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Aleshanee

vor 2 Wochen

(12)

Die 16jährige Sunshine hat einen lockeren Ton und erzählt aus der Ich-Perspektive in ihrem jugendlichen Stil die sonderbaren Ereignisse, die ihre Mutter und sie in dem neu bezogenen Haus in Ridgemont erwarten.
Sie ist eigentlich ein gewöhnlicher Teenager und hat mit den typischen Problemen zu kämpfen, wenn man etwas anders ist als alle anderen. Second-Hand Klamotten sind ihr Markenzeichen, ihr Faible für altmodische Fotografien aus der Dunkelkammer und ihre Mutter als beste Freundin machen sie speziell, aber auch sehr liebenswert.
Doch wie sehr anders merkt sie erst, als sie mit ihrer Mutter in das verregnete Ridgemont zieht. Das Haus kommt ihr von Anfang an gruselig vor - sie liebt das Wort gruselig wirklich sehr - und es fängt auch recht schnell damit an, dass seltsame und unerklärliche Dinge passieren.
Sunshine geht damit aber sehr gut um, ist kein verschrecktes Hühnchen, sondern nimmt sich dem Problem an und sammelt Beweise dafür, wovon sie fest überzeugt ist: ein Geist geht in ihrem Haus um. Ihre Mutter glaub ihr natürlich kein Wort, denn sie hört nicht das ferne Kinderlachen aus dem ersten Stock, die geheimnisvollen Schritte oder sieht die vielen anderen Kleinigkeiten, die Sunshine einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagen.

Nolan, er ist mir sehr ans Herz gewachsen! Mit ihm kann Sunshine über alles sprechen und er hilft ihr, sich dem Problem zu stellen, dass ihr langsam über den Kopf wächst.
Ich mag ja diese kleinen Zwistigkeiten zwischen zwei Protas gerne, aber es war hier sehr angenehm, dass Nolan einfach mal ein wirklich netter Kerl ist, auf den man sich verlassen kann. Der sich nicht einschüchtern lässt und der ganzen Geschichte einen ganz leicht romantisch angehauchten Beigeschmack gegeben hat.

Es ist eine typische Geistergeschichte, hat aber viele neue originelle Ideen, die mich begeistert haben. Das Tempo geht gut voran, auch wenn Sunshine auch etwas weniger Selbstgespräche hätte führen können, da wiederholt sie sich manchmal schon, war aber noch im Rahmen. Gegruselt hat es mich mal wieder nicht, auch wenn die vielen kleinen Elemente dafür prädestiniert waren. Trotzdem hab ich sehr mit den Figuren mitgefiebert! Auch gibt es noch einen außenstehenden Beobachter, der eine ganz besondere Rolle einnehmen wird und man erstmal rätselt, was es wohl mit ihm auf sich hat. Einiges wirkte etwas konstruiert aber die Zufälle ließen sich auch ganz gut erklären.

Der Schluss war mir dann etwas zu dramatisch, hat aber zu dem ganzen Aufbau gepasst und ich hab immer mitgefiebert, auch wenn klar war, wie es enden wird. Eine Überraschung wartet dann aber doch noch und ich bin total gespannt, wie es im zweiten Band weitergeht.
Eine frische, originelle und vor allem unterhaltsame Geschichte, die mir viel Spaß gemacht hat!

Und bei der Hardcoverausgabe lohnt es sich auch mal, unter den Schutzumschlag zu schauen ;)

© Aleshanee
Weltenwanderer

Sunshine Girl

1 - Die Heimsuchung
2 - Das Erwachen
3 - The Sacrifice of Sunshine Girl (erscheint im Original im April 2017)

Autor: Paige McKenzie
Buch: Sunshine Girl - Die Heimsuchung
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