du warst lange genug Segler, um zu kapieren, was das bedeutet; der Wind weht jetzt aus entgegengesetzter Richtung und alle, die sich auf dem Boot befinden, stellen sich voll und ganz auf den neuen Kurs ein und passen sich den neuen Gegebenheiten an und wer sich quer stellt, kriegt es mit den Elementen zu tun..." Die Geschichte steckt voller Sarkasmus, aber auch voller Hoffnung. Letzteres unterscheidet sie von vielen anderen. So verschieden wie die Inhalte der Erzählungen, so ist unterschiedlich ist der Schriftstil. Zwei Geschichten fallen dabei besonders aus dem Rahmen. In „Bosanovamond“ kommen alle Beteiligten wie in einer Art Reportage einzeln zu Wort. Dadurch erhalte ich nach und nach ein vielschichtiges Bild des Geschehens. Außerdem gefällt mir hier das überraschende Ende. In „Der blinde Augenzeuge“ wird ein Polizeiverhör aus Sicht des Verhörten geschildert. Er ist clever, aber nicht clever genug. Einige wenige Geschichten verbreiten Optimismus. In „Therapie nach Noten“ hat eine Frau gelernt, nach jeder Niederlage wieder aufzustehen, und in „Klassentreffen“ wird ein altes Verbrechen geklärt. Nostalgisch wirken die Erinnerungen an Igor, während Warnecke bei Windstärke 7 den Kampf mit den Elementen aufnimmt. Wird er gewinnen? Eine Antwort gibt es hier nicht. Es gab auch Erzählungen, mit denen ich nichts anfangen konnte. Das Thema dissoziative Identitätsstörung war zwar gut aufbereitet, sprach mich aber trotzdem nicht an. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Der Autor drückt sich nicht vor ernsten Themen, sollte das aber auf der Rückseite deutlicher zum Ausdruck bringen. Wer ein humorvolles Buch erwartet, ist bei diesen Geschichten definitiv falsch.

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  • 24 Kurzgeschichten zum Nachdenken

    Sieben Windstärken - Jurek P

    Vampir989

    16. March 2017 um 06:39

    Dieses buch enthält 24 kleine Gschichten.Jede Geschichte ist in sich abgeschlossen.Einige Geschichten werden in Form eines Krimis erzählt.Dan wieder werden manche in einer kleinen Romanerzählung dargestellt.Die meisten jedoch handeln von Menschenschicksalen die aus dem Alltagsleben genommen wurden.Wir werden konfrontiert mit Vergewaltigungen,Alkoholsüchtigen,Drogenabhängigkeit,einsamkeit und Vertrauensmissbauch.Der Autor versteht es gekonnt uns die jeweilige Situation sehr gut darzustellen und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Ich habe mit gelitten und und mit gebangt.Viele Geschichten sind sehr emotional und tief bewegend und regen zum Nachdenken an.Somit ist es keine einfache Lektüre für zwischen durch.Der Schreibstil ist leicht und flüssig.Die Spannung ist in jeder einzelnen Geschichte vorhanden und so kommt nie Langeweile auf.Manche Geschichten werden in der "Ich -Erzählweise" und andere in der "Wir-Erzählweise" geschrieben.Das hat mir sehr gut gefallen und sorgt für Abwechslung.Die Protoganisten werden immer sehr gut beschrieben und so konnte ich sie mir bildlich gut vorstellen.Das Cover gefällt mir auch sehr gut und auch das jeweilige Bild zu den einzelnen Geschichten sind sehr gut gewählt.Mir hat das Lesen dieses Buches sehr viele emotionale und berührende Lesestunden bereitet.Ein Buch das zum Nachdenken anregt und sehr empfehlenswert ist.

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  • Sieben Windstärken - ein Buch zum Nachdenken

