Pablo de Santis Die sechste Laterne

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Inhaltsangabe zu „Die sechste Laterne“ von Pablo de Santis

Als der junge Italiener Silvio Balestri 1914 nach New York auswandert, wird er von einem einzigen Gedanken beherrscht: Er will einen zweiten Turm zu Babel bauen. Jahrelang arbeitet er Nacht für Nacht an den Plänen. Als seine Frau einfach verschwindet, bemerkt er dies kaum.
Während Balestri das innerste Geheimnis der Baukunst ergründet, heuert ihn ein Architekturbüro für die Lösung eines scheinbar ganz profanen Geheimnisses an: Die New Yorker Architekturbüros stehen in einem gnadenlosen Wettkampf um den höchsten und modernsten Wolkenkratzer der Welt. Jede neue Idee wird sogleich der Konkurrenz in die Hände gespielt. Balestri soll das Leck finden. Die Aufgabe führt ihn in ein unentwirrbares Geflecht aus Intrigen und schließlich zu dem Geheimbund Die sechste Laterne.

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  • Rezension zu "Die sechste Laterne" von Pablo De Santis

    Die sechste Laterne

    BertieWooster

    04. December 2009 um 20:34

    Pablo de Santis erzählt die Geschichte des italienischen Architekten Silvio Balesti. Der Erzähler ist ein Mitglied der "Gesellschaft für utopische Architektur". Das Buch beginnt wie eine normale Biografie, mit der Geburt in Italien, der Arbeit bei seinem Vater, einem Bildhauer für Grabmäler und seiner Tätigkeit als Inspektor einer Friedhofsverwaltung, die sich nicht für seine Arbeit interessiert. Als er dann vor dem 1. Weltkrieg mit dem Architekturstudium beginnt und mit einem tschechischen Kommilitonen über den Sinn und Zweck von Architektur zu diskutieren anfängt, ist das Thema schon ersichtlich. Sollen Gebäude wie in der Antike und im Mittelalter eine Bedeutung haben? Oder sind sie lediglich eine Umschließung des leeren Raumes. Es handelt sich fast schon um ein philosophisches Buch. Balestri wandert nach New York aus, da er davon träumt Hochhäuser zu konstruieren. Auf der Schiffsreise kommt ein zweiter Aspekt des Buchs zum Vorschein, der sich im weiteren Verlauf fortsetzt. Was ist das Gedächtnis und sind Gebäude nicht mit dem Gedächtnis vergleichbar. In New York lernt er einen mysteriösen Museumsbetreiber kennen, der in seinem Museum Modell von nie gebauten Gebäuden ausstellt. Durch sein Protegé steigt er vom Kellner schnell in der Architekturwelt auf, da er auch Aufsätze und Vorträge über seine Ansicht über die Bedeutung von Gebäuden hält und veröffentlicht. Dieser "Ruhm" bringt ihm jedoch auch die Feindschaft einer Geheimgruppe von Architekten ein, die die reine Funktionalität von Gebäuden wollen. Der Traum von Balestri ist der Bau eines Zikkurat, eines neuen Turms von Babel. Vielleicht ist er vergleichbar mit modernen Einkaufszentren. Das Buch ist eine Mischung aus dem mysteriösen Genre, philosophisch und auch etwas von einem Krimi. Es ist zwar nicht spannend wie ein Krimi geschrieben. Vielmehr ergibt sich die Spannung daraus, wie es mit Balestri weitergeht und wie konsequent er seinen Traum verfolgt. Außerdem kann man sich überlegen, wer sich in der heutigen Architektur wohl durchgesetzt hat, die reinen Funktionalisten oder diejenigen, die eine Bedeutung in Gebäuden sehen wollen? Zunächst wohl die Funktionalisten, wenn man manche monotonen Glasbauten anschaut. Aber vielleicht sind manche moderne Bauten doch mehr als sie scheinen. Interessant fand ich auch den Hinweis auf den leider fast vergessenen Paul Scheerbart, einem Utopisten und Pazifisten, der sich im 1. Weltkrieg umgebracht hat, aber bereits die Zukunft von Glaspalästen vorhergesagt hat.

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