P. G. Wodehouse

 4.2 Sterne bei 171 Bewertungen
Autor von Jetzt oder nie!, Ohne mich, Jeeves! und weiteren Büchern.

Lebenslauf von P. G. Wodehouse

Ein Ritter mit Schreibfeder statt Schwert: Sir Pelham Grenville Wodehouse wird 1881 in Guildford, in England geboren. Da sein Vater in Hongkong als Richter arbeitete, lebte Wodehouse die ersten Jahre seines Lebens jedoch in Asien, später wird er mit seinen Geschwistern nach Großbritannien geschickt, wo ihn eine Pflegemutter aufzieht. Während seiner Schulzeit übt er verschiedene Sportarten aus und betätigt sich zudem im Schulchor und in der Schulzeitschrift. Während er nach seinem Schulabschluss zunächst in einer Bank arbeitet, schreibt er nebenbei Geschichten und Artikel, arbeitet aushilfsweise auch für die Zeitung The Globe. 1902 bekommt er eine Stelle angeboten und gibt seinen Bankjob auf, um als Journalist zu arbeiten. Etwa zu dieser Zeit beginnt er mit dem Schreiben seiner Romane wie beispielsweise sein Debüt, „The Pothunters“ (1902). 1904 reist Wodehouse erstmals in die Vereinigten Staaten von Amerika, bis zum Ersten Weltkrieg folgen viele weitere Reisen. 1915 erscheint die erste Kurzgeschichte Wodehouses mit seinen bekannten Figuren Jeeves und Bertie Wooster, die bis zum Tod des Schriftstellers immer wieder in seinem Werk auftauchen. Ab den 1910er Jahren arbeitet er in New York im Theater- und Musicalbereich, parallel ist er weiterhin schriftstellerisch tätig. Bereits 1915 wird der erste seiner Romane unter dem Titel „A Gentleman of Leisure“ verfilmt. Während er zwischenzeitlich häufiger nach England zurückkehrte, verlässt er Großbritannien kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges endgültig und lebt fortan in den USA und Frankreich, zwischenzeitlich auch in Deutschland. 1955 nimmt er schließlich die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Im Alter von 93 Jahren wird er Mitglied des Order of the British Empire und von der Queen zum Ritter geschlagen. P. G. Wodehouse stirbt am 14. Februar 1975 in Southampton im Bundesstaat New York.

Alle Bücher von P. G. Wodehouse

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches Jetzt oder nie!9783518758670

Jetzt oder nie!

 (15)
Erschienen am 12.03.2018
Cover des Buches Ohne mich, Jeeves!9783518758694

Ohne mich, Jeeves!

 (13)
Erschienen am 12.02.2018
Cover des Buches SOS, Jeeves!9783518758748

SOS, Jeeves!

 (11)
Erschienen am 12.02.2018
Cover des Buches Dann eben nicht, Jeeves9783499137969

Dann eben nicht, Jeeves

 (11)
Erschienen am 01.08.1999
Cover des Buches Der unvergleichliche Jeeves9783866159426

Der unvergleichliche Jeeves

 (9)
Erschienen am 24.09.2011
Cover des Buches Onkel Dynamit9783518758649

Onkel Dynamit

 (8)
Erschienen am 12.02.2018
Cover des Buches Sein und Schwein9783518758731

Sein und Schwein

 (6)
Erschienen am 12.02.2018
Cover des Buches Bertie in wilder Erwartung9783499137952

Bertie in wilder Erwartung

 (5)
Erschienen am 01.01.1999

Neue Rezensionen zu P. G. Wodehouse

Neu

Rezension zu "Tausend Dank, Jeeves!" von P. G. Wodehouse

...hemmungsloses Kichern bis zum Zwerchfellkrampf!
AndreasKueckvor 4 Monaten

Die Britten können richtig witzig sein und der Welt viel Freude bereiten! Okay, jetzt nicht unbedingt, wenn es sich um den Brexit handelt. Aber sonst durchaus…! Zudem kann der britische Humor fraglos als erfolgreichster Export-Schlager von Großbritannien gelten: Monty Python, Mr Bean und Little Britain schickten den britischen Humor via TV in die Welt, und auch im Kino war er in den 50er bis 70er Jahren dank der Carry-On-Filmreihe äußerst populär. Aber auch literarisch darf der britische Humor nicht unterschätzt werden…!

