Pablo De Santis

 3.7 Sterne bei 23 Bewertungen
Autor von Die Übersetzung, Die Fakultät und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Pablo De Santis

Die Übersetzung

Die Übersetzung

 (12)
Erschienen am 07.07.2010
Die Fakultät

Die Fakultät

 (7)
Erschienen am 25.08.2003
Das Rätsel von Paris

Das Rätsel von Paris

 (4)
Erschienen am 29.09.2011
Die sechste Laterne

Die sechste Laterne

 (3)
Erschienen am 19.02.2009

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Rezension zu "Das Rätsel von Paris" von Pablo De Santis

Rätsel und verschlossene Räume
ulrikerabevor 2 Jahren

Sigmundo Salvatrio, Sohn eines Schusters, wird über Umwege Adlatus des argentinischen Meisterdetektivs Renato Craig. Nach Craigs „letztem Fall“, der nur unter dubiosen Umständen gelöst wurde, wird Salvatrio von Craig als sein Vertreter nach Paris entsandt. Anlässlich der Weltausstellung 1889 findet dort ein Treffen der zwölf größten Detektive der Welt statt. Salvatrio findet sich in einer Außenseiterrolle vor, als einziger ohne Meister, selbst noch nicht lange Assistent. Doch gerade diese Position bietet ihm eine besondere Sicht auf die Dinge. Denn bald schon wird einer der „Zwölf“ ermordet, mysteriöse Vorfälle häufen sich.
Das Rätsel von Paris spielt gekonnt mit dem Genre des klassischen Detektivroman. Die Handlung um die Jahrhundertwende färbt auch die Sprache ungewöhnlich veraltet ein. Es wird über Puzzles, Rätsel, weiße Blätter und verschlossene Räume philosophiert. Die Krimihandlung verschwindet nahezu im Hintergrund. Die Spannung bleibt oft hinter den Gedankenspielen zurück. Dennoch war das Buch ein ganz vergnüglicher Zeitvertreib für die Urlaubstage.

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Rezension zu "Die Übersetzung, 1 Audio-CD" von Pablo De Santis

Die Macht der Sprache
Xirxevor 4 Jahren

Der Übersetzer Miguel de Blast, der als Ich-Erzähler durch dieses Hörspiel führt, fährt zu einem Sprachkongress, wo er seine 'alte' Liebe Ana wie auch seinen ewigen Rivalen Naum trifft. Bereits am ersten Abend gibt es einen Todesfall, dem schon nach Kurzem ein zweiter folgt. Gemeinsam mit Ana erfährt Miguel, dass Naum mehr darüber weiß...
Dies ist kein klassischer Who-Done-it-Krimi, denn als Ursache für die Toten scheint sich eine Sprache herauszukristallisieren. Klingt merkwürdig? Ist es auch, aber dennoch spannend und sogar ein bisschen gruselig. Denn dieses Hörspiel ist mit so grandiosen Sprechern wie Frank Glaubrecht, Corinna Harfouch, Wolfgang Spier usw. und einer äusserst passenden Hintergrundmusik klasse inszeniert, dass es mir bei konzentriertem Zuhören im Dämmerlicht schon ein bisschen Gänsehaut verursachte ;-)
Leider dauert das Vergnügen nur 50 Minuten und so hört man sich das Ganze gerne auch ein zweites Mal an.

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Rezension zu "Die sechste Laterne" von Pablo De Santis

Rezension zu "Die sechste Laterne" von Pablo De Santis
BertieWoostervor 9 Jahren

Pablo de Santis erzählt die Geschichte des italienischen Architekten Silvio Balesti. Der Erzähler ist ein Mitglied der "Gesellschaft für utopische Architektur". Das Buch beginnt wie eine normale Biografie, mit der Geburt in Italien, der Arbeit bei seinem Vater, einem Bildhauer für Grabmäler und seiner Tätigkeit als Inspektor einer Friedhofsverwaltung, die sich nicht für seine Arbeit interessiert. Als er dann vor dem 1. Weltkrieg mit dem Architekturstudium beginnt und mit einem tschechischen Kommilitonen über den Sinn und Zweck von Architektur zu diskutieren anfängt, ist das Thema schon ersichtlich. Sollen Gebäude wie in der Antike und im Mittelalter eine Bedeutung haben? Oder sind sie lediglich eine Umschließung des leeren Raumes. Es handelt sich fast schon um ein philosophisches Buch. Balestri wandert nach New York aus, da er davon träumt Hochhäuser zu konstruieren. Auf der Schiffsreise kommt ein zweiter Aspekt des Buchs zum Vorschein, der sich im weiteren Verlauf fortsetzt. Was ist das Gedächtnis und sind Gebäude nicht mit dem Gedächtnis vergleichbar.
In New York lernt er einen mysteriösen Museumsbetreiber kennen, der in seinem Museum Modell von nie gebauten Gebäuden ausstellt. Durch sein Protegé steigt er vom Kellner schnell in der Architekturwelt auf, da er auch Aufsätze und Vorträge über seine Ansicht über die Bedeutung von Gebäuden hält und veröffentlicht. Dieser "Ruhm" bringt ihm jedoch auch die Feindschaft einer Geheimgruppe von Architekten ein, die die reine Funktionalität von Gebäuden wollen. Der Traum von Balestri ist der Bau eines Zikkurat, eines neuen Turms von Babel. Vielleicht ist er vergleichbar mit modernen Einkaufszentren.
Das Buch ist eine Mischung aus dem mysteriösen Genre, philosophisch und auch etwas von einem Krimi. Es ist zwar nicht spannend wie ein Krimi geschrieben. Vielmehr ergibt sich die Spannung daraus, wie es mit Balestri weitergeht und wie konsequent er seinen Traum verfolgt. Außerdem kann man sich überlegen, wer sich in der heutigen Architektur wohl durchgesetzt hat, die reinen Funktionalisten oder diejenigen, die eine Bedeutung in Gebäuden sehen wollen? Zunächst wohl die Funktionalisten, wenn man manche monotonen Glasbauten anschaut. Aber vielleicht sind manche moderne Bauten doch mehr als sie scheinen. Interessant fand ich auch den Hinweis auf den leider fast vergessenen Paul Scheerbart, einem Utopisten und Pazifisten, der sich im 1. Weltkrieg umgebracht hat, aber bereits die Zukunft von Glaspalästen vorhergesagt hat.

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