Paco Roca

 4.3 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Kopf in den Wolken, La Casa und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Paco Roca

Der spanische Illustrator Paco Roca wurde 1969 geboren und lebt derzeit in Valencia. Als Illustrator arbeitete Roca zunächst in der Werbung und für einige spanische Zeitungen. Seit 1991 veröffentlicht er eigene Comics und Graphic Novels und wurde u. a. mit dem Nationalen Comic Preis des spanischen Kulturministeriums ausgezeichnet. Derzeit lebt Roca in Valencia, wo er neben seiner Arbeit als kommerzieller Illustrator und Comic-Zeichner auch eine wöchentliche Radiosendung moderiert.

Alle Bücher von Paco Roca

Cover des Buches Kopf in den Wolken (ISBN:9783943143713)

Kopf in den Wolken

 (5)
Erschienen am 01.08.2013
Cover des Buches La Casa (ISBN:9783956401046)

La Casa

 (3)
Erschienen am 01.10.2016
Cover des Buches Der Schatz der Black Swan (ISBN:9783956401947)

Der Schatz der Black Swan

 (2)
Erschienen am 07.08.2019
Cover des Buches Die Heimatlosen (ISBN:9783956400339)

Die Heimatlosen

 (0)
Erschienen am 01.04.2015
Cover des Buches Der Winter des Zeichners (ISBN:9783943143386)

Der Winter des Zeichners

 (0)
Erschienen am 01.09.2012

Neue Rezensionen zu Paco Roca

Neu

Rezension zu "Der Schatz der Black Swan" von Paco Roca

Gelungene Dokumentation der Ereignisse
LillianMcCarthyvor 4 Monaten

Ich mag es, wenn Graphic Novels auf einer wahren Begebenheit beruhen. Ich finde es magisch, wie sie Sachverhalte in ein ganz besonderes Licht rücken können und uns viele Sachen spielend leicht und unterhaltend näherbringen können. Häufig auf einer viel persönlicheren Ebene, als es sonstige Berichterstattung kann. Die Vorlage für dieses Werk liegt gar nicht so weit in der Vergangenheit. 2007 war ich gerade mal 13 Jahre alt und habe den Schatzfund durch ITHACA am Rande mitbekommen. Die Erinnerungen wollte ich auffrischen und bekam eine spannende Graphic Novel mit Thrillerelementen. 

Hier wurde ich aber ein wenig von meinen eigenen Erwartungen hinters Licht geführt. Ich hatte ein wenig mehr geschichtlichen Hintergrund erwartet und etwas weniger Thriller. Auch auf der persönlichen Ebene kam die Graphic Novel ein wenig zu kurz. Solltet ihr aber gerne Graphic Novels im Genre Thriller lesen, dann bringt euch Der Schatz der Black Swan eine coole Mischung mit. 

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Rezension zu "Der Schatz der Black Swan" von Paco Roca

Eine wahre Geschichte um einen versunkenen Schatz
Gwhynwhyfarvor 5 Monaten

Eine wahre Geschichte um einen versunkenen Schatz. Obwohl ich den Kampf um einen Kulturschatz damals in den Medien verfolgt habe, liest sich diese Graphic Novel spannend. Vielleicht ist diese Story so packend, weil der Autor, Guillermo Corral, früher einmal Diplomat war und einen überraschenden Einblick in die intrigante Verflechtung von Politik, Macht und Profit – eben schmutzige Geschäfte – offenlegt und deutlich wird, was damals geschah.

Auch Schatzsuche untersteht heute Gesetzen und Vorschriften, im Vorfeld müssen Genehmigungen eingeholt werden. Die Schatzsucher sind teilweise unglaublich gut personell und technisch ausgerüstet, was natürlich viele Millionen im Vorfeld verschlingt. Die Suche ist langwierig und kostenintensiv. Und vielen Schatzsuchern geht es letztendlich nicht um den Schatz an sich, das Kulturgut, sondern um den Profit. Dieser Fall zeigt sehr deutlich, worum es geht, dass die Profischatzsucher keine Spinner sind, die nach der Schatzkiste von Captain Flint suchen.