P.G. Wodehouse gebührt durchaus die Ehre, als einer der bekanntesten, beliebtesten und talentiertesten Vertreter der literarischen Humoreske bezeichnet zu werden. Nachdem mein erster Kontakt mit ihm mich schier in freudige Verzückung versetzt hatte, halte ich nun ein Nachfolge-Epos in meinen Händen, das durchaus das Zeug hat, mit seiner Fülle an Blödsinn nahtlos am Vorgänger anzuknüpfen. Denn nichts anderes verspricht eine Lektüre von Wodehouses Jeeves-Geschichten: ein einziger grenzenloser Blödsinn!!!

Das Leben von Bertie Wooster ist wieder ganz und gar auf dem Kopf gestellt: Reisen soll ja bekanntlich bilden, und New York bietet dafür bekanntlich reichlich Gelegenheiten. Es sei denn, der Reisende hört auf den Namen Bertie Wooster und wäre der Überzeugung, dass Einbildung schon Bildung genug wäre. Die überstürzte Verlobung mit Pauline Stoker hatte er sich leider nicht eingebildet. Doch zum Glück konnte er nochmals rechtzeitig seinen Hals aus der Ehe-Schlinge ziehen und sich flugs Richtung Heimat aufmachen. Dort frönt er seiner Leidenschaft des Banjo-Spiels und bildet sich ein – sehr zum Leidwesen seines Butlers Jeeves – dieses Instrument brillant zu beherrschen. Jeeves greift in seiner Not zum Äußersten und droht mit Kündigung, wenn Bertie seine musikalischen Anwandlungen nicht flott auf das Land verlegt. Das Cottage seines Freundes Chuffy liefert dafür die perfekte Kulisse. Dumm nur, dass Chuffy aufgrund chronischem Geldmangel sein Cottage an den steinreichen Amerikaner J. Washburn Stoker verkauft hat, der mit seinem entzückenden Töchterchen Pauline (Ja, genau eben jene Pauline, die Bertie in New York so unrühmlich hat sitzenlassen.) anreist. Chuffys Herz entbrennt augenblicklich in Liebe für Pauline. Doch kann er es wagen völlig mittellos, um ihre Hand zu bitten? Bertie bietet – nicht ganz uneigennützig – seine Hilfe an…!

Es war wieder eine Menge Blödsinn auf einem Haufen, und es war wieder wunderbar. Nichts und niemand darf hier vom Leser ernst genommen werden. Locker-leichte Albernheiten tollen hier über die Seiten und bringen das Zwerchfell zum Erschüttern. Realismus (Ich bitte Euch!) sucht man hier vergebens und wurde von mir weder erwartet noch vermisst. Es scheint, als würde in den Wodehouse-Geschichten ein immerwährendes Picknick im Sonnenschein stattfinden – voller Unbeschwertheit und ohne einen Blick auf Morgen!

Herrliche Bonmots wechseln sich mit deftigen Frechheiten ab. Hier muss/darf ich den Übersetzer Thomas Schlachter wieder hochlobend erwähnen: Er schafft das Kunststück, dass mir die Zeilen auch beim lauten Vorlesen intelligent-flüssig über die Lippen kommen und auch gesprochen mit der richtigen Betonung herrlich verführerisch anmuten (Verdammt, ich sollte wirklich eine Wodehouse-Lesung machen!). Besonderen Charme schöpfen die Geschichten aus dem Standesunterschied zwischen Bertie und Jeeves, der anhand des jeweiligen Verhaltens gar köstlich persifliert wird.

So war mein Wieder-Lesen mit Bertie und Jeeves auch dieses Mal die pure Wonne!

Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Piccadilly Jim" von P. G. Wodehouse

P.G. Wodehouse vom Feinsten
Die-Glimmerfeenvor 10 Monaten

Wohin ging die Buchreise? In die Anfänge des 20. Jahrhunderts ( genauer Zeitpunkt unbekannt)
Reiseleiter/in: P.G. Wodehouse
Reisebegleiter/in: Jimmy Crocker, junger Lebemann und die Poetin Ann Chester
Reisehighlights: Die Upper-Class von London und New York
Ton der Reise: Amüsant
Persönliches Reiseerlebnis? Jimmy Crocker ist ein rechter Taugenichts. Vor Jahren hat er eine böse Kritik über ein kleines Poesiebändchen geschrieben und die Schreiberin zu tiefst verletzt. Jetzt begegnet er ihr, verliebt sich auf den ersten Blick, aber zu seinem Glück erkennt sie ihn nicht. Und schon beginnt eine turbulente Komödie, in der nicht nur Jimmy seine Identität ändert.
Ich bin schon seit langer Zeit ein Fan der P.G. Wodehouse Bücher und auch diesmal hat er mich zum Schmunzeln gebracht. Das Buch wurde 2005 mit Sam Rockwell verfilmt, allerdings habe ich den Film noch nicht gesehen.
Wer sollte diese Reise buchen? Alle Leser, die dem Charme von Butlern, Ladyschaft und feinem englischem Humor verfallen sind.