    Sieben Windstärken - Jurek P

    Biepe

    15. March 2017 um 20:38

    24 Nordoststorys enthält der Band von Jurek P - ich denke aber nicht, dass die geschilderten Schicksale nicht auch woanders stattfinden könnten - insofern kann man sie auch als Leser aus anderen Himmelsrichtungen lesen :-) Die Geschichten lassen sich in drei Kategorien einteilen - erstens die Krimis, hier ist der Autor am schwächsten, weil dem Rätselraten zu wenig Raum gegeben wird, die Lösung kommt zu schnell. Auf jeden Fall sind zwei der Krimis erzählerisch interessant aufgebaut. In "Der blinde Augenzeuge" wird ein Verhör geschildert aus der Sicht des Verhörten, der sich nach und nach als Täter entpuppt. In "Klasse 34b" spiegelt die Erzählersprache und die Erzählweise schön die Entwicklung der Geschichte wider (s. Kommentar zur Geschichte).Interessant zu lesen war die Geschichtenkategorie, die ich mit "Gedankenspiele" bezeichnen möchte. In dieser Kategorie war die für mich spannendste Geschichte im Buch überhaupt ("Trugbilder"), darüber wie die Zukunft entsteht, weil die Protagonistin genau diese Zukunft befürchtet (s. Kommentar zur Geschichte). Weniger gelungen, wenn auch hochinteressant von der Idee her ist die Geschichte um den kleinen Litauer, der als eine einzige Persönlichkeit in zwei Körpern lebt. (Aber an Zeitreisengeschichten haben sich schon andere die Zähne ausgebissen ...)Den größten Raum nehmen Geschichten ein, in denen wir Menschen gezeigt bekommen, die in mehr oder weniger verfahrenen Situationen stecken. Hier hat der Autor seine größte Stärke. In lockerer Sprache, die sich leicht lesen lässt, schildert er Schicksale, die sich nicht immer leicht lesen lassen ...Alkohol spielt oft eine Rolle, Alter bzw. der Verlust der Jugend und in zwei Geschichten wird erzählt, wie ein Mensch, der den Protagonisten schikaniert hat, noch Jahre später so viel Macht über diesen hat, der er zum Mörder an dem Peiniger wird. In vielen Geschichten lässt der Schluss Hoffnung zu, dass es einen Ausweg geben könnte - oft aber auch nicht. Zwei Protagonisten wollen vor ihrem Leben bzw. vor sich selbst fliehen - in "Fredemanns Hose" eröffnet sich dem Protagonisten eine Fluchtmöglichkeit, in "Sieben Beaufort" gelingt die Flucht nicht, er kommt ums Leben. Erwähnenswert ist die Erzählperspektive - neben Ich-Erzähler und personalem Erzähler verwendet der Autor häufiger einen Wir-Erzähler. Man kann nun darüber streiten, ob das überhaupt geht, ob nicht auch dann einen Person stellvertretend für eine Gruppe spricht und wir es tatsächlich mit einem Ich-Erzähler zu tun haben - in jedem Fall funktioniert diese Erzählweise in meisten Fällen sehr gut. So hat man bspw. in "Klasse 34b" gleich die fröhliche Horde vor Augen, die beim Klassentreffen Erinnerungen austauscht. Lediglich in "Therapie nach Noten", wo der Wir-Erzähler ein verkappter auktorialer Erzähler ist, wirkt er auch so herablassend wie ein auktorialer Erzähler. Bis auf wenige Ausnahmen (wie "Bossanovamond") kein leichtes Buch für den Sommerstrand (wie es man vielleicht bei dem Titel erwarten könnte), sondern ein nachdenkliches, für bedeckte Nachmittage mit Zeit zum Nachdenken und sich-Einlassen.

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  • Konnte mich weder fesseln noch begeistern, daher Abbruch nach der 11. Kurzgeschichte

    Sieben Windstärken - Jurek P

    katikatharinenhof

    28. February 2017 um 07:33

    Beschreibung des Buches (übernommen) 24 Nordoststorys – so steht es als Untertitel auf dem Umschlag. Gemeint sind 24 Kurzgeschichten mit nordöstlichem Lokalkolorit, in denen mitunter von der See und den Boddengewässern die Rede ist und auch von Wind, viel Wind. Geschichten von Leuten, wie sie uns dort heute begegnen könnten, Geschichten, die nachdenklich stimmen können und auch solche mit recht wunderlichen, wenn nicht sogar mystischen Wendungen – bis hin zu Krimis, solche kommen auch vor. Der Leser segelt mit sieben Windstärken durch die menschliche Psyche, so etwa hat es mal in der Ostsee-Zeitung dazu gestanden. Ich hatte mich auf 24 anrührende und spannende Kurzgeschichten rund um die See und ihre Bewohner gefreut. Und dann hielt ich ein Buch in den Händen, dass mich dermaßen enttäuscht und runtergezogen hat, so dass ich nach der 11. Kurzgeschichte aufgehört habe zu lesen. Dieses Buch stellt für mich keine Unterhaltung, sondern eine Art Therapie und Vergangenheitsbewältigung dar. Überall nur Mord und Totschlag, Vergewaltigung und Alkohol, Arbeitslosigkeit und Depressionen. Ich weiß leider nicht, was der Autor mir mit diesen Geschichten sagen möchte - mich hat er leider überhaupt nicht erreicht :-(      

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