Die Firma Odyssey (in der Novel heißt sie Ithaca) erwirkte eine Genehmigung, in spanischen Gewässern nach einem versunkenen englischen Schiff zu suchen. Die Regierung hatte die Erlaubnis gegeben, obwohl es im Vorfeld vom Kulturministerium eine Absage gegeben hatte. Das Team meldete, ein Wrack in 518 Metern Tiefe gefunden zu haben, allerdings ohne genaue Positionsangabe, das sie als die »Black Swan« bezeichneten (aber nicht das englische Schiff, nach dem sie angeblich suchten). Im Kulturministerium schlägt man Alarm. Welches Schiff mag das sein und wo genau ist es gesunken? In feiner Puzzlearbeit kommen unsere Protagonisten zum Ziel – arbeiten gegen Regierungsinteresse. Spannend, wie sie vorgehen.

Leider kommen sie zu spät, der Schatz ist geborgen, nach Florida gebracht worden, ohne Spanien zu informieren und ohne den Fundort bekannt zu geben, da das Wrack sich angeblich in internationalen Gewässern befunden habe. Jetzt müssen Beweise her! Die Münzen zeigen, es müsse sich um die spanische Galeone »Nuestra Señora de las Mercedes« handeln, die 1804 durch die britische Kriegsmarine befeuert wurde. Nun gehen die Anwälte in den Clinch: Welche Position hatte das Wrack? Welche Art von Schiff war es … das ist entscheidend für die Rechtslage. Die Spanier arbeiten fieberhaft weiter an Beweisen.

Der Millionenschatz der »Nuestra Señora de las Mercedes«, mit mehr als 500.000 historischen Silber- und Goldmünzen sowie Kunstgegenständen aus Gold, wird nach jahrelangem Rechtsstreit durch die spanische Luftwaffe aus den USA nach Spanien transportiert. Der 23 Tonnen schwere Schatz, wird auf rund 380 Millionen Euro geschätzt.

Eine spannende Geschichte, denn die Schatzsucher verstehen es, zu tricksen. Die Mitarbeiter im Kulturministerium setzen sich zur Wehr, der Minister gibt alle Unterstützung und mit viel Kleinarbeit und Geduld kommen sie zum Ziel. Doch warum werden sie von der eigenen Regierung ausgebremst? Die Antwort wird man am Ende finden – und sie ist nicht schön. Eine gute Graphic Novel, die zu lesen Spaß macht. Eine historische Abenteuergeschichte.

Nachtrag der Rezensentin: Und auch Peru erhebt Anspruch auf den Schatz, da die Gold- und Silbermünzen 1796 in der damaligen spanischen Kolonie geprägt worden seien. Spanien zieht aus dem Schatz keinen direkten finanziellen Nutzen, denn der Fund wurde auf diverse Museen und Sammlungen verteilt. Die Schatzsuche fühlen sich verladen (sie haben ja selbst von Anfang an betrogen), sagen, dass nun kein Schatzsucher mehr Unterwasserfunde anmelden wird. Nun werde heimlich verladen, eingeschmolzen oder man verkaufe häppchenweise auf eBay.

Guillermo Corral van Damme, geboren 1971 in Portugalete, Spanien, wuchs in der Schweiz, in Spanien und in Belgien auf. Seit 1997 ist er als Diplomat in verschieden Regionen der Welt tätig. „Der Schatz der Black Swan“ ist sein Debüt als Comicautor. Paco Roca, geboren 1969 in Valencia, ist einer der erfolgreichsten Comiczeichner Spaniens. Seine Graphic Novel „Kopf in den Wolken“, in der er eindringlich den Verlauf einer Alzheimer-Erkrankung nachzeichnet, wurde 2008 vom spanischen Kulturministerium mit dem Nationalen Comic-Preis bedacht. Die Verfilmung des Stoffs, für die Paco Roca selbst das Drehbuch verfasste, ist mehrfach preisgekrönt.