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Auf geht's, Jeeves!" von P. G. Wodehouse

...ein respektloser Lesespaß voller köstlicher Bonmots!
AndreasKueckvor 10 Monaten

„Da weiß Jeeves sicher einen Rat!“, „Mit diesem Problem wende ich mich an Jeeves!“, „Was meint Jeeves denn dazu?“ Jeeves hier! Jeeves da! Immer nur heißt es „Jeeves“! Natürlich hat es auch durchaus seine angenehmen Vorteile, einen intelligenten Butler zu haben, den Freunde wie Verwandte gerne konsultieren. Aber deshalb bräuchte man ihm, Bertram „Bertie“ Wooster, ja nicht gleich die Intelligenz gänzlich abzusprechen. Er findet, es wäre höchste Zeit, seinen Butler in die Schranken zu weisen, und so übernimmt er flugs persönlich die Lösung einiger Problemchen im Freundes- und Familienkreis. Und da gibt es so einiges zu erledigen: Die Ent-lobung seiner Cousine Angela mit Tuppy Glossop muss unter allen Umständen rückgängig gemacht werden. Die Ver-lobung zwischen seinem Freund Gussie Fink-Nottle und Madeline Bassett muss unter allen Umständen forciert werden. Und die drohende Trennung von Onkel und Tante aufgrund Tante Dahlias Spielschulden muss unter allen Umständen verhindert werden.

Also spinnt Bertram Wooster in seiner grenzenlosen Selbstüberschätzung seine hirnrissigen Ideen und spielt höchstpersönlich den Schicksalsgott. Nur leider sind seine Ideen – wie gewohnt – sehr unausgegoren: Er lässt mögliche Konsequenzen gänzlich unberücksichtigt und hinterlässt so eine Schneise der emotionalen Verwüstung. Die Welt der oberen 10.000 versinkt im Chaos, bis Jeeves eingreift…!

Ich sitze auf meinem Sofa mit der Nase in diesem Buch, kichere vor mich hin oder lache schallend auf und ertappe mich dabei, wie ich ganze Passagen laut lese: Welch ein grenzenlos alberner Spaß…!!!

P. G. Wodehouse ist ein absoluter Könner der leichten Posse, ein nimmermüder Verfasser humoristisch-ironischer Dialoge und ein kolossaler Profi im Verteilen von satirischen Seitenhieben auf die gehobene Gesellschaft. Wer in den „Jeeves“-Geschichten von Wodehouse irgendeinen Realismus sucht, der wird sehr, sehr lange suchen müssen und schlussendlich erschöpft und erfolglos aufgeben. Hier verbinden sich die Übertreibung, das Hemmungslose und die Frechheit zu einer respektlosen Leichtigkeit. Nährwert: Fehlanzeige! Spaßfaktor: „…bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!“

Teilweise sind die Dialoge so fein-gemein-spitzzüngig, dass sie mich schier verführt haben, sie laut vorzulesen, um noch eine größere Wirkung zu erzielen: Da buddelte sich in mir der Vor-Leser, die alte Rampensau, wieder einmal hemmungslos an die Oberfläche!

Zudem möchte ich Thomas Schlachter meinen allerhöchsten Respekt für seine gelungene Übersetzung zollen: Ich kann sicher nur ansatzweise erahnen, wie herausfordernd es für einen Übersetzer sein musste, die vielfältigen Bonmots, fantasievollen Beschimpfungen und bildhaften Beschreibungen aus dem Englischen adäquat ins Deutsche zu übersetzen – ohne den Witz des Originals zu schmälern und den Lesefluss zu behindern. Chapeau! Das Nachwort von Denis Scheck liefert ferner aufschlussreiche Hintergründe über Wodehouses Leben.

Nur bedauerlicherweise habe ich nun ein äußerst verzwicktes Problem: Wodehouse lesen macht süchtig – süchtig nach einem Mehr an Geschichten, bei denen ich mich beim Lesen so heiter „sophisticated“ fühle, während in meinem Kopf alte Cole Porter-Songs den idealen Soundtrack bilden und so meine Seele gänzlich unbeschwert zum „Swingen“ bringt.

Book-Dealer, ich komme!

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

P. G. Wodehouse wurde am 14. Oktober 1881 in Guildford, Surrey (Großbritannien) geboren.

P. G. Wodehouse im Netz:

Community-Statistik

in 140 Bibliotheken

auf 23 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 3 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks