P. F. Thomése Schattenkind

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Inhaltsangabe zu „Schattenkind“ von P. F. Thomése

„Fehlendes Wort. Eine Frau, die ihren Mann begräbt, wird Witwe genannt, ein Mann, der ohne seine Frau zurückbleibt, Witwer. Ein Kind ohne Eltern ist eine Waise. Wie aber heißen Vater und Mutter eines gestorbenen Kindes?“ Zum Schlimmsten, was einem Menschen widerfahren kann, gehört gewiss der Tod eines eigenen Kindes. Ebendieses Schlimmste ist dem Autor P. F. Thomése widerfahren, und in Schattenkind versucht er auf seine Weise, mit den Mitteln des Schriftstellers, diesen Schicksalsschlag zu verarbeiten. Thomése ist etwas Außerordentliches gelungen: Er beschreibt den unfassbaren Schmerz, ohne je ins Sentimentale abzugleiten. Er schildert seine Empfindungen mit einer inneren Haltung, die sich um Nüchternheit bemüht. Und gerade in der klaren Analyse, in dem Ringen um eine Sprache für die eigenen Gefühle, zeigt sich das Unbegreifliche des erlittenen Verlusts. „Irgendwo in der Sprache ist sie noch, irgendwo zwischen ein paar Wörtern. Wörtern, die einander noch nicht kennen. Und die sie noch nicht kennen. Schreiben heißt, Sätze auszuprobieren, um zu sehen, was sie bedeuten können.“ Schattenkind ist ein sehr intimes Buch über einen großen (den vielleicht größten) Schmerz, und die Art, wie Thomése diesen Schmerz offen legt, hat etwas Ergreifendes. Es ist zugleich ein Versuch über die Möglichkeiten und Grenzen der Sprache und damit nicht zuletzt ein unvergessliches Zeugnis für die wahre Kraft der Literatur.

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  • Rezension zu "Schattenkind" von P. F. Thomése

    Schattenkind

    Greta

    12. April 2009 um 13:22

    "Wenn wir nicht aufpassen, hat es sie bald nicht gegeben."

    "Wenn ich doch bloß für einen Augenblick das Zimmer verlassen würde, dann könnte es in Ruhe einstürzen."

  • Rezension zu "Schattenkind" von P. F. Thomése

    Schattenkind

    Lost0in0Translation

    03. October 2007 um 22:30

    Ein Buch der Trauer. Ein Buch des Verlustes. Dem Autor ist mit das Schlimmste wiederfahren, was einem Menschen passieren kann: der Tod des eigenen Kindes. - Ein Zittat aus dem Buch: " Fehlendes Wort Eine Frau, die ihren Mann begräbt, wird Witwe genannt, ein Mann, der ohne seine Frau zurückbleibt, Witwer. Ein Kind ohne Eltern ist eine Waise. Wie aber heißen Vater und Mutter eines gestorbenen Kindes?" - Ich bin immer wieder auf der Spur dessen, was man eigentlich nicht beschreiben kann und wo ein Autor genau dies versucht zu tun und es haut mich als Leser dann immer um, wenn es dem Autor gelungen ist. Natürlich kann man etwas nicht fassen, was nicht zu fassen ist, aber dieses Fassungslose ist hier auf den Punkt getroffen.

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