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Rezension zu "Kopf in den Wolken" von Paco Roca

Schmunzeln ohne schlechtes Gewissen möglich!
schillerbuchvor einem Jahr

Diese Graphic Novel behandelt ein schwieriges Thema: Alt werden und Demenz. Ich war gespannt, wie eine Comic dieses Thema umsetzen wird.

Der Inhalt

Emilos Sohn und seine Schwiegertochter sind verzweifelt: Der Vater wird immer verwirrter, verwechselt seine Zeit als Bankmitarbeiter mit der Gegenwart und kann sich selbst nicht mehr versorgen. Völlig entnervt geben sie ihn in ein Pflegeheim mit dem Versprechen, ihn dort regelmäßig zu besuchen.

Im Pflegeheim teilt sich Emilio sein Zimmer mit Miguel, der ihn in alles einweist und ihn vor allem  vor dem ersten Stock warnt: Dort sind die Menschen untergebracht, die gar nicht mehr klar im Kopf sind. Auf keinen Fall wollen die Beiden dort oben enden. Umso größer der Schock für Emilio, als ein Pfleger ihm eines Tages versehentlich ein Medikament gibt, das für den dementen Mann einer Bewohnerin gedacht war und meint, als er seinen Fehler bemerkt „ist ja egal, Sie nehmen ja das gleiche Medikament“……

Die Zeichnungen

Demenz als Graphic Novel? Ja das geht. Und es geht sogar ganz wunderbar! Paco Roca gelingt es sehr gut, das Leben im Pflegeheim zeichnerisch darzustellen. Er nähert sich dabei seinen Figuren mit Respekt und Humor: Miguel ist ein pfiffiger Kleinkrimineller, der aber das Herz auf dem rechten Fleck hat und Emilio unterstützt wo er kann. Modesto und Dolores sind seit 60 Jahren verheiratet und als es Modesto so schlecht geht, daß er in den ersten Stock muss, begleitet ihn Dolores. Carmencita hat Angst, von Marsmännchen entführt zu werden und Dona Rosario wähnt sich die meiste Zeit im Orientexpress auf der Fahrt nach Istanbul. Roca zeichnet seine Bilder in warmen Tönen, und wechselt gekonnt zwischen Gegenwart und den Erinnerungen seiner Protagonist*innen. Besonders beeindruckt hat mich eine Doppelseite, auf der er die Eintönigkeit eines Tages darstellt: Über einer Reihe Stühle hängt eine Uhr, deren Zeiger von Bild zu Bild vorrücken. Die Stühle füllen sich, die Menschen sitzen unbeweglich da, manche werden abgeholt zum Essen und wieder gebracht und abends fragt Miguel Emilio „Na, wie war Dein Tag?“ Und auch, als Emilio langsam in das endgültige Vergessen abtaucht, findet er dafür die richtigen Bilder: Das Gesicht Miguels verschwindet nach und nach, manche Seiten bleiben weiss……

Meine Meinung

Mir hat sowohl der Stil der Zeichnungen, die warmen Farben und die Art und Weise, wie er ohne Worte deutlich macht, ob seine Figuren gerade in der Erinnerung oder in der Gegenwart unterwegs sind, als auch auch die Art, wie Paco Roca seine Geschichte erzählt, sehr gut gefallen. Manchmal konnte ich auch richtig schmunzeln ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.

In seinem Nachwort erklärt er, wie er für diese Graphic Novel recherchiert hat: Er ließ von Freund*innen Begebenheiten und Anekdoten aus ihrem Erleben erzählen und verbrachte einige Zeit in verschiedenen Altenheimen. Das habe ich diesem Buch angemerkt, für mein Gefühl ist die Atmosphäre eines Pflegeheimes sehr gut getroffen.

Fazit: Eine absolut gelungene Graphic Novel, die ihren Leser*innen und Betrachter*innen das Thema Alt werden und Demenz realistisch und warmherzig nahe bringt.

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